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Spiel mit dem Schicksal

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dr. John Watson Irene Adler Mary Morstan Professor James Moriarty Sherlock Holmes
15.04.2014
08.11.2019
17
18.584
2
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
05.09.2016 1.122
 
Hallo :D
Tut mir leid das ich solange nicht mehr reingestellt habe :S ich hatte leider sehr viel um die Ohren ^^
Ich danke schon mal wegen eurer Geduld :D
Viel Spaß beim lesen und ich hoffe euch gefällt das Kapitel ^^
Freue mich auf eure Reviews :)
LG Lillipadilli


Die Nachtigall

Trotz meines Mantels fror ich und ich atmete Kältewolken aus.
Leise rieselte der Schnee und mein Herz pochte ungeduldig in meinem Brustkorb.
Und mein Gefühl hatte mich nicht betrogen, es war tatsächlich Vince.
Ohne ein Wort blickten wir uns an.
Ich fiel ihm um den Hals, ich war so erleichtert das er am Leben war.
Auch er hielt mich fest.
„Wie hast du mich gefunden.“ flüsterte ich. „Nein warte sage es mir nicht. Es war mein Vater oder.“
Vince nickte und lächelte mich an. „Ich denke ihr Vater hat mich richtig eingeschätzt.“
Wir blickten uns an.
„Ich verzeihe Ihnen auch.“ sagte ich und grinste ihn an.
Vince küsste mich stürmisch.
Ich vergaß alles um mich herum. Ich spürte nur seine Hand an meinem Kinn und seine warme Haut.
Er roch unglaublich gut. Und ich wollte mehr.
„Weiß Holmes das Sie hier sind Vince?“ fragte ich.
„Nun sonst hätte ich meine Tochter wohl nicht rausgehen lassen.“ hörte ich eine Stimme hinter uns.
Erschrocken wichen wir auseinander und ich wurde rot.
Vince stand wie ertappt da und versuchte krampfhaft Haltung zu bewahren.
Es war Holmes, er lächelte amüsiert.
„Sie kennen ja die Theorie ihres Vaters, wenn zwei Kräfte kollidieren.“ erzählte Holmes und blickte Vince durchdringend an.
„Natürlich, nur eine Kraft siegt.“ sagte er leicht betrübt und blickte an Holmes vorbei in den dunklen Himmel.
So als würde er etwas suchen was fern unserer Sphäre bestand.
Vielleicht dachte er an seine Mutter?
„Ich werde mich jedoch nicht in das Kräftemischen einbringen. Das sage ich ihnen und ich gebe ihnen mein Wort. So wie ich es meinen Vater sagte, ich werde meine Kraft nicht in Gang bringen.“ sagte Vince energisch.
„Wohl wahr das werden Sie nicht tun. Sie scheinen mehr nach ihrer Mutter zu kommen.“ schlussfolgerte Holmes.
„Ich werde ihn jedoch auch nicht verraten.“ sagte er eisern und blickte mich und meinen Vater ernst an.
Den Kommentar bezüglich seiner Mutter überging er, so als wäre es ein Geist seiner Vergangenheit.
Ich konnte es irgendwo tief in meinen inneren verstehen, auch wenn es mich reizte ihn dazu zu drängen seinen Vater aufzuhalten.
„Dies ist allein ihre Entscheidung. Vince Moriarty. Ich sage ihnen nur eins gehen Sie gut mit meiner Tochter um.“ sagte Holmes und schien ihn mit seinen Blicken zu erdolchen.
Er brauchte nicht drohen, Vince verstand dies sofort.
Mir selbst war das ganze sichtlich unangenehm.
„Sie könnten uns ins Haus geleiten. Falls Sie mögen, schließlich ist es mitten in der Nacht und die Temperaturen sind nicht zu unterschätzen.“ Holmes verwies auf Mycrofts Haus.
Vince folgte Holmes und er schien zu schweben so leise lief er über den Schnee.
Sein Mantel wehte im Wind.
Er drehte sich zu mir um und ich folgte den beiden eiligst.
Als wir das innere des Hauses erreichten begann Holmes Tee zu kochen.
Er fragte Vince aus, was für ihn ein Spiel war.
Ich hätte mir niemals eine derart groteske Situation erträumen können.
„Oh hervorragend, Sie können Geige spielen. Wissen Sie ich versuche mich auch am Geigenspiel und ich will nicht untertreiben, das meine spielerischen Fähigkeiten hervorragend sind.“ sagte Holmes entzückt.
„Sie spielen Geige?“ fragte ich Vince verblüfft.
„Das sieht man an seinen Händen....“ sagte Holmes und grinste.
Mir war es nicht aufgefallen und dies lies mich etwas steif werden.
Meine Fähigkeiten waren ausbaufähig.
Ich biss mir auf die Lippe, Holmes bemerkte dies.
Er lächelte mich an und an seinem Blick konnte ich erahnen das er wusste was mich beunruhigte.
„Hierbei musste ich diesbezüglich erwähnen das er seine Hände sehr pflegt, es ist schwer zu erkennen.“ fuhr Holmes fort.
Vince senkte verlegen den Blick und ich nahm seine Hand, aus reiner Neugierde was Holmes entdeckt hatte.
Und tatsächlich Vince hatte einen kleinen durchsichtigen Faden unter dem Fingernagel, es schien ein kleines Stück einer Saite zu sein.
„Ihre Tochter scheint gerne zu malen.“ sagte Vince und grinste mich an.
„Die ganze Decke des Himmelbettes war vollgeschrieben.“ erklärte er.
Er hatte es tatsächlich gemerkt und doch kein Wort darüber verloren.
„Nun ja Talent fürs Schlussfolgern würde ich dies nennen.“ Holmes nippte an seinem Tee.
„Ich werde jetzt zu Bett gehen, ich wünsche ihnen eine angenehme Nacht.“ sagte Holmes und stand auf.
Ich konnte nicht anders als mit Vince zu reden.
„Du wirst deinen Vater nicht verraten habe ich diesbezüglich recht?“ fragte ich ihn.
Er blickte mich ernst an. „Nein. Ich habe nur ihn ob ich dies will oder nicht. Ob ich es vergessen könnte oder nicht, er ist mein Vater.“ sagte er ernst.
„Aber es werden Menschen sterben.“ sagte ich und versuchte ihn aufzuwecken.
„Dies weiß ich.“ sagte er und lehnte sich zurück, während er sich angespannt auf die Lippe biss.
„Vince das wollen sie zulassen.“ sagte ich erschüttert.
Er blickte mich nicht an.
„,Ich wünschte nicht, doch ich werde mich diesem entziehen. Ihr Vater ist klug, er wird wissen was zu tun ist. Wir müssen nicht zum Kongress Rose. Wir können fort. Wir entziehen uns dem Kampf unserer Väter.“ erklärte er ruhig.
Ich lehnte mich zurück und blickte ihn ernst an. „Ich zweifle nicht an meinen Vater.“ fuhr ich fort und fixierte ihn mit meinen Blick.
„Doch was wenn nicht?“ fragte ich.
„Wenn was?“ fragte er zurück und ich sah all den Schmerz in seinen Augen.
„Wenn Holmes versagt....Oder...“ ich überlegte wie ich es ausdrücken könnte.
„Sie werden nicht mitkommen?... Mit mir nicht wahr.“ stieß Vince aus und er stand abrupt auf.
Ich tat es ihm gleich.
Er lief vor raus in den Flur Richtung der Ausgangstür.
Seine Schritte wurden immer schneller, er stieß die Tür auf.
Der kalte Wind schlug mir ins Gesicht und er stapfte in den Innenhof.
Das kalte weiß wirkte ruhig und doch tobten die Schneeflocken um uns herum.
Mir wurde es klamm ums Herz, doch ich riss mich zusammen.
Ich schloss die Türe und folgte ihm in den Innenhof.
Meine Haare wehten wild im Wind und in seinen Augen brannte ein Feuer.
„Sie haben recht.“ fing ich an und er blickte mich nun an.
„Ich werde nicht mitkommen. Denn ich laufe nicht davon.“ ich reckte das Kinn und blickte ihn entschlossen an.
Sein Gesicht war eine Maske, nichts verriet eine Regung. „Rose...“ fing er an.
„Verschwinden Sie...“ sagte ich kalt.
Er griff mein Handgelenk, doch ich schüttelte es ab und rannte ins Haus.
Hinauf in mein Zimmer, meine Sicht bestand aus einem Tränenschleier.
Meine Enttäuschung war bitterer als ich es erwartet hatte.
Ich schritt zum Fenster.
Der Innenhof war leer, so leer wie mein Herz...
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