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Spiel mit dem Schicksal

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dr. John Watson Irene Adler Mary Morstan Professor James Moriarty Sherlock Holmes
15.04.2014
08.11.2019
17
18.584
2
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.11.2015 971
 
Guten Abend :)
Hier mal wieder ein neues Kapi ^^
Ich hoffe es gefällt euch :DD
Viel Spaß beim lesen ^^
Ich freue mich auf eure Reviews :D
LG Lillipadilli




Neutral wie die Schweiz

Nach einer ziemlich langen Zugfahrt erreichten wir die Schweiz.
Holmes sprang aus dem Zug und war bester Dinge.
„Mein Bruder Beziehungsweise dein Onkel Rose besitzt eine Hütte in der Schweiz. Schön mal wieder die Bergluft genießen zu können. Lange ists her.“  Holmes sog begeistert die Luft ein.
Kältewölkchen bildeten sich als ich ausatmete.
Mir fröstelte.
Es war beeindruckend wie Holmes nach seiner Nahtod Erfahrung eine solche Energie besaß.
Watson sah sich etwas skeptisch um.
Auch Simza schien das ganze erst einmal auf sich wirken zulassen.
Dies hielt ich durchaus für eine kluge Entscheidung, denn noch immer war ich aufgrund der langen Fahrt benebelt.
Meine Hand pochte etwas weniger.
Wir gingen in die Stadtmitte.
Holmes ging gelassen auf eine der Kutschen zu.
„Können sie uns in das nächste Dorf bringen?“ fragte er den Kutscher.
Dieser nickte und schon ehe ich mich versah saßen wir im inneren der Kutsche.
Ich hatte ein mulmiges Gefühl, das wahrscheinlich an meiner letzen Kutschfahrt Erfahrung lag.
„Wir werden ein ordentliches Stück zu Fuß gehen, also sparen sie sich ihre Kräfte.“ sagte Holmes zufrieden.
„Ich habe Mycroft derweil kontaktieren lassen.“ fuhr er fort.
Ich fragte mich wann er dies wieder getan hatte, wahrscheinlich als er mit einen der Leute aus der Stadt geredet hatte.
Mir war kalt und ich war todmüde.
Doch meine Gedanken drifteten immer wieder davon.
Ich dachte an meine Mutter Irene, ich vermisste sie sehr.
Ich fragte mich ob sich diese Wunde je schließen würde.
Ich hatte also doch Familie zwar klein aber besser als eine Waise zu sein.
Mein Onkel hieß also Mycroft.
Ob er wohl aussah wie Holmes? Oder ganz anders?
Meine Gedanken drifteten weiter, dorthin wo sie nicht sein sollten.
Zu Vince.
Mein Magen zog sich zusammen und mein Herz flatterte kurz.
Ich wusste nicht was Vince für mich war, aber eins wusste ich er ließ mich nicht kalt.
Ein Junger Mann hatte mich zuvor noch nie so aus dem Gleichgewicht gebracht.
Von meiner Mutter hatte ich gelernt wie man spielte oder besser gesagt hoch pokerte.
„Sie sind plötzlich so blass geworden Rose geht es ihnen gut?“ fragte Watson der mir gegenübersaß.
„Ähm mir geht es durchaus gut. Ich bin nur etwas erschöpft.“ antwortete ich.
Doch Holmes lächelte wissend.
Natürlich war ihm das ganze nicht entgangen.
Ihm entging nie etwas, er nahm jedes kleinste Detail wahr.
Daraus baute er sich sein Universum.
Sein Universum aus Schlüssen und Zusammenhängen.
Natürlich war ihm das mit Vince und mir nicht entgangen.
Doch ich war Dankbar das er dies noch nicht erwähnt oder angesprochen hatte.
Die Kutsche ruckelte.
Nach einer Stunde erreichten wir das Dorf.
Hier also schien mein Onkel Mycroft sich niedergelassen zu haben.
Doch ich wusste das uns noch ein längerer Fußmarsch erwartete.
Die Kutsche würde den Weg  nicht beschreiten können.
„Wo ist denn das Haus ihres Bruders?“ fragte Simza und blickte sich neugierig um.
Ich musste schmunzeln, bei den ganzen Torturen war ihr wieder entfallen das dass Haus nicht direkt im Dorf lag.
„Nun meine Liebe wir werden noch einen längeren Fußmarsch auf uns nehmen müssen. Mycroft bevorzugte es in eine noch ruhigere Gegend zu ziehen.“ antwortete Holmes, auch er wirkte amüsiert.
Ich hörte wie Simza etwas auf ihrer Muttersprache murmelte, wahrscheinlich fluchte sie über den Weg.
Denn wir alle waren erschöpft.
Doch ich hatte das Ziel klar vor Augen.
Ich wusste das es wohl wichtig war Mycroft zutreffen, denn er hatte laut Holmes Kontakt zu den hohen Tieren des Kongresses.
Die Stunde Fußmarsch zog sich allmählich.
Der eisige Wind peitschte mir ins Gesicht.
Endlich erblickte ich auf einem Berg eine Hütte in der Licht brannte.
Die Erleichterung war Watson wie auch Simza deutlich anzumerken.  
Auch ich war dankbar das wir endlich unser Ziel erreicht hatten.
Mycroft empfing uns schon an der Tür.
Ich war froh endlich die Hütte betreten zu können, die wärme der Luft ließ meine gefrorenen Glieder wieder in Schwung kommen.
Meine Hände begannen zu kribbeln.
„Ich bin hocherfreut mal wieder meinen Bruder zusehen. Holmes wie geht es ihnen?“ fragte Mycroft.
Er war etwas pummelig und machte einen tollpatschigen Eindruck, aber ich fand ihn Sympathisch.
„Sie müssen ja alle vollkommen ausgehungert sein. Ach was bin ich nur für ein Gastgeber!? Wir müssen etwas auftischen!! Zur Feier des Tages.“ sagte Mycroft übereifrig.
„Wer ist denn die junge Dame an ihrer Seite Holmes?“ fragte Mycroft neugierig.
Simza und Watson hatten sich schon Vorgestellt nur ich hatte mich im Hintergrund gehalten.
„Mein Name ist Rose. Erfreut Sie kennenzulernen.“ sagte ich.
Holmes schaute sich die ganze Szenerie amüsiert an.
„Wir wollen meinen Bruder keine Informationen vorenthalten. Genaugenommen ist Rose meine Tochter.“ erklärte Holmes.
Mycroft starrte mich verblüfft an. „Wer ist ihre Mutter?“ fragte er.
„Irene Adler.“ flüsterte ich.
„Ich bin durchaus überrumpelt. Willkommen in der Familie Holmes Rose.“ sagte Mycroft herzlich und schüttelte mir eifrig die Hand.
Ich befürchtete das er mir meine andere Hand noch verstauchen würde.
Denn er hatte einen kräftigen Händedruck.
Ich lächelte schüchtern. „Danke sehr.“ sagte ich knapp.
Noch immer war ich von den ganzen neuen Eindrücken überrumpelt.
Ich konnte es jedoch nicht lassen meine Umgebung zu analysieren.
Ehe ich mich versah saßen wir an dem Esstisch und nahmen das Abendessen zu uns.
Alle unterhielten sich eifrig.
Ich hörte meistens zu, antwortete jedoch wenn ich etwas gefragt wurde.
Mycroft war neugierig wie ich mein Leben geführt hatte und wollte auch etwas über meine Mutter wissen.
Der Gedanke an sie ließ mein Herz zusammenziehen.
Ein Druck breitete sich in meinem Brustkorb aus und ein seltsames Gefühl machte sich in mir breit.
Noch immer konnte ich es in meinen Gedanken nicht erfassen das ich sie nie wieder sehen würde.
Zu mindestens nicht in diesem Leben das ich führte.
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