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Spiel mit dem Schicksal

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dr. John Watson Irene Adler Mary Morstan Professor James Moriarty Sherlock Holmes
15.04.2014
08.11.2019
17
18.584
2
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.09.2015 987
 
Hallihallo :D
Mal wieder ein neues Kapi ^^habe mir viel Mühe gegeben alles relativ realistisch rüberzubringen. Ich hoffe ihr könnt es euch gut Vorstellen :)
Danke für eure Reviews und das Favorisieren meiner Story :DD
Viel Spaß beim lesen ^-^
Freue mich auf eure Reviews ;)
LG Lillipadilli




Ein großer Fisch an der Angel

„Wohlwahr ich habe ihre überraschende Art vermisst.“ meinte Moriarty amüsiert.
Vince stand verdutzt neben mir und blickte angespannt zwischen den beiden hin und her.
Auch ich betrachtete unruhig die Szenerie.
Die beiden umzingelten sich wie zwei Löwen, sie schienen sich zu belauern.
Gegenseitig warteten sie auf einen Moment der Schwäche des Gegners.
Dann ging alles ganz schnell.
Sie duellierten sich.
Noch ehe ich mich versah hing Holmes an einem Harken.
Dieser Harken war durch seine Schulter gebohrt.
Mir drehte sich augenblicklich der Magen um.
Ich wollte eingreifen doch Vince hielt mich fest.
„Ich bitte Sie Rose, mein Vater würde Sie umbringen wenn Sie eingreifen. Für ihn haben Sie ihren Zweck erfüllt. Also tun Sie es nicht.“ flüsterte er mir zu.
Moriarty bekam nichts mit er schien sich zum einen auf Vince zu verlassen und zum anderen schien er zu sehr damit beschäftigt zu sein Holmes zu foltern.
Moriarty schaltete das Grammophon ein, es spielte ein mir bekanntes Klassisches Lied.
Er summte die Melodie, während er meinen Vater am Harken drehte.
Wie ein Stück Fleisch kam es mir in den Sinn und ich hatte das Bedürfnis mich zu übergeben.
Holmes hatte das Gesicht Schmerzverzehrt verzogen, jedoch gab er sich mühe dies zu unterdrücken.
Ich suchte fieberhaft nach einer Lösung.
Ich blickte zur Decke dort war der Harken befestigt, er schien für schwere Dinge konzipiert zu sein.
Vince folgte meinen Blick und sein Griff um meine Handgelenke verfestigte sich.
„Rose machen Sie keinen Fehler.“ sagte er so leise das nur ich seine Stimme hörte.
Doch mir war es egal was er sagte.
Verzweifelt versuchte ich mich aus seinem Griff zu entwinden.
„Lassen Sie mich los.“ aus lauter Verzweiflung liefen mir Tränen über das Gesicht.
Holmes begann Schmerzensschreie auszustoßen die mir durch Mark und Bein gingen.
In mir kochte eine unglaubliche Wut hoch.
„Lassen Sie ihn!!!!“ brüllte ich verzweifelt.
Doch Moriarty schien eher amüsiert und ignorierte mich.
„Nun wissen Sie Holmes ich werde mit meiner Waffenfabrik unglaublich viel Geld verdienen. Alle werden sich um die Waffen reißen, wenn erst einmal ein Weltkrieg ausbricht.“ er schmunzelte zufrieden.
Es jagte mir einen Schauer über den Rücken.
Holmes schien total entkräftet.
Ich musste mich aus Vince Griff entwinden.
Ich begann mich derart gegen seine Umklammerung zu wehren.
„Rose es bringt nichts lassen Sie es. Ich möchte Sie nur schützen.“ sagte er unruhig und darauf bedacht mir nicht wehzutun.
Doch sein Griff begann Schmerzhafter zu werden.
Dann ging alles ganz schnell.
Der Turm außerhalb des Gebäudes sauste auf uns zu.
Er würde in die Halle stürzen....
„Dann beweisen Sie mir Vince das Sie nicht wie ihr Vater sind.“ zischte ich.
Ich verpasste ihm einen ordentlichen Tritt gegen das Schienbein und verpasste ihm einen Faustschlag ins Gesicht.
Vince taumelte überrascht zurück.
Ich wollte auf meinen Vater zurennen, doch schon stürzte der Turm krachend ins Gebäude.
Ein ohrenbetäubendes knallen folgte und überall staubte es von der Bausubstanz.
Hustend suchte ich Holmes.
Er durfte nicht von den Trümmern begraben sein.
Nein bitte nicht....
Doch ich hörte ein nahes husten.
Erleichtert atmete ich auf, es stammte von Holmes.
„Rose ziehen Sie mir den Harken aus der Schulter.“ sagte er und lächelte mich an.
„Ich bin so erleichtert das es dir meiner Tochter gut geht.“ er sah erleichtert aus, doch sein Gesicht war schmerzverzehrt.
Mit zitternder Hand umgriff ich den Harken und zog ihn unter Holmes Schmerzensschrei heraus.
Ich half ihm auf.
„Beeilen Sie sich wir haben nicht viel Zeit. Wir müssen Watson und Simza finden.“ erklärte Holmes hastig während er sich die Schulter haltend Richtung Ausgang eilte.
Ich blickte nicht zurück.
Ich wusste nicht ob Vince unter dem Schutt begraben worden war.
Doch ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken.
Er hatte mich daran gehindert meinen Vater zu retten und das hatte er bezahlen müssen.
Holmes und ich eilten durch einige Lagerhallen bis wir nach draußen kamen.
Watson kam auf uns zugeeilt.
„Da sind Sie ja. Wir haben keine Zeit wir müssen los.“ rief er und wir eilten los.
Wir trafen daraufhin auf eine Frau, sie war ebenfalls in hellster Unruhe.  
Es schien sich wohl um Simza zu handeln.
„Kommen Sie meine Männer werden uns helfen über die Mauer zu kommen.“ rief sie.
Unser entkommen hatte Alarm ausgelöst und hunderte Männer kamen aus allen Ecken geströmt.
Panisch rannte ich um mein Leben.
Ich hatte noch nie so eine Angst gehabt.
So schnell wie möglich überquerten wir die Mauer.
Wir rannten in einen Wald.
Die ersten Schüsse fielen und einer von Simzas Männern wurde niedergestreckt.
Wir konnten nichts für ihn tun, wir mussten weiter rennen.
Sie nahmen uns unter Beschuss.
Um uns herum zersplitterten Bäume und einzelne Splitter flogen um uns herum.
Hinter uns explodierte etwas.
Wir wurden von einer enormen Druckwelle erfasst und wurden nach vorne geschleudert.
Einen kurzen Moment herrschte absolute Stille.
Zu mindestens kam es mir so vor.
Meine Ohren sirrten und ein stetiges piepen drang in mein Gehör.
Alle schien in Zeitlupe, Holmes schien lautstark auf mich einzureden doch ich verstand kein Wort.
Eiligst riss er mich auf meine Beine und zog mich weiter bis ich von alleine weiter rannte.
Meine Lungen brannten und ich schnappte nach Sauerstoff.
Noch immer war ich benommen.
Alles war so unglaublich langsam... Ich verspürte nur einen einzigen Drang.
Den Drang zu überleben.
Um uns herum war das reinste Schlachtfeld.
Kanonen flogen durch die Luft und überall splitterten die gewaltigen Bäume entzwei.
Wir hatten unglaubliches Glück noch nicht getroffen worden zu sein.
Ich hatte keine Ahnung wohin wir rannten.
Es fühlte sich so unendlich langsam an.
So als würde dies nie ein Ende haben.
Keinen Anfang und kein Ende.
Ein unendliches Rennen..... Das Rennen um unser Leben.
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