X-Men Trail of Shadows

von Elixier
GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P18
Colossus / Piotr "Peter" Rasputin OC (Own Character) Phoenix / (Doktor) Jean Elaine Grey Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Rogue / Mary D'Arcanto Shadowcat / Kathrin "Kitty" Pryde
12.04.2014
20.10.2019
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Hallo zusammen. An alle die die bereits eine meiner Geschichten gelesen haben: Willkommen zurück. Und an alle die die vielleicht das erste Mal eine meiner Geschichten lesen: Herzlich willkommen und danke das ihr euch bei meiner Geschichte verirrt habt.

Das ist das erste Mal das ich einen Versuch in Form einer X-Men FF starte und daher hoffe ich dass ihr trotzdem gut unterhalten werdet und diese FF euch eventuell ein Paar spannende Minuten bereiten wird. Die Geschichte wird einerseits aus der Sicht meines eigenen Charakters und aus einer Erzählersicht geschrieben.

Dieses erste Kapitel wird daher aus der Sicht meines Oc erzählen.



Goldener Morgen.

Langsam glitt mein Blick am Fenster vorbei. Die Sonne schob sich langsam hinter dem Rand des Horizonts hervor und tauchte den angrenzenden Wald in ein strahlendes Gold. Der Morgen war luftig und der Wind lies die bereits verfärbten Blätter langsam zu Boden gleiten, wo sie sich schon zu Dutzenden stapelten. Die Vögel waren zwar fast alle in den Süden gezogen und trotzdem klang das Gezwitscher eines Singvogels in mein Zimmer.

Ich hatte diese Nacht mal wider nicht geschlafen. Nicht das es mir etwas ausmachen würde, aber ich hatte die ganze letzte Woche nicht geschlafen und eigentlich hatte ich meiner Mutter und dem Professor versprochen immer zu Schlafen wenn es möglich war. Und trotzdem hatte er die letzte Nacht damit verbracht zu Lesen und über die letzte Woche nach zu denken.

Der Zwischenfall in der Kantine war mir wider in das Gedächtnis geraten und hatte sich einfach nicht mehr gelöst. Zwar war nicht passiert, jedenfalls nichts worüber man hätte hin weg sehen können, aber die Tatsache das ich daran beteiligt war, hatte es wohl in ein etwas anderes Licht gerückt. Ich hatte wie immer etwas Abseits gesessen, am Ende des dritten, langen Tisches unten im Saal. Ich hatte mich gerade niedergelassen als ich bemerkte dass ich mein Getränk vergessen hatte. Etwas das mich zuerst Stutzig gemacht hatte den im Normalfall, vergas ich selten etwas und eine Lappalie wie etwas zu trinken schon gar nicht. Noch etwas in Gedanken hatte ich mich erhoben und war wohl damit unabsichtlich jemandem in die Quere gekommen. Ich vernahm nur noch ein lautes Klirren und bemerkte etwas Nasses auf meinem schwarzen Hemd.

Ich sah an mir herunter und entdeckte dass mich anscheinend das Getränk eines anderen Schülers getroffen hatte und entdeckte auch die anderen Sachen die auf dem Tablett gestanden hatten. Ich sah nach oben und entdeckte ein kleines Mädchen vielleicht 12-13 Jahre alt braune Augen, braune lange Haare das mit großen Augen nun vor mir stand. Sie sah mich an und ich sah dass sie Zitterte.

Ich hatte Bewegung um mich herum wahrgenommen. Den anderen Schülern war das Geschehen natürlich nicht entgangen und sie reagierten alle unterschiedlich. Die Älteren unter ihnen schienen mich nicht aus den Augen zu lassen und die Jüngeren waren wohl unendlich nervös. Die Kleine vor mir sah mich an und ich sah zurück. Sie wurde unter meinem Blick ganz klein und ich sah das ihr Tränen in den Augen Standen. Sie stotterte: „Ich.. Ich.. wollte das nicht Ich.. das tut mir sehr leid ich… hab nicht aufgepasst.“ Ich legte den Kopf etwas schief und sie sah sich panisch um. Ein etwas älteres Mädchen so um die 16 Jahre alt mit blonden langen Haaren glitt von hinten an sie heran, fasste sie an den Schultern und schob sie an mir während sie mir einen giftigen Blick zuwarf. Die beiden verschwanden aus der Kantine und ich sah ihnen noch nach. Die anderen Schüler waren offensichtlich sehr erleichtert dass die Kleine verschwunden war. Ich hingegen verließ die Kantine mit schnellen Schritten.

Der Vorfall würde wohl so schnell nicht vergessen werden dessen war ich mir sicher. Ich erhob mich von meinem Schreibtischstuhl und ging noch einmal zum Spiegel um wenigsten prüfen zu können ob ich mich vorzeigbar gekleidet hatte. Mein Hemd war Schwarz zwar mit ein Paar silbernen Streifen dazwischen aber im Dunklen hätte man sie sicher nicht mal wahrgenommen. Die Hose war genauso dunkel wie das Hemd. Meine Herrenschuhe glänzten in der Sonne. Ich starrte in den Spiegel und meine Haare saßen zum Glück noch vernünftig. Ich hatte auch keinen Nerv mehr sie noch groß zu bearbeiten.

Ich hob den Kopf als ich die Geräusche der beiden Mädchen aus dem Zimmer über mir wahrnahm. Das eine stand offensichtlich gerade vor seinem Schrank und beschäftigte sich mit der essenziellen Frage was es heute anziehen sollte. Sie hatte anscheinend Schwierigkeiten den die gab einen Seufzer nach dem anderen von sich. Das andere war unter die Dusche getreten und summte unmelodisch vor sich hin. Ich konnte ihr Duschgel wahrnehmen, augenscheinlich etwas Neutrales so wie Waldfrucht oder ähnliches. Evelyn und Paige. Die Namen der beiden Mädchen hatte ich bereits an meinem dritten Tag im Institut herausgefunden. Sie waren gute Freunde und erzählten sich alles gegenseitig so dass ich gezwungenermaßen alles mithörte. Von der Geschichte über ihren ersten Kuss oder ihren Traummann war bisher alles dabei gewesen. Ich zweifelte daran ob sie so glücklich wären wen sie wüssten dass ihre Untermieter alles mithören konnte.

Die Sonne schien inzwischen geradewegs in mein Zimmer und bedeckte mein Bett so wie meinen Nachttisch mit ihren wärmenden Strahlen. Ich setzte mich noch einmal auf die Kante des Bettes und genoss die Wärme. Zwar konnte ich nicht braun werden aber ich durfte ja trotzdem die angenehme Wirkung unseres Sterns genießen. Nebenbei bemerkte ich wie noch mehr Schüler aufstanden und sich für den heutigen Tag fertig machten. Die meisten waren doch sehr in Eile den der Unterricht begann ja in knapp zwanzig Minuten und wer bis um Acht nicht bei seinem entsprechenden Raum ankam konnte sich eine Rüge vom Lehrer gefallen lassen. Nicht unbedingt etwas worauf man scharf war. Zudem war es doch das einfachste der Welt sich wenigsten in der Woche frühzeitig zu Bett zu begeben und am nächsten Morgen so frisch wie nur eben möglich in den Tag zu starten. Das schien für einige Bewohner wohl im Bereich des unmöglichen zu liegen. Sie schlichen nachts durch das Institut sahen fern, aßen etwas oder suchten die Zimmer ihrer besseren Hälfte auf.

Ich erhob mich langsam vom Bettrand und trat auf die Tür zu. Das kleine weiße Schild mir meinem Namen darauf sprang mir wider ins Gesicht. Um ehrlich zu sein konnte ich nicht nachvollziehen warum die Schilder auch die Innenseite der Türen zierten. Logischerweise dienten die auf der anderen Seite dazu die Zimmer der Schüler erkenntlich zu machen. Tarik Skram stand in schwarzen Lettern dort. Ich drückte den Griff der Tür hinunter und ging hindurch. Während ich den Gang entlang ging kamen mir ein Mädchen mit langen, gelockten, blonden Haaren und ein Junge mit Glatze entgegen. Die beiden hielten Händchen.

Als die beiden mich erkannten bleiben sie beinahe stehen, fingen sich jedoch gleich wider und eilten nun den Gang zur Treppe entlang. Als die beiden um die Ecke liefen kam ihnen wohl jemand entgegen den sie fluchten kurz und ich hörte wie sie sich weiter entfernten. In diesem Augenblick kam Jean Grey um die Ecke. Sie sah den beiden nach und runzelte die Stirn und sah in meine Richtung. Sie lächelte und kam auf mich zu. „Guten Morgen“, sagte ich nur und sie antwortete: „Guten Morgen Tarik, na deine Mitschüler scheinen immer noch damit beschäftigt zu sein dir aus dem Weg zu gehen was.“ Ich sah zu Boden und meinte nur: „Man kann es ihnen ja nicht verdenken immerhin gebe ich ihnen ja auch keinen Anlass zu einer anderen Reaktion habe ich Recht?“ Eigentlich war es mehr eine Feststellung als eine Frage aber sie runzelte ein weiteres Mal die Stirn und antwortete: „Ich finde du tust dir Unrecht, wir alle sind Mutanten und gerade deswegen sollten wir einander Schätzen und vor allem Akzeptieren. Außerdem bist du doch toleranter als die meisten von ihnen.“ Das hätte auch aus dem Mund des Professors stammen können. Jean war für ihn glaube ich schon fast wie eine Tochter. Außerdem war sie eine Herzensgute Person die jeden ermutigte er selbst zu sein, die sehr gerecht war und die immer wusste wenn jemandem etwas fehlte. Das waren durch und durch gute Eigenschaften aber mir waren sie unangenehm. „Nicht Jean bitte, sagte ich kurz angebunden und sah sie mit einem gequälten Lächeln an: Du weist ich ertrage lieber mein Leid als das anderer.“ Sie sah mich kurz traurig an und bemerkte nur: „Der Professor würde sich sicher freuen wenn du heute wider beim Mittagessen erscheinen würdest.“ Sie glitt an mir vorbei und streifte mit ihrer Hand meine Schulter. Eine aufmunternde Geste. Ich musste Lächeln.

Doch sogleich erinnerte ich mich daran, dass ich ja eigentlich auf dem Weg zum Unterricht war und dass ich noch genau fünf Minuten hatte. Ich seufzte ein weiteres Mal an diesem Tag und schritt zu den Treppen.



Herzlichen Dank an jeden der dies gelesen hat und ich hoffe ihr fandet es unterhaltsam. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt oder einfach eure Meinung loswerden wollt dann könnt ihr mir gerne ein Review hinterlassen.

Hg und bis zum nächsten Mal.
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