If it makes you less sad

von snowghost
KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Ian Gallagher Mickey Milkovich
09.04.2014
09.04.2014
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Dieses Kapitel
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Titel: If it makes you less sad

Genre: Schmerz/Trost, Romanze

Rating: P16 Slash

Warnings: -

Pairing: Ian x Mickey

POV: third Person

Setting: spielt vielleicht ein paar Tage nach Ende der vierten Staffel

Kurzbeschreibung: (Gallavich, One Shot) Ian liegt in Mickeys Zimmer und das schon seit Tagen. Er fragt sich schon, wann er wohl anfängt zu verwesen und zu stinken. Mickey öffnet diese verfickte Tür jeden Tag einmal, er kann gar nicht anders, und es ist bescheuert, zu glauben, dass es Hoffnung gibt, nur weil die Vorhänge offen sind.



So, okay, ich bin neu in dem Fandom und hab auch gerade erst alle Staffeln, die es eben gibt, angeschaut
Die letzte hat mich irgendwie mitgenommen und mich dazu inspiriert, was dazu zu schreiben, also habt ihr das Ergebnis hier
Gallavich, natürlich
Wenn ihr die letzte Folge der vierten Staffel nicht angschaut habt, werdet ihr auf jeden Fall gespoilert
Aber ja, okay, ich wünsche euch jetzt einfach viel Spaß :)
Der Titel kommt übrigens hiervon
xo FeatherGirl





If it makes you less sad

we’ll start talking again




„Gut geschlafen?“, fragt Svetlana, kaum dass Mickey aufgestanden ist und sich streckend auf beiden Füßen steht.

Seine Gelenke knacken und ihm tut alles weh, weil das Sofa verdammt noch mal scheiße ist und der russische Akzent seiner Frau geht ihm schon jetzt auf den Sack. Überhaupt, jetzt wo sie das Kind bekommen hat, kann sie doch wieder arbeiten, also soll sie das verfickt noch mal tun und keine dummen Sprüche ablassen.

„Halt die Fresse und fick dich“, ruft er ihr zu und streckt sich weiter.

Verdammte Scheiße, wenn das einzige freie Bett nicht von seinem Vater wäre, würde er garantiert nicht hier auf dem Sofa schlafen, aber so bleibt ihm keine andere Wahl. Und sein eigenes ist ja gerade besetzt.

„Lässt Orange Boy dich noch immer nicht in dein Bett, hm?“, fragt Svetlana weiter. Den Spott in ihrer Stimme kann sie sich sonst wo hinstecken.

„Wüsste nicht, was dich das angeht. Hast du nicht ein paar Schwänze zu lutschen?“

Mickey lässt die Arme sinken und dreht sich zu ihr herum, vor ihr auf dem Tisch liegt eine Schachtel Zigaretten. Er läuft zielstrebig darauf zu und nimmt sich die Packung. Svetlana beobachtet ihn dabei mit desinteressiertem Blick und lässt sich von ihm das Feuerzeug aus der Hand reißen, nachdem er sich eine Zigarette zwischen die Lippen gesteckt hat.

„Es ist zu kalt geworden zum Arbeiten und es gibt keine Heizung“, sagt sie.
Sie nimmt noch einen Zug von ihrer eigenen Zigarette und drückt sie dann aus.

„Solange du kein Geld verdienst, würde ich an deiner Stelle besser die Klappe halten, sonst werfe ich dich auf die Straße“, meint Mickey und sieht mit herablassendem Blick zu ihr herunter. „Und dann kann ich dich ja morgens fragen, wie du geschlafen hast.“

Svetlana zieht ihre Augenbrauen nach oben. „Du drohst mir?“

„Ich meine das ernst. Und jetzt halt die Fresse.“ Damit wirft Mickey ihr die Zigarettenschachtel wieder vor sich und dreht sich herum, um ins Badezimmer zu gehen.

Er hat keine Zeit sich ihren Scheiß anzuhören und sich Fragen stellen zu lassen. Außerdem muss er pissen.

Er bleibt auch danach noch im Badezimmer und sitzt auf dem Klodeckel. Das Zimmer nebenan ist seines und je mehr er darüber nachdenkt, dass Ian immer noch in seinem Bett liegt – im Dunkeln wahrscheinlich – desto nervöser wird er und der Rauch seiner Zigarette hilft dann auch nicht mehr viel. Er versucht den Gedanken erstmal wegzuschieben und schaut sich stattdessen die weißen Fließen an der Wand und auf dem Boden an. Es funktioniert eine Weile, sich abzulenken, indem er nur in der Gegend herumstarrt, aber als sein Blick auf die Zeitschrift fällt, in der das Bild von Ian ist, ist es vorbei.

Der Kerl geht ihm nicht aus dem Kopf. Wie auch, wenn er die ganze Zeit in Mickeys Zimmer herumgammelt und es blockiert? Schon seit fast fünf Tagen ist Ian schon so und es ist so verfickt bescheuert. Er kann doch keine Depressionen haben, verdammt. Ian ist die ganze Zeit voller Energie gewesen und herumgesprungen wie sonst was, manchmal ist er Mickey damit auf die Nerven gegangen. Jetzt ist er ganz anders- Bipolar, was zur Hölle. Das klingt als wäre Ian irre oder sonst was und wenn es nach den Gallaghers gehen würde, wäre er bestimmt schon in einer Anstalt.

Mickey wird das nicht zulassen.

Er wird dafür sorgen, dass Ian wieder der Alte wird. Er wird auf ihn aufpassen, nicht irgendwelche Psychiater. Und er wird ja wohl nicht für immer so bleiben. Mickey kriegt das wieder hin und dann ist alles wieder in Ordnung; dann ist Ian wieder auf den Beinen und kann ihn wieder mit seinen Ideen nerven und den Sonnenaufgängen und dem Morgensport-

Fuck.

Eigentlich ist das verdammter Bullshit. Eigentlich hat Mickey keine Ahnung, was er überhaupt machen soll und ob es da überhaupt etwas zu machen gibt.

Mickey weiß einfach nicht, was er falsch gemacht hat. Scheiße, er hat alles getan, was Ian von ihm wollte. Und er hat es getan, weil er alles richtig machen wollte; weil er nicht einfach nur so gesagt hat, dass das, was sie beide haben, ihn frei macht, sondern weil er das verfickt noch mal ernst meinte.

Jedes Mal wenn Mickey ins Zimmer kommt, sagt Ian ihm, er soll verschwinden.

Er will ihm helfen, aber er kann nicht. Ian lässt ihn nicht. Und deswegen weiß Mickey auch erst einmal nicht, was er tun soll, als seine Zigarette aufgeraucht ist und er den übrig gebliebenen Stummel im Klo versenkt.

Es ist fast Mittag, aber wer weiß, ob Ian überhaupt wach ist. Vielleicht sollte Mickey ihn einfach in Ruhe lassen. Er ist doch selbst schuld, wenn er da drin in seiner eigenen Pisse verreckt. Wenn er Mickey da haben will, dann soll er ihn rufen, dann soll er ihn nicht immer wieder wegschicken, nach allem, was er verdammt noch mal für ihn getan hat-

Mickey dachte, Ian liebt ihn.

Und er ist doch der, der sein Herz auf seiner verfickten Zunge trägt und wirklich jeden Gefühlsscheiß direkt aus seinem Körper herausschleudert, aber anstatt Mickey zu sagen, dass er ihn liebt, verkriecht er sich jetzt und sagt ihm, er soll sich verpissen.

Verdammt, je länger Mickey so über Ian nachdenkt, desto nervöser wird er. Er sollte sich vielleicht noch eine Zigarette holen und dann ins Alibi gehen, um ein paar Bier zu kippen und Kev wegen dem Geschäft anzuschnauzen. Das klingt eigentlich nach dem Besten, das er gerade tun kann. Und er steht auch wirklich auf und geht aus dem Badezimmer, aber anstatt geradeaus zu laufen, biegt er nach links und dann steht er vor seiner eigenen Tür und klopft verdammt noch mal an.

Bescheuert.

Als keine Antwort kommt, drückt er einfach die Klinke herunter.

Stickige Luft kommt ihm entgegen und auch wenn Mickeys Blick als erstes auf die Gestalt unter der Decke in seinem Bett fällt, ist das erste, das ihm auffällt, dass die Vorhänge geöffnet sind. Und es ist dumm, aber er hofft so sehr, dass das ein gutes Zeichen ist und dass Ian sich vielleicht sogar zu ihm umdreht und ihn begrüßt.

Aber das passiert nicht, natürlich.

Vielleicht war das mit den Vorhängen nur Mandy, weil sie irgendwie weniger vorsichtig ist mit ihm und Mickey sie schon oft in sein Zimmer hineinlaufen sehen hat.

Ian liegt mit dem Rücken zur Tür, Mickey sieht seine nackte Schulter, diese blasse Haut und seinen Nacken und die roten Haare und er sieht auch, dass Ian nicht schläft. Seine Muskeln sind angespannt und wenn es so still ist wie jetzt, kann Mickey Ians kurze, kontrollierte Atemzüge hören.

Er sagt seinen Namen trotzdem.

„Ian?“

Er bekommt keine Antwort.

Und deswegen weiß er noch weniger, was er tun soll.

Denn wenn Ian ihm einfach sagen würde, er soll verschwinden, dann kann er das tun, kein Problem. Aber wenn er nichts sagt, dann hat Mickey keinen Schimmer, was er machen soll. Er steht nur im Türrahmen und betrachtet Ian wie er da so liegt, beleuchtet von dem weißlichen Licht, das von der von Wolken bedeckten Sonne kommt und, fuck, er will sein Bett zurück. Aber nicht nur sein Bett, sondern das Bett und Ian in dem Bett, weil er sich dann einfach neben ihn legen kann und er nur seine Hand ausstrecken muss, um Ians warme Haut zu spüren.

Mickey hat immer gehofft, dass Ian nicht bemerkt, dass er diese kleinen Berührungen liebt; dass er manchmal einfach nur seine Hand so nah an Ians Rücken legt, dass er seine Haut mit den Fingerspitzen fühlt oder dass er es liebt, wenn sie nebeneinander liegen und ihre Schultern sich berühren.

Mickey kann viel besser schlafen, wenn er weiß, dass Ian da ist. Er gibt es nur nicht zu, jedenfalls nicht so direkt.

Jetzt ist Ian zwar da, aber für Mickey fühlt es sich nicht so an, als wäre er es wirklich. Er hat so verdammt viel für Ian getan und er würde es immer wieder tun und irgendwie wünschte er sich, es wäre noch mehr gewesen. Wenn er Ian damals dazu gebracht hätte, nicht zur Army zu gehen, dann wäre das hier vielleicht gar nicht passiert. Dann müsste Mickey jetzt vielleicht nicht hier in seinem verfickten Türrahmen stehen und Ian anstarren, ohne etwas zu sagen oder sich zu bewegen.

Es dauert auch eine ganze Weile, bis er etwas anderes tut, als genau das. Er holt leise Luft, bevor er spricht-

„Kann ich… irgendwas für dich machen, man? Dir einen Kaffee holen oder Tee oder sowas?“, will Mickey wissen und seine Augen sind dabei starr auf Ian fokussiert, um die kleinste Bewegung nicht zu verpassen.

Nur bewegt sich da überhaupt nichts.

„Irgendwas?“, fragt Mickey noch einmal und hebt dabei kurz seine Arme, nur um sie sofort wieder fallen zu lassen. Die kommen ihm gerade so verfickt nutzlos vor.

Ian antwortet ihm immer noch nicht und es breitet sich Stille aus. Mickey weiß nicht, was er tun soll und er wird immer verzweifelter, je länger er dort steht und absolut keine Reaktion bekommt. Er kann mit sowas nicht umgehen, verdammt.

„Ich, uhm-“, beginnt er nach einer Weile unbeholfen und räuspert sich. „Ich wollte ins Alibi gehen und vielleicht willst du ja mitgehen? Ich geb dir einen aus. Ich kann dir auch mehr als einen ausgeben, wenn du willst.“

Mickey macht eine Pause und hält dabei unbewusst die Luft an, aber Ian reagiert immer noch nicht. Die stickige Luft wird Mickey immer bewusster, während er nur Ians flache Atemzüge hört und wartet. Aber es kommt einfach nichts.

„Scheiße-…“ Mickey atmet zittrig aus und fährt sich mit der Hand durch die Haare. „Ich kauf dir ein verdammtes Pony, wenn du das willst, hör nur bitte mit dem Scheiß auf, ich kann einfach nicht-… Ich-…“

Ein dumpfer Schlag dringt durch den Raum, Mickey hat gegen den Türrahmen geschlagen und reibt sich jetzt hektisch über die Augen. Er flucht leise, aber natürlich kann Ian es trotzdem hören. Verdammte Scheiße.

Es ist mehr so etwas Automatisches, als Mickey auf das Bett zuläuft, fast schon irgendwie stolpert. Er kommt sich noch nicht einmal blöd vor, obwohl er nicht vorhatte, weiter als einen Meter ins Zimmer hineinzugehen, ohne dass man ihn überhaupt da haben will. Er fühlt sich nutzlos, wenn Ian so depressiv ist und nichts tut.

Er macht ihm verdammt noch mal Angst.

Aber jetzt ist ihm das scheißegal, weil er es nicht mehr aushält. Er kann nicht einfach ins Alibi gehen und so tun als würde ihn das nichts angehen, verdammt. Er will nicht mal, dass er wieder jemanden zum Ficken hat, er will nur Ian zurück und die Freiheit, die er ihm gibt, weil es mit ihm plötzlich immer leichter wurde, die Dinge auszusprechen, die er sonst immer nur gedacht hat.

Mickey hebt die Bettdecke an und kriecht darunter und er drückt sich fest an Ians Rücken heran. Seine Haut ist fast schon heiß und als Mickey seine Hand auf seine Hüfte legt, fühlt sich der Unterschied viel zu groß an. Für Ian muss sich die Berührung eiskalt anfühlen, aber er bewegt sich immer noch kein Stück. Und auch während Mickey seine Stirn an Ians Hinterkopf legt und gegen die Haut in seinem Nacken atmet, reagiert Ian nicht darauf, sondern liegt nur weiter starr da.

Mickey schluckt. „Ich weiß nicht, was du von mir willst. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe. Sag mir, was ich machen soll und ich tue es, ehrlich, ich lüge dich nicht an, das ist mein verdammter ernst- Willst du, dass ich aufhöre eine Pussy zu sein und dir sage, was ich fühle? Willst du das?“

Mickey stoppt einen Moment. Sein Atem wird schneller und er wartet nicht mehr wirklich auf eine Antwort, weil er weiß, dass er keine bekommen wird.

Er schließt die Augen, als er beginnt Ians Nacken zu küssen. Zuerst berühren seine Lippen Ians Haut kaum, streifen sie nur, aber dann pressen sie sich immer fester dagegen und küssen jede freie Stelle.

Es ist bescheuert, das hier ist kein verfickter Kitschfilm, aber es ist Mickey egal und er denkt nicht darüber nach. Er ist zu beschäftigt, die Gedanken in seinem Kopf zu ordnen und dann versucht er so viel wie möglich nach draußen zu bringen, nachdem er jeden Zentimeter von Ians Haut, an den er herangekommen ist, mit seinen Lippen berührt hat.

„Ich mag dein blödes Gesicht und ich vermisse es. Ich will, dass du mich verfickt noch mal ansiehst und dass ich dich richtig küssen kann. Wenn du da bist fühle ich mich sicher und-… ich bin verdammt noch mal frei und ich habe keine Angst mehr. Ich will so gerne sagen, dass du mein Freund bist, wenn jemand danach fragt. Ich-… Fuck, manchmal will ich Händchenhalten wie in so scheiß behinderten Schwuchtelfilmen und-…“ Mickey stockt und stößt einen Schwall Luft aus.

Ian hat sich immer noch nicht bewegt und Mickey hat noch so viel zu sagen, aber es macht alles überhaupt keinen verdammten Sinn. Es ist so bescheuert, was er hier zusammenlabert und er hat doch selbst keine Ahnung, was das soll und ob es überhaupt das ist, was Ian von ihm will.

„Ian“, sagt Mickey leise und schluckt. „Du bist… gut. Du bist viel besser zu mir als der ganze verfickte Rest der Welt, obwohl ich ein gottverdammtes Arschloch bin und du hast es verdient dass-… dass jemand dir sagt, dass du schön bist und… dass er dich liebt-“ Weiter kommt Mickey nicht.

Er presst seinen Kiefer fest zusammen und stößt einen leisen, frustrierten Laut aus, weil er nach allem immer noch ein Feigling ist und es weiß. Er spannt sich an und als er merkt, dass seine Finger sich in Ians Hüfte gebohrt haben, lockert er sie schnell.

„Sorry“, wispert er und dann schließt er für einen Moment die Augen und nimmt seine Hand ganz weg. Er rutscht ein Stück zurück.
„Tut mir leid.“

Und dann ist es still. Es ist sehr lange still und die Stille breitet sich in dem Zimmer aus, als wäre nie etwas gewesen. Sogar Mickeys Atem beruhigt sich.

Er fühlt sich beschissen.

Er will aufstehen und gehen, er ist kurz davor, es zu tun, als er ein leises Geräusch wahrnimmt. Es war wie ein knappes Einatmen und danach etwas wie ein Wimmern, aber nur ganz kurz und leise. Mickey glaubt, er hat sich das eingebildet oder es kam von draußen, aber dann plötzlich bewegt sich die Decke über und die Matratze unter ihm.

Ian dreht sich um.

Als Mickey sein Gesicht sieht, ist es angespannt und Ians Augen sind feucht, seine Wimpern klebrig, aber er ist trotzdem verdammt schön und Mickey wird klar, dass er es noch mehr vermisst hat, als er eigentlich dachte. Ian sieht Mickey allerdings kaum eine Sekunde an, dann zieht er schon die Decke höher, sodass sie seine Schulter bedeckt und versteckt sein Gesicht halb in dem Kissen.

Mickey starrt ihn an und öffnet langsam den Mund.
„Ian-“

„Bitte“, sagt Ian und es klingt gedämpft wegen dem Kissen. Mickey hört ihn danach zittrig ausatmen.
„Mach die Vorhänge zu.“

Zuerst nickt Mickey nur langsam, den Mund immer noch offen, aber dann steht er hastig auf. Er muss sich aus der Bettdecke kämpfen und zieht sie fast mit sich. Er stürzt zum Fenster und zieht die Vorhänge zu, bis nur noch ein schmaler Lichtspalt durch den Raum läuft und dann geht er zurück.

Irgendwie erinnert er sich daran, vorsichtiger zu sein und als er wieder auf der Matratze liegt, schlingt er seine Arme um Ian und zieht ihn sanft zu sich heran. Er fühlt sich plötzlich leicht und als Ian sein Gesicht gegen seinen Hals drückt, küsst er ihn auf die roten Haare und wispert etwas, viel zu leise, als dass es irgendjemand hätte verstehen können.

Es ist Mittag und Mickey ist gerade erst aufgestanden. Er ist nicht müde, er will auch nicht schlafen und sein Körper tut immer noch weh und ist verspannt. Aber es ist egal und er bleibt liegen.

Ians Atem geht ungleichmäßig und viel zu heiß. Mickey spürt etwas Feuchtes auf seinem Hals.

Er streicht mit dem Daumen über Ians Haut, hinten auf seinem Rücken. Er fährt langsam seine Wirbelsäule nach, immer wieder, so lange, bis Ian ruhiger atmet und schließlich einschläft.

Und vielleicht kann Mickey es irgendwie wieder gut machen.

Vielleicht-

Er hofft nur, dass er morgen die Vorhänge offen lassen darf.
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