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Gefährliches Familientreffen

von -Malyn-
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12 / Gen
08.04.2014
14.07.2019
20
29.127
3
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08.04.2014 658
 
In ihren Gedanken verloren ließ Marian ihr Pferd bis zum Camp galoppieren, ohne das Tempo heraus zu nehmen. Zum einen war es die Sorge um Robin, dei sie antrieb, zum anderen dei Neuigkeiten aus Nottingham die ihr keine Ruhe mehr gönnten. Irgendetwas ging dort vor sich. Das an sich war nichts Neues. Doch dieses Mal war es anders. Dieser Lord, die vielen Männer, welche er angeblich zu seinem "Schutz" mitgebracht hatte.  All diese Gedanken schwirrten ihr durch den Kopf und ihre Unruhe schien sich auf ihr Pferd zu übertragen. Erschöpft erreichte sie das Camp. „Was zum…Marian, warst du in Eile? Oder warum schwitzt dieses arme Tier so?!“

Allem Anschein nach ging es Robin wohl schon viel besser. Seine Sprüche ließen es vermuten.  Marian holte zum Gegenangriff aus. „Wie schön, dass du dir solche Sorgen um das Pferd machst." Sie musste schmunzeln. "Robin, wenn ich dir jetzt aus Nottingham berichte, wirst du es nicht mehr so lustig finden.“ Da Marian völlig ernst blieb, wagte es niemand, etwas zu erwidern. „Was weißt du?“, fragte Robin, doch schlechte Neuigkeiten hatte er bereits erwartet.  Stille herrschte im Camp, deutlich zu spüren war nun die Anspannung.

„Der Sheriff und dieser Lord Edmure spielen ein falsches Spiel. Er wurde mir vorgestellt als ein alter Bekannter aus dem Süden Englands, nicht als ein Bruder. Man kann ihm nicht trauen.“ Robin konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. „Marian, hast du etwas anderes erwartet? Jeder der mit dem Sheriff in Verbindung steht ist mindestens genau so falsch und bösartig. Mir gefällt das alles nicht. Leute wir müssen noch einmal in die Burg, ich muss wissen was hier vor sich geht.“ „Robin“, wiedersprach ihm Djaq, „zuerst musst du dich erholen. Du könntest dich nicht gut verteidigen.“ Djaq hatte Recht und alle stimmten ihr zu. Robins Schnitt war sehr tief.

Sein Arm befand sich in einer Schlaufe, die Djaq aus einigen kleinen Tüchern gebastelt hatte. So wurde verhindert, dass die Wunde durch Bewegung wieder erneut blutete. Marian bemerkte Robins Blick und verstand ohne Worte. ...Einmal, einmal noch musst du in die Burg gehen. Bitte….Versuche noch etwas herauszufinden…Ich liebe dich…Bitte tu es… Sie konnte seine Gedanken fast hören. „Ein letztes Mal, verstanden Robin of Locksley?“ Much war irritiert. Fragend schaute er in die Runde. „Aber Robin hat doch gar nichts gesagt.“ „Gut aufgepasst, Much“, neckte Allan ihn. Marian wollte gerade gehen, als Robin das Wort noch einmal an seine Liebste richtete. „Bitte sei vorsichtig.“ Sie würde vorsichtig sein. Mehr als je zuvor…

„Reizende Lady, ich kann es nicht fassen, dass Du sie mir nicht schon eher vorgestellt hast.“ Lord Edmure schien angetan von Marian. Guy spürte wie Wut in ihm aufstieg und seine rechte Hand sich zur Faust ballte. „Du wirst sie schon noch richtig kennenlernen“, warnte Vaisey. „ Oh du glaubst doch nicht, dass ich mich von einer Frau manipulieren lassen würde. Keine Sorge, sie wird nur Mittel zum Zweck sein. Wir wollen  doch unser Ziel erreichen, nicht wahr? Hood wird brav auf das kleine Spielchen reinfallen und versuchen, seine holde Maid zu retten. Sie schenkt ihre Liebe einem Gesetzlosen. So etwas muss bestraft werden, meinst du nicht? Was denkt Ihr darüber, Sir Guy?“  Gisborne, fiel es schwer, sich einigermaßen unter Kontrolle zu bringen.

Marian war seine Schwachstelle, der einzigste Mensch, der ihm etwas bedeutete. Und nun glaubte irgendein dahergelaufener Lord, in solcher Weise über sie sprechen zu können! „Was hat Marian damit zu tun?! Davon war nie die Rede!“ Fast verlor er die Kontrolle über die Lautstärke seiner Stimme. „Gisborne!“, brüllte nun auch der Sheriff, „meint Ihr, ich müsse Euch über alle meine Schritte informieren? Ein Hinweis: Nein!! Und jetzt verschwindet!“ Edmure hielt ihn für einen Moment zurück. „Ihr werdet darüber mit niemandem sprechen. Ihr wollt doch sicher nicht, dass Eurer hübschen Marian etwas zustößt, oder?“ Gisborne bebte innerlich vor Wut. Oder war Angst? Angst um Marians Sicherheit, Angst um ihr Leben?  Dieses "Spiel" begann, unfair zu werden...
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