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Nimue die Herrin vom See und der Sarmatische Ritter

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18
Tristan
06.04.2014
06.04.2014
28
24.853
5
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
06.04.2014 903
 
Als erstes bedanke ich mich bei meiner Wundervollen Beta Leserin Sarah :) .Zweitens hoffe ich das euch die Geschichte gefällt und ihr fleißg Reviews da lasst .
*Kekse für alle da lass *.






Seufzend strecke ich meine Knochen. Ich bin erst 18 und fühle mich oft wie eine alte Frau. 
Ich sehe die schaulustigen Gäste des Mittelaltermarktes an und fühle mich mal wieder wie das exotische Tier einer Freakshow und ich frage mich warum ich immer mit muss zu diesen Familienurlaub, der nichts anderes ist, wie irgendwelche großen Mittelaltermärkte auf der ganzen Welt . 
Aber ich sollte mich nicht beschweren. Schließlich verdienen meine Eltern hier mit ihr Geld und ich sollte mich an diesem Geschäft beteiligen. 
Schließlich kann kein Mensch in meinen Alter behaupten, dass es nicht unglaublich ist, dass man so viele Länder und Orte auf der Welt gesehen hat. 
Jetzt gerade ist der Mittelalstermarkt nur wenige hundert Meter von den Überresten des Hadrianwall entfernt. 
Nur leider bin ich noch nicht dazu gekommen ihn zu besichtigen aber ich werde es heute Nachmittag tun, wenn ich meine freie Zeit hab und nicht das Lager und den Verkaufsstand mit den selbst geschmiedeten stumpfen sarmatischen Waffen und Rüstungen bewachen muss .
Meine Mutter klopft mir auf die Schulter und zeigt in die Richtung meines älteren Bruder, der sich lautstark mit einen blonden Burschen vom Wikinger Lager streitet. Beide haben bedrohlich ihre Schaukampfschwerter in der Hand. 
Ich und meine Mutter fangen an zu kichern und wir wissen beide, was wir jetzt zu tun haben. 
Ich stehe auf und gehe auf die beiden Streithähne zu und stelle mich grinsend hinter meinen Bruder und beobachte die beiden. 
Als mich der blonde Junge mit weit aufgerissen Augen anstarrt, dreht mein Bruder sich um und sieht mich. 
Er schaut zwischen mir und dem Wikinger Burschen hin und her und ich sehe wie sein Gesicht ruhig und gefühllos wird. 
" Du wagst es meine Schwester so anzustarren?",
fragt mein Bruder kühl und der Fremde starrt weiter . 
Mit einer eleganten und ruhigen Bewegung zieht mein Bruder sein Schwert aus der Scheide und schwingt die leicht gebogene Klinge ruhig und entspannt ein paar Mal seitlich von ihm. 
Ich strecke dem Wikinger Typ die Zunge raus und brülle laut über dem Platz.
" Kommen sie meine Damen und Herren, bewundern sie die einzigartige elegante kraftvolle und ruhige Kriegskunst der Sarmaten. ". 
Schnell hat sich eine Menschenmenge gebildet und bestaunten die fließenden und eleganten ruhigen Bewegungen mit denen mein Bruder, dem mittlerweile stürmisch um sich hauenden Wikinger Knaben, ausweicht. 
Man sieht meinem Bruder keinesfalls an, dass er der Wütendste von beiden ist.
Sein Gesicht ist ruhig und ausdruckslos, wie es unser Vater ihm beigebracht hat. 
Immer wenn ich meinem Bruder beim Kämpfen zusehe wünsche ich mir, dass ich es auch könnte. 
Doch mein Vater und meine Mutter waren sich einig, dass ich es nicht lernen soll. 
Stattdessen brachte meine Mutter mir das Tanzen mit Feuerfackeln und anderen Elementen des Feuertanzens bei. Ich lernte singen und reiten aber das war es auch schon. Meine Eltern halten sich  daran, dass unserer Lager historisch so korrekt wie möglich sein muss und ein kämpfendes Mädchen hat da nichts zu suchen. Mittlerweile bin ich 18 und bin zu alt geworden, um darum zu betteln wie ein Kind. 
Ich begnüge mich damit ein Teil der abendlich Sarmaten Show zu sein, die unser Ganzes Lager veranstalten. 
Mit wenigen Schlägen hat mein Bruder den Wikinger Burschen zu Fall gebracht und hat einen Fuß auf seine Brust gestellt. Er hält ihm die stumpfe Klinge seines Schaukampfschwertes an den Hals. Seine blauen Tätowierungen und seine dunklen schulterlangen teilweise geflochten Haare lassen ihn wild und kriegerisch aussehen. 
Ich erinnere mich daran, dass mein Bruder es tatsächlich geschafft hat, wie ein echter Sarmatischer Krieger zu werden. 
Die Zuschauer jubeln im zu und er hebt sein Schwert als Siegeszeichen und verlässt stumm, ruhig und entschlossen den Platz. Ich folge ihm. 
Als wir unser Lager betreten und uns in sein Zelt setzen und ich ihm die Rüstung abnehme, da er sie noch vom Kampftraining mit den anderen Kriegern trägt. 
Fällt der sarmatische ernste Krieger von ihm ab und er grinst mich spitzbübisch an.
" Dem hab ich es gegeben Schwesterherz, der glotzt meine süße Schwester nicht nochmal so schmierig an“. 
Grinsend haue ich ihm auf dem Hinterkopf. 
" Mit dem wäre ich auch noch zurechtgekommen. Du hast mir doch beigebracht mich zu verteidigen". 
Mein großer Bruder schnaubt abwertend. 
" Ich bin dein Großer Bruder. So lange ich an deiner Seite bin, ist es meine Aufgabe dich zu beschützen ". Ich lache und löse die letzten Riemen seiner Sarmatischen Rüstung und drapiere sie ordentlich auf dem Rüstungsständer. 
Mein Großer Bruder packt mich und kreischend landen wir beide auf den weichen Fellen, die auf Strohsäcken liegen. 
Wir liegen neben einander und schauen uns schweigend in die Augen.
Wir beide sind unzertrennlich, wenn wir nicht Jahre auseinander liegen würden dann könnte man meinen wir wären Zwillinge, so verbunden sind wir miteinander. 
Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der wir uns schweigend angesehen haben und uns wortlos gegenseitig durch die Augen gesagt haben, wie wichtig uns der andere ist, stehen wir beinah gleichzeitig auf und treten nach Draußen.
Mit leuchtenden Augen sehe ich das frische Brot, welches meine Mutter aus dem kleinen Steinofen holt und merke wie mir das was im Mund zusammen läuft. Wenig später hat der frische Brotgeruch auch die restlichen Mitglieder hervorgelockt und wir sitzen alle selig und entspannt beieinander und essen etwas.
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