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Wie aus Sophie Collins eine Schattenjägerin wurde

GeschichteFantasy / P12 / Gen
Cecily Herondale Charlotte Branwell Gabriel Lightwood Gideon Lightwood Sophie Collins
03.04.2014
24.07.2014
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1.677
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03.04.2014 622
 
Wie aus Sophie Collins eine Schattenjägerin wurde

Sophie Collins

Ich lag in meinem Zimmer auf meinem Bett. Die Sonne schien durch ein kleines Fenster hinein und tauchte es in ein angenehmes Licht.
Meine Beine hatte ich angewinkelt, sodass ein Buch auf ihnen thronte. Ich war gerade dabei eine Seite umzublättern, als es klopfte. Ohne aufzusehen, rief ich „herein“, noch immer war es ungewohnt für mich ein eigenes richtiges Zimmer zu haben und so unwirklich erschien mir die Vorstellung, dass meine Aszension genehmigt worden war, dass ich eine Nephilim werden durfte.
Die Tür öffnete sich schwungvoll und ein junger Mann mit sandfarbenen Haaren und smaragdgrünen Augen trat ein. Lächelnd kam er auf mich zu und ließ die Tür hinter sich wieder ins Schloss fallen.
„Na, meine Schöne“, er trat noch näher zu mir und setzte sich schließlich auf meine Bettkante. Ich schaute von meiner Lektüre auf und lächelte ihn ebenfalls an, wobei wie eigentlich immer in seinen grünen Augen zu versinken drohte, wie in einem Moor, einem wunderschönen Moor…
„Was liest du da?“, neugierig beugte er sich über das Buch, das noch immer auf meinen Knien ruhte und nahm es an sich, wobei er den Deckel schwungvoll zuklappte.
„Der Schattenjägercodex“, las er laut vor und ich spürte, wie meine Wangen leicht zu glühen begannen. „Wieder einmal übereifrig?“
„Wie du eigentlich wissen solltest, nehme ich das ganze sehr ernst. Du weißt, dass es schon immer mein Traum war eine Nephilim zu werden“, erklärte ich ruhig und löste mich von seinen Augen, während ich versuchte ihm das Buch wieder aus der Hand zu reißen, doch er hielt es höher, sodass ich nicht daran kam.
„Gideon! Komm schon, gib das her!“, schnaubte ich empört und versuchte verzweifelt die gleiche Höhe wie sein Arm zu erreichen, doch vergeblich…
„Beruhig dich“, grinste er und drückte mich sanft zurück in meine Kissen. Nur widerwillig ließ ich ihn gewähren, wenn ich es mir auch nicht nehmen ließ die Arme vor der Brust zu verschränken und ihn finster anzustarren. Wie ich es hasste gegen einen Mann zu verlieren, selbst wenn dieser Mann unbeschreiblich gutaussehend und obendrein mein Verlobter war.
„Lass mal sehen“, murmelte er und überflog rasch die aufgeschlagene Seite, „gegen wen setzt man Silberwaffen ein und warum?“ Fragte er, sodass er mich stark an Mrs Branwe… Charlotte erinnerte, die so viel Zeit wie ihr als Konsulin blieb, damit verbrachte mir beim Lernen zu helfen und mir wichtige Tricks und Kniffe zu zeigen.
„Gideon, ich möchte wirklich nicht schon wieder von dir unterrichtet werden“, gab ich zu Bedenken und streckte meine Beine aus.
„Ach komm schon, Sophie. Früher hat es dir doch auch nichts ausgemacht“, grinste er, was mich aufseufzen ließ: „Früher waren wir ja auch noch nicht verlobt.“ Diese Begründung schien er nicht nachvollziehen zu können, obgleich es nicht das erste Mal war, das ich sie ihm darbot. Doch ehe ich ausholen konnte wurden wir durch ein Klopfen unterbrochen. Es war Bridget, die mich bat in den Salon zu kommen. Kaum hatte sie ihre Nachricht überbracht, eilte sie jedoch schon wieder davon, mal wieder eine ihrer schaurigen Volkslieder auf den Lippen.

Der kalte Wind verweht ihr Haar,
auf dem Weg zum Hof wo ihr Liebster war
begraben ist er nun unter Fels und Stein
ach was gäb ich dafür er würd lebendig sein…

„Hör ihr nicht zu“, sagte Gideon, als er die Blässe bemerkte, die sich auf meinem Gesicht ausgebreitet hatte.
„Schön wär’s“, brummte ich mehr zu mir selbst als zu Gideon und lief neben ihm den Korridor entlang, vorbei an unzähligen Türen und Kammern, die ich alle besser kannte, als so mancher Bewohner, sodass wir kurz darauf vor der Tür zum Salon standen und Gideon höflich anklopfte, anders als die meisten anderen Bewohner.

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