Kindheit

GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Haji Saya Otonashi
29.03.2014
01.04.2014
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Dieses Kapitel
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So, hier ist das erste Kapitel! Wie gesagt Haji ist noch ein Kind und Saya seine beste Freundin.
Genug meiner Worte, hier die Story! :)

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Es war noch sehr früh am Morgen. Selbst die Sonne war erst vor ein paar Minuten aufgegangen, da lief bereits munter ein Mädchen durch die Gänge des Schlosses. Sie sah nicht älter als 16 aus! Eiligst lief sie durch die Gänge – zum Zimmer ihres besten Freundes! Fröhlich riss sie dessen Tür auf und lief zu seinem Bett! Der 13-jährige Junge erweckte nicht den Anschein, als ob er schon aufstehen wollte, doch ihr war das sehr egal! Kichernd kletterte sie auf sein Bett und legte sich neben ihn. „Haji?“, flüsterte sie leise. Der Junge murrte etwas und drehte sich dann um – Er wollte definitiv noch nicht aufstehen! Das Mädchen seufzte und beschloss, nun andere Seiten aufzuziehen! Vorsichtig beugte sie sich über den Jungen und legte ihre Hände neben seinem Kopf ab, um sich besser abstützten zu können. Sie kam mit ihrem Gesicht seinem sehr nahe. Ihre Haare fielen in einzelnen Strähnen auf sein Gesicht. Ohne aufzuwachen strich der Junge diese aus seinem Gesicht. Das Mädchen lachte leise – Er war so eine Schlafmütze! „Haji… mach die Augen auf.“, sagte sie nun etwas lauter. Müde öffnete der Junge die Augen. Er blinzelte sie verschlafen an. Als er bemerkte wie nah sie ihm war, lief sein Gesicht knallrot an! „W-Was wird das?!“, fragte er stotternd. Das Mädchen kicherte erneut: „Schön das du wach bist, Haji!“ Sie richtete sich auf und sah lächelnd auf den Jungen herab, dessen Gesicht langsam wieder erblasste.
Müde gähnend setzte er sich auf und fuhr sich durch die, vom Schlaf zerzausten, Haare. „Guten Morgen, Haji.“, begrüßte ihn das Mädchen nun. Haji sah sie missmutig an: „Guten Morgen, Saya. Was willst du so früh hier?“ „Weißt du, was heute für ein Tag ist, Haji?“, fragte sie, während sie sich auf das Bett legte. Haji überlegte kurz. „Donnerstag.“, antwortete er schlicht. Saya lachte kurz: „Das mein ich nicht! Ich meine, dass es heute auf den Tag genau vor einem Jahr war.“ Haji hob eine Augenbraue: „Was meinst du? Was war denn vor einem Jahr?“ Saya sah ihn verständnislos an und setzte sich auf: „Meinst du das Ernst? Heute ist es genau ein Jahr her, dass wir uns kennengelernt haben!“ Nun ging ihm ein Licht auf. Heute war der Tag, an dem Joel ihn einst zum Tiergarten brachte und dort Saya vorstellte. „Das hast du dir gemerkt?“, fragte er verblüfft. Saya nickte: „Klar! Du nicht?“ Haji schüttelte den Kopf. Saya seufzte und sah ihn kopfschüttelnd an: „Also wirklich! So etwas sollte… nein, MUSS man sich doch merken!“ Haji sah sie ausdruckslos an: „Du hast es dir doch gemerkt. Wozu muss ich das denn noch machen?“
Saya sah ihn einen Moment verwirrt an, dann lächelte sie: „Hast Recht.“ Sie musterte ihn kurz, dann hob sie die Hand und strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht. „Du siehst fürchterlich aus!“ Haji sah sie etwas gekränkt an: „Danke vielmals für das Kompliment.“ Saya kicherte: „Das habe ich nicht so gemeint, Haji! Komm her!“ Sie zog ihn zu sich und drehte ihn so, dass er nun mit dem Rücken zu ihr saß. Saya griff sich die Bürste vom Nachttisch und öffnete Hajis Zopf. Dieser schluckte nervös und war froh, dass Saya sein leicht errötetes Gesicht nicht sehen konnte. Saya bürstete sanft sein Haar. Eine Weile herrschte Stille zwischen den Beiden.

„So, fertig!“, rief Saya. Haji fuhr mit der Hand durch seinen neugebundenen Zopf. „Danke.“, murmelte er etwas verlegen. „Kein Problem! Jetzt zieh dich an! Das Frühstück ist fast fertig!“ Mit diesen Worten verschwand sie aus seinem Zimmer. Haji sah ihr nachdenklich nach. Ein Jahr. War er wirklich schon so lange hier?

„Guten Morgen, Haji!“, begrüßte Joel den Jungen, als dieser den Speisesaal betrat. Haji verbeugte sich kurz: „Guten Morgen.“ Er nahm neben Saya Platz, welche bereits ordentlich am Futtern war. Ein leichtes Lächeln legte sich auf Hajis Lippen. Er fand es äußerst beeindruckend, wie Saya Unmengen an Essen verschlingen konnte und dennoch nicht ein Gramm zunahm. „Komm schon, Haji. Du musst auch etwas essen! Du weißt doch: Das Frühstück ist am Wichtigsten!“, meinte Joel lächelnd. Haji nickte und begann nun ebenfalls zu frühstücken.

„Was willst du heute machen?“, fragte Haji Saya nach dem Essen. Sie waren gerade auf den Weg nach draußen in den Garten. Saya überlegte: „Hm, gute Frage. Was ist mit dir?“ Haji sah sie etwas verdutzt an: „Mit mir? Was soll mit mir sein?“ Saya lächelte: „Na, was willst du denn machen? Heute ist doch dein Jahrestag!“ Haji sah verlegen Richtung Boden: „Mir ist egal, was wir machen. Entscheide du.“ Ihm war überhaupt nicht wohl, wenn er alle Aufmerksamkeit erhielt. Abgesehen davon war er es auch nicht gewohnt. „Ach komm! Du musst doch irgendeinen Wunsch haben!“, meinte Saya. Sie waren mittlerweile nach draußen gelangt. Haji sah nachdenklich in den Himmel. Ja, was wünschte er sich? Er hatte nie darüber nachgedacht. Ihm war es nur wichtig, dass Saya glücklich war. War sie glücklich, war auch er glücklich. „Hallo? Haji, bist du noch da?“ Saya fuchtelte mit der Hand vor Hajis Gesicht herum, was ihn wieder in die Gegenwart brachte. „Alles in Ordnung?“, fragte sie lächelnd. Haji nickte leicht. Er war schon ein sehr seltsamer Junge – So schüchtern und zurückhaltend. Saya kannte zwar keine anderen Jungen in seinem Alter, doch war sie sich sicher, dass sich andere Jungs bestimmt nicht so verhielten! Auf eine gewisse Art, fand sie das sehr süß. Haji biss sich nachdenklich auf die Lippen, dann fiel ihm doch etwas ein! „Du Saya? Es gibt da vielleicht etwas!“ Sie sah ihn fragend an: „Und was?“ Haji lächelte verlegen und lief los in Richtung Wald. „Komm, Saya! Ich will’s dir zeigen!“ Saya sah ihm einen Moment verdutzt nach, folgte ihm jedoch.

Saya lief ratlos durch den Wald. Wo war Haji bloß? Sie hatte ihn nur kurz im Gebüsch verloren und plötzlich war er weg! „Haji? Haji, wo bist du?“, rief sie in den Wald hinein. „Hey, Saya! Hier oben!“ Saya sah nach oben und erblickte Haji auf einem Baum sitzend. „Was machst du da?“ Haji ließ sich vorsichtig vom Baum runter. „Ich hab auf dich gewartet.“ „Aha. Und was möchtest du jetzt hier?“, fragte Saya ihn. Haji lächelte leicht und griff nach Sayas Hand. „Komm mit!“ Saya ließ sich von Haji durch den Wald führen. Nach ein paar Minuten lichtete sich der Wald etwas und ein großer Baum kam zum Vorschein. „Den hab ich mal von einem Fenster aus dem Schloss gesehen! Joel hat gesagt, dass dieser Baum schon vor seiner Geburt hier stand! Weißt du, ich wette von dort oben kann man den ganzen Tiergarten sehen.“ Saya sah sich den Baum näher an. Der Stamm war sehr dick, ebenso die Äste und Zweige! Man konnte dort sehr gut hochklettern. Lächelnd sah sie Haji an: „Worauf warten wir dann noch?“ Und schon lief sie zum Stamm! Haji sah ihr etwas verdutzt nach. Keine Wiederworte? Das überraschte ihn sehr. Er hatte erwartet, dass sie gar nicht begeistert von seiner Idee wäre! Aber das…
„Mensch, Haji! Wo bleibst du denn? Hast du da unten schon Wurzeln geschlagen?“, rief sie lachend. Haji traute seinen Augen kaum. In den wenigen Minuten hatte Saya gut 10 Meter nach oben geschafft! „Ich komme!“, rief Haji und lief ebenfalls los. Sie wussten nicht genau, wie hoch der Baum war, doch schätzen sie ihn auf etwa 100 Meter. Es war wirklich ein großer Baum! Es dauerte eine ganze Weile, doch schließlich erreichten sie die ‚Spitze‘! Knapp unter der Baumkrone gab es eine Art ‚Boden‘. Das Holz war überaus stabil! „Wow! Sieh dir das an, Haji!“, rief Saya und deutete auf eine lichte Stelle im Geäst! Haji trat zu ihr und staunte. Man konnte den ganzen Tiergarten sehen, sogar die nächstgrößere Stadt am Horizont war erkennbar. „Wow!“, riefen Saya und Haji synchron. „Das ist unglaublich!“, meinte Saya lächelnd. Haji nickte. Es war wunderschön! „Du hattest Recht, Haji! Es hat sich wirklich gelohnt, hierher zu kommen!“, sagte sie lächelnd. Hajis Wangen färbten sich zartrosa.

Eine Weile saßen sie dort oben, genossen die Aussicht, redeten und lachten viel miteinander. Um die Mittagszeit herum machten sie sich auf den Weg ins Schloss zurück…

Der Abend war über den Tiergarten gekommen und die Abendsonne färbte den Himmel und das Umland rot-orange.

Haji saß vor dem Schloss auf der Eingangstreppe und sah in den Himmel. Es war ein schöner Tag! Einer seiner schönsten Tage bisher! Joel hatte ihm und Saya den ganzen Tag freigegeben und so konnten sie den ganzen Tag draußen verbringen! Haji lächelte selig. Seit er mit Saya befreundet war, verging kein Tag, an dem er nicht lachen musste! Er war froh, sie getroffen zu haben! Haji ließ sich nach hinten sinken und verschränkte die Arme hinter den Kopf. Lächelnd schloss er die Augen und genoss die Natur um sich herum. Dann hörte er, wie jemand von hinten an ihn herantrat – Es waren Damenschuhe… Saya! Ein Schatten legte sich über sein Gesicht und Haji öffnete die Augen. Saya hatte sich über ihn gebeugt und blickte nun lächelnd zu ihm herunter. Seine Gedanken flogen zum Morgen und erneut errötete er. Warum konnte er sich nicht einmal beherrschen? Haji richtete sich auf: „Hey, Saya! Alles okay?“

Saya setzte sich lächelnd neben ihn und nickte: „Alles ok! Und bei dir?“ Haji nickte. „Es war ein schöner Tag, oder?“, fragte sie ihn. Haji nickte erneut. „Und morgen machen wir uns wieder so einen schönen Tag, ja?! Wir werden wieder auf den Riesenbaum klettern, aber diesmal nehmen wie einen Picknickkorb mit! Dann können wir da oben essen! Was meinst du, Haji?“ Haji nickte: „Ja, das ist eine tolle Idee, Saya! Das machen wir!“ Saya lächelte und sah nach oben zum Himmel – Haji tat es ihr gleich. „Haji?“, fragte Saya nach einer Weile, „Ich bin froh, dass du da bist.“ Haji sah sie fragend an: „Wie meinst du das?“ Saya sah Haji lächelnd an: „Ich mein’s so, wie ich’s gesagt hab!“ Sie beugte sich zu ihm und gab ihm einen Kuss auf die Wange, dann erhob sie sich. „Bis morgen dann, Haji! Schlaf gut!“, rief sie lachend und verschwand wieder ins Schloss. Haji saß einige Minuten regungslos da. Saya hatte ihn geküsst?! Er konnte es kaum fassen! Seine Hand wanderte zu seiner Wange und er spürte wie ihm das Blut in den Kopf schoss – Er musste rot wie eine Tomate sein! Langsam stand er auf und ging im Schneckentempo auf sein Zimmer…

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