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The Way You Kiss Me

KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Burnett James Holiday Brandon
28.03.2014
03.07.2019
4
7.411
2
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16 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
28.03.2014 1.349
 
Sooo, ihr lieben ;)
nach Wochenlanger Schreibblockade hier ein kleines Update zu meinem Kiss me Projekt :)
Der "Kusswechsel zwischen Holiday und Burnett geht in die nächste Runde ;P
Und weil es um einen kurzen Kuss geht, werde ich auch mein Vorgelaber kürzen und euch jetzt das kurze Chap genießen lassen :D
Bis zum nächsten Mal ^^
Lg Amchen ;*

Kuss: Quick Kiss

Pairing: Holiday/Burnett

Rating: P12

Inhalt: Burnett war auf einen Auftrag der FRU, ohne ihr Bescheid zu sagen, als er wiederkommt, entfacht ein Streit, dessen Ende Holiday vollends verwirrt...
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Und manchmal wünscht man sich die Ewigkeit, wenn man nur wenige Sekunden hat…

„Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen?!“, schrie sie ihn an, kaum das er das Eingangstor passiert hatte. Burnett starrte die rothaarige Fee erschrocken an, die im Moment eine beängstigende Ähnlichkeit mit einem Racheengel besaß. Ihre grünen Augen sprühten Funken und ihre leicht gespreizten Beine sowie die über der Brust verschränkten Arme unterstrichen das Bild nur noch. Sie war sauer, das war ihm spätestens jetzt klar, doch warum, dass wusste der FRAU-Agent nicht, noch nicht.

„Ohne besserwisserisch zu sein, aber du bist diejenige von uns, die mit Geistern abhängt, also eher nicht“, erwiderte er ein wenig spöttisch und beobachtete, wie sie die Hände zu Fäusten ballte, ob dieser frechen Erwiderung. Okay, vielleicht hätte er das nicht tun sollen, doch mittlerweile war es zu Burnetts Lieblingsbeschäftigung geworden, die Rothaarige zur Weißglut zu bringen. Zumal es der einzige Weg war, um sich ihr überhaupt zu nähern, denn seitdem kleinen Vorfall vor ein paar Wochen, ging die Fee ihm strikt aus dem Weg und redete stets nie mehr als nötig mit ihm. Wenn er jedoch irgendwas tat, was ihr nicht gefiel, ließ sie nie die Möglichkeit aus, ihn zusammenzustauchen und so war es zu einer Art Taktik geworden.

„Spar dir die Witze, Burnett, wo bist du gewesen?“, fauchte sie und stemmte nun die Hände in die Hüften.

Aha, daher wehte also der Wind, er hatte tatsächlich die Frechheit besessen ohne ihre Erlaubnis das Gelände zu verlassen und das passte ihr natürlich gar nicht. Burnett musste innerlich grinsen und fragte sich, wie sie es wohl aufnehmen würde, wenn er ihr erklärte, dass er wegen seiner alten Partnerin von der FRU unterwegs gewesen war. Holiday und Selynn waren bis jetzt einmal aufeinander getroffen, als die Werwolffrau ihm einmal ein paar Akten vorbei gebracht hatte und ihre gegenseitige Abneigung war nicht zu übersehen gewesen. Was wohl der Grund dafür war?

„Es gab einen Notfall bei der FRU, ich konnte keine Zeit verschwenden. Selynn rief mich kurz vorher an und meinte die Lage wäre ernst“, erklärte er betont ruhig und schob die Hände in die Hosentaschen. Holiday dagegen schien kurz vorm Platzen. Das sah er ganz genau und fragte sich automatisch, ob da mehr dahinter steckte.

„Ach und du hättest mir keine Nachricht hinterlassen oder sonst irgendwie Bescheid geben können, dass du weg fährst?“, brauste Holiday auf, ihre grünen Augen funkelten zornig und er hörte ihr Herz rasen. Irgendwas stimmte hier noch nicht, das wusste Burnett inzwischen, warum machte sie so ein Drama daraus, sonst interessierte es sie auch nie, was er machte. Also wollte er sie auf die Probe stellen.

„Tut mir wirklich Leid, Holiday, ich hätte dich informieren sollen, aber wenn meine Partnerin Probleme hat und mich braucht, dann zögere ich meist nicht lange.“

Das saß. Holiday klappte der Mund auf und ein lautloses „Oh“ verließ ihre Lippen. Für einen winzigen Augenblick wurde der Ausdruck ihrer Augen traurig, doch sie hatte sich kaum eine Minute später schon wieder im Griff. Doch das hatte gereicht, um Burnett klar zu machen, wo ihr Problem lag und das war eine ziemlich interessante Wendung, wie er fand. Doch als sie schuldbewusst und tatsächlich ein wenig geknickt den Kopf senkte, bereute er diese voreilige Äußerung schon wieder. Der Vampir wollte gerade etwas sagen, als die junge Frau ihm zuvor kam.

„Ich habe überreagiert“, sagte sie leise und seufzte, „natürlich hast du das Recht das Gelände ohne mein Einverständnis zu verlassen, besonders bei so einem Notfall. Aber ich hab mir einfach Sorgen gemacht, schätze ich.“

Jetzt war Burnett wirklich überrascht über diese Offenbarung.

„Du hast dir Sorgen gemacht, um mich?“, hakte er ungläubig nach. Holiday krallte ihre Finger in den Stoff ihres Shirts, als ärgere sie diese Tatsache und wich seinem Blick aus.

„Ja, was denkst du denn, wenn du plötzlich einfach weg bist“, entgegnete sie schnippisch, doch davon ließ sich Burnett schon nicht mehr beeindrucken. Er kannte sie und ihr Verhalten inzwischen besser, als ihr wohl klar war und wusste somit, dass sie gerade nur ihre eigene Unsicherheit überspielte.

Burnett stieß ein trockenes Lachen aus, „Vielleicht, weil du mir in den letzten Wochen deutlich gezeigt hast, dass du mich nicht leiden kannst.“

„Das ist nicht wahr“, rief sie aus und sah ihn nun doch wieder an, aber sie beide wussten, dass sie log, als ihr Herz sich plötzlich beschleunigte. Trotzdem hielt sie seinem forschenden Blick stand, als wolle sie ihm wenigstens jetzt beweisen, dass sie ehrlich war und sich tatsächlich Sorgen um ihn gemacht hatte.
„Es tut mir leid“, sagte sie unvermittelt, ohne den Blick von seinem zu lösen. Doch ein schuldiger, ja beinahe ängstlicher Ausdruck trat in ihre schönen grünen Augen. „Ich habe mich falsch dir gegenüber verhalten, du hast recht. Aber der Grund dafür ist einfach, dass die mich wahnsinnig machst, ich habe kaum mehr die Kontrolle über meinen Körper in deiner Nähe und darum bin ich dir aus dem Weg gegangen. Das heißt aber noch lange nicht, dass du mir völlig egal bist“, gab sie leise zu.

Auf Burnetts Lippen hatte sich ein breites Grinsen gelegt, was man wirklich nur sehr selten bei ihm sah. Doch Holiday hatte es ja bisher ständig fertig gebracht, seine verborgensten Seiten zu Tage zu fördern. Aber das er eine ähnliche Wirkung auf sie zu haben schien, war ihm neu.

„Das heißt, die liegt tatsächlich etwas an mir, habe ich recht?“, setzte er ihr die Pistole auf die Brust und trat noch einen Schritt näher, sodass er direkt vor ihr stand. Holidays Augen weiteten sich erschrocken und am liebsten wäre sie wohl auf dem Absatz gedreht, doch der Vampir packte sie an den Hüften, bevor sie auch nur die Chance hatte, ihm zu entkommen.

„Antworte!“, verlangte er mit einem süffisanten Grinsen und bemerkte zufrieden wie sich eine Gänsehaut auf ihren Armen ausbreitete. Ihr Herz schlug noch immer wie wild und diesmal glaubte er sich sicher zu sein, dass er der Grund dafür war.

„Bilde dir ja nichts ein“, fauchte die Fee schließlich, als sie halbwegs ihre Fassung zurück erlangt hatte. Ihre Augen spuckten Blitze, doch das beeindruckte Burnett nicht. Ihre Reaktion machte ihm deutlich, was er seit Wochen gehofft hatte. Sie empfand doch etwas für ihn, auch wenn sie bei weitem noch nicht so weit war, dies zu akzeptieren. Doch das war schon mal ein Anfang. Und wo ein Anfang war führte auch ein Weg hinein.

„Doch, genau das tue ich“, grinste er frech, während seine Hände weiter nach oben wanderten und schließlich ihre Arme hinauf glitten. Dort begann er sanfte Kreise mit seinem Daumen über ihre zarte Haut zu ziehen. Burnett sah, wie Holiday sich auf die Lippe biss, um keinen Ton von sich zu geben. Sie genoss seine federleichten Berührungen, dass wusste er. Und nur aufgrund dieser Tatsache tat er den nächsten Schritt.

Ohne ihr Zeit zum handeln zu lassen, beugte er sich hinab, die Hände, die auf ihren Armen lagen, umfassten plötzlich ihre Taille und seine Lippen berührten federleicht die ihren. Sie hatte keine Wahl sich von ihm zu lösen, sofern sie das denn wollte. Instinktiv schmiegte sich ihr Körper an seinen, doch genau in dem Moment als Holiday ihr Schicksal akzeptierte und sich dem Kuss hingeben wollte, verlor sie das prickelnde Gefühl seiner Lippen auf den ihren. Und als sie die Augen, die sie irgendwann während dieses –  vage als solchen zu bezeichnenden – Kuss geschlossen hatte, wieder öffnete, war er längst verschwunden.

Diesmal war es Holiday, die verloren und verwirrt am Eingangstor des Shadow Falls Camps zurückblieb und sich fragte, wie so ein kurzer Kuss derartige Gefühle in ihr auslösen konnte…
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