The Way You Kiss Me

KurzgeschichteHumor, Romanze / P18
Burnett James Holiday Brandon
28.03.2014
03.07.2019
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28.03.2014 1.647
 
Hallo ihr Lieben ;)
Da durch die fabelhafte Autorin The Waif (hier der Link: http://www.fanfiktion.de/s/53050a270001cabc282ce73f/1/Kiss-me) auf das Projekt Kiss me (http://forum.fanfiktion.de/t/23706/1) gestoßen bin, musste ich sofort mitmachen ;)
Ich habe bereits einen Beitrag mit dem Fandom Inu Yasha hochgestellt, doch jetzt konnte ich einfach nicht die Finger davon lassen, einen weiteren mit meinem allerliebsten Lieblingspairing Holinett zu schreiben... ;D
Jeder, der meine A little More of You kennt, weiß, dass ich mich generell auf diesem Gebiet austobe, also dürft ihr euch jetzt auf 4 Küsse freuen, die Holiday und Burnett zusammen bringen ^^
Natürlich werde ich auch bei meinem anderen SFC-Projekt bald weiter schreiben, aber hier was kleines zwischendurch ;)
Wenn es mehr als vier Küsse werden sollen, könnt ihr euch ja mal melden, denn so sicher bin ich mir mit der Anzahl nicht und 10 sind eigentlich erlaubt :D
Also Leute, sagt Bescheid und genießt den ersten Kuss ^^ (hach, das klingt schon geil xD)


Kuss: Unintentional Kiss

Pairing: Holiday/Burnett

Rating: P16

Inhalt: Holiday will unbedingt ohne die Hilfe ihres über alles geliebten *hust* neuen Kollegen eine Aufgabe erledigen, als das misslingt, befindet sie sich in einer verzwickten Lage - spielt ungefähr zwischen den ersten und zweiten Band...

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Manchmal sind die Dinge, die man unabsichtlich macht, die richtigen…


Nur noch ein winziges Stückchen! Vorsichtig stellte sich Holiday Brandon auf ihre Zehenspitzen und reckte sich ein wenig weiter nach oben. Nicht gerade ein leichtes Unterfangen auf einem wackeligen Drehstuhl, der jederzeit wegrollen konnte. Der Grund, warum die rothaarige Campleiterin sich in dieser Lage befand, war ein alter staubiger Ordner, der ganz oben in ihrem Aktenschrank seine Zeit fristete und nun mal wieder gebraucht wurde. Da Holiday mit ihren 1m67 zwar eine annehmbare Größe hatte, jedoch noch lange nicht mit dem massigen Regal mithalten konnte, welches fast die gesamte Wand hinter ihrem Schreibtisch füllte, hatte sie sich kurzerhand ihren Drehstuhl geschnappt um die restlichen Zentimeter wett zu machen.

Natürlich hätte sie auch ihren neugewonnenen Kollegen Burnett James, welcher nur den Arm heben musste, um den Ordner zu erreichen,  um Hilfe fragen können, doch Holiday würde sich eher in einen Werwolf verwandeln, als diesen arroganten Arsch um etwas zu bitten. Seit ein paar Wochen war er nun der stellvertretende Campleiter von Shadow Falls und ungefähr genauso lange, wollte die Fee ihn am liebsten auf den Mond schießen. Der FRU-Agent war genauso nervig wie gutaussehend und so langsam waren Holidays bis aufs äußerste gespannte Nerven am Reißen. Dauernd hatten die zwei sich wegen irgendwelchen Kleinigkeiten in den Haaren. Darum riskierte sie auch lieber vom Stuhl zu fallen, als ihn um so eine banale Sache zu bitten, die zu dem noch ihre Schwäche bewies.

Okay, vielleicht übertrieb Holiday ein wenig, doch sie konnte den Vampir einfach auf den Tod nicht ausstehen, zumal er auch seine offensichtlichen Flirtversuche nicht eingestellt hatte, seitdem sie zusammenarbeiteten. Warum also mehr Zeit als nötig mit ihm verbringen?

Leise fluchend tastete die Rothaarige an dem obersten Regal entlang, auf der Suche nach dem vermaledeiten Ordner. Er war der einzige dort oben, also müsste er eigentlich leicht zu finden sein. Doch nichts dergleichen war zu erfühlen. Seufzend zog Holiday ihre Hand zurück und hielt sich an einem Querstreben des Aktenschranks fest, während sie sich noch ein wenig höher drückte, um zu erspähen, wo sich das gewünschte Objekt befand. Tatsächlich entdeckte sie ihn ganz hinten an der Wand.

Grummelnd über ihre eigene Dämlichkeit, diesen Ordner ganz dahinten zu verstecken, stellte sie sich einen Moment wieder auf beide Füße und überlegte. So kam sie da nicht ran, die einzige Möglichkeit wäre, zu springen und sich den Ordner zu schnappen, doch ob das so eine gute Idee war, blieb dahingestellt. Aber was blieb ihr anderes übrig? Es war Ende der Sommerferien, weshalb nur wenige der Jugendlichen im Camp waren und heute waren fast alle auf einen Badeausflug am See. Also musste Holiday wohl oder übel den kleinen Höhenflug wagen, wenn sie nicht doch Burnett bitten wollte, ihr zu helfen. Und das wollte sie ganz bestimmt nicht!

Noch einmal tief durchatmend holte sie – soweit es auf dem Stuhl eben ging – Schwung und sprang ab, beide Arme nach dem Ordner ausstreckend. Tatsächlich erwischte die Fee das schwarze, klobige Teil an einer Ecke und zog es mit sich, während sie sich schon wieder auf dem Rückweg zum Boden befand. Holiday schaffte es sogar wieder auf dem Stuhl zu landen, ohne das dieser wegrollte, aber einen Fehler hatte ihr Plan dennoch. Der Aktenordner war schwerer, als sie es erwartet hatte und obwohl sie stand, stand sie keineswegs sicher. Ihr Gleichgewicht wurde durch die plötzliche Zunahme an Masse beeinträchtigt und ehe die Rothaarige sich versah, erledigte die Erdanziehungskraft ihr Werk und Holiday fiel im wahrsten Sinne des Wortes vom Stuhl. Ein erschrockener Schrei entwich ihren Lippen und sie kniff die Augen fest zusammen, sich mental auf den schmerzhaften Aufprall gefasst machen, doch dieser blieb aus.


Eine Sekunde verging, dann eine weitere und schließlich stellte die Campleiterin fest, dass sie nicht mehr fiel. Stattdessen spürte sie zwei starke Arme, die sie festhielten und eine kühle Brust an ihrer Wange, sowie das kräftige Schlagen eines Herzens. Dennoch bedurfte es einen weiteren Moment, ehe sie kapierte, was gerade passiert war und warum sie nicht mit schmerzendem Hinterteil auf dem Boden saß. Und diese Erkenntnis brachte sie dazu, erschrocken die Augen auf zu reißen, nur um direkt Burnetts Gesicht zu schauen. Tatsächlich sah sie die Sorge, die dieses ausdrückte noch bevor sie seine Gefühle spürte. Und als er mit seiner sanften, dunklen Stimme sprach, wäre sie am liebsten von seinen Armen gesprungen und davon gerannt.

„Alles okay, ich hab dich!“

Holiday war nicht fähig etwas zu erwidern, sie starrte den Vampir nur mit weit aufgerissenen Augen an, während ihr Herzschlag sich um das doppelte beschleunigte. Ein wenig Überraschung mischte sich in seinen Gesichtsausdruck, als Burnett das hörte und genau in diesem Moment erlangte die Rothaarige in seinen Armen ihre Fassung wieder. Selbst er konnte nicht so schnell reagieren, vielleicht weil er noch immer im Bann ihrer schönen grünen Augen stand, wie sie sich von ihm los gemacht hatte und hastig Raum zwischen sie beide bringen wollte, indem sie mehrere schnelle Schritte rückwärts tat.

Nur leider hatte Holiday dabei etwas nicht bedacht, nämlich, dass sich das Armband, welches sie an ihrem rechten Handgelenk trug sich in Burnetts Hemdknöpfen verfangen hatte und dieses hielt der plötzlichen Dehnung nicht stand und Sekunden später hörte man das klackernde Geräusch der vielen kleinen Perlen auf dem Boden des Büros. Doch weder Holiday noch Burnett schienen das wirklich zu registrieren. Trotz ihres abrupten Fluchtversuches, konnte Holiday sich nun wieder nicht bewegen. Sie befanden sich immer noch in einer Art Bann und keiner von beiden war in der Lage sich diesem zu wiedersetzen. Eher andersherum.

Ohne zu wissen, warum, machte der große Vampir einen Schritt in Richtung Holiday, die ihn aufmerksam und ein wenig verwundert musterte. Dabei hatte er jedoch seine Rechnung ohne die gute alte Trägheit gemacht. Die Perlen unter seinen Füßen taten ihr übriges und diesmal war es Burnett, der sein Gleichgewicht verlor. Er stolperte nach vorn und knallte ungewollt gegen Holiday, die damit nicht gerechnet hatte und um das plötzliche Gewicht auszugleichen einen Schritt nach hinten trat. Doch auch unter ihren Sohlen hatten sich die Perlen gesammelt, weshalb auch sie ihr nach hinten fiel, reflexartig Burnetts Hemdkragen packend, sodass der nach Gleichgewicht suchende Vampir einfach mitgerissen wurde. Zumindest schaffte er es, als er instinktiv die Arme im Fall um Holidays schmale Taille legte, sie beide zu drehen, sodass er derjenige war, der auf dem harten Boden aufkam, dafür Holiday aber wesentlich bequemer auf seiner breiten Brust landete und ihr Gesicht dem seinen dabei gefährlich nahe kam.

So nah, dass sie, ehe sie sich irgendwie zurückhalten konnte, den winzigen Abstand überbrückte und ihre Lippen auf die seinen legte. Burnett reagierte sofort darauf und erwiderte den sanften Druck, indem er leicht den Kopf hoch, sie mit einem Arm enger an sich zog, während er den anderen über ihren Rücken nach oben schob und eine Hand in ihrem dichten roten Haar vergrub. Holiday seufzte leise, ignorierte ihren Verstand, der schrie, dass das was sie hier tat definitiv nicht richtig war, denn ihr wild pochendes Herz sprach da eine ganz andere Sprache. Fordernd spürte sie Burnetts Zunge über ihre Lippen gleiten und ohne zu zögern öffnete sie ihren Mund einen Spalt breit, wartete, auf das Feuerwerk in ihrem Bauch, als ihre Zungen sich berührten und einen spielerischen Kampf ausfochten. Ihr schlanker Körper schmiegte sich automatisch an den seinen und im Unterbewusstsein registrierte Holiday, wie gut sie zueinander passten, als seien sie zwei Puzzlestücke, die endlich ein ganzes ergaben. In ihrem Bauch drehten die Schmetterlinge durch und verbreiteten eine angenehme Wärme. Burnett fuhr zärtlich durch ihre langen, roten Haare und verursachte eine Gänsehaut in ihrem Nacken, während seine Zunge noch immer forsch ihren Mund erkundete.

Sie wussten nicht wie lange oder wie viele auf diesen ersten, unabsichtlichen Kuss folgten, doch Holiday und Burnett konnten kaum voneinander lassen, zu richtig fühlte sich die Nähe und die Zuneigung an, die sie teilten. Doch irgendwann hielt die Campleiterin trotzdem inne und musterte den Mann, der unter ihr lag und sie aus dunklen Augen liebevoll betrachtete, lange. Sie kannte seine Gefühle, schließlich spürte sie sie genauso deutlich wie ihre eigenen, die genau das Gleiche sagten. Sie hatte Gefühle für ihn, sehr starke Gefühle sogar. Doch trotzdem stand sie langsam auf, ignorierte den traurigen Ausdruck, der in seine Augen trat, als er verstand und verschwand ohne ein weiteres Wort aus ihrem Büro. Burnett blieb zurück und schaffte es nicht einmal aufzustehen. Er genoss das warme, prickelnde Gefühl, dass ihre Lippen auf den seinen hinterlassen hatten und seufzte schwer.

Burnett wusste, dass sie noch nicht bereit war, trotz der feurigen Küsse, die sie eben noch getauscht hatten. Aber er schwor sich, dass der nächste Kuss sicher nicht unabsichtlich sein würde.
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