Happy Ever After

von Otrera
KurzgeschichteRomanze / P12
Ryan Evans
25.03.2014
25.03.2014
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Happy Ever After

Halli, Hallo, Hallöchen :D
Okay ich weiß, eigentlich sollte ich an meiner FF weiter schreiben, aber die Mutter der Schreibblockaden hält mich gefangen, deswegen habe ich zur
Ablenkung diesen kleinen Oneshot geschrieben.
Ich hoffe er findet Gefallen und ihr hinterlasst ein Review.
Beim Schreiben hat mich das Lied >You are the music in me< inspiriert.
Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=ktfRzdyX2Yk

                                 …

Tief atmete Kelsie ein und blickte zum wiederholten Male in den Spiegel.
Sie sah toll aus, auf ihre eigene Art und Weise, ohne viel Schnickschnack oder Tamtam. Das weiße Kleid war tailliert und schneeweiß. Ein Gürtel, der mit Noten bestickt war und den sie von ihrer Gran bekommen hatte, war das einzig aufwendige an dem Kleid. Trotz allem sah sie toll aus, wie Gabriella ihr immer wieder versicherte.
Richtig glauben konnte Kelsie es immer noch nicht, sie war kurz davor Ryan Evans zu heiraten!  Versonnen blickte sie in den Spiegel und Erinnerungen kamen in ihr hoch.

Rückblende

Schnell packte Kelsie ihre sieben Sachen zusammen. Der Wettbewerb war vorüber und Ryan hatte gewonnen. Kelsie war erleichtert, sie hatte sich diesen Sommer viel mit ihm unterhalten und sie hatte gesehen wie viel Herzblut er in diese Sache gesteckt hatte. Insgeheim hatte sie gehofft er hätte mehr in ihr gesehen, als nur die Komponistin, die graue Maus am Klavier. Langsam machte sie sich auf den Weg Richtung Parkplatz. Ihr Vater hatte gesagt er würde sie abholen, sobald sie anrufen würde.
Plötzlich tippte ihr jemand auf die Schulter. Sie drehte sich um und sah in zwei verblüffend blaue Augen. „Okay Kels, beruhig dich, es sind nur seine Augen.“  Er verzog seinen Mund zu einem Grinsen, doch in seinen Augen stand die Nervosität. Er fing an rumzustottern. „Hey Kels…ich, ähem…ich, ich wollte nur fragen,…also zumindest wenn du nichts dagegen hättest...ähem, ich wollte nur fragen, ob du vielleichtmalmitmirausgehenwürdest.“ Am Ende sprach er so leise, dass Kelsie ihn fast nicht verstanden hätte. Aber sie hatte ihn gerade noch verstanden und ein Lächeln zierte ihr Gesicht. Hatte Ryan sie gerade wirklich gefragt, ob sie mal mit ihm ausgehen würde? „Ja, ich würde sehr gerne mal mit dir ausgehen Ryan.“ Er riss seinen Kopf nach oben. „Echt?“ „Ja? Das hattest du mich doch gefragt oder?“ Er nickte so heftig mit dem Kopf, dass sie schon Angst bekam er würde abfallen. Sie zog ihr Handy aus der Tasche. „Warte, ich geb dir meine Nummer.“ Er sah sie erleichtert an und eine Minute später hatte sie seine und er ihre Nummer. Da tauchten zwei Lichter auf und Kelsie drehte sich zu ihrem Vater um. „Ruf mich an, dann kannst du mir sagen, wann wir uns treffen wollen.“ Ryan nickte und sage noch: „Ach übrigens Kelsie, du warst toll beim Wettbewerb.“ Schnell stieg sie ins Auto ein, damit er nicht die verdächtige Röte sehen konnte die sich auf ihre Wangen schlich.

Rückblende Ende

Sie grinste ihr Spiegelbild an. Das Date war eine einzige Katastrophe gewesen. Der Film war ausverkauft, es gewitterte und vor Nervosität bekamen sie beide kaum ein Wort heraus. Nach einer Stunde hatte sie genug von diesem ekelhaften, erdrückenden Schweigen und fragte ihn etwas. Heute wusste sie nicht mehr was es war, aber ab da begann sich das Date zu bessern. Am Ende brachte er sie nach Hause und drückte sie. Er drängte sie nicht, deshalb ergriff sie die Initiative, streckt sich und legte ihre Lippen auf seine. Es war kein leidenschaftlicher Kuss gewesen, er war süß und unschuldig, wie ein erster Kuss, nach Kelsies Meinung, sein sollte. Sie löste den Kuss und legte ihre Stirn an seine. Ryan flüsterte ihr noch ins Ohr, „Ich hoffe wir werden das wiederholen“, dann drückte er sie noch einmal und ging. Die ganze Nacht lag Kelsie wach, wälzte sich hin und her und am nächsten Morgen holte Ryan sie mit dem Auto ab. Sie unterhielten sich und ab diesem Tag war Kelsie mit ihm zusammen.

Mitten in ihrer eigenen Rückblende kamen Gabriella und Taylor rein.
Bewaffnet mit Glätteisen und Haarspray stürzten sie sich auf Kelsie und drückten sie in den Stuhl vor einen Spiegel. Sie hatten sich entschieden ihr die gleiche Frisur zu verpassen, wie sie sie auch beim Antrag hatte. Das würde eine Menge Arbeit werden, deswegen entspannte sie sich, lehnte sich zurück und dachte an den besten Antrag, den ein Mann einer Frau machen konnte.

Rückblende

„Verdammt Ryan, was hast du vor?“ Lachend folgte sie ihm über den Feldweg. Dafür hatte sie wirklich nicht die richtigen Sachen an. Ryan hatte ihr gesagt, er würde mit ihr Essen gehen. Das Problem war, als er das früher gesagt hatte, waren sie in einem Restaurant gewesen und sie war sich völlig falsch angezogen vorgekommen, er meinte zwar immer sie sähe toll aus, aber deswegen war sie der Meinung gewesen sie würden wieder in so ein Restaurant gehen. Drei volle Stunden hatte sie gebraucht um sich fertig zu machen! Sie hatte geföhnt, gezupft, gebürstet, gecremt, gepudert, gepinselt und sich manikürt. Das hatte sie das letzte Mal bei der Konfirmation ihrer kleinen Cousine gemacht. Das aufwändigste waren ihre Haare gewesen, doch jetzt fielen sie sanft über ihre Schultern und hinten wurden sie von einer kleinen Klammer gehalten und waren wie eine Rose geformt. Und jetzt wanderten sie durch ein Feld, ihre Frisur und ihre Klamotten wären unnötig gewesen und sie ärgerte sich über sich selbst.
Nach einer Stunde kamen sie schließlich an einer Bank an und Ryan verschwand hinter einem Heuballen. Sie dachte, er müsste mal, aber nach zwei Minuten kam er mit einer Flasche Sekt und zwei Gläsern wieder.
Er stellte Flasche und Gläser neben ihr ab, ergriff ihre Hände und kniete sich hin.  Kelsie wusste was kommen würde und Tränen schossen ihr in die Augen. Er holte tief Luft und begann zu sprechen. „Kels,  wir sind jetzt seit fünf Jahren zusammen und es waren die besten fünf Jahre meines Lebens. Du machst mich zum glücklichsten Menschen auf der ganzen Welt und ich hoffe das wird noch viele Jahrzehnte so weiter gehen und deswegen frage ich dich hiermit, ob du meine Frau werden willst?“ Er schaute ihr tief in die Augen und sie schrie aus voller Seele >Ja< und fiel ihm um den Hals. Immer und immer wieder, wiederholte sie dieses Wort und er steckte ihr einen schlichten Silberring an den Finger. Sie strahlte ihn an und er strahlte zurück und in ihrem ganzen Leben war sie noch nicht so glücklich gewesen.

Rückblende Ende

Sie nahm wieder ihr Spiegelbild wahr und sah, dass sie fast fertig war. Ihrer Frisur glich der damals sehr und ihr Gesicht war kaum geschminkt. Nur eine leichte Röte zierte ihren Mund und ihre Augen wurden ein bisschen mit Kajal hervorgehoben.
Glücklich lächelte das Mädchen im Spiegel, bis Taylor erschrocken auf quietschte. „Oh mein Gott Kels, wir haben nur noch 10 Minuten!“ In aller Eile wurde sie fertig gemacht und Gabriella setzte ihr den Schleier in die Haare und reichte ihr den Blumenstrauß aus Türkischem Mohn, ihrer Lieblingsblumen. Sie eilten über den Flur und standen im Eingang zur Kirche. Gabriella schritt als erste über den Teppich, dann Taylor und endlich ging sie zum Altar. Sie hob ihren Blick über die vollen Bankreihen, alle waren da, Ryans Familie, ihre Familie und fast  alle aus ihrem Abschlussjahr, und hob den Blick zur wichtigsten Person in ihrem Leben.
Dort stand er im schwarzen Anzug und weißer Fliege und strahlte sie an. Ihr Gesicht erhellte sich und endlich kam sie bei ihm an. Ihr Vater legte ihre Hand in seine und die Zeremonie begann und flog an ihr vorbei. Er steckte ihr den Ring an, sie tat es auch bei ihm und schon waren sie Mann und Frau. Mr. und Mrs. Evans.
Auf der Feier gab es eine Überraschung für sie beide. Alle ihre Freunde fanden sich zusammen und sangen das selbst komponierte Lied von Kelsie >You are the music in me<.  Danach fanden noch weitere Hochzeitsrituale statt, das Tortenanschneiden, das Strumpfband und am Ende warf Kelsie ihren Brautstrauß, den Taylor fing. Chad musste den Rest des Abends die Sticheleien von Troy und  Zeke ertragen und nach der Feier fuhren Ryan und sie in die Flitterwochen. Ihre Freunde hatten versprochen aufzuräumen.  Während sie fuhren musste Kelsie an ihre Lieblingsstelle im Lied denken: … Happy Ever After…

                                       …

Ja, ich weiß, ein ziemlich schnelles Ende, aber meine Mutter nervt das getippe, weil wir gerade >Die Hebamme< gucken (sehr interessant)
Wer weiß, wenn ihr genug Reviews schreibt, gibt es vielleicht eine Fortsetzung  :D Und nein, das ist keine Bestechung
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