Sternenliebe

von Exita
GeschichteRomanze, Sci-Fi / P18 Slash
25.03.2014
29.07.2014
59
313989
14
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Sternenliebe


Kapitel 1


So, Start meiner neuen Geschichte, die ich schnell aus meinem Kopf gezaubert habe, nachdem ich etwas bei der anderen Geschichte nicht beachtet habe. Mein Fehler! Also ich hoffe sie gefällt euch....wie immer bin ich für zahlreiche Reviews dankbar.
LG Exita





Im Jahre 2130....

Merlin saß in seinem kleinen winzigen Büro, es war ein trüber Tag, eigentlich war es die meiste Zeit ein trüber Tag, das lag wohl daran, das es Winter war und in dieser Zeit wohl nicht so oft die Sonne schien.

Er war jetzt sechsundzwanzig und arbeitete hier in der Stadt. Normalerweise mochte er mehr das Landleben, er war auf dem Land aufgewachsen, aber die Notwendigkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, trieb ihn hier in die Metropole. Er stand auf und ging zum Fenster, sah hinunter in das pulsierende Leben, das in den Straßen herrschte. Bald war Weihnachten und dieses Mal konnte er nicht nach Hause fahren, denn seine Mutter machte über Weihnachten eine Reise zu ihrem Bruder nach Florida.

Nun ja, es war ja nicht so, das er einsam war, Merlin hatte hier auch seine Freunde, die er regelmäßig sah, meistens an den Wochenenden. Jeder von ihnen musste arbeiten und hatten die Woche über eher weniger Zeit, außer vielleicht Jilli.

Er seufzte....es würde wieder Regen geben und er hoffte, das er nicht patschnass wurde, bis er nach Hause kam.

Es war Freitag und das Wochenende stand vor der Tür. Er würde seine Freunde sehen und etwas Spaß haben, wie jedes Wochenende. Wieder sah er auf die Straße und nickte leicht....auch die da unten hatten jeden Tag den selben Ablauf. Arbeiten....und an den Wochenenden ein wenig Abwechslung....keine besonderen Ereignisse. Er seufzte und sah zur Uhr, dessen digitale Anzeige auf der Wand leuchtete und drehte sich um, wandte sich wieder seinem Schreibtisch zu.

Natürlich hatten sie tolle Erfindungen gemacht, seit sein Großvater aus der Wiege gestiegen ist, man könnte sagen, das sie technisch auf dem neusten Stand waren. Die Welt war immer im Wandel, sie stand nie still. Gebäude, die langsam und stetig utopische Züge hatten, sprießen wie Pilze aus der Erde, irgendwann würde alles so aussehen, wie in den sogenannten Science Fiktion Filme, die man in den Kinos zeigte und die er sehr liebte. Merlin sah sie sich immer an, abgesehen von seiner Filmsammlung, was dieses Genre anging und die er sich auch öfter ansah.

Er seufzte und wendete sich wieder seinem Computer zu. Er arbeitete in einem der größten Konzerne, der für die meisten Erfindungen der Technik verantwortlich war....Technik und Fortschritt....die Zukunft unseres Planeten. Das war ihr Slogan....das ich nicht lache, dachte Merlin sarkastisch. Denn trotz allem Fortschritts musste er arbeiten, um zu leben.

„Computer....zeige mir die Statistiken der letzten zwei Monate“, sagte er und biss in sein Sandwich, das auf seinem Schreibtisch lag.

„Bitte sehr....die Statistik der südostasiatischen Schwesterfirma ist noch nicht auf dem aktuellen Stand.“, sagte eine monotone männliche Stimme. Merlin grinste leicht, das bedeutete....heute weniger Arbeit, aber trotzdem fragte er nach

„Und wieso nicht?“

„Das Sir....entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich werde die Information freigeben, sollte sie aktuell sein.“

„Ich bitte darum....Ipi“, sagte er und grinste noch mehr, weil er wusste, was jetzt kam.

„Sir....darf ich sie daran erinnern, das mein Name nicht Ipi ist, sondern Interactive Progamm intelligent work.“

Merlin grinste, er wusste nur zu genau, wie das Programm hieß, aber er nannte ihn Ipi, wenn man von einem „ihm“ ausgehen konnte, denn es war letztendlich ein Computer und keine Person, obwohl die männliche Stimme sehr angenehm war. Merlin stellte sich oft vor, wie der Mensch wohl aussehen möge, der solch eine Stimme hätte.

Er schaute wieder auf die digitale Anzeige an der Wand....noch eine Stunde, dann Wochenende, er freute sich darauf.

Die Tür wurde aufgerissen und ein junger Mann in seinem Alter kam herein und grinste. Jilli, eigentlich hieß er Julian, aber alle nannten ihn Jilli, hatte feuerrotes Haar, das sich in Locken in einem geordneten Durcheinander kringelte, und immer lustig aussah. Er war schlank und gutaussehend, Arbeitskollege von Merlin und sein bester Freund. Und wenn er Freund meinte, hieß das, das er nicht mit ihm schlief.

Merlin war homosexuell, inzwischen eine völlig legale Sache und schon normal in der Gesellschaft. Es gab Paare, die den Bund der Ehe eingingen und das so normal war, wie ein normales Pärchen. Auch konnten sie Kinder adoptieren, das zwar endlose Kontrollen und Prüfungen mit sich zog, aber vollkommen legal war.

„Hey, Merlin....gehen wir heute Abend auf die Pirsch?“, fragte er gutgelaunt.

Wenn er meinte....auf die Pirsch gehen, dann sprach er von dem Vergnügungsviertel auf der Meile, so wie sie das nannten. Es gab da verschiedene „Meilen“ in der Stadt....für Pärchen, Singles und natürlich für ihre Neigungen. Jilli mochte wie Merlin Männer, aber sie waren schon seit ihrer Jugend Freunde. Schule....Studium und letztendlich Anstellung in diesem Konzern hatten sie gemeinsam gemeistert und besaßen gegenseitig eher ein brüderliches Verhältnis....das heißt, es kam ihnen nie in den Sinn, zusammen das Bett zu teilen....eine unmögliche Vorstellung, für beide.

Merlin nickte „Ich hatte es vor. So langsam gehe ich auf dem Zahnfleisch....es wird Zeit, das ich mal wieder ein gutes Erlebnis habe.“

Jilli verdrehte die Augen „Oh Gott, dein Wort in Gottes Ohr, letzte Woche, dieser dunkle Typ, erinnerst du dich?“ Merlin nickte und Jilli schüttelte den Kopf „Eine Katastrophe....der Typ kam schon, da hatte ich noch nicht mal angefangen.“
Merlin lachte und lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück „Kann passieren.“

„Mir passiert das die letzte Zeit andauernd“, jammerte er „Ich glaube, ich ziehe diese Typen an. Also gut....sehen wir uns dann später im Starship?“ Wieder nickte Merlin und Jilli ging mit den Worten „Dann werde ich mal noch meine Berichte fertig machen....bis dann.“


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Merlin verließ das riesige Foyer der Firma und blieb kurz am Eingang stehen, er atmete tief ein, auch wenn die Luft nicht so toll war, war sie immer noch besser, als die in seinem kleinen Büro....Wochenende!
Auf der Straße war reges Treiben, jede Menge Autos fuhren auf der breiten Straße, es war Stoßzeit und jeder wollte nach Hause oder in die Stadt einkaufen. Inzwischen waren sie alle elektrisch, denn wegen der Luftverschmutzung war das die bessere Alternative. Sie hatten teilweise utopisches Aussehen, das Merlin manchmal an seine Filme erinnerte.

Merlin hatte keine Probleme damit, das er kein Auto hatte, er benutzte sowieso die U Bahn, das war billiger. Denn so bequem ein Auto auch war, kostete es Geld und Merlin hatte keine Lust jeden Tag einen Parkplatz zu suchen, das war schwierig in der Stadt. Menschen gingen an ihm vorüber, auf dem Weg nach Hause oder zu Einkäufen, es nieselte etwas und er zog seinen Kragen von seiner Jacke hoch, hängte sich seine Arbeitstasche über die Schultern und steckte die Hände in die Taschen seiner Jacke. Dann machte er sich auf zur U Bahn Stadion.

Dort war natürlich reges Treiben, da viele die öffentlichen Verkehrsmittel nutzten, da ja die meisten kein Geld hatten für eines dieser Autos oder sie wollten einfach keines. Merlin musste über die Runden kommen und da war kein Etat für ein Auto. Er hielt einen Chip auf den Scanner und eine Stimme sagte „Sie können passieren....danke, das sie die Subway Coperation nutzen....gute Fahrt.“

Fast alles war mit der Technik ihres Zeitalters ausgerüstet, Computer waren inzwischen schon ein Teil der Gesellschaft und sorgten dafür, das alles seinen Ablauf hatte. Nach einer dreiviertel Stunde stieg er aus, Merlin hatte noch eine Viertelstunde zu Fuß zu gehen, bis er in seiner Wohneinheit ankam. Der kleine Außenbezirk, wo er wohnte bestand aus vier Straßen, ein paar Läden und Wohnhäuser und die letzte Stadion der U Bahn.


Er trat ein, nachdem er seine Hand auf den Scanner gelegt hatte und sagte „Licht!“ Sofort war es hell in der Wohnung und eine Stimme sagte „Willkommen zu Hause, Sir.“ Computerheimanlage! Merlin wohnte so ziemlich am Stadtrand, schon fast auf dem Land, denn die Wohneinheiten in der Stadt waren nicht zu bezahlen und er mochte die Ruhe, weit ab von dem Trubel der Stadt. Hier am Rande waren die Mieten erschwinglich, der Nachteil war natürlich, das man weite Wege in die Stadt hatte, aber das störte Merlin nicht. Hier hatte er seine Ruhe, es war entspannend und nett. Abgesehen von dem wundervollen Blick von seiner kleinen Terrasse über das weite einsame Land. Sein Haus stand am Ende dieses kleinen Viertels und dahinter war nichts mehr, nur die wilde Natur.

Wenn auch die Wohneinheit günstig war, so waren doch alle mit einem Heimsystem ausgestattet, einem großen Bildschirm, der in die Wand integriert und Standardausführung jeder Wohneinheit war, so wie man die Wohnungen heutzutage nannte. Merlin hatte zwei Zimmer und eine kleine Küche, natürlich auch ein Bad. Alles einfach und zweckmäßig eingerichtet. Es gab noch ganz andere Wohneinheiten in der Stadt....luxuriös und mit einem super Heimsystem, an das seines hier nicht tippen konnte. Merlin ging ins Schlafzimmer und warf seine Jacke auf das Bett, zog seine Schuhe aus und ging an den Kühlschrank. Er nahm sich eine Flasche Sprudel und ließ sich seufzend auf sein Sofa fallen. „TV an!“ Sofort flimmerte es an der Wand und ein Sprecher verkündete die neusten Nachrichten. Merlin trank seine Flasche Sprudel und ging ins Bad....er musste sich fertig machen.


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Auf der Meile, die Merlin in der Regel besuchte, war reges Treiben, wie immer am Wochenende. Männer kamen ihm entgegen, die ihn neugierig, aber auch mit lüsternen Blicken musterten, als er auf dem Weg zu seinem Club war. Es gab jede Menge solcher Clubs hier, alle auf ein bestimmtes Motto aufgebaut, seiner war im Design eines Raumschiffes, was der Name schon sagte. Die Straßen waren hell erleuchtet, Namen von Clubs, Werbung und Slogans leuchteten überall, Musik drang aus den verschiedenen Clubs, die er passierte. Menschen saßen und standen an den Ständen, wo man schnell etwas essen konnte, sie boten so ziemlich alles an.

Sie hatten sehr viel Technik und Fortschritt, aber interstellare Raumfahrt gehörte noch nicht dazu, das war immer noch Zukunftsvision. Merlin las gerne, wenn er Zeit hatte und nicht mit seinen Freunden unterwegs war und genau solche Bücher las er mit Leidenschaft....über fremde Sterne und riesigen Raumschiffe, die elegant durch das All schwebten, große Schlachten in anderen Sternensysteme und Helden, die mit ihrem Mut ganze Zivilisationen retteten.
Er kam zum Club, der einen Eingang wie in einem Raumschiff hatte, leuchtende blaue Schriftzüge darüber, verkündete den Namen des Clubs....Starship.

Manchmal wünschte er sich, das er doch viel später geboren wäre und dann vielleicht eines dieser Sternenschiffe gesehen hätte. Er war sich so ziemlich sicher, das auch sie eines Tages durch das All reisten, aber das würde selbst Merlin nicht mehr erleben....es würde noch sehr viel Zeit brauchen, diese Idee in die Tat umzusetzen.

„Hey, Merlin....wieder unterwegs?“, fragte der Mann vor der Tür. Er achtete darauf, das Betrunkene oder Raudis nicht in den Club kamen.

„Wochenende, Jason....was soll ich sagen?“ Der große Mann, der schon einige Bizeps hatte, grinste „Vielleicht, das wir uns nachher treffen.“
Merlin winkte ab „Du weißt, das du nicht mein Typ bist....nichts für ungut.“ Jason lachte und winkte ihn durch „Ich werde nicht aufgeben.“

Merlin betrat den Club und blieb stehen....immer wieder war er fasziniert, wenn er hier herein kam, dieser Club wirkte wirklich, wie eines der Raumschiffe, die er in den Filmen sah, Sitzreihen, die Tische hatten, die in verschiedenen Farben blinkten, man konnte an seinem Tisch die Bestellung eintippen, die dann ein Kellner brachte. Die Tanzfläche wirkte wie eine Plattform, auf der die Raumfähren landen könnten, wenn es wirklich ein Sternenschiff wäre, bunt und natürlich viel Metall in utopischem Aussehen. Die elegante Bar in besonderem Design mit schicken Hocker stach hervor, das Ganze gehalten in einem interstellarem Licht, dunkel wie das Weltall mit seinen Tausenden von Sternen.

Der Club war voll, so wie die Tanzfläche, auf der überwiegend Männer tanzten, wie auch der Rest der Gäste, aber auch Mädchen und Paare, die wahrscheinlich kamen, weil ihnen der Club gefiel.

Er sah zur Bar, zu den Plätzen, wo sie normalerweise immer saßen. Jilli hatte ihn schon gesehen und winkte, Merlin ging zu ihm. Bei ihm saßen bereits die üblichen Verdächtigen, mir denen sie in der Regel immer abhingen....Sal, Caleb und Leto, die grinsten, als Merlin zu ihnen stieß. Merlin hatte mit Leto und Sal eine Nacht verbracht und sie hatten festgestellt, das Sex unter Freunden nichts bringt, aber hatte ihrer Freundschaft nicht geschadet.

Sie hatten das schon vergessen, es unter „ missglücktem Experiment“ abgehakt, so wie sie das alle scherzhaft nannten.

„Du bist spät dran, Merlin“, witzelte Sal und schob ihm ein blaues Getränk hin, das sehr exotisch aussah.

Er war vierundzwanzig, dunkles volles Haar und gutaussehend, wenn man es mal so sagen konnte, das waren sie eigentlich alle, jeder auf seine Art. Sein Vater war sehr erfolgreich und sie hatten eine Wohneinheit hier in der Stadt, natürlich mit allem Komfort. Caleb lebte bei seiner Tante, war so alt wie Sal, seine Eltern verunglückten tödlich, als er vierzehn war, seit dem lebte er bei der Schwester seiner Mutter und Leto....nun....Leto, achtundzwanzig, lebte auf großem Fuß, obwohl er nicht die Mittel dazu hatte, er besaß auch eine Wohneinheit in der Stadt, die er sich eigentlich nicht leisten konnte, zumindest ging der Großteil seines Geldes drauf, aber er liebte es, in der Stadt zu wohnen. Sie alle waren eine gemischte Gruppe aus Vernunft, Verrücktheit und Lebensfreude, die Freunde waren und hier ihre sexuelle Abenteuer suchten und einfach nur Spaß wollten.

„Wieso....habe ich etwas verpasst!“, fragte er und sah über den Club, mental schon auf der Jagd.

Ein blonder Typ fiel ihm auf, der an einem Tisch saß und jetzt sehr interessiert herüber sah. Sie hatten alle keine Probleme, zu bekommen, zu was sie hierher kamen. Merlin trank einen Schluck von seinem exotisch aussehenden Drink und setzte sich an die Bar. Die fünf amüsierten sich, lachten und erzählten sich, was sie die Woche über erlebt hatten, machten Scherze und tanzten auch zwischendurch, wie immer war es eine lustige Runde.

Als der blonde Mann Merlin ansprach, setzte er sich mit ihm an den Tisch, unterhielt sich und trank noch etwas von diesen Drinks, die es in allen Farben gab. Jillie war schon gegangen, einen Typ im Schlepptau und zwinkerte Merlin im Vorbeigehen zu. Auch die anderen hatten Gesellschaft an der Bar, als Merlin hinüber blickte und der blonde Mann, der sich als John vorstellte, sagte

„Nun, Merlin....was hältst du davon, wenn wir in eines der Häuser gehen?“

Merlin hielt sehr viel davon und sie bezahlten und gingen aus dem Club. Diese Häuser, wie John sie nannte, dienten dazu, das man sich in einer privaten Atmosphäre mit jemanden etwas Spaß gönnte. Man konnte zwar seine Eroberungen mit nach Hause nehmen, aber Merlin wollte nicht, das jemand Fremdes in seiner Wohneinheit übernachtete, außerdem hatten sie dann eine lange Anfahrt und so gingen sie in diese Einrichtung, von denen es einige auf der Meile gab, auch auf den anderen. Es herrschte dort immer Betrieb, vor allem an den Wochenenden, doch sie hatten Glück und bekamen einen kleinen Raum. Eine Stunde später verließen sie das Haus, Merlin winkte und machte sich auf den Weg nach Hause.

Er konnte nicht solange bleiben und musste die letzte U Bahn in seinen Bezirk erwischen, sonst käme nur ein Taxi in Frage und die waren bei seiner Strecke schon teuer, also ließ er es....er musste über die Runden kommen.

Er lächelte, als er in der U Bahn saß, wenn er an John dachte....sie waren kaum im Raum, als er Merlin an sich riss und küsste. Schnell waren sie ausgezogen und Merlin hatte ihn gefickt, nachdem er John einen geblasen hatte. Es war ein guter Fick und Merlin trat etwas später zufrieden in seine Wohneinheit, duschte schnell und legte sich ins Bett, er schlief sofort ein, denn es war ein langer Tag gewesen.

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Er fluchte, als er mitten in der Nacht aufstehen musste, weil er die Toilette aufsuchen wollte, er hatte zu viel getrunken und das rächte sich jetzt. Danach tapste er in die Küche, nahm sich eine Flasche Wasser und ging ins Wohnzimmer. Er öffnete die Terrassentür und trat auf seinen kleinen Balkon. Merlin atmete tief ein und sah über das dunkle Land, fuhr sich fröstelnd über seine Arme, es war nass kalt und er trank ein Schluck Wasser. Ja, er wohnte sehr abgelegen, sein Haus lag einsam weg von den anderen Häuser, hinter ihm war nur Wald und karge Ebenen, soweit das Auge reichte. Nichts erinnerte hier an die lebhafte Stadt mit all ihren Lichtern und Menschen. Merlin hatte manchmal das Gefühl, als wäre er hier am Ende der Welt.

Er führte ein einfaches Leben, ohne Helden, die sich mit Sternenschiffen bekämpften und eine Mission hatten. Er ging die Woche über arbeiten und war meistens froh, wenn er Abends in seine Wohneinheit kam und noch etwas lesen konnte oder sich einen Film anschaute, bevor er schlafen ging, denn er musste sein Geld einteilen. Und morgens hieß es früh aufstehen....der weite Weg in die Stadt zur Arbeit kostete ihn mehr Zeit. Am Wochenende traf er sich meistens mit seinen Freunden und hatte diverse Abenteuer. Er war kein Typ, der an einer festen Beziehung interessiert war, das bedeutete Veränderungen in seinem Leben, wozu er noch nicht bereit war. Vielleicht aber auch....weil er den Richtigen noch nicht gefunden hatte.

Eigentlich war er auf seiner Schiene eingefahren, ein immer wiederholendes langweiliges Leben....Arbeit....Zuhause....am Wochenende seine sexuellen Abenteuer und seine Freunde, seine Mutter besuchen, das Einzige, was ihn davon abhielt, manchmal verrückt zu werden, waren seine Bücher und Romane, an die er einen großen Teil seines Geldes hängte. Wenn er sich abends gemütlich auf das Sofa legen konnte, mit einer Geschichte in der Hand und in die Abenteuer eintauchte....in weit entfernte Galaxien oder sich so etwas auf der Kommunikationsanlage ansah, die das TV und Bildtelefon zusammen war, war er zufrieden.

Etwas erregte seine Aufmerksamkeit am nachtschwarzen Himmel....ein Lichtpunkt, der sehr schnell näher kam und Merlin sah gebannt hin. Was war das? Es war ziemlich weit weg, über dem Land und er kniff die Augen zusammen, um genauer zu sehen. Er trat einen Schritt vor, hielt sich mit einer Hand an dem Geländer fest und zog hastig die Luft ein, als dieses Objekt hinter dem Wald verschwand und er in der Stille einen dumpfen Schlag hörte. Merlin stand bewegungslos auf seinem Balkon und starrte in die Dunkelheit.

Du lieber Gott....war er gerade Zeuge von einem Absturz geworden. Er konnte es nicht glauben....aber da war etwas abgestürzt, mit Sicherheit ein Flugzeug....es konnte nur ein Flugzeug sein! Er fing vor Aufregung an zu zittern....was sollte er jetzt tun?

Die Polizei anrufen, den Heimatschutz oder die Kavallerie?

Er ging ins Wohnzimmer, lief auf und ab, sah wieder hinaus, es war nichts zu sehen. Kein Feuerschein oder Explosionen....nichts.Wenn er jetzt jemanden anrief und dort wäre nichts....vielleicht hatte er sich das eingebildet.

Und wenn nicht? Er fuhr sich nervös durch sein Haar und traf dann eine Entscheidung. Er würde sich das mal ansehen, er könnte dann immer noch Hilfe rufen. Wie weit war das weg....vielleicht ein paar Kilometer. Blitzschnell zog er sich an, seine Gummistiefel und seine wetterfeste Jacke, suchte seine große Taschenlampe und verließ seine Wohneinheit, lief um das Haus in Richtung des dunklen Waldes, der düster dort lag.

Der Boden war tief, es hatte die letzten Tage geregnet und ein ein schmatzendes Geräusch erklang, als er über den weichen, nassen Boden lief. Aber Merlin kam gut voran, er war es gewöhnt zu Fuß zu gehen. Langsam kam der Wald näher, Merlin atmete hektisch, einerseits vor Aufregung, was er finden würde, anderseits, weil es anstrengend war, hier durch die Wildnis zu stampfen.

Es fing wieder an zu regnen, aber das kümmerte ihn nicht, denn endlich hatte er den Wald erreicht. Er wusste nicht, wie lange er unterwegs war und Merlin blieb stehen und sah sich um, weit entfernte Lichter zeigten ihm, wo ungefähr sein Haus war. Er drehte sich um und leuchtete in den Wald, dann ging er weiter. Im Wald war es noch dunkler und irgendwie unheimlich, er hörte Geräusche....knacken und anderes, was er nicht zuordnen konnte. Noch immer hielt er die Richtung, in der er vermutete, was er gesehen hatte und Merlin hoffte, das es kein Flugzeug war und er die Leichen der Menschen finden würde.

Als er nach einer Weile den Wald, der zum Glück nicht so riesig war, durchquert hatte, kaum er auf eine Lichtung, dahinter eine Felswand....dort ging es nicht weiter, es sei denn, man stieg sie hoch oder umrundete sie in einem großen Bogen. Es gab viele dieser „ kleinen Berge“, wie Merlin sie nannte, verstreut über das karge Land. Er versuchte etwas auf der Lichtung zu erkennen, es musste hier sein. Keine brennende Teile....keine toten Menschen....nichts. Er leuchtete alles ab und atmete auf, aber er hatte sich nicht getäuscht....oder doch, er wusste es jetzt nicht mehr mit Sicherheit. Vielleicht hatte er einen realen Traum gehabt oder....träumte noch. Ein Glück, das er niemanden angerufen hatte, er wäre schön blöd aufgefallen. Er dachte kurz darüber nach, ob er weitergehen sollte, entschied sich dann, es nicht zu tun....es konnte nur hier sein und nicht hinter der felsigen Erhebung....und hier war nichts.

Merlin machte sich auf, zurückzugehen, es würde zwar noch ein paar Stunden dauern, bis es hell wurde, aber hier draußen war es unangenehm nass und kalt, als er ein Geräusch hörte und abrupt stehen blieb und horchte. Da war es wieder....es klang wie ein Stöhnen....vielleicht ein Tier?

Merlin ging dem Geräusch nach, er war kein Feigling, sonst würde er wohl nicht in der Nacht in der Wildnis herumlaufen, bewaffnet mit einer Taschenlampe. Wenn es ein Tier war, dann war es vielleicht verletzt und Merlin könnte den Gedanken nicht ertragen, das er es hier liegen ließ und es vielleicht qualvoll starb....er mochte Tiere.

Er war auf dem Land auf einer Farm aufgewachsen, die seine Eltern hatten. Merlin war mit Tieren groß geworden, aber als er sein Studium abgeschlossen hatte, fand er Arbeit in der Stadt. Aber seine Mutter, sein Vater war gestorben, besuchte er regelmäßig auf der Farm.

Wieder hörte er das Geräusch und ein Schaben, als würde sich etwas auf dem Boden bewegen. Zielsicher ging er darauf zu und als seine Taschenlampe vor ihm die Gegend mit ihrem Lichtkegel beleuchtete, blieb er stehen. Jemand lag dort. Er konnte nichts sehen, als helles blondes Haar, das seinen Hinterkopf zierte.

Langsam und vorsichtig kam er näher, etwas zittrig hielt er seine Taschenlampe.....dort....am Waldrand lag eine Gestalt....ein Mensch. Hektisch leuchtete er die Umgebung ab, während er auf diese Gestalt jetzt zulief, aber sonst war da nichts, nur diese Person. Als er davor stand, erkannte er, das es ein Mann war, ungefähr in seinem Alter....helles blondes Haar. Er bückte sich und drehte ihn behutsam auf den Rücken....er war schön, zumindest im Licht seiner Lampe. Er trug einen engen schwarzen Anzug, der jeden Muskel, jede Körperkontur betonte und.... er war verletzt....eine große Wunde klaffte an seiner Stirn, die blutete. Merlin ging auf die Knie....fasziniert, vergaß den Regen und das er hier mitten in der Wildnis war. Vor ihm lag wohl der attraktivste Mann, den er bis jetzt sah und er leuchtete in sein Gesicht, als er die Augen aufschlug.

Intensives Blau traf auf seine Augen und Merlin zog hörbar die Luft ein.







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