Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Das Training bei Meister Bang ; )

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akane Tendo Ranma Saotome
25.03.2014
03.02.2020
69
122.446
31
Alle Kapitel
205 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
02.09.2018 2.138
 
Es war mitten in der Nacht, alles war still und jeder schlief tief und fest. Bis auf einen, das Licht der Kerze erhellte sein Züge. Die Sorge stand ihm fest im Gesicht, ratlos sah er auf sie nieder und suchte nach trost. Seine Frau schlief tief und fest. Ihre Atmung war ganz ruhig und ein kleines Lächeln zierte ihr Gesicht.

Da musste auch er lächeln, er streckte seine Hand aus und strich ihr liebevoll übers Haar. Sie war das Wertvollste in seinem Leben und er musste sie um jeden Preis beschützen. Nur wie sollte er das anstellen? Die einfachste und sicherste Methode wäre es einfach abzureisen, aber das würde sie nicht zulassen.

Nur was wenn einem seiner Mädchen etwas zustossen würde, könnte er nicht damit leben. Er würde sich das nie verzeihen. Er seufzte und fuhr ihr nochmal übers Haar. Er würde morgen nochmal mit ihr darüber reden. Er hoffte nur, das sie einsehen wird, was das beste ist. Er beugte sich runter und drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel, dann blies er die Kerze aus und rutschte tiefer ins Bett.

Am Frühstückstisch sitzend, kaute das blauhaarige Mädchen auf ihrem Brot herum. Sie war totmüde und hatte eigentlich keine Lust gehabt aufzustehen. Aber den ganzen Tag zu verschlafen, kam ihr nicht fair vor, wenn man bedachte wie hart Ranma jeden Tag arbeitete. Ausserdem tat ein bisschen Bewegung dem Baby gut. Styla sass ihr gegenüber und und gleich daneben Shampoo. Styla blätterte in der Morgenzeitung und Shampoo blickte immer wieder verstohlen zu Akane.

Seit Shampoos Ankunft hatten die Gastgeber immer dafür gesorgt, das Akane nie allein war. Allein schon nur um den Frieden zu waren, aber Hauptsächlich um Ranma zu beruhigen. Denn Akane machte sich keinerlei Sorgen, sie fühlte sich absolut sicher. Die Männer hatten schon sehr früh mit dem Training angefangen und kamen gerade rein. So wie jeden Tag, machten sie nur kurz Pause um was zu Essen.

Denn so viel Energie wie Ranma verbrauchte brauchte er jede Menge Essen um wieder neu aufzutanken. Er setzte sich direkt neben Akane und gab ihr einen kleinen Kuss zur Begrüssung und tätschelte ihren Bauch, bevor er zu essen anfing. Akane grinste kurz und kaute weiter auf dem gummigen Brot herum. Ranma spickte kurz mistrauisch zu Shampoo, die sofort den Blick abwendete.

Seit sie vor ein paar Tagen angekommen war, starrte sie ständig Akane an und das missfiel Ranma mächtig. Akane schien es nicht mal zu bemerken, aber Ranma machte es richtig wütend. Er hasste es das sie hier war, wieso bloss musste sie ausgerechnet jetzt hier sein, wo auch sie gekommen waren? Aber er würde jetzt keine Szene machen, da er genau wusste wie sehr es Akane aufregte.

Da Shampoo jetzt eine andere Beschäftigung brauchte, suchte sie das Gespräch mit dem Meister. "Wann ist Shampoo dran mit Trainineren?" Der Meister blickte von seinem Essen hoch und runzelte die Stirn. Er hatte ja ganz vergessen, das sie auch Trainiert werden wollte. Jetzt hatte er ein Problem, denn er hatte sich die letzten Tage nur darauf konzentriert Ranma von Shampoo fernzuhalten und Shampoo von Akane. Aber um sie zu Trainieren müssten sie und Ranma zusammen ins Dojo.

Da kam ihm die rettende Idee. "Bevor ich dir meine Techniken zeige, musst du dich erst als würdig beweisen und die Aufnahmeprüfung bestehen." Shampoo sah ihn fragend an. "Was muss Shampoo machen?" "Du musst über dich hinaus wachsen und deine Schwächen besiegen." Jetzt sah sie nur noch verwirrter aus. "Shampoo das nicht versteht." Styla legte ihre Zeitung nieder und sagte schnell etwas auf chinesisch. Aber das schien immer noch keinen Sinn für die Amazone zu machen.

Also dachte sich Wang, zeigen geht über studieren. Schneller als irgendjemand schauen konnte, stand Wand schon vor ihr und zog an ihrer Schwäche. Auch Shampoo verspürte diesen unfassbaren Schmerz und schrie auf. Sie packte ihn am Kragen und wollte sich wehren. Aber das Gefühl innerlich zerissen zu werden, machte sie bewegungsunfähig. Und auch wenn es ihr so vor kam als würde es ewig dauern, war es doch innerhalb von ein paar Sekunden geschafft.

Die junge Amazone brach in den Armen des Meisters zusammen und kämpfte gegen die Ohnmacht an. Währendessen war Ranma aufgesprungen und hatte sich vor Akane gestellt. Er erwartete schon das schlimmste, den Shampoo war so schon irre Stark. Aber wenn ihr Doppelgänger auch so stark wie damals seiner, hatte er kaum eine Chance. Kaum vorzustellen, was  passieren würde wenn beide gleichzeitig auf ihn losgingen.

Die Situation war angespannt, alle Blicke ruhten auf der stummen Amazone. Sie sah sich kurz im Raum um, zuerst zu sich selbst und dem Meister. Dann rüber zur älteren Amazone, ihr Augen wanderten suchend umher. Da traff sie das eiskalte Blau von Ranmas Augen. Seine Muskeln spannten sich an und er schluckte unsicher. Aber sein Gegenüber blieb unbeeindruckt. Sie beugte nur ein wenig den Kopf um hinter ihn zu sehen. Als sie dann auch als letztes Akane erblickt hatte und nicht das gefunden hatte was sie suchte, drehte sie sich einfach um und lief raus.

Ranma sah ihr völlig verwirrt hinterher. Er drehte sich um und blickte zu seiner Frau, die nur die Schultern zuckte. Das Orginal kam langsam wieder zu sich und flüsterte etwas unverständlich auf chinesisch. Wang hielt sie weiterhin fest und redete auf sie ein. Sie nickte und er liess langsam von ihr ab. Sie war zwar immernoch etwas wackelig auf den Beinen, aber sie hatte ihren Stolz und so viel Schwäche wollte sie nicht zeigen.

Da holte es Ranma erst ein, die ganzen Risiken stürzten auf ihn ein. Sein Gesicht verdunkelte sich und er ging ohne Vorwarnung auf den Meister los. Was sich aber als schwieriger herausstellte als gedacht. Denn Ranma holte aus und schlug in die Wand. Der Alte hatte sich in Luft aufgelöst, nur um dann hinter ihm zu erscheinen. Plötzlich wurde er gegen die Wand gedrückt und sein Schlagarm wurde ihm hinter den Rücken gedreht.

"Langsam Junge, beruhige dich." Ranma machte das nur noch rasender. Er versuchte sich zu befreien. Wangs griff war steinhart, keinen Zentimeter bewegte er sich. Wang wusste ja um Ranmas Hitzkopf bescheid, aber was genau jetzt in ihn gefahren war, war ihm ein Rätsel. "Wie zum Teufel soll ich mich beruhigen?" Schrie Ranma laut gegen die Wand. "Wenn sie hier herumlaufen und unberechenbare Klone erschaffen. Verdammt was haben sie sich dabei gedacht?" Wang beugte sich zu ihm und versuchte ihn zu beschwichtigen.

"Ich sehe da kein Problem, der Klon stellt keine Gefahr für Akane dar. Das hast du ja selbst gesehen, sie hat sich für keinen hier Interessiert." "Oh Bitte, nur weil sie jetzt nicht angegriffen hat, heisst das nicht, das sie es nicht später versuchen wird." "Doch eigentlich schon." Hörte man Styla von hinten sagen. Ranma schien sich beruhigt zu haben, da liess der Meister ihn los. Ranma drehte sich zu ihr und sah sie fragend an.

"Woher soll ich wissen dass das stimmt?" Styla deutete ihm an sich zu setzten, was er dann auch tat. "Solange Akane schwanger ist, hat sie nichts zu befürchten. Schwangere sind heilig bei uns. Würde Shampoo ihr etwas antun, würde man sie zum Tode verurteilen." Ranma war gleichzeitig beeindruckt und noch nicht ganz überzeugt. Er schielte kurz zu Shampoo rüber, die genervt war, darüber das man ihr geheimnis verraten hatte.

Schliesslich hatte sie es gut gefunden, das die beiden immer etwas auf der Hut waren. Angst zu verbreiten war ihr lieber, als wenn man sie nicht ernst nahm. Aber Ranma schüttelte den Kopf. "Klone halten sich aber nicht an Regeln, sie kennen keine Grenzen oder Hemmungen. Mein Klon hat Dinge getan die hätte ich nicht mal mit vorgehaltener Waffe gemacht." Diesmal war es Styla die den Kopf schüttelte.

"Ja es stimmt, das sie sich etwas freier benehmen als wir. Aber ein Klon würde nie etwas tun, das dem Charakter des Originals richtig wiederstrebt. Wenn das Origial es sich nicht von Herzen wünscht, dann tut der Klon das auch nicht." Ranma kam grad eine Idee. "Das ist es, wenn sie einfach nochmal einen Klon von mir machen, würde das alle meine Probleme lösen. Ich könnte in ruhe trainieren und mein Klon würde bei Akane bleiben."

Akane sah auch ganz verwundert zu ihm. Es wäre eigentlich ganz schön. Auch wenn es dann nur für 10 Tage wäre. Aber sie sah sofort, im Ausdruck des Meisters, das er nichts davon hielt. "Das kann ich nicht tun, du würdest bei dem Versuch sterben. Es gibt einen Grund dafür, das sich die Klone nach 10 Tagen selbst auflösen. Ein Mensch darf nicht zu lange von seinen Schwächen getrennt sein. Man kann das nur einmal pro Jahr machen."

Ranma schlug wütend auf den Tisch und biss die Zähne zusammen. "Und wie zum Teufel stellen sie sich das vor. Wie soll ich mich 100% aufs Training konzentrieren, wenn hier zwei von dieser Sorte herumlaufen...." Dabei zeigte er auf Shampoo. "...Die mich und meine Familie bedrohen. Akane macht doch schon genug durch, weil sie diese Schwangerschaft praktisch allein durchstehen muss, weit weg von ihrer Familie. Da kann ich sie nicht auch noch dieser Bedrohung aussetzten."

Akane legte ihre Hände über seine Faust und sah ihm liebevoll entgegen. "Ich schaff das schon, mir macht das nichts aus und mir passiert auch nichts." Ranma hörte es zwar, aber nahm es nicht so richtig war. Denn er zermarterte sich den Kopf, wie das jetzt weiter gehen sollte. Der Meister war schon sehr alt und hatte einfach nicht mehr die Geduld die er früher hatte. Diesmal klopfte er auf den Tisch und sprach ein Machtwort.

"Jetzt ist es aber wirklich genug. Dieses ganze Drama wegen nichts, findet jetzt ein Ende. Ich versichere dir, deiner Frau wird nichts geschehen. Shampoo und ihre Schwäche werden immer bei uns im Dojo sein. Styla wird sich um Akane kümmern. Und wir warten einfach mal ab was passiert. Wenn Shampoo ihre Schwäche nicht besiegt, wird sie wieder gehen."

"Und wenn doch?" Schoss ihm Ranma sofort entgegen. "Wenn der Fall eintritt dann sehen wir weiter. Bis dahin beruhigen wir uns alle erst einmal." Ranma schnaubte genervt aus. Das konnte er nicht einfach so hinnehmen. Er würde diese zwei Chinesinnen nicht mehr aus den Augen lassen. Akane legte schnell die Hände auf seinen Arm um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, den sie sah das er wieder kurz vor dem bersten war.

"Ranma....Liebster.." Sie wusste wenn jemand Ranma überreden konnte mitzumachen, dann sie. "Es dauert gar nicht mehr lange, das bisschen schafft du auch noch. Mach es einfach wie ich, denk daran, was in 5 Wochen passiert." Er runzelte die Stirn, sie sah ihm seine Verwirrung an. Weiterhin ruhig und liebevoll half sie ihn auf die Sprünge. Sie nahm seine Hand und legte sie auf ihren Bauch.

"In 5 Wochen fahren wir zurück nach Japan und bekommen unser Baby." Wie um das zu unterstreichen, trat seine Tochter gegen seine Hand. Sein Ausdruck wurde sanfter und er fuhr leicht über ihren Bauch. "Auch wenn sie die Prüfung besteht, braucht sie doch ein Jahr um das Training abzuschliessen. Aber wir sind in ein paar Wochen schon wieder bei unserer Familie." Er nickte und sah ihr tief in die Augen. "Du hast recht." War alles was er herausbrachte.

Akane fing leicht an zu lächeln und er spürte wie seine Tochter glücklich austrat. "Alles wieder gut." Fragte sie und strich ihm über die Wange. Wieder nickte er nur, da wagte es Akane ein wenig ins spielerische zu rutschen. Sie stich über sein Ohr und packte dann richtig zu. Ranma rief sofort aus. "So und jetzt entschuldigst du dich, für dein Neanderthaler verhalten." "Tut mir leid" krächzte er schnell.

Da zog Akane etwas kräftiger. "Nicht bei mir du Trottel. Beim Meister und seiner Frau." Ranma drehte sich um und bat förmlich um verzeihung. Er verbeugte sich, da liess ihn seine Frau los. Er hörte schon das leise Kichern hinter sich und dann vor sich. Er erhob sich wieder und lachte ein wenig mit. Ein Blick in Akanes amüsiertes Gesicht und die Welt war wieder in Ordnung für ihn.

Nichts stand über ihrem Glück für ihn, na ja vielleicht noch ihre Gesundheit. Er beugte sich leicht zur Seite und flüsterte, das kriegst du alles zurück. Er packte sie am Ellbogen und half ihr auf, mit der anderen schnappte er sich eine Platte mit belegten Brötchen. Er drehte sich nur kurz um. "Sie entschuldigen uns. Ich muss meine erschöpfte schwangere Frau ins Bett bringen. Wir sehen uns später beim Training. Wang nickte ihm nur zu und Verstand, das es etwas längern dauern würde.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast