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Das Training bei Meister Bang ; )

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akane Tendo Ranma Saotome
25.03.2014
03.02.2020
69
122.446
30
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Dieses Kapitel
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10.05.2017 2.538
 
Ranma wachte früh auf, früher als gewohnt. Er schielte runter auf seine Frau. Sie schlief noch tief und fest. Er drückte einen zarten Kuss auf ihre Schulter und zog sich langsam und vorsichtig rückwärts aus dem Bett. Er zog sich schnell an und verschwand.

Er würde die Zeit nutzen und sich schon mal fürs heutige Training aufwärmen. Seine Tage waren lang und die Nächte kurz. Er war gerade mitten in einem Kata, da wurde die Tür aufgeschoben und der Meister trat ein. Sie nickten sich kurz an und er machte konzentriert weiter.


Sehr viel später wachte auch Akane auf. Sie streckte sich zufrieden im Bett aus und drehte sich um. Nur um festzustellen, dass sie schon wieder allein war. Sie vermisste die Tage in denen sie als erste aufwachte und ihm noch eine Weile beim Schlafen zusehen konnte. Aber was sollte es, sie hatte ja keine Wahl. Sie drehte sich wieder um und kuschelte sich in ihr Bett. Dann fiel ihr plötzlich etwas wieder ein.

Sie setzte sich abrupt im Bett auf und sprang sogleich ganz raus. Hektisch zog sie sich an und stolperte mehrmals über ihre eigenen Füsse. Als sie denn Gong hörte, wurde sie ganz bleich. Hatte sie so lange geschlafen. Verdammt, es war sicher schon zu spät um Schadensbegrenzung zu betreiben. Aber sie würde es trotzdem versuchen. Nervös händewringend eilte sie zum Esszimmer. Da sah sie gerade noch Ranmas Rücken in der Tür verschwinden.

Sie griff schnell rein und zog ihn am Zopf wieder raus. Überraschte und etwas verstimmt sah er sie an und strich sich über denn Hinterkopf. Sie zappelte nervös herum und sah sie um. Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. „Und was hat der Meister gesagt?“ fragte sie aufgeregt. Er verstand nicht. Ihr ganzes benehmen kam ihm komisch vor. „Gesagt? Was sollte er den sagen? Wir haben den ganzen Morgen in stille Trainiert.“ Sie griff ihm ins Hemd und wollte ihn schütteln, aber sie liess sofort angeekelt wieder los.

Er war Total mit Schweiss durchnässt. Sie wischte sich die Hände an den Hosen ab. „Ranma er muss doch etwas gesagt haben. Du weisst schon, weil wir gestern Abend zusammen waren.“ Dann schaute sie sich wieder um. Endlich schien er zu verstehen. „Ich glaube er hat es einfach ignoriert. Wegen der Sache mit Shao.“ Akane atmete erleichtert aus. „Glaubst du wirklich?“ „Keine Sorge, alles ist gut. Ausser du hältst mich noch länger auf, denn dann verhungere ich elendlich.“ Sie gab ihm einen Klaps auf die Brust und einen schnellen Kuss.

Trotz der friedlichen Stille, blickte sich Akane immer wieder um. Sie traute der Ruhe nicht. Sie fühlte sich wie ein Kind, das einen Loli gestohlen hatte. Sie wusste irgendwann würden sie es ihnen sagen. Die Bestrafung lauerte irgendwo hinter der Ecke. Und sie kannte sie genau. Seelisch packte sie schon die Koffer. Das ganze Essen hindurch zappelte sie nervös herum und zog die Aufmerksamkeit von allen auf sich. Etwas später stand sie am Waschbecken und spülte mit Styla und ihrer Enkelin ab.

Als das junge Mädchen fertig war, verbeugte sie sich und ging. Akane trocknete einen Teller ab und gab ihn der älteren Dame. Dann griff sie zum nächsten. Gott, sie stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. „OKAY, ich halte das nicht mehr aus. Sagen sie mir kurz und schmerzlos, was jetzt passieren wird.“ Akane atmete angestrengt und kniff die Augen zu. Styla beobachtete das junge Ding vor sich und hielt sie für verrückt.

„Was soll ich ihnen den sagen, liebes?“ Akane öffnete die Augen verwundert ihr gegenüber an. „Na die Strafe, die uns erwartet.“ Styla nahm ihr den Teller ab und legte ihn ins Regal. „Bestrafen? Wofür denn?“ Styla nahm ihr das Tuch ab und schnappte sich den nächsten Teller. Akane griff nach ihren Händen und hielt sie auf. Sie trat einen Schritt näher an die Amazone und sah sich vorsichtshalber nochmal um. Akane beugte sich vor und flüsterte. „Na für die Sache die gestern Abend zwischen Ranma und mir passiert ist.“

Styla sah sie jetzt erst an. „Ist denn noch etwas anderes passiert, als diese Sache mit Shao?“ Akanes Augen wurden ganz gross. Tat die Amazone nur so oder wusste sie es tatsächlich nicht. „Ich bin mir nicht sicher ob sie es tatsächlich nicht wissen und ich sollte vermutlich meinen Mund halten. Aber ich halte diesen Stress nicht mehr aus und ganz ehrlich es tut mir auch nicht gut.“ Dabei strich sie sich über ihren Bauch. „Aber die Wahrheit ist, ich habe gestern die Nacht mit Ranma verbracht.“ Dann kniff sie wieder ihre Augen zusammen und wartete.

Styla prustete aus und tätschelte Akanes Schulter. „Ist das alles, Kindchen sie haben mir für einen kurzen Moment Angst gemacht.“ Dann räumte die Dame lachend den Teller ein. „Sie sind nicht Böse?“ Fragte Akane irritiert. Styla schüttelte ihren Kopf und verdrehte ihre Augen. „Ach Akane, auch wenn es mich nichts angeht, freue ich mich für sie, wenn sie sich mit ihrem Mann verstehen.“ Styla schnappte sich einen feuchten Lumpen und fing an den Tresen abzuwischen. Jetzt verstand Akane gar nichts mehr. "Aber, aber, aber was ist mit dem Verbot das der Meister am ersten Tag ausgesprochen hat?“

Dann stemmte die ältere die Hände in die Hüften. „Hat euch den niemand informiert? Das gilt nur für die Zeit, in der der Doppelgänger noch da ist. Mein Mann wollte doch nur damit erreichen, das sein Schüler sich auf seine Aufgabe konzentriert und nicht auf sie.“ Akanes Knie gaben nach und sie sank zu Boden. Styla erschreckte und eilte zu ihr. „Stimmt was nicht? Soll ich einen Krankenwagen rufen?“ Akane schüttelte den Kopf und sie fühlte sich plötzlich so schwach. Als wäre alles das sie auf den Beinen gehalten hatte, der Stress gewesen.

„Aber ein Glas Wasser wäre nett.“ Flüsterte sie. Was die alte Frau dann auch tat. Sie schnappte sich ein Glas und füllte es am Wasserhahn auf. Akane nahm einen Schluck und hielt sich am Kopf fest. Ihr war nicht wohl und sie würde sich am liebsten wieder hinlegen. „Ich hab da noch eine letzte Frage. Wenn das Verbot nicht mehr gilt, wieso darf dann Ranma immer noch nicht mit mir im Zimmer schlafen?“

Styla verstand dieses Mädchen nicht. Trotzdem antwortete sie ihr. „Weil er sich das recht, erst wieder verdienen muss.“ Akane nickte und schloss kurz erleichtert die Augen. Aber es ging ihr immer noch nicht besser. Es wäre wirklich das Beste, wenn sie sich für eine Weile nicht aufregt. Vorsichtig stand sie auf und lief wackelig zum Tresen. „Ich fühle mich gerade nichts wohl, daher würde ich mich gerne ein wenig zurückziehen. Natürlich nur wenn es ihnen recht ist.“

Sie fasste sich an die Stirn. Akane fühlte sich schwindelig und sie hatte Probleme sich zu konzentrieren. „Natürlich ist es das, am besten begleite ich sie noch bis zum Schlafzimmer.“ Akane nickte und war eigentlich ganz froh über die Hilfe. Sie hielt sich an Stylas Arm fest und lief langsam los.



Im Dojo befanden sich die drei verblieben Schüler mit ihrem Meister und Trainierten. Ranma befand sich gerade mitten im Kampf mit Dao. Und es war alles andere als leicht. Wang sass vor der offenen Eingangstür und beobachtete die beiden genau. Danach würde er an ihren Fehlern und Schwächen arbeiten. Yuan sass neben ihm und nahm das Ganze mit der Kamera auf. So konnte der Meister, seinen Schülern die Fehler genau aufzeigen.

Da liefen an der offenen Tür zwei Mädchen mit Wäschekörben durch und kicherten wie wild. Sie tuschelte und wurden eigentlich nicht beachtet. Bis der Meister etwas von einem Arzt vernahm das ihn aufhorchen liess. Er rief die Mädchen zurück und fragte nach. Jetzt waren die beiden ganz still und verbeugten sich vor ihrem Grossvater. „Was habt ihr da über den Arzt gesagt?“

„Wir haben nur sein gutes Aussehen bewundert. Es tut uns wirklich leid und wir werden in Zukunft…“ Der interessierte Wang nicht. „Nicht das. Wieso ist der Arzt hier?“ Die beiden erhoben sich und sahen sich an. „Sie sind wegen….wie hiess sie nochmal?“ Fragte das eine Mädchen das andere. „Saotome Akane glaub ich.“ „Ach ja genau Akane.“ Dann wandte sie sich wieder an ihren Grossvater.

„Sie ist zusammengebrochen.“ Als Ranma das hörte, drehte er sich erschrocken zu den anderen um und rief „Was?“ Genau da traf ihn Daos Fuss im Gesicht und er fiel um. Dao tat es leid und er wollte ihm aufhelfen. Aber Ranma war schon aufgesprungen und davon geeilt.



Kaum ein paar Minuten später schob er schon die Tür zu ihrem Schlafzimmer auf. Und da sass sie mit dem Arzt, der gerade ihren Blutdruck mass. Sie schaute auf und lächelte entschuldigend. Ausser dass sie etwas blas wirkte sah sie wie immer aus. Also ging er ruhig auf sie zu und setzte sich neben sie. Der Arzt konzentrierte sich ganz auf seine Arbeit und beachtete den Neuzugang gar nicht.

„Ist alles in Ordnung?“ Fragte er sie besorgt. Sie nickte „Mir war nur etwas schwindelig, sonst alles okay. Aber weil ich Schwanger bin, hat Styla auf den Arzt bestanden.“ Er nickte erleichtert und atmete aus. Aber er würde noch abwarten, was der Arzt zu sagen hatte, bevor er sich ganz beruhigte. Da sah sie die rote Stelle an seiner Wange und das diese gerade anschwoll. Sie zeigte mit dem Finger darauf „Was ist den mit dir passiert?“

Er hob die Hand und rieb sich verlegen den Hinterkopf. „Ich war gerade mitten im Kampf, als ich das über dich hörte und hab dann voll eine abbekommen. Ist nicht weiter schlimm.“ Er sah ihren besorgten Blick und versuchte zu lächeln. Da räusperte sich ihr Arzt und die beiden sahen zu ihm. „Styla hat mir berichtet, das sie schon öfter Probleme hatten. Und jetzt weiss ich wieso.“ Ranma sah sie verwundert an. „Wirklich, wieso weiss ich nichts davon?“ Akane legte ihm die Hand auf den Arm, um ihn zu beruhigen.

„Ich wollte dich nicht unnötig aufregen. Du solltest dich auf dein Training konzentrieren. Es ist nichts wirklich.“ Erklärte sie ruhig. „Das würde ich so nicht sagen.“ Mischte sich der Arzt ein und schob seine Brille wieder zurecht. Er sah auf sein Klemmbrett und dann wieder zu den Eheleuten. „Sie haben einen stressbedingten Bluthochdruck. Das ist in der Schwangerschaft sogar noch gefährlicher.“ Jetzt machte auch sie sich sorgen. Akane nahm Ranmas Hand und drückte sie fest.

„Das hab ich gerade eben gut beobachten können. Ihr Blutdruck ist auf einmal gestiegen, als sie von der Verletzung erfahren haben. Sie müssen es viel ruhiger angehen und sich schonen. Sonst könnte das ernsthafte Auswirkungen auf ihr Baby haben.“ Ranma gab natürlich sich selbst die Schuld. „Und was sollen wir jetzt tun?“ Fragte Ranma etwas hilflos.

„Sie braucht Ruhe, Stress ist unbedingt zu vermeiden. Egal welcher art. Nehmen sie Schaumbäder, trinken sie Tee, meditieren sie, tun sie einfach Dinge die sie entspannen. Fürs erste möchte ich sie beobachten, bevor ich irgendwelche Medikamente verschreibe. Tragen sie dazu dieses Messgerat, unzwar immer. Die Werte werden dann auf meinen Computer gesendet.“ Akane nickte und hielt ihm die Hand hin, damit er ihr das Messgerät anlegen konnte.

Es sah wie eine etwas grössere Armbanduhr aus. Dann stand der Doktor auf und nahm seine Tasche. „Oh und bevor ich es vergesse. Wenn ihr Blutdruck steigt, fängt es an wie wild zu piepsen. Dann müssen sie sich, sofort aus der Situation entfernen und entspannen. Denken sie daran, je öfter es piepst desto schlechter geht es ihrem Baby.“ Bei diesen Worten ging das Ding wie verrückt los. Akane schaute überrascht auf ihren Arm und bekam Angst, so dass es nur noch lauter piepste. Der Arzt lächelte bei ihrem verschreckten Ausdruck.

Er kniete sich vor sie hin und legte seine Hände auf ihre Arme. „Sehen sie mich an. Ganz ruhig, atmen sie mit mir. Ein, auuuus, eiiiinnn, aauusss.“ Und das taten die beiden ein paar Mal. Und tatsächlich es hörte auf zu piepsen, Akane atmete ein letztes Mal erleichtert aus, bevor sie sich an Ranma lehnte. Der Doktor stand wieder auf und verbeugte sich, das taten die beide auch. Als er weg war, drehte sich Ranma zu ihr und sah sie besorgt an. „Wir sollten vielleicht doch lieber nach Hause fliegen.“ Akane rief sofort erschrocken aus.

„Nein!!“ Da ging ihr Blutdruck in die Höhe und schrillte los. Sie stöhnte genervt auf und drehte ihm den Rücken zu. Sie atmete ein paar Mal ein und aus, bis es aufhörte. Dann wendete sie sich ihm zu. „Bitte nicht, ich verspreche ich rege mich nicht mehr auf. Und wenn doch dann gehe ich freiwillig nach Hause.“ Flehte sie ihn um eine weitere Chance an. Er stand ihr mit gerunzelter Stirn skeptisch gegenüber. „Ich weiss nicht, das hier ist kein Kinkerlitzchen. Es ist ernst und es ist schon so oft passiert. Ich habe Angst, dass….das nächste Mal schon einmal zu viel gewesen sein wird.“

Akane teilte diese Angst, wenn nicht sogar mehr. Aber sie war nicht nur Mutter, sondern auch Ehefrau und sie wusste wie wichtig das hier für ihn war. „So kritisch  wird es schon nicht, sonst hätte er mir sofort etwas verschrieben und mich nicht nur unter Beobachtung gestellt. Bitte Ranma, lass es mich doch erstmal versuchen.“ Ihre Augen wirkten plötzlich so gross und traurig. Er knickte ein und liess ihr ihren Willen. „Na gut, aber wenn du noch einmal zusammenbrichst ist es vorbei. Dann fliegen wir ohne Diskussion nach Hause.“ Sie jubelte auf und warf sich ihm an den Hals.

„Danke, danke, danke.“ Rief sie freudig aus. Er zog sie etwas von sich um sie ansehen zu können. „Bitte tu mir das nie wieder an. Ich mach mir echt grosse Sorgen um dich.“ Sie legte den Kopf schief und sah ihn so weinerlich an. „Awwww. Das ist ja so süss von dir.“ Seine Miene wurde ernst und er zog die Augenbrauen verstimmt zusammen. „Ich meine es erst. Versprich mir, dass du besser Acht gibst.“ „Ich verspreche es.“ Flüsterte sie ihm zu. Er atmete angestrengt aus.

Er wusste nicht wie er sich jetzt noch ernsthaft auf das Training konzentrieren soll? Wie sollte er ein guter und aufmerksamer Ehemann sein und gleichzeitig mit dem Kopf voll beim Training sein. „Wie wär’s mit einem alles-wird-gut Kuss, für Papa.“ Ranma sah sie etwas verunsichert an, bei der Erwähnung seiner baldigen Vaterschaft. „Das wär schön.“ Sie zwinkerte ihm zu, so wie er es immer tat.

„Alles wird gut.“ Hauchte sie, bevor sie ihn zärtlich küsste. Er nahm den Kuss gerne an, was er jedoch nicht erwartet hatte. War dass sich, ihr Verhalten plötzlich veränderte und sie ihn nach hinten aufs Bett zog. Da fing das piepsen schon ganz langsam an. Es waren leise Piepser, als würde jemand rückwärts einparken. Sie liess sich nach hinten aufs Bett gleiten und zog ihn mit sich runter.

Ihre Arme waren immer noch um seinen Hals geschlungen. Während er sie stürmisch küsste, riss er ihr Hemd auf und da schrillte das Ding los. Und das direkt neben seinem Ohr, er riss sich von Akane los und nahm erschrocken abstand. Sie sahen sich schwer atmend an, während der Alarm wieder langsam verstummte. Er fuhr sich erschöpft durch die Haare. „Ich sollte zurück zum Training und du solltest dich hinlegen. Sehen wir uns beim Abendessen?" Akane nickte ihm zustimmend zu. Er hob die Tagesdecke an und deckte sie gut zu. Er beugte sich vor und gab ihr einen Kuss auf die Stirn diesmal.
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