Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Das Training bei Meister Bang ; )

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akane Tendo Ranma Saotome
25.03.2014
03.02.2020
69
122.446
30
Alle Kapitel
205 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
15.08.2016 1.469
 
Sie trat an ihn heran und wollte mit der Hand seine ergreifen. Doch er wich aus und in ihren Augen trat ein verletzter Ausdruck. „Ich warte“ rief er ungeduldig und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie wurde immer nervöser. Ranma hatte es zuerst nicht geglaubt, aber jetzt wo er ihren ängstlichen Blick sah.

Schien es durchaus möglich. Verdammt das konnte nicht sein. Er wollte es nicht glauben. Und da sie nicht zu antworten schien, ergriff er erneut das Wort. „Hast du mit ihm geschlafen?“ Fragte er ruhig aber streng. „Was?!!!! Nein, natürlich nicht!!!!“ Doch er schien noch nicht so ganz überzeugt. Denn da war etwas, das sie ihm verheimlichte und er würde es herausfinden. „Letzte Chance!!! Hast du mich betrogen?“ Akane schüttelte vehement den Kopf. „Wie kannst du mich nur so etwas fragen?“ Sagte sie verletzt. Ranma trat etwas näher und sah sie noch strenger an. „Du hast meine Frage nicht beantwortet.“ Tränen traten ihr in die Augen, aber sie drückte sie weg.

Das konnte sie jetzt nicht gebrauchen. Sie brauchte einen klaren Kopf, um mit ihm zu reden. „Nein und das werde ich auch nicht.“ Ihre Antwort überraschte ihn doch sehr. Wieso wollte sie ihm nicht antworten? Das glitzern der Tränen verschwand aus ihren Augen und wurde durch das Feuer der Wut ersetzt. Sie fühlte sie schwer angegriffen durch seine Anschuldigungen. Sie wollte sich wegdrehen, aber er ergriff ihre Hand und drehte sie wieder zu sich „Akane….“ Drohte er. Doch sie blieb standhaft. Sie erwiderte seinen bösen Blick.

Er liess sie los und schlug auf die Wand ein. „Nein, das tust du jetzt nicht. Du wirst das hier nicht umdrehen. Ich habe mir nichts  zu Schulden kommen lassen.“ Sagte er aufgeregt. Das hatte Akane auch nicht vorgehabt, sie wünschte sich nur mehr vertrauen. „Ich auch nicht.“ Er sah sie wieder forschend an. „Gut, dann klär die Sache auf.“ Forderte er. „Aber nur, wenn du mir versprichst, dich von Shao fernzuhalten.“ Das war doch die Höhe. Jetzt verteidigte sie diesen Widerling auch noch. Wie konnte er da noch ruhig bleiben. „Denn Teufel werd ich!!!!!..........Wenn ich diese Kakerlake, jemals wieder zu Gesicht bekomme, dann war’s das für ihn.“ Dies war keine Drohung, sondern ein Versprechen.

„Das wirst du nicht. Wenn du dich nicht von ihm fernhälst, dann warst das für dich.“ Er blickte erstaunt auf. Hatte er sich verhört. Aber das hielt nicht lange. Er bleckte die Zähne. „Jetzt beschützt du ihn auch noch. Und da soll ich dir glauben, dass nichts passiert ist.“ Schrie er sie an. Seine Hände waren zu Fäusten geballt und er zitterte am ganzen Körper. Es verlangte ihm danach, seine Wut rauszulassen. Er würde Akane am liebsten erwürgen. Er liebte sie und würde ihr nie etwas tun. Aber im Moment war es einfach sicherer, wenn er einen Sicherheitsabstand zu ihr einhielt. „Du irrst dich. Ich beschütze dich, zumindest versuche ich das.“ Was für ein Unsinn.

Er konnte sich nicht vorstellen, in wie fern sie ihn damit beschütze, wenn sie verhindert, das er Shao das Licht ausknipst. Sie sah es ihm an. Ihre Worte erreichten ihn nicht wirklich. Er war entschlossen und er würde es tun. Sie konnte den Blutdurst in seinen Augen sehen. Sie trat in sein Sichtfeld und ihre Augen wurden sanfter. „Sie mich an, sie mir in die Augen und sag mir……..traust du mir das zu. Glaubst du wirklich das ich dich betrügen würde?“ Ranmas Schultern sackten runter und sein Blick strahlte Verzweiflung aus. Dieser Moment schien nie enden zu wollen. „Nein.“

Dann raufte er sich die Haare und ging in die Hocke. Er stiess einen Verzweiflungsschrei aus. Er wusste einfach nicht mehr weiter, was geschah hier nur mit ihm? „Ich weiss nichts mehr. Es ist alles so kompliziert und ich scheine alles falsch zu machen. Und dann diese Unsicherheit, ich hasse sie.“ Er schien das Thema gewechselt zu haben. Akane wollte mehr darüber erfahren und ging vor ihm auf die Knie. Sie beugte ihren Kopf runter und versuchte ihm in die Augen zu schauen. Aber sie waren zu gekniffen. Sie kroch noch ein bisschen näher und legte die Hände über seine. Langsam zog sie sie von seinem Kopf.

„Erzähl mir davon.“ Forderte sie sanft. Er hob den Kopf und zögerte einen Moment. „Ich weiss nicht wie.“ Gestand er ihr. „Fang einfach irgendwo an, sobald du denn Anfang gemacht hast, kommt der Rest wie von allein.“ Ermutigte sie ihn, begleitet von einem Lächeln. „Ich weiss, wir beide wollten diese Hochzeit nicht. Aber danach, als ruhe einkehrte. War ich sehr froh darüber. Die ganzen Strapazen, die Gefahr, die Streitereien und Eifersucht. Diesen Mist ausgestanden zu haben, schien sich gelohnt zu haben. Endlich schien alles leichter zu werden. Das Leben selbst und auch die Beziehung zwischen uns. Wir schienen am Ziel angekommen zu sein. Aber dann hab ich eingesehen wie falsch ich lag. Es ist alles wieder da und wiegt noch schwerer auf mir, uns.“ Er machte kurz Pause und schien seine Gedanken zu ordnen.

„Wieso ist denn das alles so verdammt schwer? Obwohl ich doch mein bestes versuche.“ Dann seufzte er tief. „Aber es wundert mich kein bisschen. Ich hatte ja nie ein gutes Vorbild. Genma ist der denkbar schlechteste Vater und eine Ehe hab ich auch nie beobachten können, da meine Mutter nicht da war. In mir kommen ernsthafte Zweifel hoch. Ich glaube ich tauge nicht zum Ehemann und schon gar nicht zum Vater.“ Akane kniete sich vor ihn und nahm sein Gesicht in ihre Hände. Ihr Schmunzeln verwandelte sich in ein kichern.

Ungläubig mit einer Spur von Wut blickte er zu ihr hoch. Er offenbarte ihr sein Herz und sie lachte ihn aus. „Du bist ein Dummkopf, ein grosser Dummkopf.“ Sagte sie begleitet von ihrem kichern. „Na schönen Dank auch.“ Motze er sie an. „Aber du bist mein Dummkopf.“ Verwirrt sah er sie an. War das etwas Positives? „Ranma, eine Ehe ist nicht das Ziel. Es ist erst der Anfang. Jede Ehe ist schwer, man darf sich von den Hindernissen nicht unterkriegen lassen. Wir müssen noch sehr viel lernen und werden an uns arbeiten. Aber ich bin mir sicher, dass wir das hinkriegen. Zusammen sind wir stark.“ Er war so gerührt von ihren Worten.

Dass er sie in seine Arme zog und sich nach hinten plumpsen liess. So kam sie auf seinem Schoss zu sitzen. Er versteckte sein Gesicht in ihrer Schulter. „Ich war mir sicher, das du meine Befürchtungen bestätigen würdest. Ich dachte du wärst unzufrieden mit mir und damit wie unsere Ehe läuft. Ich fühl mich als hätte ich auf ganzer Linie versagt. Und was machst du? Du spielst es mit einem Lächeln runter, als wäre es nur eine kleine Sache. Wie machst du das? Wie kannst du nur so positiv bleiben.“ Sie zog ihn von ihrer Schulter und zwang ihn, sie anzusehen.

„Ich halte an den schönen Dingen fest und denke daran, wie schön es wird, wenn wir nicht aufgeben.“ Sie packte seinen Kragen und zog ihn zu sich runter. Da trafen sich ihre Lippen. Ganz sachte liebkoste sie ihn, mit jedem weiteren Kuss, verheilte eine weitere seiner Seelischen Wunden. Als sie sich von ihm löste, nahm sie seine Hand und legte sie auf ihren Bauch. „Ich habe Angst, grosse Angst, ständig. Ich bin unsicher, ständig. Ich bin eifersüchtig, ständig. Du bist nicht allein damit.“ Dann legte sie ihre Hände über seine und sah darauf.

„Aber denk nur mal dran. Was alles noch auf uns wartet, in der Zukunft.“ Er legte seinen Kopf auf ihrer Schulter ab und lehnte sich an sie. Und vor dem folgenden hatte sie die grösste Angst. Sie würde jetzt das mutigste tun, was sie je in ihrem Leben getan hatte. „Aber ich werde dich zu nichts zwingen. Du sollst wissen, dass du  immer eine Wahl hast. Wenn du dich nicht bereit fühlst, das alles nicht willst und so nicht glücklich sein kannst…Da werde ich..“ Sie drehte sich in der Umarmung um und sah ihn jetzt ernst an.  „Dann werde ich dich gehen lassen Liebling.“ Ranmas Augen wurden ganz gross. Sie bot ihm tatsächlich die Freiheit an.

Es wäre der einfachste Weg und seine Probleme wären alle auf einen Schlag gelöst. Aber ist es das was er wirklich will. „Also Ranma wofür entscheidest du dich. Möchtest du es weiter versuchen, obwohl du weist das es immer schwerer werden wird? Oder möchtest du zurück in dein altes Leben? Freiheit, ist es das was du begehrst?“ Sie gab ihm noch einen letzten Kuss und dann löste sie sich von ihm. „Lass dir Zeit, überleg es dir gut.“ Dann stand sie auf und lief zur Tür. Gelähmt sass er noch da und sah ihr hinterher. Immer wieder huschten Bilder seiner Vergangenheit durch seinen Kopf. Sein Herz schlug immer lauter, als würde es einen Countdown zählen. Und als sie die Tür hinter sich zuzog, schien er zu Ende, die letzten Sekunden waren gezählt.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast