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Das Training bei Meister Bang ; )

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akane Tendo Ranma Saotome
25.03.2014
03.02.2020
69
122.446
30
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25.03.2014 2.132
 
Als sie am nächsten Abend wieder am Feuer sassen, staunte Ranma darüber. Wie schnell sie doch vorankamen, das hätte er nicht gedacht. Ausserdem war er froh Akane doch mitgenommen zu haben, er fand ihre Gesellschaft angenehm. Aber es war so anderes als die Reisen mit seinem Vater. Er liess sich im Gras nieder und blickte hinauf.

Seine Gedanken schweiften herum. Was ihn wohl in China erwartet. Ob der Meister ihn als Schüler akzeptieren würde. In seinen Fingern kribbelte es schon. Er wollte endlich seine Kräfte mit dem Meister messen. Da fiel ihm auf, das er den Namen des Meisters gar nicht wusste. Er runzelte seine Stirn und überlegte. Der Brief war nicht unterschrieben gewesen. Sein Vater hatte immer nur von berühmt berüchtigten Meister geredet.

Er war gespannt auf diesen Mann und sofort sandte er ein Stossgebet in den Himmel. Oh Bitte lass ihn nicht so sein wie Happosai, bitte bitte sei kein Perversling. Ein echter ernsthafter Kampfsportler wäre doch nicht zu viel verlangt. Immerhin nahm er diese beschwerliche Reise auf sich, nur um den Meister kennenzulernen. Da räusperte sich Akane. Er wandte sich ihr zu. „Ich bin Müde, ich geh schon mal schlafen“ sagte sie so ganz beiläufig und ging.

Ranma blieb noch eine Weile liegen und betrachtete den tollen Sternenhimmel. Aber nach einer Weile spürte er das ihm die Augenlieder zufielen, also ging auch er schnell zu Bett. Auch in dieser Nacht konnte Akane nicht einschlafen. Sie vermisste das rauschen des Wasserfalls, es hatte sie so schön beruhigt und alles andere übertönt. Es war fast so beruhigend, wie Ranmas Herzschlag gewesen.

Zu ihrem Glück schien es in dieser Nacht sehr ruhig zu sein. Sie hatte vor einer Weile gehört wie Ranma in sein Zelt gegangen war. Das hiess er schlief jetzt sicher schon und sie lag immer noch wach da. Doch sie war so müde dass sie die Augen nicht mehr offen halten konnte. Sie fing gerade an abzudriften, da riss es sie wieder zurück.

Es war wieder dieses Geräusch. Dieses Knacksen. Das kann doch kein Zufall sein. Sie schluckte schwer, ihr kamen die verrücktesten Idee. Jemand musste ihnen folgen. Was wenn es ein Mörder war, irgendein Verrückter. Sie griff wieder nach der Taschenlampe. Die Geräusche wurden lauter. Das heisst es kam Näher. Sie riss das Zelt fast auf und sprang hinaus. Akane hielt die Taschenlampe, wie eine Waffe. Mit beiden Händen und weit von sich gestreckt.

Wieder schwenkte sie sie umher und suchte die Umgebung ab. Woher kamen nur diese Geräusche, wenn da nie etwas zu sein schien. Das Mädchen schluckte schwer „Ich weiss das da Jemand ist, zeig dich. Aber ich warne dich. Ich bin bewaffnet“ rief sie in den Wald hinein und drehte sich nochmal ganz. In ihr tauchten Zweifel auf. Was tat sie da mitten in der Nacht. Ihre Fantasie war mit ihr durchgegangen. Sie musste selbst über sich lachen und klopfte sich an den Kopf. „Du drehst langsam durch. Akane“ ermahnte sie sich selbst.

Als sie wieder in ihr Zelt wollte. Hörte sie wieder diesen laut. Schon lag sie wieder neben Ranma. Akane sah hoch in sein Gesicht. Was würde er wohl denken, wenn er sie morgen wieder in seinem Bett erwischte. Er musste doch denken, dass sie entweder vollkommen irre war oder etwas von ihm wollte. Aber er ist doch jetzt ihr Mann, also war es seine Aufgabe sie zu beschützen, auch wenn es nur vor ihren eigenen Hirngespinsten war.

Mit dem Ellbogen schob sie sich leicht auf und kam seinem Gesicht näher. Mit den Fingern führ sie leicht über seine Beule. Es tat ihr so unfassbar leid, was sie aber irgendwie nicht verstand. Es war nicht das erste Mal das sie ihn geschlagen hatte. In der Vergangenheit hatte sie ihm jänste Verletzungen zugefügt, aber sie hatte sich nie so mies deswegen gefühlt. Da packte er sie und zog sie an seine Brust.

Mit den Händen hielt er sie fest. Ihr Herz fing an schneller zu schlagen. „Nur noch fünf Minuten“ murmelte er im Schlaf. Akane schmunzelte, sie hatte diesen Satz schon zu oft gehört. Sie versuchte sich nicht rauszuwinden. Es war schön von ihm so gehalten zu werden. Ohne weitere sorgen schlief sie friedlich ein.


Ranma presste seine Augen zusammen, er wollte nicht aufstehen, er wollte noch länger schlafen. Aber die Sonne schien ihm dies nicht zu gönnen. Immer noch mit geschlossenen Augen fragte er sich ob Akane, diese Nacht sich wieder zu ihm gelegt hatte. Neugierig tastete er mit seiner Hand. Er war so aufgeregt, das er nicht mal merkte dass sie auf ihm lag. Er fuhr mit der Hand, über die Laken, zuerst nach aussen dann wieder zu sich heran.

Dann stiess er auf etwas und es war nicht sein eigener Körper. Erfreut tastete er weiter. Er strich mit seiner Hand immer weiter an ihrem Körper hinauf. Bis er zu ihrem Kopf ankam. Er schlug die Lieder auf und liess seine Finger durch ihre Haare fahren. Tatsächlich sie war es. Er hoffte dass sie nicht zu schnell aufwachen würde und strich ihr wieder durch die Haare. Aber seine Bitte wurde nicht erhört. Sie kam wieder zu sich. Zum Teil war er selbst schuld, er hatte sie durch sein streicheln aus ihrem Traum geholt.

„Guten Morgen“ Sie blinzelten ein paarmal und starrten ihn wieder verlegen an. Er musste über ihre Reaktion schmunzeln „Wieso siehst du mich jeden Morgen so geschockt an. Du weisst doch wenn du abends zu mir krabbelst, das du morgens auch hier aufwachst“ Sie wusste nicht was sie darauf antworten sollte. Er hatte doch Recht, aber ihr war es trotzdem so unangenehm.

„Was war es diesmal, ein Eichhörnchen, ein Vogel oder etwas ausgefalleneres, vielleicht ein Geist“ witzelte er herum. Sie schlug ihm mit der Faust auf die Brust. Es war ihr peinlich genug, da musste er nicht noch darauf rumtreten. Ob er sie jetzt für einen Angsthasen hielt. „Ich konnte es nicht sehen, ich hab es nur gehört. Es ist immer näher gekommen….“ Sie stockte in der Erzählung.

„Ist schon gut, ich hab früher auch so reagiert und hab mich bei meinem Vater verkrochen. Du wirst dich schneller an den Wald gewöhnen als du denkst“ Versuchte er ihr ein wenig von der Peinlichkeit zu nehmen. Er streckte seine Arme aus und gähnte laut.

Er sah zu ihr „Krieg ich was zu essen?“ fragte er höfflich. Akane war sich immer noch nicht gewohnt, das er ihr Gekochtes ass und schon gar nicht das er danach fragte. Ein lächeln trat auf ihr Gesicht „Sicher“.

So ging das auch die nächsten Nächte. Immer wieder hörte sie das gleiche Geräusch. Und jedes Mal endete sie in Ranmas Zelt. Er hatte es schon erwartet, also machte er keinen grosses Theater darüber. Ihm waren sowieso im Moment die Sprüche ausgegangen. Er hatte sich langsam daran gewöhnt und wollte nicht riskieren, das es ihr so peinlich werden könnte das sie nicht mehr kam. Er mochte es so aufzuwachen und sie in seinen Armen zu halten und ihm war aufgefallen, dass seit sie zusammen schliefen, sie sich nicht mehr stritten.

Sie waren jetzt schon seit einer Woche unterwegs und sie kamen wirklich gut voran. Er bewunderte Akane für ihr Durchhaltevermögen. Er hätte nicht gedacht, dass sie es schaffen würde und sie trug ihren Rucksack immer noch selbst. Da hatte er sich wohl geirrt. Irgendwie empfand er stolz für sie. Dieses Gefühl irritierte ihn. Konnte es sein das er sie jetzt mehr als seine Frau betrachtete und deswegen so etwas wie stolz fühlte. Das kann nicht sein, was für ein Blödsinn. Schnell verwarf er diesen Gedanken und schüttelte den Kopf.

Er sah rauf zum Himmel und entdeckte dass sich dunkle Wolken darüber zogen. Nein, es war die ganze Woche so heiss gewesen, wieso musste es jetzt Regnen. Er musste schnell einen Unterschlupf für sie finden. Im Regen konnte sie nicht weiter gehen. Sie würden sich erkälten und dann kamen sie gar nicht mehr weiter. Da sah er ein Schild am Strassenrand. “Den besten Ramen, nur bei uns“ es war eine Reklametafel für ein Restaurant und es war nicht mal weit weg.

Sie mussten sich beeilen. Lange würde der Regen nicht mehr warten. Zufrieden erblickte er das Lokal, sie hatten es geschafft und noch bevor sie nass wurden. Akane hielt ihn verwirrt zurück „Was sollen wir da, wir sollten lieber weitergehen“ sie klang enttäuscht. Er wusste nicht wieso, aber er hatte keine Zeit das herauszufinden. „Es fängt gleich an zu regnen. Solange es schüttet hat es keinen Zweck weiterzugehen“ Akane sah zum Himmel und entdeckte die Wolkendecke.

Daran hatte sie gar nicht gedacht. Erleichtert atmete sie auf und liess sich von ihm ins Lokal ziehen. Sie hatte schon befürchtet dass er nur hier reinwollte um ihrem Essen zu entfliehen. Dem war zum Glück nicht so. Komischerweise freute sich ihr Magen, auf die bessere Küche. Die sie gleich geniessen durften. Es war etwas 15:00 Uhr, also keine Reguläre Essenszeit und trotzdem war das Lokal rapelvoll. Überall sah man Rucksäcke und verdreckte Leute. Die mussten alle auf der Durchreise sein, wie sie selbst auch.

Ranma der immer noch ihre Hand hielt führte sie zu einem Tisch hinten in der Ecke. Gemeinsam drückten sie sich an den anderen Gästen vorbei. Kaum hatten sie sich hingesetzt, stand schon die Bedienung vor ihnen. Es war eine sehr attraktive und vollbusige junge Frau. Sie schien ihre Vorzüge nicht zu verstecken. Wahrscheinlich bekam sie so mehr Trinkgeld. Sie musterte Ranma sehr genau, und versuchte dies nicht zu verbergen. Er schien ihr zu gefallen.

Lächelnd fragte sie ihn „Was darf’s sein Süsser?“ Akane sah unsicher zu ihm. Ob er auf den Flirt eingehen würde. „Je ein Teller Ramen für mich und meine Frau“ sagte er höflich. Abschätzend blickte die Kellner zu Akane und sah dann wieder zu Ranma „Kommt gleich mein Süsser“ schon war sie in der Menge verschwunden. Akane sah ihn immer noch so ungläubig an. Hatte er das gerade wirklich gesagt. Ranma drehte seinen Kopf und schaute in Akanes staunendes Gesicht. Er wurde leicht rot und blickte schnell aus dem Fenster. „Wieso starrst du mich so an?“ fragte er, und schaute weiter hinaus in den Regen.

Immer noch sprachlos schüttelte sie denn Kopf und flüsterte verlegen „Nichts, es ist..nur…..also das erste Mal…das du….du mich deine Frau genannt hast“ erklärte sie zögerlich. Er versuchte ganz normal zu klingen, als wäre nichts dabei. „Bist du doch auch. Ich wollte das nur klarstellen damit die Kleine sich keine Falschen Hoffnungen macht“. Akane musste kichern. Ranma sah sie verdutzt an „unser armer Casanova, kann nirgends hingehen ohne dass die Frauen über ihn herfallen“ gackerte sie.

Gekränkt konterte er „Das ist nicht lustig, glaubst du das macht mir Spass“ „oh du armer Junge, was muss das für eine Bürde sein, soooo gut auszusehen“ sagte sie gespielt mitleidig. Er wollte sie gerade anfahren, da kam die Kellnerin wieder. Sie stellte die Ramen vor die beiden und sah verführerisch zu Ranma „Darf es sonst noch etwas sein, Süsser“ Ranma lehnte ab und bedankte sich. Bevor sie anfingen erwähnte Ranma nur noch kurz „Iss langsam, wir müssen so lange bleiben bis das Wetter sich beruhigt hat“ Akane nickte und genoss die leckeren Nudeln.

Akane konnte sich nicht zurückhalten und fing an zu schlingen. Sie hatte schon lange nichts mehr so leckeres gegessen und war überrascht als der Teller schon leer war. Enttäuscht sah sie zu Ranma, der auch schon so weit war. Sie hatte ihn überrascht, nie hätte er gedacht, die Blauharrige mal so zu sehen. Sie legte die Stäbchen weg und lehnte sich gegen die Wand. Hungrig strich sie sich über den Bauch und dachte wieder an die Nudeln.

Da sah sie wie Ranma die Bedienung heranwinkte. „Kann ich noch etwas bestellen, rief er ihr zu“ Ein lächeln umspielte ihre Lippen und sie bückte sich zu Ranma. Er erhielt einen guten Blick auf ihr Dekolleté, aber es schien ihn nicht zu interessieren. „Alles was du willst. Mein grosser“ sagte sie. „Können wir noch eine Runde bekommen und vielleicht noch ein paar Brötchen“ Sie richtete sich wieder auf und blickte frech zu Akane „Mein armer Schatz, du musst ja am verhungern sein“ säuselte sie und ging wieder zum Tresen.

„Ranma, wieso bestellst du so viel, wie sollen wir…“ sagte sie unbegreiflich. Er wischte ihre Zweifel mit einer Handbewegung weg. „Bestell so viel du willst, ich hab genug Geld dabei“ Erleichtert sank sie zurück auf ihren Stuhl und freute sich schon auf mehr. „Woher hast du so viel Geld?“ fragte sie interessiert. Er kratzte sich am Hinterkopf „Ich hab immer mal wieder bei Shampoo ausgeholfen und bei ein paar Wetten in der Schule abgestaubt.“ Und dann murmelte er noch etwas vor sich hin. Akane verstand es nicht ganz. Aber es klang so „Als Geschenk zur Hochzeit….ein Haufen Geld….von meinen Mutter…Grosseltern….bekommen“. Sie fand es süss, dass es ihm peinlich war, über die Hochzeit zu reden.
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