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Das Training bei Meister Bang ; )

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akane Tendo Ranma Saotome
25.03.2014
03.02.2020
69
122.446
30
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Dieses Kapitel
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25.03.2014 2.041
 
Das Feuer erhellte ihr Gesicht, auf eine überaus schöne Weise. Er starrte sie fast an, so sehr war er von ihrem Aussehen gefesselt. Zum ersten Mal erforschte er ihre Züge so genau. Sie hatte seinen Blick gespürt und hatte zu ihm aufgeschaut. Etwas rot um die Nase fragte sie „Hab ich etwas im Gesicht?“

Zuerst hatte er verlegen weggeschaut und den Kopf geschüttelt, aber als er sich ihr wieder zuwandte, trafen sich ihre Blicke. Es war so intensiv, das nicht mehr nur das Feuer knisterte. Ranma fand als erster seine Stimme wieder „Diese Dinge die ich zu dir immer gesagt habe, die hab ich nicht so gemeint“ Er legte kurz eine Pause ein „Kein einziges Mal“

Ihre Mimik änderte sich, jetzt sah sie überrascht aus „Welche Dinge?“ fragte sie, um genauere Angaben zu bekommen. Er blickte ihr weiter in die Augen, aber fing an unruhig auf seinen Platz rumzurutschen.
„Du weisst schon all die Gemeinheiten, in den letzten drei Jahren“ Ihr Ausdruck wurde sanfter, es waren ihre Augen die ihn jetzt anlächelten. Ihr Herz ging auf, bei diesen Worten.
Was war nur über ihn gekommen, das er auf einmal so nett zu ihr war. Und indirekt hatte er sich bei ihr entschuldigt. Es sah wirklich schön aus, wie sie ihn anstrahlte, sie machte dem Mond und den Sternen Konkurrenz. Er konnte nicht anders als zu lächeln.

Sie räusperte sich kurz „Ich würde gerne das gleiche sagen, aber das kann ich nicht. Du bleibst ein Idiot“ dann kicherte sie zuckersüss, auch er stimmte kurz in ihr Lachen ein. Aber schnell wurde es wieder ernst. Er blickte in die Flammen und wollte sich noch weiter mit ihr unterhalten, es lief gerade so gut. Aber er musste aufpassen, er wollte nichts Falsches sagen und den Abend ruinieren und das passierte ihm unabsichtlich leider viel zu oft.

Also wählte er seine Worte sehr vorsichtig. „Du bist nicht hübsch…“ Verwirrt blickte sie ihn an. „Wie bitte?“ Er hob seinen Blick und sah sie fest an „Du bist Wunderschön“ Sie wurde hochrot und schaute verlegen weg. Wie konnte er einfach so etwas sagen. Noch nie hatte er ihr ein Kompliment gemacht. Vielleicht wollte er sie nur aus der Reserve holen und sie gleich wieder auslachen. So schnell würde sie ihm das nicht glauben.

„Meinst du das ernst?“ flüsterte sie, sie traute sich kaum zu fragen. Erst jetzt bemerkte er wie sehr sie seine Beleidigungen wirklich verletzt haben mussten. Sie zitterte vor Aufregung. Ranma setzte sich genau neben sie hin und ergriff ihre Hand. Bei dieser Geste hatte sie zu ihm Aufgeblickt. „Mein voller ernst“ beantwortete er ihre Frage. Sie drückte seine Hand und lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter. Das alles war zu gut um war zu sein, sie war sicher das sie träumte.

Jetzt wo sie so offen miteinander waren, musste Ranma etwas von ihr wissen. Diese Frage brannte ihm schon lange auf der Seele. „Darf ich dich etwas fragen?“ sagte er vorsichtig. Sie nickte leicht, immer noch an seine Schulter gelehnt. „Wenn du die Wahl hättest….“ Doch er stockte, er war sich nicht mehr sicher, ob er die Antwort wirklich wissen wollte. Akane drückte seine Hand „Mach weiter“ sprach sie ihm Mut zu „wärst du jetzt lieber….miit…Ryoga….zusammen?“ es hatte sich in ein flüstern verwandelt.

Sie hob ihren Kopf und sah ihn überrascht an. Mit so etwas hatte sie nicht gerechnet. Aber ihre Mine wurde sanfter, sie streckte ihre Hand aus und legte ihm die Hand auf die Wange. Sie zwang ihn ihr in die Augen zu schauen. „Nein“ sagte sie mit fester Stimme. Jetzt war er dran überrascht zu schauen. Erleichtert machte sein Herz einen Sprung. Sie liess von ihm ab und lehnte sich wieder gegen seine Schulter.

Sie strich leicht mit dem Daumen über seine Hand, da ertastete sie seinen Ehering. Unbewusst fing sie an mit ihm zu spielen. Immer wieder drehte sie ihn. Ranma war dafür diese Berührung allzu bewusst. Was das wohl zu bedeuten hatte? Seit der Hochzeit hatte er es vermieden, auf seinen Ring zu schauen, bis heute Abend hatte er ihn sogar fast ganz ausgeblendet. Aber jetzt schien er zu brennen. Ranma schluckte schwer, entzog ihr seine Hand und stand auf. „Wir sollten jetzt schlafen, morgen wird wieder ein ansträngender Tag“.


Ein Knacksen, hatte sie aus ihrem Schlaf gerissen. Erschrocken setzte sie sich auf. Da war es wieder, dieses Knacksen. Als würde jemand über Äste laufen. Ihr Herz fing an zu rasen. „Es gibt keinen Grund Angst zu haben, das sind sicher nur die Waldtiere“ versuchte sie sich einzureden. Sie griff nach der Taschenlampe. Sie wollte kein Feigling mehr sein. Sie nahm ihren Mut zusammen und trat aus dem Zelt. Akane schwenkte ihre Taschenlampe und versuchte die Ursache für das Knacksen zu finden. Aber sie konnte nichts entdecken.

Dann wieder dieses Knacksen, hastig wandte sie sich um und sah auf die andere Seite. Es schien näher zu kommen. Was war das nur. Wieder nichts. Ihr Herz klopfte so schnell, es drohte ihr aus der Brust zu springen. Beim nächsten Geräusch war es vorbei mit ihrem Mut. Schnell lief sie zu Ranmas Zelt und schloss den Reissverschluss hinter sich. Wieder kroch sie zu ihm unter die Decke.
Zitternd schmiegte sie sich an seine Brust. Sie hörte es noch ein paarmal, und jedes Mal hatte sie sich tiefer unter der Decke verkrochen. Dann auf einmal war es weg. Erleichtert horchte sie dem rauschen des Wasserfalls und schlief ein.

Ranma wachte am nächsten Morgen, mit aussergewöhnlich guter Laune auf. Er streckte sich gemütlich und liess sich nochmal ins Kissen sinken. Nur noch fünf Minuten dachte er. Aber da merkte er, dass sich etwas unter der Decke bewegte. Was konnte das nur sein. Er hob diese an und sah erstaunt in das Gesicht seiner Frau. Wieder hatte sie sich zu ihm geschlichen. Sie schlief so friedlich. Er konnte sein lächeln nicht zurückhalten.

Wieso lächelte er. Er fragte sich wieso er nicht aufhören konnte. Bildete er sich jetzt deswegen etwas Falsches ein. Sollte er sich Hoffnungen machen. Durfte er das. In Gedanken versunken hatte er sich unbewusst aufgesetzt. Akane war von seiner Brust, mit dem Kopf, in seinen Schoss gerutscht. Wieder sah er zu ihr herab, auf die schlafende Gestalt. Er entschied sich, noch zu warten. Er würde sich Zeit lassen, mit Akane noch mehr Zeit verbringen und mit ihr solche Gespräche führen wie gestern Abend. Und dann wenn er sie besser verstand, dann würde er sich entscheiden, wie er für sie fühlt.

Sie bewegte sich und legte ihre Hand neben ihrem Kopf nieder. Erst jetzt fiel ihm auf, in welcher Position sie sich befanden. Er wurde rot und in ihm fing an sich alles zu regen. Oh Gott ihr Kopf lag auf seinem Oberschenkel und ihre Hand……. Er konnte den Gedanken nicht zu Ende führen, denn ihre Augenlieder flatterten. Sie fuhr sich mit den Händen übers Gesicht und blickte zu ihm auf.

Zuerst noch verträumt, lächelte sie zu ihm rauf. Es war das schönste lächeln das er je gesehen hatte, in diesem Moment wäre er am liebsten über sie hergefallen. Wenn sie ihn doch nur immer so anlächeln würde. Oho es wurde gefährlich, er musste sich schnell ablencken „Ich muss mal ein ernstes Wort mit diesem Häschen reden. Das geht doch nicht das er dich jede Nacht, so rumscheucht“ sagte Ranma belustigt.

Schnell weiteten sich ihre Augen und sie verstand, das sie nicht mehr schlief. Gehetzt schnellte sie mit dem Kopf hoch. Ihre Köpfe stiessen zusammen. Ranma landete wieder nach hinten in sein Kissen und hielt sich die Stirn jammernd fest. Auch Akane hatte Kopfschmerzen. Ranma rollte sich auf den Bauch und stöhnte in sein Kissen. Akane sah besorgt zu ihm runter und legte ihm ihre Hand auf den Rücken. „Tut…tut mir wirklich leid. Geht es?“

Ranma stöhnte wieder ins Kissen „Dein Dickschädel könnte Mauern einreissen“ sie versuchte die Beleidigung zu übergehen, da sie offensichtlich an der Situation schuld war.
Da feuerte er nach „Eine Abrissbirne ist nichts dagegen“ da konnte sie nicht mehr weghören, in ihr stieg die Wut auf „Verdammt nochmal tut das weh“ jammerte Ranma weiter in sein Kissen und ballte die Fäuste neben seinem Kopf. Als sie das hörte überfielen sie erneut die Schuldgefühle, besonders da sie ihn vor eine paar Sekunden wieder schlagen wollte.

Wieso musste sie auch so gewalttätig sein. Enttäuscht wollte sie das Zelt verlassen, da griff Ranma nach ihrer Hand. Er hielt sie richtig fest. Akane sah verwundert zu ihm runter. Immer noch drückte er seinen Kopf in den weichen Stoff. „Tut mir leid, das ist mir herausgerutscht. Sei mir nicht böse“ sie konnte es nicht fassen.
Sie hatte ihn verletzt und er entschuldigt sich bei ihr. Sie fühlte sich nur noch schuldiger und drückte die Tränen weg. Es würde keinem etwas bringen wenn sie jetzt anfängt zu heulen. Also hielt sie einfach seine Hand fest, bis die Schmerzen nicht mehr so schlimm waren.


Etwas später wusch er sich das Gesicht, am Teich. Akane stand besorgt neben ihn. Sie hatte ihn schon die ganze zeit verfolgt und beobachtet, als konnte er jeden Moment tot umfallen. Er richtete sich auf und sie blickte auf die Beule an seiner Stirn.
Er wollte nicht das sie sich noch sorgen darüber macht, also versuchte er die Situation etwas aufzulockern „So schnell hast du mich noch nie für einen meiner Spässe bestrafft.
Dabei hab ich das mit dem Hasen gar nicht böse gemeint“ Ihr war nicht zu lachen zu mute. Die Beule war echt gross und ihr wurde erst jetzt bewusst, sie hatte ihn ernsthaft verletzt „Jetzt lass doch mal denn Hasen in Ruhe“ sagte sie ungeduldig und streckte die Hand nach seiner Stirn aus.

Sie fuhr leicht über die Beule und wollte den Rest noch abtasten. Er wollte sie abschütteln, ihm war die Berührung unangenehm. Aber sie liess nicht von ihm ab. Ganz im Gegenteil, sie griff mit der anderen Hand nach seiner Schulter um ihn ruhig zu halten „Ist dir schwindelig? oder schlecht? ist deine Sicht verschwommen?“ fragte sie alles auf einmal. „Es ist nichts, wirklich“ sie schüttelte den Kopf, das würde sie nicht so leicht akzeptieren.

Vielleicht hatte sie ihn so hart getroffen, dass er jetzt eine Gehirnerschütterung hatte. „Fühlst du dich schläfrig? Hast du schmerzen?“ fragte sie ihn beharrlich weiter „Akane, es geht mir gut“  Versuchte er sie zu beruhigen. Da füllten sich ihre Augen mit Tränen. „Du hast recht, ich hab einen Dickschädel“ fing sie an zu schluchzen. Oje Ranma konnte damit nicht umgehen. Dann hatte er es wirklich lieber wenn sie wütend war. Was sollte er tun. Er hatte es immer nur mit starken Frauen zu tun gehabt, so dass er gar nicht wusste, wie man mit weinenden umging.

„Das hab ich doch nicht so gemeint“ er trat ein wenig näher an sie heran, aber sie wich sofort zurück. Sie verbarg ihr Gesicht in ihren Händen und schüttelte leicht denn Kopf. Die Tränen rannen zwischen ihren Fingern hervor. „Nein, nein, du hattest Recht. Sie mich mal an, ich hab nicht mal einen blauen Fleck und du hast eine riesen Beule und vielleicht sogar eine Gehirnerschütterung“ wimmerte sie.

Ok das ging zu weit. Er war doch kein Weichei. Er zog sie in seine Arme und strich ihr tröstend über den Rücken „Ich bin ein Mann, ich kann mit schmerzen umgehen. Ich weiss nicht warum, aber du scheinst mich für einen riesen Schwächling zu halten“ Akane sah verdutzt zu ihm auf. „Was?“ fragte sie. „Du scheinst zu denken, dass ich eine Memme bin“ Akane schüttelte den Kopf „Natürlich nicht“ Ihre Tränen waren versiegt und sie war Konfus.

Er strich ihr mit der Hand noch die letzte Träne weg und atmete erleichtert aus „Endlich hast du aufgehört zu weinen. Bitte tu das nicht. Ich kann mit sowas nicht gut.“ Sie nickte und lächelte ihn stattdessen an. „So ist es brav“ und tätschelten ihr den Kopf.

Sie kam sich albern vor, wenn er das tat. Das war eine Geste für kleine Kinder und für Hunde. Eigentlich würde sie sich jetzt fürchterlich aufregen. Aber sie unterdrückte den Zorn einfach. Nach einem kurzen Frühstück, füllten sie ihre Wasserflaschen auf und machten sich wieder auf den Weg. Akane blickte noch ein letztes Mal auf die prächtige Szenerie „Komm jetzt Akane, wir müssen los“ rief er ihr zu, er war schon ein Stück vorgegangen. Schnell rannte sie ihm hinterher
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