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Das Training bei Meister Bang ; )

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Akane Tendo Ranma Saotome
25.03.2014
03.02.2020
69
122.446
31
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Dieses Kapitel
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25.03.2014 1.148
 
Ranma hatte sich für Rechts entschieden und ging mit schnellen Schritten durch die Strasse. Ab und zu sah er in ein paar Fenster. Vielleicht hatte sie sich für den Moment irgendwo niedergelassen. Je weiter er die Strasse entlang lief, desto grösser wurden die Zweifel dass sie tatsächlich diesen Weg genommen hatte. Er hatte doch gar nicht so lange auf dem Boden gelegen. Wie konnte sie nur so weit kommen. Er hatte sich in einer Bar kurz umgesehen, was erfolglos blieb. Jetzt machte er kehrt, er eilte den Weg zurück, um die andere Strasse auszuprobieren.

Vielleicht steckte sie schon in Schwierigkeiten. Schliesslich war Akane Spezialistin darin. Und wenn er grosses Pech hatte. War sie schon an die Busstation gelangt und hatte sich in einen Bus gesetzt. Er hatte noch ein ganzes Stück bis dorthin, also beeilte er sich lieber noch ein bisschen. Dieser Gedanke erfüllte in ganz. So dass er nur noch nach vorn rannte und sich nicht mehr nach ihr umsah.

Akane trat gerade aus einem kleinen Laden, in dem sie sich eine Flasche Wasser gekauft hatte. Sie hatte sich wieder beruhigt, jetzt erst hatte sie bemerkt dass sie ohne Ranma nicht weit kommen würde. Sie kannte sich hier nicht aus. Sie hatte nicht gerade viel Geld dabei und den Weg zurück, würde sie weder finden, noch ihn selbst durchstehen. Ausserdem tat es ihr leid, dass sie ihn geschlagen hatte. Sie machte sich wieder auf den Rückweg zum Hafen. Sie hoffte nur das Ranma sie nicht ernst genommen hatte und alleine weiter gefahren ist. Denn dann wäre sie aufgeschmissen.

Sie beschleunigte ihren Schritt, nur für den Fall das er doch gerade auf das Schiff stieg. Als sie dort ankam, ging sie geradewegs zurück zu der Bank. Aber er war nicht mehr da. Ein Schiff war auch nirgends zu sehen. Also musste er noch irgendwo hier sein. Es war zwar nur ein kleines Städtchen, aber sie würde sicher denn ganzen Tag brauchen, um ihn wieder zu finden. Akane seufzte tief enttäuscht, das wäre alles nicht passiert, wenn sie nicht so überreagiert hätte.
Wieder einmal war es die Schuld ihres Dickschädels. Aber sie benahm sich schlimmer als sonst und sie konnte sich selbst nicht erklären wieso. Vielleicht fehlte ihr die Sicherheit, die sie durch Kasumi verspürte, oder war es dieses emotionale Chaos das sie in den letzten Wochen durch Ranma durchmachen musste. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie ihr grosses weiches Bett vermisste. Sie wusste es wirklich nicht.

Aber sie musste jetzt erstmal Ranma finden und sich bei ihm entschuldigen. Ranma war gerade an der Busstation angekommen. Er rannte zuerst an den Schalter, dabei drängelte er sich vor. Die Männer hinter ihm beschwerten sich lautstark. Aber ihn interessierte das nicht. Schnell hatte er ein Bild von Akane hervorgekramt und hielt es gegen das Glass „Haben sie diese Frau heute gesehen. Hat sie vielleicht eine Fahrkarte bei ihnen gekauft“. Der Mann hinter dem Glass war ein etwas älterer Kerl mit Bart. Er gehörte wie alle anderen in dieser Stadt zur bulligen Sorte. Er passte kaum in die Kabine rein. Er beugte sich ein wenig vor „Was ist los kleiner ist dir deine kleine Freundin weggelaufen“ er fing an zu lachen mit seiner tiefen rauchigen Stimme. Man hörte ihr an das er viel trank.

Ranma klopfte ungeduldig an die Scheibe „Bitte, sagen sie mir ob sie sie in der letzten halben Stunde hier gesehen haben“. Der Mann riss sich zusammen und beugte sich noch etwas näher an das Glass. Er zog aus der Tasche eine kleine zierliche Brille und setzte sie auf seine Kartoffelnase ab. Jetzt sah er nicht mehr so bedrohlich aus. Er schüttelte seinen Kopf. „Die war nicht hier“ Erleichterung und Enttäuschung zu gleicher massen machten sich in ihm breit. „Sind sie sicher, ihre Haare sind jetzt ein wenig länger als auf dem Foto“ fragte er zur Sicherheit nochmal nach. Er nickte „Heute hab ich noch keine Frau gesehen und an so ein süsses Ding würde ich mich erinnern“ Bevor er denn Satz beenden konnte war Ranma wieder losgerannt.

Er stieg in die Busse und sah Reihe nach Reihe durch. Als er aus dem Zwanzigsten und letzten Bus für heute ausstieg, liess er sich erschöpft auf dem Bordstein nieder. Er liess seinen Kopf hängen. Verdammt wo war sie nur. Es blieb ihm nichts anderes übrig er musste weiter nach ihr suchen. Also stand er auf und ging die Strasse zum Hafen wieder runter. Weniger optimistisch sah er ab und zu in ein paar Fenster. Ob er sie je wieder sehen würde. Wie sollte er Soun nur erklären das er seine Tochter verloren hatte.


Akane ging gerade in eine Bar und sah sich nur kurz um. Dann wollte sie schon wieder raus. Aber als sie sich umgedreht hatte stand so ein Typ vor ihr. „Wohin des Weges Kleine?“ fragte er belustigt. Akane konnte das jetzt nicht glauben „Nicht schon wieder“ seufzte sie. Der Kerl musste über ihre Aussage stutzten „Ich glaube du verwechselst mich, an so ein Mäuschen würde ich mich doch erinnern“ Sie zuckte nur die Schultern „Ich muss jetzt gehen, würden sie zur Seite treten“ versuchte sie noch ganz höflich. Aber viel brauchte es nicht mehr, bis zum Ausbruch. Ihre Nerven waren schon genug strapaziert. „Tut mir leid, aber ich befürchte das kann ich nicht“ Akane stemmte ihre Hände in die Hüften „Was? Soll das ein Witz sein?“ Er fing an zu Lachen.

„Das geht nicht. Weisst du, wenn so ein Leckerbissen wie du freiwillig in diese Bar kommt, dann können wir sie nicht wieder gehen lassen“  erklärte er immer noch ganz freundlich. Akane war der kleine falsche Artikel nicht entgangen. „Wir?“ fragte sie nach. Plötzlich erhoben sich die Männer um sie herum. Alle mit ihrem dreckigen Lachen. „Na toll Akane, du musstest es ja unbedingt wissen“ flüsterte sie sich selbst zu. Sie ging sofort in Kampfstellung über. Wie sollte sie hier wieder lebend herauskommen.

„Mach es uns nicht unnötig schwerer und lass es einfach geschehen Mäuschen. Ich würde dir nur ungern Wehtun“ sagte er lachend. Akane verzerrte die Miene „Nur über meine Leiche und ich bin nicht dein Mäuschen“ donnerte sie. Der erste Kerl ging auf sie los. Sie rammte ihm das Knie in die Weichteile und dann den Ellbogen in den Nacken. Er fiel sofort bewusstlos zu Boden. Sie hatte gehofft diese Kerle würden jetzt etwas Abstand zu ihr nehmen.

Aber da hatte sie sich getäuscht. Sie schienen nur noch versessener zu sein. Sie konnte noch zwei Typen ausschalten, aber nur mit Mühe und Not. Ihre Kraft liess jetzt langsam nach. Das war eigentlich nicht üblich für sie, aber ihr Körper schien sich verändert zu haben. Sie hatte schon länger nicht mehr trainiert. Vielleicht hätte sie vorhin einfach nur mehr essen sollen. Jetzt stand sie schwer schnaufend in dem Kreis dieser Wiederlinge. Wie lange würde sie noch aushalten. Dann plötzlich ertönte eine Stimme „Akane“. Das erste was ihr durch den Kopf schoss war, Ranma.
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