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☆Sanctuary Fanfiktion - Will & Magnus☆

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Sci-Fi / P12 / MaleSlash
Ashley Magnus Declan McRae Dr. Helen Magnus Dr. James Watson Dr. Will Zimmerman Henry Foss
23.03.2014
02.08.2014
19
28.453
2
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23.03.2014 1.166
 
Kapitel 1-


Er erwachte und vernahm eine vertraute, sanfte, liebliche Stimme, die ihm ins Ohr flüsterte.

Es dauerte einige Sekunden, bis er realisierte, dass es das Organ von Magnus war.

Das Nächste, was Will Zimmerman allmählich realisierte, war sein Kopf, der schwer an ihrer Schulter ruhte. Abrupt, richtete er sich auf.


Jedes Mal fiel er in einen tiefen Schlaf, sobald das Flugzeug in der Luft war.

Arme Magnus, sie dagegen war hellwach und hatte ihm sogar erlaubt, ihre Schulter als komfortables Kissen zu benutzen.

„Was?“ fragte er und legte verschlafen die Hand über seinen Mund, um ein herzhaftes Gähnen zu verstecken.

„Ich sagte, wir landen gleich!“ Sie lächelte und zerzauste ihrem Begleiter frech sein kurzes, braunes Haar.

„Gut geschlafen?“

„Ja,“ murmelte ihr Protegé verlegen, reckte und streckte sich.



In Wellington, einem großen, zentralen Städtchen in Neuseeland, wollten sie ihr Abenteuer beginnen. Ihre eigentliche Mission war es, eine seltene Spezies Abnormer, welche Magnus noch nie zuvor mit ihren eigenen Augen gesehen hatte, zu erforschen.


Ihr mehr als nur fundierter Wissensschatz über diese Kreaturen, war auf sachliche, strenggeheime Fakten und Aufzeichnungen gestützt, welche sie aus zahlreichen Büchern und Computerdaten des globalen Sαɳctυαɾყ Networks, über Jahre hinweg herausgefunden hatte. Nicht zuletzt Henrys Computer- und Technikgenie, war es zu verdanken, dass sie einen anonymen Tipp erhielten und so den vermutlichen Aufenthaltsort der Wesen bestimmen konnten.



„Sorry Doc, irgendwie läuft es immer darauf hinaus, dass ich ihre Schulter als Kissen benutze.“

„Ach, das ist schon okay, Will“ gab Magnus mit einem kleinen Grinsen auf ihrem Gesicht zurück.

„Während Sie geschlafen haben, habe ich …“, bevor sie ihren Satz beenden konnte, fing das Flugzeug plötzlich ruckartig zu schwanken an und presste sie schlagartig in ihre Sitze.


„Turbulenzen!“ vollendete er ihren Satz. Er krallte sich mit seinen Armen fest in den Sitz.

Eigentlich blieb er bei so etwas stets ruhig und reagierte gelassen.
… Na ja, genau genommen, änderte sich das schlagartig, als er Magnus getroffen hatte.

Zusammen, waren sie schon in einige Turbulenzen und ziemlich missliche Situationen, mit einem Flugzeug geraten.

Deswegen, machten ihn jetzt schon Kleinigkeiten nervös.

„In Wellington zu landen, bedeutet, dass man meistens mit Turbulenzen während des Fluges rechnen muss!“ erklärte die renommierte Britin mit einer bewundernswerten, eisernen Coolness. So, als wäre es das Normalste auf dieser Welt.  


Sie legte ihre Hände vorsichtig auf die seinen, zittrigen und fuhr mit monotonem, sicheren Tonfall fort: „Das ist Neuseelands Hauptstadt, sie ist auch bekannt als Windy Wellington. Aus irgendeinem Grund, ist die Windgeschwindigkeit und -Stärke hier höher, als nirgendwo sonst auf der Welt.“


„Was Sie nicht sagen!“


Er wünschte sich sehnlichst Turangi, der nächste Ort auf ihrer heutigen Reiseroute, hätte einen Flughafen gehabt.

Aber dem war leider nicht so und aus diesem Grund, mussten sie die nächsten fünf Stunden mit einem Vehikel zurücklegen.

„Ich denke, ich werde uns nach Turangi fahren!“
Erneut dachte er darüber nach, ob sie wohl seine Gedanken gelesen hatte.

Er hoffte inständig darauf, dass Magnus ihn ans Steuer des Wagens lassen würde.

Denn seine Chefin war geradezu perfekt darin, sich bei jeder ihr nur bietenden Chance, mit viel zu schnellem Tempo fort zu bewegen und er würde die ganze Zeit vergeblich darum bitten, dass sie die Geschwindigkeit drosselte.


„Wie wäre es, wenn ich fahren würde?“ Er erschrak selbst davor, wie leise und fremd seine Stimme klang, die Turbulenzen machten ihm zu schaffen.

Sie antwortete mit zusammengekniffenen Augenbrauen: „Nein! Ich weiß wo das hin führt!“

Es folgte eine kurze Pause, da erhaschte er doch tatsächlich ein süffisantes, breites Lächeln, welches ihre rosigen Lippen umspielte.

„Wir werden sonst nicht vor nächster Woche dort sein, so langsam wie Sie fahren!“

Das Flugzeug schwankte und rüttelte erneut heftig. Der Forensiker entschied sich daher nicht zu antworten, Magnus würde definitiv nicht mit sich verhandeln lassen.
In seinen Sitz gekrallt, biss er die Zähne zusammen und schloss genervt die Augen.



Die Beiden überstanden die turbulente Landung, Gott sei Dank, ohne ihren Mageninhalt erbrechen zu müssen. Aber ihre Gemüter, waren noch immer angespannt und sichtlich erschöpft vom langen Flug.

 
„… Wie wäre es, wenn ich Sie die Hälfte der Strecke fahren lassen würde und dann wechseln wir?“

Wow. Magnus bot ihm einen Kompromiss an. Hatte sie sich ihm gegenüber tatsächlich einmal erweichen können oder tat sie das jetzt nur aus Mitleid?

„Okay", gab er überrascht und kurz zurück.

Er wartete siegessicher und von Triumph beflügelt, an der vorderen, gelben Fahrertür des Fiat Punto.


Sie lachte nur schallend, schloss die Autotür auf und zeigte mit ihrem Finger auf den schwarz-bezogenen Beifahrersitz. Das Gesicht in Scherben fallend, seufzte er nur und schickte ein stummes Gebet Richtung Himmel, bevor sich seine Chefin neben ihm, breit grinsend, ins Fahrzeug nieder- und den Motor wild aufheulen ließ.

Die Fahrt verlief reibungslos. Lediglich auf halber Strecke,stoppten sie um das Benzin aufzufüllen und wie vereinbart, zu wechseln.

Stumm übergab die Wissenschaftlerin, die ihren Abschluss in Kryptozoologie, Xenobiologie und Teratologie besaß, die Schlüssel weiter, begab sich auf den Beifahrersitz und biss genussvoll in einen Schokoladenriegel.

„Mm.“

Will Zimmerman, beobachtete das Geschehnis skeptisch aus seinem Augenwinkel heraus.

Manchmal fragte er sich, ob sie eigentlich wusste, welche Wirkung sie auf ihn hatte. Helen Magnus war dominant, stur und sich aufgrund ihres unnatürlich langen Lebens stets bewusst, was sie tat, in absolut jeder Lage. Soviel war unbestreitbar sicher.


„Und schmeckt er gut?“ wollte er von der grazilen, altklugen Dame wissen.  

„Natürlich…“, sie schürzte die Lippen, als fiele ihr gerade etwas gänzlich anderes ein. Richtig anwesend, schien sie mit ihren Gedanken nicht zu sein.

„Ich denke, wir sollten fürs Mittagessen in der Stadt Halt machen, bevor wir zum The Dell gehen!“ The Dell war ein Anwesen, ihr Haus in Pukawa, sehr nahe an Turangi gelegen.


Sie hatte fast automatisch vorgeschlagen, dort zu übernachten, anstelle von einem Hotel.      

Zu Fuß, konnten sie dann den Treffpunkt in Turangi erreichen, es war nicht allzu weit.      

Die Leiterin des Old City Sαɳctυαɾყs, schien dort schon etliche Male, im Laufe der Jahre, gewesen zu sein.

Die in einen langen schwarzen Ledermantel, Sakko und einem adretten, schwarzen, knielangen Rock gekleidete Brünette, schwärmte regelrecht davon und bestand darauf.

„Ja, gut. Gibt es eine bestimmte Anlaufstelle, wo Sie genau essen möchten?“ erkundigte sich der junge Mann beiläufig.

„Der Truck-Stop am Ende des Highways!“


Was? Er konnte sie sich in einem derartigen, vermutlich verdreckten Lokal, am besten noch Bier schlürfend und Fast Food essend, unmöglich vorstellen. Dazu kannte er seine Vorgesetzte einfach zu gut.

Sie umgab stets diese strenge, perfekte, glanzvolle, durch und durch britische Etikette, die sie nur schwer ablegte, egal wo sie sich befand und wer sie umgab. Außerdem so vermutete er, trieb sie eisern Sport und achtete penibel auf ihre Ernährung, wenn sie dies nicht das ein oder andere Mal, aufgrund ihrer vielen Arbeit vergaß.


Der Psychiater schaute sichtlich verwirrt drein.
„Sind Sie sich sicher?“ begann er nachhakend.


„Ein Freund von mir arbeitet da!“

Magnus musste unwillkürlich lächeln, als sie an eben diesen dachte, die Verwunderung in der Stimme ihres Begleiters entging ihr dabei nicht.

„Na schön.“

Die Wissenschaftlerin sprach fortan nichts mehr und starrte nur wortlos aus dem Fenster.
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