Die Stimme des Windes

von Arzani92
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Monkey D. Ruffy Nami Nico Robin / Miss Bloody Sunday
22.03.2014
22.03.2014
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Gemütlich lag sie da, die Sonne schien ihr aufs Gesicht und nur der Schatten des Buches hielt die Sonnenstrahlen davon ab sie zu blenden. Die orangenen, langen Haare fielen ihr locker ums Gesicht und landeten weich auf ihren Schultern.
Nami genoss die Ruhe auf der Sunny. Es war ein erstaunlich schöner Tag für die Grandline und noch nicht mal ihre Jungs nervten sie mit komischen Ideen oder Fragen. Sie seufzte und fragte sich immer noch, wo genau der Haken bei der ganzen Sache war. Es war fast zu schön um wahr zu sein und die Navigatorin rechnete jeden Moment mit einem Aufschrei von Ruffy, Lysop oder wem auch immer, der ihre Ruhe stören würde.
Aber solange sie hier auf Deck liegen und ihren Cocktail schlürfen konnte, während sie ihr Buch las, war es ihr eigentlich egal. Sie hatte gelernt jede stille und ruhige Sekunde zu genießen und auszukosten, denn sie waren ungefähr das seltenste, dass es mit dieser Crew auf allen Weltmeeren zu finden gab.
Ihre Augen huschten über die Seiten des Buches und lächelnd grinste sie über die Geschichte, die sie las. Der Autor war wirklich ein Genie und die Story fantastisch. Geistesabwesend griff sie nach ihrem Glas um einen Schluck von dem fantastischen Getränk zu nehmen, dass Sanji ihr zubereitet hatte. Sie berührte grade das Glas und schloss ihre Finger darum, als ein kaum wahrnehmbarer Schmerz durch ihre Schläfen zuckte. Verwirrt ließen ihre Finger wieder von dem Cocktail ab und sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. So schnell, wie der Schmerz gekommen war, war er auch wieder verschwunden. Nami seufzte und wollte wieder nach dem Getränk greifen, als eine leichte Brise über ihre orangenen Haare strich. Wie schön die kleine Abkühlung doch war, in der prallen Sonne, war der ganze Tag doch brütend heiß gewesen. Ein Grund für Sanji in pure Verzückung zu verfallen ob ihres Outfits. Aber der Hitze war es zu verdanken, dass es so ruhig auf der Sunny war, war es doch allen Strohhüten schlicht und ergreifend zu warm gewesen, großartig etwas zu veranstalten. Wieder strich der Wind über ihre Haare, leicht und kühl, wie man es sich an so einem Tag wünschte. Sie lächelte und lauschte der Stimme des Windes, die ihr leise etwas zuflüsterte.
Dann schreckte die Navigatorin auf und das Buch fiel krachend auf die Planken des Schiffes. Panisch blickte sie in den Himmel und musterte die Wolken, die sich sachte am blauen Himmel gen Westen bewegten. Das war nicht gut, dass war gar nicht gut. Sie mussten etwas unternehmen und zwar so schnell wie möglich. Ein Orkan kam auf und wenn sie nicht binnen zehn Minuten hier verschwunden waren, wäre die Sunny dem Wetter hilflos ausgeliefert.
Ohne nachzudenken sprang die leicht bekleidete Frau von ihrem Sonnenstuhl auf und schrie das komplette Schiff zusammen. Ihre Stimme klingelte in ihren eigenen Ohren, als sie ihre Kameraden aus ihrem Trott herausriss.
„Luffy, Zorro, Sanji, Lysop Segel setzen. Franky, Robin ihr müsst sofort den Hauptmast auf Südwest setzen. Brook, nimm das Ruder in die Hand und steuer Backboard an. Chopper? Verdammt noch mal Chopper, wo steckst du? Los, macht schon.“
Urplötzlich kam Leben in das Schiff der Strohhutbande und von überall her hörte man Schritte und Wortfetzten durcheinander fliegen. In Sekunden war die komplette Mannschaft auf dem Deck versammelt und starrte die orangehaarige Frau etwas ratlos an. Doch als sie ihren panischen Blick bemerkten, übernahm jeder genau die Aufgabe, die sie ihnen zugeteilt hatte.
Keiner zweifelte ihre Worte an, keiner fragte was los sei, keiner wiedersprach ihr. Das Einzige was Nami von ihren Freunden hörte waren Fragen zu den Anweisungen, die sie gab. Sie dankte Gott, dass sie dieses Vertrauen von jedem einzelnen hatte.
„Zorro um fünf Grad mehr Backboard. Backboard. Himmel Zorro Links, Links, das andere Links. Robin raff die Taue zusammen und verstärk das Achtersegel, das reist uns sonst. Schnapp dir Sanji, er soll dir helfen.“
Inzwischen riss der Wind an ihren Haaren und ihrer Kleidung und auch der Rest der Mannschaft hatte gemerkt, dass ein Sturm aufkam. Nami hoffte, dem Ganzen davon segeln zu können und den Wind solange noch auszunutzen, wie er kontrollierbar war. Sie könnte das Wetter auch mit ihrem Klimatacktstock beeinflussen, wenn es nicht mehr anders ging, aber noch war sie sich relativ sicher, dass sie dem Sturm ausweichen konnten und das würde wesentlich effektiver sein. Außerdem würde sie alles nur verzögern können, selbst sie konnte diese Größenordnung an Unwetter nicht vollkommen außer Kraft setzen, auch wenn ihre Fähigkeiten das Wetter zu beeinflussen, unter normalen Umständen, unglaublich waren.
Die Navigatorin erwartete jeden Moment Regen, der ihre ganze Lage noch verschlimmern würde. Dann würde der Wind nicht mehr kontrollierbar sein, die Taue wären nass und glitschig in den Händen und die Sicht wäre zu undurchsichtig. Bevor der Regen einsetzte, mussten sie nochmal ein paar Meilen zurück gelegt haben. Dann wäre ihre Mannschaft in Sicherheit und das war ihre oberste Priorität, immerhin war das ihre Aufgabe als Navigatorin. Genau deswegen war sie in Luffys Mannschaft.

Erschöpft ließ sich die großgewachsene Frau, am Hauptmast entlang, auf die Planken gleiten. Sie war fix und fertig, der Regen prasselte auf sie herab und durchnässte ihre Kleider. Diese bedeckten nur spärlich ihren Körper, waren es doch immer noch die Sommerkleider, die sie angehabt hatte, als sie noch friedlich auf dem Deck gelesen hatte. Ihr Buch war jetzt sicher auch vollkommen ruiniert, aber sie hatten es geschafft aus dem Zentrum des Sturmes raus zu segeln, ohne größeren Schaden zu erleiden. Immer noch schauderte sie, wenn sie daran dachte, was hätte passieren können, wäre ihr der Wetterumschwung erst fünf Minuten später aufgefallen.
Ihr Blick wanderte nach Osten und dort in der Ferne konnte man immer noch die tosenden Wellen erkennen, die das Meer zu einer unüberwindbaren Todesfalle gemacht hatten. Aber hier, einige Meilen entfernt von dem Zentrum des Sturms, würden sie vorerstmal sicher sein.
Ein Blitz erhellte kurz den Himmel, der rabenschwarz war und seufzend entwich der Navigatorin die Luft aus ihren Lungen. Immer noch waren ihre Jungs damit beschäftigt die Sunny auf Vordermann zu bringen, aber die Panik hatte sich gelegt. Lysop sammelte die verstreuten Taue ein, die es durcheinander geworfen hatte, Sanji hatte sich in die Küche verzogen und auch der Rest machte, was zu tun war, nach solch einem Manöver.
Nass klebten die orangenen Haare an Namis Gesicht und sie verfluchte ihren Zustand. Ihre Klamotten konnte sie doch nie mehr anziehen. Dann stoppte auf einmal der stetige Wasserguss auf ihren Körper und ein Blick nach oben zeigte ihr das Dach aus Armen, dass den Regen davon abhielt, sie zu treffen.
Neben ihr tauchte Robin auf, die ebenfalls unter einem Dach aus Armen auf sie zuschritt.
Leichtfüßig ging die schwarzhaarige Frau neben ihr in die Hocke und sah sie mit einer Mischung aus Besorgnis und Interesse an.
„Alles okay mit dir?“
Ein leichtes Nicken bestätigte die Frage der Archäologin, worauf hin sich ein leichtes Lächeln auf ihr Gesicht schlich.
„Du bist der einzige Mensch auf dieser Welt, den ich kenne, der so genau das Wetter voraussagen kann. Wie machst du das?“
Wie sie das machte? Nami schüttelte den Kopf. Sie wusste es selbst nicht so genau, aber sie hatte schon immer ein Gefühl dafür gehabt, wann sich das Wetter ändern würde. Natürlich wusste sie um die physikalischen Bedingungen Bescheid. Aber das war es nicht, was ihr ermöglichte die Veränderungen in der Atmosphäre zu bestimmen. Sie fühlte es in ihren Knochen. Es war immer so, als fühle sie den Wind, der ihr zuflüstere was als nächstes passieren würde. Schon seit sie ein kleines Mädchen war, hatte sie diese Fähigkeit, aber erzählt hatte sie es noch niemanden.
Sie dachte an ihre Zeit bei Arlong zurück, zu diesem einen Tag, den sie mehr als alles hasste. Sie wusste nicht mehr, wie alt sie genau gewesen war. Vielleicht sieben oder acht. Damals hatte Arlong natürlich schon ihr volles Potenzial bezüglich ihres Talentes des Seekartenzeichnens herausgefunden, aber er hatte keine Ahnung, dass sie auch über das Wetter Bescheid wusste.

„Nami, wir setzen Segel, also sei ein braves Mädchen und zeichne mir schön die Seekarten, die ich dir in Auftrag gegeben habe. In zwei Wochen müssten wir wieder da sein und dann habe ich neue Daten für dich, damit du weiter machen kannst. Ich weiß doch, wie gerne du das machst.“
Das kleine Mädchen stand vor dem großen Fischmenschen und am liebsten hätte sie ihm eine reingeschlagen. Sie hasste Piraten über alles, sie hasste sie. Vor allem hasste sie Arlong und seine Sprüche, wie gerne sie doch Seekarten zeichnete. Denn immer triefte seine Stimme vor Sarkasmus und das trieb ihr jedes Mal die Tränen in die Augen.
Natürlich mochte sie es Seekarten zu zeichnen, aber nicht unter diesen Bedingungen. Nicht, wenn ihr jeden Tag die Finger bluteten oder ihr abends vor Erschöpfung die Augen zufielen, weil sie den ganzen Tag über durchgearbeitet hatte. Aber sie würde weiter machen, so lange, bis sie die nötige Summe beisammen hatte um Kokos zu kaufen und endlich frei zu sein. Freiheit, manchmal glaubte Nami sowas würde es in ihrem Leben nie mehr geben.
„Natürlich, Arlong. Ich freu mich schon drauf.“
Sie biss die Zähne zusammen und presste die Worte zwischen diesen hervor. Doch der Fischmensch lachte nur und drehte sich um. Er wusste, dass sie es nicht so meinte, wie sie sagte und er wusste, dass sie trotzdem nichts gegen seine Worte machen konnte.
„Kommt Männer, der Himmel ist strahlend blau, das sind die besten Bedingungen um los zu segeln.“
Ihr Peiniger drehte sich um und leise verzog das kleine Mädchen, mit den orangenen Haaren, den Mund zu einer Grimasse. Der Wind strich durch ihre Haare und flüsterte ihr beruhigende Worte in die Ohren.
„Von wegen.“
Ihre Worte waren nur ein Flüstern, doch anscheinend hatte Arlong sie gehört, denn er drehte sich um, einen bedrohlichen Blick auf sie werfend. Kurz fürchtete sie sich vor dem Ungeheuer vor ihr, dann blickte sie trotzig zurück. Was war schon Furcht?
„Was meinst du damit, Nami?“
„Dass das Wetter nicht hervorragend ist.“
Sie wusste, sie hätte auch einfach die Klappe halten können, aber sie tat es nicht. Sie war wütend und egal was sie sagte, man würde ihr eh nicht glauben. Ihre Augen funkelten Arlong an. Er würde sie nicht umbringen, dass wusste sie, dazu war ihr Talent viel zu wertvoll. Sie hoffte nur, er würde es nicht an Kokos auslassen.
„Es ist strahlend blauer Himmel, warum sollte es nicht das perfekte Wetter sein? Ach, du verstehst davon eh nichts.“
Mit einer wegwerfenden Handbewegung tat der Kapitän der Arlongbande ihre Worte als unwissend ab. Aber Nami wusste, dass sie Recht hatte. Der Wind hatte es ihr gesagt und bis jetzt hatte er sich noch nie geirrt.
„Nachher kommt noch ein Sturm auf. Aber ihr könnt ruhig fahren.“
„Woher willst du denn das wissen? Schau dir doch den Himmel an, der ist azurblau.“
„Ich weiß es einfach.“
Lachend drehte sich Arlong von ihr weg und seine Crew stapfte ihm hinterher, zu seinem Schiff. Nami wusste, dass ihnen das Lachen noch vergehen würde, aber es konnte ihr auch egal sein. Sie hoffte das Schiff würde im Sturm kentern und die ganze Crew im Meer versinken. Dann könnte sie endlich von hier verschwinden. Denn eine andere Möglichkeit würde es für sie wohl nicht geben, vorzeitig von Arlongs Gefangenschaft auszureisen. Das jemand kommen würde, um sie zu retten, hatte sie inzwischen als Traum abgetan.


Als Arlong damals wieder gekommen war, hatte er sie zwei Tage lang in ihrem Zimmer eingesperrt, weil sie Recht behalten hatte. Der Sturm hatte ihnen hart zu schaffen gemacht und sie mussten in einer Bucht davor Schutz suchen. Nur ertrunken war leider niemand, denn Fischmenschen ertranken nicht, aber das war Nami auch damals schon klar gewesen.
Sie hatte sich an diesem Tag geschworen, niemals jemanden etwas von ihrer Gabe das Wetter vorherzusagen, zu erzählen. Arlong hatte aus ihr heraus gepresst, woher sie es wusste und sie daraufhin bitterlich ausgelacht. Dann hatte er es als Zufall abgetan, dass sie Recht behalten hatte.
Aber Robin war nicht Arlong, keiner ihrer Crew war Arlong und sicher würde Robin sie nicht auslachen. Die Archäologin war nicht die Art Mensch, die jemand anderen auslachte. Warum es also nicht erzählen?
Die Navigatorin blickte in die dunklen Augen ihrer Freundin und wägte noch das Pro und Contra ab, als diese zu sprechen anfing.
„Du musst es mir nicht sagen, wenn du das nicht willst.“
Sie wollte sich grade wieder erheben, doch Nami hielt sie davon an.
„Nein, warte. Tut mir Leid, es ist nur ... Du darfst nicht lachen, okay?“
Immer noch zweifelte Nami daran, ob sie etwas von der Stimme des Windes verraten sollte, doch der aufmunternde Blick ihres Gegenübers machte ihr Mut. Sie war nicht mehr bei Arlong, sie war Teil der Strohhutbande und all diese Menschen waren ihre Freunde. Wovor sollte sie Angst haben?
„Natürlich nicht.“
„Der Wind verrät es mir. Es ist so ein Gefühl, weißt du. Als ob der Wind mit mir reden würde. Das ist schon so, seit ich ein kleines Kind bin. Klingt das komisch?“
Kurz sagte die Archäologin gar nichts und Namis Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Sie würde es ihr nicht glauben und es als Dummheit abtun. Doch dann lächelte Robin wissend, so wie nur sie es konnte und nickte kurz.
„Das ist bemerkenswert.“
„Das ist einfach schon immer so gewesen. Natürlich verstehe ich auch die physikalischen Gegebenheiten hinter dem Wetter, aber es ist nicht alles. Es ist einfach dieses Gefühl. Ich habe es damals immer die Stimme des Windes genannt, als ich noch klein war.“
Wieder herrschte kurz Stille und die beiden Freundinnen schauten sich an. Immer noch prasselte der Regen auf das Schiff, doch die Hände der Teufelsfruchtnutzerin schirmten sie ab. Nami schien es, als hätte sie die Zeit vergessen. Dann schwebten Robins Worte zu ihr.
„Ich habe damals, während der zwei Jahre, die wir getrennt waren, einen Mann getroffen, der zu mir gesagt hat, dass man das Wetter nicht kontrollieren kann. Er meinte, es würde keinen Mann auf dieser Welt geben, der das nötige Wissen hätte, dies zu bewerkstelligen. Denn dazu müsste man die Stimme des Windes hören. Selbst wenn man das könnte, würde keine Teufelskraft der Welt diesem Mann die Gabe verleihen, sich das Wetter Untertan zu machen. Man könne es vielleicht voraussagen - auf den Blues - aber niemals auf der Grandline. Denn das Wetter wäre etwas Unvorhersehbares und bliebe ein Geheimnis.“
Kurz herrschte Stille, dann sprach Robin weiter.
„Er meinte außerdem, dass wenn es diesen Mann gäbe, dann würden sich die Kapitäne der Meere um diesen Mann reisen und dafür töten.“
Robin sagte den letzten Satz ohne Emotionen, fast schon belanglos und Nami zog es kurz das Herz zusammen. Arlong hatte dafür getötet, denn umsonst waren Bellemere und viele andere nicht gestorben. Es trieb ihr Tränen in die Augen, wenn sie an diese Zeit zurück dachte und war umso froher, dass sie all dem entkommen war.
„Was hast du diesem Mann gesagt?“
Eine kleine Panik lag in der Stimme der Navigatorin, denn wenn dieser Mann schon so etwas sagte und von ihrer Fähigkeit wüsste, würde er sie dann verfolgen und die Strohhüte in Gefahr bringen? Das durfte nicht passieren. Doch weiterhin blieb das Gesicht der schwarzhaarigen Frau ruhig und sie zuckte kurz mit den Schultern. Ein fast schon fieses Grinsen stahl sich auf ihr Gesicht.
„Nichts. Ich hatte keine Lust ihn zu verbessern, um ihm zu sagen, dass es so einen Menschen gibt, dieser Mensch eine Frau ist und dafür absolut keine Teufelskräfte braucht. Denn ich glaube nicht, das Luffy dich hier aufgenommen hat, weil er unbedingt deine Fähigkeit haben wollte das Wetter vorherzusagen. Also habe ich es nicht weiter für wichtig befunden, denn auch unser Käpt’n hat das nicht.“
Kurz lief eine Träne über die Wangen der orangehaarigen Frau, dann nickte sie. Robin hatte Recht. Luffy war der einzige Mensch auf dieser Welt, dem ihre Fähigkeiten egal waren. Sicher, er schätzte sie über alles, aber er hatte nicht befunden, dass sie seine Navigatorin sein sollte, weil er unbedingt ihre Fähigkeiten in seiner Crew haben wollte. Eigentlich hatte er keine Ahnung davon gehabt, was sie für Fähigkeiten hatte, als er sie gefragt hat, ob sie seine Navigatorin werden wollte. Wenn man hier überhaupt von Fragen reden konnte.
Er hatte sie immer nur um ihrer selbst willen, als seine Freundin, bei sich haben wollen. Alles andere war ihm egal gewesen. Genau dafür liebte sie es, in Luffys Crew zu sein. Er würde auf sie aufpassen, weil sie vor allem und vorrangig seine Freundin war und erst danach war sie seine Navigatorin. Genauso wie Robin nur zweitrangig Archäologin war, aber vor allem war sie ihre Freundin. Was hatte sie sich nur so Sorgen gemacht, um ihre Reaktion? Keiner auf diesem Schiff würde sie auslachen. Niemals. Nie. Davor würde Luffy diesen Mensch verprügeln, dass ihm hören und sehen verging.

Auf einmal hörte sie eine altbekannte Stimme durch den Regen schreien. Urplötzlich erschien ein Gesicht vor ihnen, dass sie mehr als alles schätzte. Das Lachen war in das freundliche Gesicht geschrieben und die schwarzen Haare klebten nass an den Wangen. Der Strohhut war Luffy vom Kopf auf seine Schultern gerutscht.
„Hey ihr zwei, was macht ihr denn da?“
Lächelnd drehte sich Nami zu ihm um. Inzwischen war ihre Sorge wie weggewischt.
„Nichts besonderes, Käpt’n.“
„Äh? Ihr seid komisch. Aber kommt endlich in die Küche, sonst erkältet ihr euch noch. Chopper sagt, zu lange im Regen stehen, macht krank.“
Wie aufs Stichwort erweiterte Robin ihr Dach auch über Luffy und wieder mal wunderte sich Nami darüber, dass Luffy zwar von einer Erkältung redete, aber selbst triefend nass im Regen rumlief.
„Wir sind sofort da.“
Zappelnd trat er wieder in den Regen raus und drückte sich seinen Strohhut zurück auf den Kopf.
„Aber beeilt euch, Sanji lässt uns nicht mit dem Essen anfangen, bevor ihr nicht da seid. Außerdem wärmt dich die Suppe wieder auf Nami. Du bist ganz nass.“
Lachend erhob sie die Navigatorin und stapfte ihrem Kapitän hinterher. Es war doch immer das Gleiche mit diesem Menschen. Er dachte nur ans Essen. Doch Luffy drehte sich noch mal zu ihr um und lächelte ihr ins Gesicht.
„Ach und Nami. Ohne dich wären wir, glaube ich, gesunken. Sagt zumindest Zorro. Danke.“
Erstaunt blieb die Angesprochene stehen und starrte in die hellen Augen des Strohhutträgers. Doch dieser grinste sie nur an und war schon wieder fast in der Küche. Sein letztes Wort hallte ihr jedoch in den Ohren nach und ließ sie lächeln. Ja, sie war froh, dass sie in Luffys Mannschaft war. Es war die beste Entscheidung ihres Lebens gewesen. Das sagtne ihr ihr Herz und auch der Wind, der leise um ihre Ohren pfiff.

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Tadaa :) ich hoffe es hat euch gefallen.
Ich entschuldige mich, wenn die Anweisungen, die Nami gibt nicht zu hundertprozent realistisch sind. Ich habe mich bemüht, das sie einigermaßen richtig sind, aber ich bin keine Navigatorin und habe auch nicht so viel Ahnung vom Segeln, deswegen verzeiht mir das :)
lg eure Arzani
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