Don´t say it! (I love you)

DrabbleRomanze, Familie / P18
Ian Gallagher Mandy Milkovich Mickey Milkovich
19.03.2014
19.03.2014
1
4095
3
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Dann wage ich mich auch mal an eine andere Serie als Glee. Nämlich an meine zweite Lieblingsserie 'Shameless'. Ich bin noch nicht gekommen eine eigene Geschichte zu schreiben, aber ich habe mich in diesen OS verliebt und die Erlaubnis bekommen ihn auf D übersetzen zu dürfen. Und Tada... hier ist er auch schon. Es ist ein kleiner OS über eines meiner Lieblingspairings. GALLAVICH. Ian und Mickey <3 Ich liebe die beiden heiß. Sie kommen direkt nach Klaine und CrissColfer. Wirklich. Die beiden sind bezaubernd. Ich empfehle die Serie auch echt weiter. Sie ist großartig. Und für all meine Gleeleser... Mike O'Malley schreibt viel bei den Folgen von Shameless mit. Also joa ^^


Ein Danke an die Originalautorin. Dafür dass ich den OS übersetzen durfte.

Der Link zum Original: http://archiveofourown.org/works/1330882?view_adult=true
Link zu ihrem Tumblr Profil: http://teendouchebags.tumblr.com/

Ich hoffe es gefällt euch <3

***


Sieben Mal sagte Ian 'Ich liebe dich', ehe es Mickey zurück sagte.

Als Ian es zum ersten Mal sagte, war er gerade erst ein paar Tage in New York. Diese hatte er damit verbracht sich an Mickeys kleines und ruhiges Apartment zu gewöhnen. Er fühlte sich hier nicht wirklich unwohl, jedoch vermisste er die Lautstärke und das Chaos mit dem er all die Jahre im Gallagher Haus aufgewachsen war. Außerdem sprach Mickey nicht besonders viel. Ian wusste auch das der Fakt, dass Mickey ihm erlaubte, nein, von ihm gewollt hatte bei ihm einzuziehen, ein riesiger Schritt gewesen war. Und er wusste auch, dass das der Grund war, warum Mickey sich momentan etwas paranoid verhielt. Nun, jedenfalls paranoider als sonst.

Die letzten paar Tage hatte Mickey kaum das Apartment verlassen. Außer er war Arbeiten gegangen. Er war auch schon ein paar mal ausgeflippt, weil Ian nun da war und all seine Sachen herumlagen. Er erwartete sich immer noch, dass sein Vater bei der Tür hineinstürmte und sie beide umbrachte, weil sie doch Schwuchteln waren. Auch wenn es nicht wirklich passieren konnte, weil Terry nicht wusste wo Mickey sich aufhielt. Als Mickey sich dazu entschlossen hatte die South Side zu verlassen, hatte er es nicht halbherzig getan, immerhin war er kein Idiot. Er hatte sichergestellt, dass ihm niemand folgen konnte, wenn er es nicht wollte.

Er hatte sich sogar etwas Zeit genommen, um alles genau durchzuplanen, ehe er irgendeinen Kontakt mit Ian aufgenommen hatte. Sechseinhalb Monate waren vergangen, ehe Mickey den Hörer der Telefonzelle auf der gegenüber liegenden Straßenseite in die Hand genommen und die bekannte Nummer gewählt hatte.

„...Hallo?“, hörte Mickey Ians müde klingende Stimme.

"Gallagher."

„Mickey?“, fragte Ian, nun etwas lauter, als Mickey es gewollt hatte.

„Shhh. Ich will nicht, dass die gesamte verschissene Nachbarschaft hört, dass ich anrufe“, sagte Mickey.

„Wo bist du“, fragte Ian.

„Das ist nicht wichtig.“

„Was? Natürlich ist es wichtig. Mandy macht sich Sor-“

„Sag Mandy nicht, dass ich angerufen habe“, sagte Mickey und unterbrach Ian somit.

„Warum nicht“, fragte Ian.

„Tu es einfach nicht. Kannst du das für mich machen?“, fragte Mickey, dabei seine Augen mit seiner freien Hand überdeckend.

Ein paar Minuten der Stille vergingen.

„Okay.“

„Gut."

Mehr Stille.

„Ich vermisse dich“, beendete Ian dann die Ruhe.

„Mhm“, antwortete Mickey, während er ein paar Steine kickte.

„Geht es dir gut“, fragte Ian dann, besorgt klingend.

„Mir geht es gut.“

Daraufhin seufzte Ian schwer. „Warum hast du mich angerufen?“

„Ich wollte einfach reden.“

Abermals verging eine Minute des Schweigens.

„Kommst du irgendwann wieder zurück?“

„Ich vermisse dich auch.“

Sie sagte es gleichzeitig.

„Was hast du gesagt?“, Mickey konnte beinahe das Lächeln auf Ians Lippen hören.

„Halt die Klappe. Ich werde es nicht zweimal sagen.“

„Mickey-“

„Ich muss los“, war alles was Mickey sagte, ehe er auflegte.

**

Monate der heimlichen Telefonate vergingen. Zuerst rief Mickey nur einmal alle zwei oder drei Wochen an. Dann rief er schon dreimal alle zwei Wochen an. Es veränderte sich solange, bis sie ein paar Mal jede Woche telefonierten. Nach ein paar Monaten, hatte er endlich all seine Eier zusammengesammelt, um Ian zu sagen wo er war. Er erzählte ihm von seinem Apartment. Er erzählte ihm von seiner Arbeit und auch von seinen Nachbarn.

„Warum erzählst du mir all das“, fragte Ian.

„Weil ich kurz davor bin eine wirklich dumme Frage zu stellen und du all das wissen musst, bevor ich es mache“, antwortete Mickey.

„Was?“

„Magst du herkommen und mit mir leben?“, als er das sagte, verzog sich sein Gesicht ein bisschen.

„Ist das dein ernst?“

„Hört es sich an, als würde ich scherzen?“, zischte Mickey.

„Wann?“

„In ungefähr zwei Monaten.“

„Lass mich darüber nachdenken“, sagte Ian.

„Ja, okay. Was auch im-“

„Ja. Ich mache es“, unterbrach Ian ihn.

„Gut“, nickte Mickey. „Gut, dann... Bye.“

**

Ein Jahr war nun schon vergangen, seitdem Mickey Chicago verlassen hatte. Ein Jahr seitdem er zuletzt mit Mandy gesprochen hatte. Auch wenn er es nicht zugeben wollte, vermisste er sie. Aber er wusste, dass es ihr gut ging, weil Ian immer darauf bestand ihm von ihr zu erzählen, wenn sie sich unterhielten.

Es war spät und Mickey konnte nicht schlafen. Er stand auf, zog einen Mantel an und verließ das Apartment. Dann stand er vor der Telefonzelle. Sein Finger schwebte über der ersten Ziffer, ehe er sie letztlich drückte und wählte. Er schüttelte seinen Kopf, als er darauf wartete, dass jemand abhob.

„Wer zu Hölle ist da?“, fragte Mandy.

„Ich bin nicht tot.“

„Wa-? Mickey?“

Mickey legte aber wieder auf und strich sich mit dem Daumen über die Unterlippe. Abermals schüttelte er seinen Kopf, ehe er zurück in das Apartment ging.

Daraufhin schlief er endlich gut ein.

**

Ian war gerade damit fertig, seine Kleidung in Mickeys Zimmer zu verstauen. In ihrem Zimmer. Ian musste bei diesem Gedanken lächeln.

Mickey lag auf dem Bett und schlief tief und fest. Er wirkte zufrieden, etwas was Ian schon ein Jahr lang nicht mehr gesehen hatte. Sein Lächeln wuchs, als er sich auf die andere Seite des Bettes lag. Mickeys Körper nahm beinahe das gesamte Bett ein, darum bewegte Ian seinen Arm zur Seite und legte sich neben ihn. Vorsichtig ließ er seine Finger über Mickeys Arm streicheln, ehe er sich hinunter lehnte und seine Schulter küsste.

„Ich liebe dich“, flüsterte er dann.

**

Als Ian es zum zweiten Mal sagte, passierte nicht wirklich viel.

Es waren ein paar Wochen vergangen seitdem Ian eingezogen war und nichts fühlte sich merkwürdig an. Auch Mickey hatte sich ein wenig entspannt und sah nicht jede zweite Minute über seine Schulter.

Die Dinge liefen großartig. Natürlich stritten sie auch, aber welches Paar tat das nicht. Über dieses Wort musste Ian oft nachdenken.

Paar.

Waren sie das? Sie hatten niemals wirkliche ein Konversation über ihre Bezeichnung geführt. Klar, sie lebten zusammen, schliefen mit niemanden sonst und verhielten sich auch ziemlich pärchenmässig, aber er wollte es immer noch aus Mickey Mund hören. Und dennoch, war es keine Konversation für den heutigen Tag.

Heute war einer dieser magischen Tage an dem keiner von ihnen etwas zu tun hatte. Sie saßen einfach nur faul im Apartment herum. Gerade eben besetzte Mickey die gesamte Couch, die Augen hatte er dabei halb geschlossen. Er sah sich einen merkwürdigen Film an, während Ian auf dem Boden saß und sein Mittagessen aß.

„Hey“, sagte Mickey plötzlich.

„Was?“

„Gib mir was“, sagte er, während er auf das Essen zeigte.

Ian gab ihm den Teller und sah ihm dabei zu wie er zu essen begann. Der Rothaarige konnte nur darüber lächeln, wie häuslich sie doch geworden waren.

„Warum zum Teufel lachst du so“, fragte Mickey, dabei Ian ansehend.

„Ich liebe dich.“

Mickey sah daraufhin einfach nur weg. Ian hätte gelogen hätte er gesagt, dass es nicht ein wenig weh getan hatte, aber wirklich ausgemacht hatte es ihm nichts. Er sagte es nicht, um es ebenfalls zu hören.

Ian stand also auf und gab Mickey einen kurzen Kuss auf die Lippen, ehe er davon ging.

„Wo gehst du hin?“, fragte der Dunkelhaarige.

„Ich werde eine Dusche nehmen. Du kannst gerne dazu stoßen“, grinste Ian frech.

**

Als Ian zum dritten Mal 'Ich liebe dich' sagte, hatte Mickey gerade einen Albtraum gehabt.

Seitdem Mickey nach New York gezogen war, war Schlafen härter für ihn geworden. In manchen Nächten hatte er keine Probleme und träumte von Nichts. Doch in anderen war es die reinste Hölle. Denn da waren seine Träume mit grässlichen Dingen gefüllt, die er niemals hätte aussprechen können und einfach nur vergessen wollte.

Als Ian zu ihm gezogen war, hatte sich nicht wirklich etwas geändert. Nur weil er nun jemand neben sich schlafen hatte, hieß das nicht, dass seine Albträume mit einem Mal verschwinden würden.

Nach zwei Monaten des Zusammenlebens hatte Ian den ersten Albtraum mitbekommen. Es war schon sehr spät und wurde durch einen Schlag in den Magen aufgeweckt. Eigentlich war Mickey jemand der still hielt, wenn er schlief. Ein Grund warum Ian sich nun Sorgen machte.  Darum setzte er sich auf und sah auf seinen Freund hinab. Mickey war eindeutig nicht glücklich mit dem was in seinem Traum passierte.

„Mick“, flüsterte Ian. „Mickey, wach auf.“

Mickey stöhnte, aber wachte nicht auf.

„Komm schon“, Ian schüttelte Mickey an seiner Schulter. „Wach auf, Mickey.“

Abermals stöhnte Mickey, jedoch wachte er dieses Mal auf. Er blinzelte ein paar Mal, ehe er Ian ansah.
„Habe ich dich aufgeweckt?“, fragte Mickey.

„Ja.“

„Tut mir leid“, sagte Mickey, während er sich über die Augen rubbelte.

„Is okay“, sagte Ian. „Geht es dir gut?“

Mickey nickte nur.

„Möchtest du darüber reden?“

Der Dunkelhaarige schüttelte seinen Kopf.

„Willst du ficken?“

Daraufhin musste Mickey kichern. „Nein. Lass uns einfach nur wieder schlafen gehen.“

Mickey legte sich zur Seite, dabei seinen Rücken an Ians Brust gelehnt. Ian versteckte sein Gesicht an Mickeys Nacken und küsste ihn dort ein paar Mal. Dann legte er seinen Arm um ihn und fühlte wie er sich ein wenig entspannte.

„Ich liebe dich“, flüsterte Ian dann gegen Mickey  Hals.

Mickey aber schloss nur seine Augen und tat so als würde er bereits wieder schlafen.

**

Ein Jahr war gekommen und gegangen, seitdem Ian eingezogen war. Sie waren ausgegangen um zu Feiern (Ians Idee) und hatten sich betrunken. Ian dabei ein wenig mehr als Mickey. Er wurde nun von Mickey aufrecht gehalten, was sich ein wenig merkwürdig anfühlte, bedachte man dass Ian größer als sein Freund war.

„Du hast keinr Scherze gemacht, als du meintest, dass du heute vernichtet nach Hause gehen willst“, sagte Mickey.

Ian lachte darauf nur laut.

„Komm schon, noch ein paar Minuten“, sagte er dann weiter.

„Ich bin aber müde“, antwortete Ian.

„Du kannst schlafen wenn wir in der Wohnung sind“, sagte Mickey, als er Ian näher an sich zog, damit er nicht einfach davon laufen konnte. (Das war schon oft passiert. Sehr oft.)

„Lass uns ein wenig hinsetzen“, sagte Ian, als er zu einer Bank hinüber ging.

„Ian“, sagte Mickey, als er ihm folgte. Der Rothaarige klopfte aber nur auf den Platz neben sich, was den Kleineren zum Seufzen brachte, ehe er sich neben ihn setzte.

Ian grinste ihn breit an, während er den Kopf zur Seite neigte. Dann bohrte er einen Finger in Mickeys Unterarm und lehntr sich vor.

„Willst du etwas wissen?“, fragte Ian.

„Was?“

„Ich liebe dich“, begann Ian. „Ich liebe dich so sehr.“

„Gallager-“

„Du musst es nicht zurücksagen. Es ist okay. Ich sage es nicht, damit du es auch sagst“, erklärte Ian, dabei Mickeys Hand nehmend. „Auch wenn es nett wäre es einmal zu hören. Vielleicht irgendwann einmal...“

Mickey starrte Ian ein paar Sekunden an, ehe er nickte. „Ja, vielleicht irgendwann einmal.“

**

Als Ian am nächsten Morgen mit einem hämmernden Kopf und saurem Geschmack im Mund aufwachte, saß Mickey bereits neben ihm auf dem Bett und hielt eine Tasse Kaffee.

„Hier“, sagte Mickey, als er sie ihm mit einer Aspirin reichte.

„Danke.“

Mickey grunzte nur als Antwort und legte sich wieder neben Ian. Schnell legte er sich einen Arm über seine Augen, während Ian auf ihn hinabsah. Eine Idee hatte sich nun schon lange in sein Hirn gebrannt und kam immer wieder zurück. Er wusste, dass er es nicht sagen sollte, aber die Worte kamen dennoch aus ihm heraus.

„Heirate mich.“

Ganz langsam entfernte Mickey den Arm von seinen Augen.

„Was?“

„Heirate mich“, wiederholte Ian.

Mickey sah ihn an und schüttelte nur den Kopf. „Ich gehe wieder schlafen.

**

Als Ian es das nächste Mal sagte, hatten sie gerade Sex.

Ian war tief in Mickey und bewegte sich schmerzhaft langsam. Mickey sagte ihm die gesamte Zeit, dass er sich beeilen und schneller machen sollte, doch Ian hielt ihm vom Sprechen ab indem er Mickey in die Schulter biss.

Mickey hielt deshalb seinen Atem an, ehe er sich auf die Lippe bis und einen peinlichen Ton von sich gab.

Alte Gewohnheiten starben schließlich schwer.

„Fuck, Gallagher. Beweg dich“, sagte Mickey nach ein paar misslungenen Versuchen. Er hatte erkannt, dass es einfacher war die Worte aus seinem Mund zu bekommen, wenn er kurze aussprach. Jedenfalls würden sie nicht wie lächerliche Versuche eines Satzes klingen.

Glücklicherweise hatte Mickey Ian endlich davon überzeugen können schneller zu machen, weil er es in der nächsten Sekunde tat.

Ehe Mickey ihn aufhalten konnte, war ihm auch schon ein Stöhnlaut entkommen und allem Anschein nach hatte dies Ian ermutigt, um noch schneller zu machen.

Mickey kam schließlich mit einem so lauten Stöhnen, dass er sich sicher war, dass er das verheiratete Ehepaar von nebenan aufgeweckt haben musste (Niemand hatte ihn vor den dünnen Wänden gewarnt, ehe er eingezogen war. Er hatte es erst herausgefunden, als das eben genannte Ehepaar sich am zweiten Tag lauthals angeschrien und über etwas gestritten hatte, an das sich Mickey nicht mehr erinnern konnte.)

„Ich liebe dich“, stöhnt Ian dann auf einmal.

Mickey ließ sich auf das Bett fallen und schloss seine Augen, während Ian aus ihm rutschte und versuchte seinen Atem unter Kontrolle zu bringen.

„Sag mir wenn du bereit für die zweite Runde bist.“

**

Zweieinhalb Jahre waren mittlerweile vergangen, seitdem Ian eingezogen war und er den Anruf von Mandy erhielt.

„Ich weiß, dass du in New York sehr viel zu tun hast und so“, begann Mandy. „Du musst nicht kommen.“

„Ich will aber“, sagte Ian.

Daraufhin konnte Ian Mickeys Schwester ins Telefon Seufzen hören.

„Nun, dann sehen wir uns bald, denke ich. Bye“, sagte Mandy.

„Ja, Bye“, antwortete Ian, ehe er tief seufzte und das Handy auf den Nachttisch legte.

„Wer war das?“, fragte Mickey, während er sich seine Schuhe auszog.

„Mandy.“

„Was zum Teufel wollte sie?“, fragte Mickey.

„Dein Vater ist tot.“

Mickey sah Ian daraufhin lange an. „Ist sie sich sicher?“

Ian nickte. „Nächste Woche ist sein Begräbnis.“

„Gut für sie.“

„Ich gehe hin“, sagte Ian.

„Warum zur Hölle?“

„Ich vermisse Mandy.“

Mickey zuckte nur mit den Schultern und legte sich zurück.

„Mach was auch immer du machen willst, Mann. Ist mir egal“, sagte Mickey, dabei an die Decke starrend.

„Möchtest du mit mir kommen?“

Daraufhin grunzte Mickey nur kurz und schüttelte seinen Kopf. „Fuck, nein. Warum sollte ich das machen wollen?“

„Ich weiß nicht. Möglicherweise weil du deine Schwester schon drei Jahre lang nicht mehr gesehen hast?“

„Alter, ich bin müde.“

„Fein.“

**

„Das war anstrengend“, meinte Mandy, dabei ihre Augen rubbelnd.

„Wem sagst du das“, antwortete der Rothaarige.

„Ich werde nie wieder eine Beerdigung planen“, erwiderte Mandy, dabei den Kühlschrank öffnend und zwei Bier herausholend. Sie überreichte Ian eines, der es dankbar annahm.

„Wie geht es dir?“, fragte Mandy.

„Mir geht es gut. Was ist mit dir?“, antworte der Rothaarige, einen Schluck seines Bieres nehmend.

„Mir geht es auch gut. Und triffst du irgendjemanden in New York“, fragte die Dunkelhaarige.

„Nein.“

„Scheiße.“

„Was ist mit dir und Lip?“

Diese Frage brachte die Kleinere zum genervt aufstöhnen. „Ich weiß es nicht. Mit ihm ist es einfach nur frustrierend.“

„Jap. Das ist mein Bruder.“

Stille war alles was folgte.

„Ich habe schon lange nichts mehr von Mickey gehört“, unterbrach Mandy sie dann wieder. Ian wusste nicht was er sagen sollte, darum nickte er einfach nur. „Ich vermiss dieses Arschloch, um ehrlich zu sein“, lächelte sie. „Ich mache mir Sorgen um ihn.“

Ian ging hinüber zu ihr und nahm sie in den Arm.

„Tut mir leid“, flüsterte er ihr ins Ohr.

„Was tut dir leid“, fragte sie.

„Einfach alles.“

**

Zwei Tage später kam Ian wieder nach New York zurück. Es war spät in der Nacht und er war erledigt. Er zog sich seinen Mantel aus und warf ihn über die Couch, als er das Apartment betrat. Alle Lichter waren abgedreht und nichts war zu hören.

Mickey war vermutlich dabei zu schlafen. Dachte Ian zumindest.

Er ging in das Schlafzimmer, aber dort fand er Mickey nicht vor. Sofort zogen sich Ians Augenbrauen zusammen, ehe er ins Badezimmer ging. Kein Mickey. Ian rubbelte seine Augen und beschloss in die Küche zu gehen.

Mickey saß auf dem Küchenboden und hielt eine Falsche mit brauner Tüte in der Hand. Es lagen auch andere Flaschen rund um ihn herum.

„Ian“, jubelte Mickey leise. „Er ist tot. Er ist endlich tot.“

„Geht es dir gut?“, fragte Ian besorgt.

„Fantastisch“, erwiderte Mickey.

„Seit wann sitzt du hier schon herum?“, fragte Ian.

„Ich weiß es nicht. Eine Stunde. Oder vier...“, kicherte Mickey, sich dabei umsehend. „Ich bin wirklich glücklich.“

„Das kann ich sehen“, meinte Ian. Mickey versuchte einen weiteren Schluck seines Getränkes zu nehmen, doch Ian nahm ihm die Flasche aus der Hand.

„Hey!“, schrie Mickey.

„Komm schon. Wir stellen dich jetzt unter die Dusche, du Wrack“, sagte Ian, als er Mickey unter den Armen packte.

„Hat dich sonst auch nie gestört“, murmelte Mickey. Ian sagte darauf nichts und brachte Mickey ins Badezimmer. Er zog ihm seine Unterwäsche und sein Shirt aus, ehe er ihm in die Dusche half. Dann schaltete er das Wasser an.

„Scheiße, das ist kalt“, sagte Mickey.

Ian ignorierte ihn aber und begann ihn zu waschen. Zuerst kümmerte er sich um Mickeys Haar und zog auch daran, als dieser einzuschlafen begann. Mickey versuchte seine Hand wegzuschlagen, doch versagte bei dem Versuch jämmerlich.

„Hör auf dich zu bewegen.“

Nachdem Ian das gesagt hatte, entspannte Mickey sich endlich und ließ Ian das machen was auch immer mit ihm machen wollte. Als er fertig war wickelte der Rothaarige ein Handtuch um den Kleineren, ehe er nach Kleidung für Mickey suchte, die er ihm anziehen konnte.


Nachdem sie beide umgezogen im Bett lagen, sprach Mickey abermals.
„Wie war es?“, fragte Mickey.

„Eventreich. Ein paar Leute haben in seinen Sarg gepinkelt“, sagte Ian.

Mickey kicherte darauf nur. „Wie geht es Mandy?“

„Sie sagte, dass es ihr gut geht“, antwortete der Größere. „Sie vermisst dich."

„Sie wird es überleben“, meinte Mickey schnell.

„Ja, genau“, sagte Ian, als er näher kam und sich neben ihn kuschelte.

„Ian“, sagte Mickey dann nach ein paar Minuten.

„Ja?“

„Ich weiß ehrlich nicht warum du dir das mit mir antust, aber ich bin froh, dass du hier bist“, sagte Mickey, dabei Ian aber nicht ansehend.

„Ich mache es, weil ich dich liebe“, sagte Ian. „Du denkst bestimmt, dass das dumm ist.“

Minuten vergingen und Ian dachte schon, dass Mickey vielleicht eingeschlafen sei, jedoch....

„Tu ich nicht.“

**

Ian lief gerade quer durch das Apartment, während Mickey auf der Couch saß und ihn mit einem belustigten Gesichtsausdruck beobachtete. Ian wollte nach Chicago, um Thanksgiving mit seiner Familie und Mandy zu verbringen und hatte wie immer erst in letzter Minute daran gedacht zu packen.

„Hast du mein Karoshirt gesehen?“, fragte Ian, dabei aus dem Schlafzimmer kommend.

Mickey grunzte nur. „Welches?“

„Großartig. Danke“, antwortete Ian sarkastisch, als er wieder ins Schlafzimmer ging. Nach ein paar Sekunden kam er wieder hinaus und lief weiter ins Badezimmer.

„Gott verdammt“, murmelte Mickey, ehe er von seinem gemütlichen Plätzchen aufstand und Ian ins Badezimmer folgte.

„Du musst dich wirklich besser organisieren“, meinte Mickey, als er sich gegen den Türrahmen lehnte.

„Sieh an wer über Organisation spricht“, lächelte Ian, als er durch den Badezimmerschrank sah.

„Du solltest dich beeilen, wenn du rechtzeitig ankommen willst.“

„Fick dich“, antwortete Ian.

Mickey zuckte nur mit der Schulter und ging beiseite, als der Rothaarige wieder das Badezimmer verließ.

„Weißt du“, sagte Ian laut von einem anderen Teil des Apartments aus. „Du könntest mit mir kommen. Dein großes Debüt machen.“

„Noch nicht, Feuerhaar“, schrie Mickey zurück.

„Noch nicht?“, begann Ian. „Wow, endlich, drei Jahre und ich mache Fortschritte mit dir.“

Mickey lächelte und sah auf den Boden.

„Ich werde dich vermissen“, sagte Ian dann.

„Es sind nur vier Tage, Gallagher“, antwortete Mickey.

„Trotzdem“, erwiderte Ian, als er endlich vor Mickey stand und dabei seine Tasche schulterte. „Ich bin fertig.

„Nun, ich denke, ich werde auch dich vermissen“, sagte Mickey.

Daraufhin grinste Ian nur, bevor er sich hinunterlehnte und Mickey küsste. Er hatte vorgehabt ihm nur einen kurzen Kuss zu geben, doch schon bald, waren Mickeys Arme um seine Schulter gelegt, damit er ihn näher zu sich ziehen konnte.

„Hey, hey. Ich muss gehen“, grinste Ian, sich wieder entfernend.

Mickey ließ einen jämmerlichen Ton aus, während er seine Arme zur Seite fielen. Dann klopfte er ihm sanft auf die Schulter und schubste ihn leicht von sich.

„Dann geh. Lass die Familie nicht unnötig länger warten."

Ian lächelte und begann zu Türe zu gehen. „Okay. Bye. Ich liebe dich.“

„Ich liebe dich auch.“

Der Rothaarige stoppte in seiner Bewegung und wandte sich um. „Was hast du gerade gesagt?“

„Du hast mich gehört“, grinste Mickey.

So schnell konnte Mickey nicht sehen, da kam Ian wieder auf ihn zu.

„Ich schätze ich kann mich ein wenig verspäten.“

*****

So cute. Die beiden sind einfach so herzig. Ich werde nicht mehr. :D Schaut Shameless und liebt es <3
Review schreiben