neue Stadt, neues Kapitel!

von Error
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Hannover Scorpions
16.03.2014
06.11.2014
18
21462
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Dieses Kapitel
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Hey :)
Zunächst erst einmal ein großes Danke, dass ihr auf meine Geschichte geklickt habt! :D
Ich freue mich über jeden Leser, und schätze jede Rückmeldung dreifach und vierfach, da das Fandom (traurigerweise) ziemlich klein ist!
Da die Kapitel druckfrisch kommen (so lasse ich es nicht schleifen ^.^) könnt ihr mir gerne Verbesserungsvorschläge schicken! Bin für jegliche Kritik offen :)  
LG Error <3
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„Chris! Kannst du mir bitte mal beim Tragen helfen!? Du bist schon seit einer Stunde fertig! Hilf endlich mal deiner Lieblingsschwester!“, motze ich meinen Bruder an, welcher gerade aus dem neurenovierten Bad kam.
„Lieblingsschwester… aber auch nur, weil ich keine andere habe!“, grinste er, nahm mir meinen Karton ab und trug ihn in mein neues Zimmer
„Du mich auch!“, drehte ich mich murmelnd um, um wieder aus der Wohnung zu kommen und den letzten Karton aus dem Auto hochzutragen.
Als ich völlig fertig wieder oben war, stellte ich auch diesen in mein Zimmer ab. Es war zwar nicht viel größer als mein altes Zimmer, in Deggendorf, aber dafür hatte ich Ruhe vor meinen Eltern. Diese waren auch der einzige Grund wieso ich mit meinem Bruder zusammen nach Hannover zog. Dauernd schrieben mir meine Eltern vor, was ich zu lassen hatte und was ich nicht machen sollte, und das nervte mich nämlich unglaublich. Zunächst war es nur ein Scherz von mir gewesen dass ich mit nach Hannover zog. Ich war zufrieden mit meinem Leben! Aber dann eskalierte ein Streit und ich wollte unter keinen Umständen alleine bei meinen Eltern wohnen! Da Chris und ich schon immer eine ziemlich enge Beziehung zueinander hatten warf er ein gutes Wort bei unseren Eltern ein, und nach unglaublich vielen Diskussionen erlaubten sie es mir. Nun stand ich hier, in einer riesigen Wohnung in Langenhagen mit meinen Bruder und freute mich auf ein neues Leben, ohne meine Eltern.
„Hey!“, riss mich Chris aus meinen Gedanken und ließ vor meiner Nase ein „Monster Energy“ baumeln.
„Oh. Danke!“, schnell nahm ich ihm die Koffeinbombe aus den Händen und öffnete die Dose.
„Was willst du essen?“, fragte er mich, während wir gemeinsam in die Küche gingen.
Ich erklärte ihm dass es mir ziemlich egal sei, und er beschloss etwas vom Chinesen zu holen.
Währenddessen packte ich die ersten Kartons aus. Die Möbel hatten wir schon einige Tage vorher aufgebaut, so dass wir nur noch unsere sieben Sachen auspacken mussten. Ich freute mich schon sehr, auf das was mir und Chris jetzt bevorstand. Ein neues Leben aufzubauen. Ich hatte schon immer davon geträumt endlich raus aus Bayern zu kommen. So sein zu können, wie ich sein wollte. Einen Neuanfang zu starten, in einer Stadt wo mich keiner kannte. Nachdem ich das neugekaufte Besteck und Teller auf den Küchentisch legte, räumte ich noch das restliche Zeug ein. Ich wusste nicht genau wie viel Zeit vergangen war, aber als Chris zurückkam stellte ich gerade das letzte Glas in den Schrank.

Ich war nicht wirklich nervös, als ich das Schulgelände betrat. Es war eine große Schule mit vielen Schülern und Neuzugängen weswegen ich nicht weiter auffallen würde. Den Stundenplan für meine Kurse hatte ich schon letzte Woche zugemailt bekommen, jetzt musste ich nur noch den verdammten Raum finden. Da aber an der Schule alles ziemlich genau ausgeschildert war, fand ich diesen rechtzeitig. Ich wusste nicht ob ich vor der Klasse stehen bleiben sollte, oder einfach hinein gehen sollte, aber nach kurzem Zögern entschied ich mich für letzteres. Keiner kannte mich. Da die Tür sperrangelweit offen stand konnte ich das laute reden schon von weitem wahrnehmen. So war es wahrscheinlich an jeder Schule in Deutschland.  Wenn nicht sogar weltweit.
Ich atmete noch einmal tief durch bevor ich den Klassenraum betrat. Natürlich fielen neugierige Blicke auf mich, doch glücklicherweise zog ein anderer Junge die Aufmerksamkeit auf sich. Ob er auch ein Neuling war? Kurz musterte ich den Raum bevor ich mich an einen freien Tisch setzte.
Es dauerte nicht lange, als ein Mädchen sich am Nachbartisch niederließ und mich freundlich begrüßte. Als die Klingel das erste Mal läutete war die Klasse schon ziemlich voll, doch neben mir war immernoch ein Platz frei. Erst beim zweiten läuten, was den Beginn des Unterrichts ankündigte kam noch ein Junge in die Klasse gehetzt, welcher zielstrebig auf meinen Tisch zulief.
„Sag mir bitte, dass der Platz neben dir noch frei ist!“, flehte er mich an.
„Ähm… ja… Soweit ich weiß schon…“
„Gut“, atmete er erleichtert aus und ließ seine Tasche neben mir auf den Boden nieder.
„Yannick“, grinste er mich dann an und ich schüttelte verwundert seine Hand die er mir entgegenstreckte.
„Laura…“
„Neu hier?“
„Ja, so ziemlich… wir sind letzte Woche nach Langenhagen gezogen…“, erklärte ich ihm.
„Musstest du umziehen? In der Oberstufe ist ein Schulwechsel doch mit Sicherheit ziemlich schwierig, oder?“
„Ne, ich bin mit meinen Bruder hierher gezogen, weil ich ziemlichen Stress mit meinen Eltern habe. Und ob es schwierig wird, werde ich ja mitbekommen!“, dabei war mein Ton aggressiver als beabsichtigt. Ich sprach nicht gerne darüber, dass ich mich mit meinen Eltern nicht gut verstand, aber Chris meinte am Vortag zu mir, dass ich mich nicht so verschließen sollte und ich hörte nun mal fast immer auf ihn.
„Oh. Studiert dein Bruder hier?“
Ich wollte ihm gerade erklären dass mein Bruder ein Eishockeyspieler war, welcher ab kommender Saison bei den Oberligisten Hannover Scorpions spielen würde und er deswegen umgezogen sei als der Lehrer reinkam und sein Unterricht begann. Zunächst mussten wir uns alle namentlich vorstellen, da der Lehrer auch neu an der Schule war. Yannick erzählte mir zu jeder Person irgendein lustiges oder interessantes Detail, bis er ermahnt wurde leise zu sein.
Ich schaute ihn entschuldigend an, doch er zuckte nur mit den Schultern. Anscheinend war er Ärger mit den Lehrern gewöhnt. Sobald jeder seinen Namen verraten hatte, gab uns der Lehrer ein kurzes Statement was uns dieses Schuljahr erwarten würde. Stress, Stress und nochmals Stress.
In der fünfminuten Pause erzählte mir Yannick, dass er auch ziemlichen Ärger mit seinen Eltern hatte, da  er Eishockey spielte, und seine Eltern nicht wollten dass seine Noten darunter litten. Nicht in der zwölften Klasse, wenn es um die Zukunft ging.
„Du spielst Eishockey?“, fragte ich ihn freudig überrascht.
„Äh… ja… ich weiß nicht ob du die Mannschaft kennst… Hannover Indians, spielen seit dieser Saison in der 3. Liga, aber ich spiele noch in der Jugendliga. Wenn ich gut genug bin, darf ich bei den großen mitspielen…“
„Ich habe schon mal von denen gehört… die können nicht so mit den Scorpions, oder?“, fragte ich unsicher nach, was mir sofort einen erstaunten Blick einbrachte.
„Nein… die können allerdings nicht so gut mit den Scorpions… Das ist immer eine ziemlich heftige Geschichte wenn die gegeneinander gespielt haben…  aber wie kommst du denn jetzt auf die Feindschaft zwischen den beiden Vereinen?“, fragte er mich skeptisch.
„Mein Bruder ist hier nicht wegen eines Studienplatzes hergezogen… er spielt ab kommender Saison bei den Scorpions… nur deswegen habe ich was von den Indians gehört…“
Yannicks Blick huschte für einen kurzen Augenblick nach links, und ich folgte diesem. Ich wusste nicht, was mich erwartete, aber ich war ziemlich geschockt, als mich ein braunes Augenpaar anstarrte.
„Was zur Hölle…“, entfuhr es mir.
„Darf ich vorstellen. Tim Marek. Ebenfalls ein Spieler der Hannover Scorpions für die kommende Saison... und eine der wenigen Personen aus der Klasse, welche ich überhaupt nicht ausstehen kann.“
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