Von frechen Schülern, schwulen Lehrern und anderen Katastrophen

von lustig
GeschichteHumor, Romanze / P12 Slash
10.03.2014
31.08.2014
21
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10.03.2014 676
 
Prolog: Die drei Verrückten auf der Autobahn

Personen
Raul Addams
Ike Mac Alistair
Sebastian Kreuzner
Juno Redford
Sammy Rawlins
Emily O‘Carogan
Veronique de Finistere
Jocelyn Harmer

Aufgabe Nr. 2
Nr. 2, 4 und 7 haben nachts eine Autopanne.


„Himmel, was ist geschehen?!“ Eine panische Frauenstimme. Ziemlich hoch. Er kennt sie. Aber er kann kein Gesicht damit verbinden.
„Huhu, MMA! Bitte aufwachen!“ Noch eine Frauenstimme. Fröhlich, etwas tiefer. Auch sie ist ihm bekannt. Doch ihm fällt einfach nicht ein, wer es war.
„Sie brauchen sich doch nicht die Schuld zuzuschieben! Schließlich ist es sein Problem, dass er sich uns in den Weg gestellt hat.“ – „Aber er sollte deswegen nicht ohnmächtig werden!“ Das Letzte sagt die erste Stimme. Ein Schemen einer Erinnerung huscht durch seinen Kopf.
„Der Typ hat definitiv zu schwache Nerven. Vielleicht hätten wir doch eher Mister Addams als Sekundanten nehmen sollen…“ Stimme zwei. Sie klingt nachdenklich. Beim Wort Sekundant huscht ein Erinnerungsfetzen durch seine Gedanken. Grelles gelbes Licht, das ihm in die Augen sticht. Dunkelheit, die der Helligkeit folgt.
„Was sollen wir denn jetzt machen?!“ Erste Stimme. Ein Geräusch, das entfernt an verstörtes Haarraufen erinnert, dazu ein panisches Schnauben.
„Na, ist doch klar. Warten bis er wieder aufwacht.“ – „Wie lange wird das denn dauern? Ich denke nicht, dass deine Kollegen die Straße noch länger sperren können, Ronny.“ – „Emi schafft das schon. Außerdem sind Ihre Kollegen doch auch dabei!“ – „Jaaa…“ Er kann dem nicht mehr folgen. Aber das Letzte scheint wieder die erste Stimme gewesen zu sein. Kopfschmerzen flammen auf, während er nachzudenken versucht. Weswegen kommen ihm die gerade genannten Namen so bekannt vor?
Es wird hell, doch nur Augenblicke später verschwindet der Schein wieder.
„War das ein Blinzeln? Tu doch die Taschenlampe weg!“ Ein Klicken. Er stöhnt.
„Hallo. Haaallooo, aufwachen! Wach auf! Du hast lang genug geschlafen, Ikey!“ Kurz überlegt er, ob er vielleicht der Aufforderung folgen und die Augen aufmachen soll, aber dieses Dröhnen in seinem Schädel will er dann doch nicht durch Lichteinfluss verstärken.
„Mahan… so schwache Nerven hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Was bitte ist so erschreckend daran, wenn ein Auto und ein Motorrad auf einen zufahren?“ Wieder die zweite Stimme. Er glaubt eine Ahnung zu haben, wer es ist. Sicher ist er sich jedoch nicht.
„Sollen wir nicht doch einen Krankenwagen rufen?“ – „Und uns damit die Polizei wegen illegaler Rennen auf den Hals hetzen? Nein danke, darauf kann ich wirklich verzichten.“ Nun öffnet er doch die Augen. Illegal? Was?
Mister Mac Alistair! Wie schön, Sie wieder unter den Lebenden begrüßen zu können! Haben Sie gut geschlafen?“ Er kneift irritiert die Augen zusammen. Veroniques strahlende, braune Augen mustern ihn, während ein ziemlich belustigtes Grinsen ihre Lippen ziert. Neben ihr sitzt seine Kollegin, Juno Redford. Sie wirkt ziemlich durch den Wind, grinst aber auch, als sie sieht, dass er wieder anwesend ist.
Was war geschehen? Und was genau macht er eigentlich hier? Er kann sich nur noch daran erinnern, dass die beiden Vollpfosten, die gerade vor ihm in der Nacht hocken, wissen wollten, wer von beiden das schnellere Gefährt hatte und ihn als Sekundanten zu ihrem Duell gefordert haben. Daher also der Sekundant! Deswegen ist ihm dabei die Erinnerung wieder erschienen. Weswegen er zugesagt hat? Muss wohl der kleine Floh in seinem Ohr gewesen sein, der unbedingt Experimentalphysiker hatte werden wollen.
Nun. Er ist also aufgetaucht, die beiden auch. Sie haben sich in ihre Fahrzeuge gesetzt, während die Straße von den Flying Bastards und einigen Lehrern abgeriegelt worden war, und das Rennen begonnen. Und dann? Er erinnert sich, die beiden auf sich zurasen gesehen zu haben. Danach nichts mehr. Totaler Filmriss.
Dann die Eingebung, fallend wie Schuppen von den Augen:
Er hat ihr Rennen mitten auf der Straße gestoppt, indem er vor ihre Fahrzeuge gerannt war.
Sein Floh war mit einem Mal blanker Panik gewichen.
Er war vor ihren Augen ohnmächtig auf der Straße zusammengeklappt.
Dreimal verfluchte Scheiße.
Sein Gehirn registrierte plötzlich mit ziemlicher Deutlichkeit, wie sich die vielen kleinen Steinchen des Asphalts in seinen Rücken bohren. Und er wünscht sich die gnädige Dunkelheit von vor wenigen Augenblicken zurück.
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