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Hinterlassenschaften

von SilviaK
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Captain Planet Gi Kwame Lenka Ma-Ti Wheeler
10.03.2014
17.03.2014
3
3.902
2
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10.03.2014 782
 
Beim Aufräumen fand ich das Fragment einer Captain Planet FF, die ich als Teenie mal verfasst habe *g* Obwohl das weitab jedes Fandoms liegt, in dem ich mich heute bewege, und ich altersmäßig auch nicht mehr in die Zielgruppe passe, hatte ich trotzdem Lust, der Story noch ein Ende zu schreiben. Pure Nostalgie anscheinend ;-)

Zur Story: Ist noch jemandem aufgefallen, dass der gute Captain bei seinen Rettungsmissionen manchmal ein ganz schönes Chaos hinterließ, aber eigentlich so gut wie nie einer der Kids daran dachte, das auch mal wieder in Ordnung zu bringen? Irgendwann hat mich das als Zuschauerin echt genervt. Ich meine – wer sind denn hier die Umwelthelden? Das muss denen anscheinend mal jemand sagen! So entstanden Sally und ihre kleine Geschichte.



Kwame riss das Steuer herum. Abrupt änderte das Motorboot die Richtung und strebte der nahen Küste zu.
„Sie sind hinter uns!“ rief Ma-Ti. Er hielt sich krampfhaft an der Reling fest. „Sie rammen uns, wenn wir nichts tun!“
„WASSER!“ Gi richtete ihren Ring auf die Verfolger. Eine meterhohe Welle schwappte über das Boot, das trotzdem unaufhaltsam näherkam.
„Lasst uns Captain Planet rufen!“ keuchte Lenka.
Die Kinder streckten die Arme in die Luft und riefen ihre Kräfte. Kwame hielt mit einer Hand das Steuer fest. Aus einem Wirbel von Wasser und Schaum, der vom Meeresgrund aufstieg, schälte sich eine schlanke, kräftige Gestalt. Ein junger Bursche mit grünem Haarschopf und hellblauer Haut.
„Eure Jagd wird ins Wasser fallen, schätze ich“, spottete er munter und sauste durch die Luft auf das Verfolgerschiff zu.
Kwame stoppte die Fahrt. Das Motorboot schaukelte ein Stück von der Küste entfernt auf dem Wasser und das Planetenteam beobachtete angespannt, wie das Verfolgerboot in
rasendem Tempo auf sie zuschoss, aber kurz darauf von Captain Planet eingeholt wurde.
„Festhalten“, warnte er lachend die Besatzung und stemmte das Heck des Schiffes in die Höhe. Der Bug versank im Wasser. Schreiend flüchteten die Insassen in die Rettungsboote.
Der Captain versenkte das Boot mit einer Riesenwelle, die den Strand überspülte und mit ihrer Macht die Palmwurzeln freilegte. Einige Bäume kippten auf den weißen Sand.
Die fünf Kinder hatten allerdings keine Gelegenheit, sich nach dieser Seite umzudrehen. Ihre Aufmerksamkeit galt den Rettungsbooten im Meer – und ihrer Unterstützung am Himmel.
„Da! Ein Hubschrauber!“ rief Wheeler. Das rote Haar hing ihm nass in die Stirn. „Mit einer Kanone! Die kenn ich doch. Die versprüht Giftschlamm! Los, Cap! Blas die Brüder vom Himmel!“
Der Captain winkte ein Einverständnis, warf sich herum und fing an, sich in der Luft in rasendem Tempo um sich selbst zu drehen. Die Windhose, die so entstand, erfasste den Hubschrauber und trug ihn an der Küste entlang. Dabei blieb auch ein Bootshaus nicht verschont, das ihm im Wege stand. Die Dachziegel erhoben sich wie rote Vögel in die Luft und taumelten zu Boden, wo sie zersprangen. Der Hubschrauber ging erst weit im Hinterland nieder.
„Weg ist er! Und das Boot ist gesunken! Der Captain hat es mal wieder geschafft!“
Die Kinder jubelten, und Captain Planet verschwand bis zum nächsten Hilferuf wieder im Schoß der Erde.

‚Ganz tolle Aktion!’ dachte Sally wütend. ‚Der Tanker liegt mitsamt den Ölfässern auf dem Meeresgrund. Und der Strand sieht aus wie ein Schlachtfeld. Eine ganz tolle Aktion, echt!’ Sie kroch hinter dem schützenden Holzplankenstapel hervor, strich sich durch das zerzauste Haar und klopfte Erde und Späne von der Hose. Dann drehte sich das Mädchen um und musterte grimmig das Bootshaus, das ihren Eltern gehörte. Die Ziegel lagen verstreut herum, teilweise zerbrochen, selbst der Dachstuhl schien angeknackst zu sein.
Und erst der Strand! War da nicht auch noch ein Hubschrauber abgestürzt?
Das würde das kleine Städtchen am Mexikanischen Golf wieder Geld kosten!
Von ihren Eltern mal ganz zu schweigen.
"Captain Planet ist ein Held!" schnaubte Sally verächtlich und stieß den Fuß in einen Ziegelscherbenhaufen. So sehr sie das Planetenteam bisher bewundert und geachtet hatte – das war zuviel! Die Instandsetzung des Bootshauses blieb an ihrer Familie hängen, die Bergung des Tankers und des Hubschraubers und die Beseitigung der umgestürzten Bäume an der Stadtbevölkerung. Wenn dieser Captain Planet so mächtig war, dann hätte er auch reparieren können, was bei seinem Kampf beschädigt worden war! Aber er hatte sich nicht mal umgedreht. Und das Motorboot mit den Kids darauf war auch einfach fortgefahren.
Aus der Tür des Bootshauses tauchten Sallys Vater und seine zwei Angestellten auf. Schimpfend machten sie sich daran, die zerbrochenen Dachziegel zusammenzukehren und die noch verwertbaren auszusortieren. Sally half ihnen und beschloss, dem Planetenteam einmal gehörig die Meinung zu sagen. Gleich morgen würde sie nach Daytona Beach fahren und ihre Freunde ausfragen. Tias Vater war Reporter, er rannte den Planetenteam-Stories buchstäblich hinterher. Er würde ihr sicher helfen können, diese fünf Kinder zu finden.
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