*~ This is not the End ~*

von La-La
KurzgeschichteDrama, Angst / P12 Slash
07.03.2014
07.03.2014
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Fortsetzung von *~ You're not a Monster ~*
Zum besseren Verstendniss erst den 1. Teil lesen :D
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Widmung: An meine Seelenverwandte. Ich liebe dich <3

Ungeduldig stehe ich vor dem Laden.
Ich spüre schon wieder, wie sich fremde Blicke in meinen Rücken bohren.
Wie schon so oft in den letzten Wochen.
Endlich stehst du vor mir.
„Alles okay, Kookie?“, fragst du.
Ich nicke nur.
Du schaust mich misstrauisch an, aber fragst nicht weiter nach.
Du greifst nach meiner Hand, schulterst deinen Rucksack und wir gehen zum Bahnhof.
Wir hatten Glück, dass die kleine Ortschaft überhaupt eine Bahnverbindung hat.
„Hast du alles bekommen, hyung?“
Du nickst und ziehst deinen Einkauf Stück für Stück aus der Tasche.
Er bestand ausschließlich aus Lebensmitteln.
In dem Moment ertönt eine hallige Stimme aus den Lautsprechern.
Sie berichtet, dass unser Zug eine halbe Stunde Verspätung hätte.
Ich seufze.
Es machte mich jedes Mal furchtbar nervös, längere Zeit an einem Ort zu bleiben.
Ich hatte meine Gründe.
In dem Moment kommt dasselbe Gefühl in mir auch, welches ich auch schon vor dem Landen hatte.
Ich schaue mich um.
Auf dem Bahnsteig uns gegenüber steht ein Mann im Anzug und scheint uns zu beobachten.
„Hyung..“, murmel ich.
Doch du hörst mich anscheinend nicht.
Ich sehe nach rechts.
Auch dort stehen zwei schwarz gekleidete Männer.
Sie reden nicht, sehen uns nur an.
„Taehyung~“ sage ich jetzt etwas lauter.
Endlich reagierst du und schaust mich fragen an.
Mit einer leichten Kopfbewegung deute ich auf unsere Beobachter.
Erschrocken weiten sich deine Augen.
„Shit…“, murmelst du.
„Hyung, was wollen die?“
Du schüttelst nur den Kopf und ich verstehe nicht, warum.
„Hyuung~“
Ich schiebe meine Lippen ein Stück vor und sehe dich mit meinem besten Aegyo an.
„Nicht jetzt, Jungkook“, zischst du.
Erschrocken weiche ich ein Stück zurück.
„Bleib hier“, sagst du und drückst mir deinen Rucksack in die Hand.
Du ziehst die Kapuze über den Kopf und stehst auf.
Ich sehe dir hinterher.
Du entfernst dich immer weiter.
Als du den Bahnsteig verlässt, schauen die Männer dir hinterher.
Ich sehe, wie sie über die Headsets miteinander kommunizieren.
Dann gehen zwei von ihnen hinter dir her.
Der, der übrig bleibt ist der mir gegenüber.
Ich senke meinen Blick, um dem seinen auszuweichen.
Ich mache mir wahnsinnige Sorgen um dich.
Was, wenn die Männer dir was antuen würden?
Ich will dir schon hinterherlaufen, als der schwarz Gekleidete nickt und dann ebenfalls in die Richtung läuft, in die du verschwunden warst.
Haben sie dich gefangen?
Was soll ich jetzt nur tun?
Ich stand auf, doch in dem Moment höre ich dich sagen: „Wo willst du denn hin?“
Ich drehe mich um.
„Hyung!“
Ich warf mich dir in den Arm.
„Dir geht es gut.
Ich hatte solche Angst.“
Du streichst mir beruhigend über den Rücken.
„Es ist alles gut, Kookie.
Aber wir müssen jetzt unbedingt hier weg.“
Zum Glück kommt nach wenigen Minuten der Zug, der uns so weit weg bringt wie möglich.

Ich wache davon auf, dass du mir sanft gegen die Nase stupst.
„Endstation.
Wir müssen hier aussteigen.“
Ich reibe mir über die Augen, um richtig wach zu werden.
„Wo sind wir?“
Du sagst nichts.
Ich folge dir hinaus auf den Bahnsteig.
Und der Ausblick verschlägt mir den Atem.
Man kann über die Stadt hinweg direkt auf das Meer sehen.
Wie automatisch atme ich tief ein.
Ich kann das Salt riechen.
Das hier war wirklich das Meer.
So schnell es ging schleppe ich dich zum Strand.
Da es relativ kühl war heute, sind nicht allzu viele Menschen hier.
Ich ziehe meine Schuhe und Socken aus.
Ich wollte den Sand zwischen meinen Füßen spüren.
Einige Sekunden stehe ich nur da und sehe den Wellen zu, wie sie sich am Ufer brechen.
Dann sehe ich zu dir zurück.
Du bist ein paar Schritte hinter mir stehen geblieben und lächelst mich an.
„Hyung“
Ich grinse dich an.
„Willkommen in Busan, Kookie.
Gefällt dir das Meer?“
Ich laufe die paar Schritte zu dir und schlinge meine Arme um dich.
„Woher weißt du, dass ich das Meer liebe?“
Ich muss einige Sekunden auf deine Antwort waren.
Besorgt sehe ich in dein Gesicht.
Doch da lächelst du schon wieder und antwortest: „Ich weiß mehr als du denkt, Kookie“
Ich frage mich, warum du manchmal so geheimnisvoll tust.
Ich drehe mich zurück dem Meer entgegen.
Langsam lasse ich mich hinunter in den weichen Sand sinken.
Nach kurzem Zögern setzt du dich neben mich.
Du nimmst meine Hand.
So sitzen wir da, den Blick aufs Meer gerichtet, und vergessen alles Übel.

Als es dunkel wurde hatten wir uns nach einem günstigen Hotel umgesehen.
Nun sitzen wir beide auf dem Bett und sehen durch das geöffnete Fenster auf das Meer.
Das Rauschen des Wassers kann man bis hier her hören.
Ich weiß wirklich nicht, was mich so sehr an dem Meer faszinierte.
Es fühlt sich so an, als wäre dies der Ort, an dem wir endlich Frieden finden könnten.
Mit diesem Gedanken schlafe ich an deine Schulter gelehnt ein.

Du rüttelst an meiner Schulter.
„Komm schon, wach endlich auf“, murmelst du.
Ich sehe dich verschlafen an.
Draußen sah man erst ein schmales rötliches Band, welches einen klaren Morgen erahnen ließ.
„Schnell, steh auf“
Ich sehe dich an.
Du siehst aus dem Fenster und ziehst dann schnell die Vorhänge zu.
„Komm, komm!
Beeil dich, Jungkook!“
Ich stehe auf und stolpere dabei beinahe über die Decke.
Du fängst mich grade noch auf.
„Alles okay?“
Ich nicke und schüttle die Decke ab.
„Komm mit“
Verwirrt folge ich dir aus dem Zimmer.
Ohne zu zögern rennst du die Treppen herunter.
„Hyung, was..“
Du weißt mich an, leise zu sein und ziehst mich an der Hand weiter.
Unten angekommen stößt du die Tür auf.
Doch wir werden erwartet.
SIE stehen einige Meter von der Tür entfernt und sehen das Gebäude hoch, wo wohl unser Zimmer sein musste.
Leider knarzt die Eingangstür lautstark.
In Gedanken verfluchte ich den Hausmeister, dass er die Tür nicht geölt hatte.
Denn nun sahen uns die Männer gradewegs an.
Du nimmst  meine Hand fester und ich spüre grade zu, wie du nachdenkst.
Doch du kommst zu demselben Schluss wie ich.
Es gibt nur einen Ausweg.
Und zwar Flucht.
„Lauf!!“ rufst du und mit ineinander verschränkten Händen sprinten wir gleichzeitig los.
Wir laufen durch die halbdunklen Straßen, immer bergauf.
Die Häuser werden weniger, bis wir irgendwann einen Wald vor uns sehen.
Doch die Männer folgen uns.
Und sie waren uns auf den Fersen.
„Meine Lunge begann zu brennen und meine Muskeln wurden langsam taub.
Doch ich gab alles.
Denn würde ich jetzt aufgeben, wäre das nicht nur mein Ende.
Ich bin mir sicher, dass du ganz bestimmt nicht ohne mich weiter laufen würdest.
Also laufe ich nicht für mich sondern für dich.
Trotzdem spüre ich, wie ich immer weiter hinter dir zurück falle.
Immer öfter stolpere ich, wobei die Wurzeln, die den Sandweg überzogen, alles andere als Hilfreich sind.
„Stopp!“ rufst du auf einmal und bleibst abrupt stehen.
Und zwar grade rechtzeitig, denn genau vor uns Endet der Wald an einer mindestens zwanzig Meter tiefen Klippe.
Wir drehen uns um.
Dabei verliere ich endgültig das Gefühl in meinen Beinen und muss mich an dir festhalten, um nicht auf den erdigen Boden zu fallen.
Die Männer kommen seelenruhig aus dem Wald auf uns zu.
Etwa fünf Meter vor uns bleiben sie stehen.
Weder atmeten sie schwer, noch haben sie Schweißperlen auf der Stirn.
Ganz anders als ich.
Ich bekomme kaum noch Luft, so sehr brennt meine Lunge.
Bestimmt stehen wir ein paar Sekunden nur uns gegenüber und sehen uns an.
Da ergreift einer der Männer das Wort.
„Kim Taehyung“
Ich hasse es, wie er deinen Namen ausspricht.
„Du bist einfach viel zu berechenbar.
Es war klar, dass du ihn hierher bringen würdest.
Dorthin, wo er das Licht der Welt erblickt hat“
Mir wurde langsam schwarz vor Augen, doch mein Gehör funktioniert umso besser.
„Was?“ hauche ich.
„Kookie…“
„Hyung.. was heißt das?“
„Dass das hier deine Heimat ist.
Ich dachte, dass dies der Ort sein würde, wo wir beide bleiben könnten.
Wo wir für immer unsere Ruhe haben könnten.
Es tut mir Leid.
Ich hätte wissen müssen, dass das eine Falle war“
„Hyung…“
Meine Hand zittert, als ich sie hebe und an deine Wange lege.
„Wir können hier unseren Frieden finden.
So wollte es das Schicksal und so wird es sein.“
„Kookie.
Was hast du vor?“
„Vertrau mir, hyung.
Es gibt einen Ort, wo wir für immer zusammen sein können.
Wir müssen nur den Schritt wagen, diese Welt zu verlassen.“
Ich spüre deinen Blick auf mir.
Dann hilfst du mir, mich zum Meer hin umzudrehen.
Genau im richtigen Moment kehrt ein Teil meiner Sehkraft zurück.
Ich sehe herunter, wo sich große Wellen am Felsen brechen.
Ich spüre den Wind in meinem Gesicht.
Ich schmecke das Salz auf meinen Lippen.
Ich kann das Meer fühlen.
Dann sehe ich dich an.
Ein letztes Mal.
Oder auch nicht.
Wer weiß was uns dort unten erwartet.
Vielleicht der Himmel?
Die Hölle?
Möglicherweise auch das ewige Nichts.
Aber Angst habe ich keine.
Trotz all der Ungewissheit.
„Ich liebe dich, Jeon Jungkook.“
„Ich liebe dich auch, Kim Taehyung.“
Diese Worte hallen in meinem Kopf, während wir im gleichen Moment einen Schritt ins Leere tuen.
Ich fühle den Aufprall nicht.
Ich fühle nur die warme Berührung deiner Hand an meiner.
Und ich weiß, dass dies nicht das Ende ist.



Menschen ...
Es tut mir so Leid... ich weiß nicht wie ich es übers Herz bringen konnte, sie umzubringen. Ich bin grausam, ich weiß ToT
Mein armes Kookie D':

Zumindest hoffe ich, dass es euch doch zumindest etwas gefallen hat.
Wenn ja, hinterlasst mir doch bitte Mal ein Review. Wenn nicht, dann auch xD
Ich bin offen für Verbesserungsvorschläge ;D

& damit ein schönes Wochenende euch allen,
Laura ^^
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