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Casablanca in Tree Hill

von PUDGI
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Dan Scott Haley James Scott Nathan Scott
07.03.2014
07.03.2014
2
1.884
 
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07.03.2014 826
 
Viele Ideen für die FF kommen aus der OTH-Folge Casablanca in Tree Hill. Aber es ist nicht alles so wie in der Folge, also verlasst euch nicht darauf, dass alle Charaktere in denselben Beziehungen zueinander stehen wie in der Folge. Jedenfalls viel Spaß beim Lesen.Ich freue mich übrigens sehr über Reviews.

Langsam und elegant zog ich mir den zweiten Seidenstrumpf an, schlüpfte gekonnt in meine hohen goldenen Pumps und prüfte mein Make-Up. Das machte ich vor jedem Auftritt so, jeden Tag. Im Kopf ging ich mir noch mal meinen Text durch: I know a little place in Carolina, it's open year round, but only after dark so, bring your gal and bring your… Unsanft wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als es an der Tür klopfte. Höchstwahrscheinlich Nathan, der wieder einmal wissen wollte, ob es mir gut ging, ich nicht traurig war, etwas in dieser Richtung. In letzte Zeit machte er sich Sorgen um mich, dummerweise merkte er, dass etwas nicht stimmte. Oder vielleicht auch Karen, immerhin war sie die Besitzerin dieses Cafés, da musste sie doch sichergehen, dass ihre Sängerin bereit für ihren Auftritt war. Ich war so gut wie fertig, nur mein Kleid hatte ich noch nicht an, dafür aber mein Unterkleid, das Nathan mir zu unserem dritten Hochzeitstag geschenkt hatte. Ich zog mir meinen seidenen Bademantel über und öffnete dem gutaussehendem, älteren Mann, der mich sofort anlächelte, als er mich sah, und ohne zu fragen eintrat. Ich wusste nicht ganz, was ich über sein plötzliches  Erscheinen denken sollte. Zum einen freute ich mich über seinen Besuch, ich genoss es in letzter Zeit, ihn um mich zu haben. Andererseits hatte er sich nicht angekündigt und mich somit mehr als nur überrascht, fast ein wenig verärgert: „Was willst du hier, Dan?“ „Du trägst ja meine Kette. Steht dir gut.“ Oh, das machte er gerne, vom eigentlichen Thema abzulenken. Automatisch sah ich an meinem Hals herunter auf die silber-diamantenen Steine, die mir entgegen funkelten. „Ja, sie ist wirklich schön. Aber du bist sicher nicht wegen der Kette hier. Du weißt, dass Nathan an der Bar arbeitet. Was, wenn er dich sieht? Er wird sich doch sofort Gedanken machen, so misstrauisch wie er mir in letzter Zeit gegenüber ist. Du solltest wirklich vorsichtiger sein. Du weißt, wir dürfen nicht miteinander gesehen werden.“ „Es tut mir leid. Es war vermutlich nicht klug, dich heute zu besuchen, aber ich musste dich unbedingt sehen. Es gibt unglaubliche Neuigkeiten und die wollte ich dir persönlich sagen: Ich kann es mir nun endlich finanzieren, die Bar komplett zu erneuern. Das wird mir nur umso mehr Kunden ins Haus bringen.“ „Das freut mich für dich. Das ist wirklich großartig“ „Ja, aber da gibt es noch etwas.“ „Gut, was ist es?“ „Jetzt, wo die Geschäfte auf der anderen Straßenseite so gut laufen werden wie nie zuvor, gibt es keinen Grund mehr für dich, in diesem Drecksloch zu arbeiten. Du könntest genauso gut auch in meinem Club dein Geld verdienen. Also, was sagst du?“ „Ich glaube, das wäre wahrscheinlich keine gut Idee…“ „Wieso nicht? Was ist denn das Problem? Verlasse diesen ärmlichen Barkeeper-Clown einfach und vergnüge dich mit einem erfahrenen, reichen Mann.“ „Bitte rede nicht so von Nathan, er hat sehr lange dafür gearbeitet, das zu haben, was er heute sein Eigen nennen darf. Immerhin sind wir jetzt drei Jahre verheiratet. Das wiegt doch auch etwas, oder etwa nicht? Außerdem ist er dein Sohn, auch wenn du das lieber verdrängen würdest.“ „Das ist wahr, es tut mir leid. Ich verstehe nur nicht, warum du diese Veränderung nicht wagen willst.“ „Erstens kann ich Karen nicht so einfach im Stich lassen. Sie findet nicht so schnell eine neue Sängerin und sie hat doch so hart dafür gearbeitet, diesen Laden aufzubauen. Ich war von Anfang an dabei, habe gesehen, wie sie aufgestiegen ist. Wir haben uns angefreundet. Ich kann jetzt nicht so einfach gehen.“ „Und Zweitens?“ „Zweitens wäre das doch seltsam. Ich würde mir unglaublich merkwürdig vorkommen, du weißt schon, wie eine…Nutte.“ „Was? Aber wieso denn? Ich bitte dich doch nicht, vor Publikum einen Striptease hinzulegen, du sollst lediglich singen, genauso wie hier, nur in schöneren Kleidern.“ Bei letzteren Worten lachte er sein typisch-verführerisches Dan-Scott-Lächeln, das mich auch vor drei Jahren um den Verstand gebracht hatte. „Das ist es nicht. Nur…mit einem Mann zu schlafen, der einen bezahlt…für mich klingt das sehr nach einer Nutte.“ „Aber ich bezahle dich doch nicht dafür, dich mit mir zu amüsieren, sondern für deinen Job.“ „Dennoch…ich muss einfach darüber nachdenken, was ich will.“ Kurz schien er nach weiteren Gegenargumenten zu suchen, dann akzeptierte er meine Antwort widerwillig und seufzte. „Na gut. Wann sehen wir uns dann wieder?“ „Ich werde dich noch heute Abend anrufen und dir Bescheid geben. Aber jetzt muss ich wirklich gehen. Die Leute warten sicher schon auf mich.“ Mit diesen Worten öffnete ich die Tür und Dan verlies meine Garderobe. Was für eine Aufregung.
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