The truth about Varia and Eve Part 5 - Die Rache der Auserwählten

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
05.03.2014
20.03.2014
5
15513
3
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Disclaimer: Alle Charaktere aus XWP gehören MCA Universal & Ren Pics, ich habe nicht vor mit dieser Geschichte irgendein Copyright zu verletzen, geschweige denn, das Ansehen der Charaktere bzw. der Darsteller. Dies ist eine rein erfundene Geschichte, welche lediglich die Fantasie der Leser beflügeln soll.
Sexwarning: In dieser Story gibt es eine sexuell, graphisch detaillierte Handlungen zwischen zwei Frauen d.h. sie sollte nicht unter 18 Jahren gelesen werden.
Violence/ Gewalt: Ist der Serie angepasst.
Anmerkung der Autorin: Wie alle meine Geschichten, enthält auch diese sehr viel Dialog zwischen den Charakteren. Es sollten Teil 1 - 4 vorher gelesen werden zum besseren Verständnis der gesamten Serie. Teil 5 ist nicht minder düster und schließt direkt an Teil 4 an. Nach dem offenen Ende würde ich meine Leser nie ohne einen weiteren Teil lassen.
Viel Spaß
Eure Blue :o)

The truth about Varia an Eve Part 5


Die Rache der Königin”


Man bedenke, dass Verachtung die subtilste Form der Rache ist, doch oft trägt Rache keine Frucht. Eines jedoch sollte nie vergessen werden: Verzeihen ist die wahrlich beste Art der Rache, denn der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme. Leider fühlen diejenigen die gehen, den Schmerz des Abschieds nur für den Moment. Aber der Zurückgebliebene leidet ewiglich...“

Rückblick: Gabrielle kehrt nach Griechenland zurück, um Eve die Nachricht von Xenas Tod zu überbringen und sie zu beerdigen. Gemeinsam mit Eve, reist sie ins neu erblühte Amphipolis, um ihre traurige Pflicht zu erfüllen. Thaires, die Varia immer noch liebt, versucht sie zu verführen und für sich zu gewinnen. Sie schmiedet zusammen mit Ares einen teuflischen Plan, nicht ahnend, welche fatalen Folgen ihr Handeln für Varia hat.


Als Eve aufwachte, war es mitten in der Nacht. Irgendwann musste sie eingeschlafen sein. Ihre Augen waren dick, aufgequollen und mit getrockneter Tränenflüssigkeit verklebt. Ihr Kopf schien bersten zu wollen, der Schmerz der sie durchzuckte, als sie sich aufrichtete, war unerträglich. Vorsichtig berührte sie die heftig, pochende Stelle am Hinterkopf. Sie bemerkte undeutlich die Gestalt, die sich vorsichtig zu ihr auf die Bettkante setzte.

"Eve..."     

Im Unterbewusstsein erkannte sie Gabrielles Stimme. Sofort rannen ihr Tränen aus den Augen. Ihr Körper krampfte sich vor Schluchzen zusammen und ließ sie kaum atmen. Die Frau mit dem kurzen, rotblonden Haar nahm sie behutsam in den Arm und hielt sie fest, bis sie vor Erschöpfung einschlief. Als Eve ein paar Stunden später erneut hochschreckte, saß Gabrielle immer noch neben ihr.

Ohne ein Wort erhob sich Eve, den stechenden Schmerz ignorierend. Schweigend stand sie mitten im Zimmer und ließ ihren Tränen freien Lauf.

"Sag mir bitte, dass dies nicht wahr ist, Gabrielle. Wenn du wirklich hier bist, in diesem nicht enden wollenden Alptraum..." Eve stockte und sah Gabrielle tränenüberströmt an, "...dann bitte weck mich auf, ich flehe dich an...bitte weck mich auf..."

Gabrielle erhob sich langsam.

"Eve, es tut mir so leid..."

Geistesabwesend griff Eve sich ihren Mantel und trat ins Freie. Gabrielle folgte ihr. Die sommerliche Morgenröte zeigte sich bereits am Himmel und eine leichte Wärme lag über dem Dorf. Es schien, als hätte die Nacht den Morgen gerade erst aus ihrer kühlenden Umarmung freigegeben. Selbst wenn die Welt ihre ganze Schönheit an diesem einen Morgen preisgegeben hätte, würde Eve sie nicht bemerken. Sie ging bis zur Mitte des Dorfes und wartete stumm, Gabrielle immer in ihre Nähe. Behutsam legte sich eine Hand auf ihre Schulter, sanft drückte sie diese, bevor sie Sahlia in den Arm nahm. Sie sah nicht besser aus als Eve, Hand in Hand gingen sie zum Ausgang des Dorfes, Gabrielle blieb stets hinter ihnen. Eine Weile war nichts zu hören nur das Knacken der Zweige unter ihren Füßen, brach die drückende Stille. Der Wald lichtete sich und gab die Sicht auf die scharfkantigen Felsen frei. Der tosende Fluss, der sich durch die Schlucht seinen Weg bahnte, schien ihnen höhnisch entgegen zu brüllen.

"Wo genau, Sahlia?"

"Dort drüben...", sie zeigte auf ein Stück abseits des Weges, der kurz vor dem Ende der Klippe aufhörte. Langsam ging Eve zu der Stelle. Der Wind heulte laut auf, als sie über den hohen Rand der Klippe hinwegsah. Das Wasser lief donnernd ins Tal, als Eve nach unten blickte erkannte sie reißenden Stromschnellen und sich windende Strudel, die alles in eine tödliche Dunkelheit rissen, was nahe genug an sie heran schwamm. Keuchend legte sie die Hand auf ihr Herz, als der Schmerz sie zu zerreißen drohte. Wieder schluchzte sie so heftig, dass ihre Beine nachgaben. Sahlia kniete sofort neben ihr und hielt sie ängstlich fest.

"Es geht schon...entschuldige. Ich wollte dich nicht erschrecken...", Eve drückte sie sanft von sich.

"Eve, du solltest dir das jetzt noch nicht antun..."

"Ich muss, Sahlia...bitte."

"Eve..."

"Was hast du beobachtet?“, unterbrach sie ernst.

"Kara und ich waren gerade auf einem Ausritt“, begann die junge Frau, „… wir hörten ein lautes, unnatürliches Wiehern. Es klang, als wäre das Tier außer sich vor Angst. Wir sahen noch, wie die weiße Stute an uns vorbei zog, Varia saß fest im Sattel und versuchte, dass völlig außer Kontrolle geratene Tier, zu stoppen. Wir sind sofort hinterher geritten, auf einmal fiel sie seitlich vom Pferd. Ihr Fuß verfing sich dabei im Steigbügel ich...", Sahlia brach in Tränen aus, "...ich bin so schnell geritten wie ich konnte! Das Tier stürmte ohne anzuhalten, geradewegs auf die Klippe zu..."

Sie wischte sich die Feuchtigkeit fort.

"Ich hab die ganze Zeit gerufen. Doch Varia hat nicht reagiert, sie hat nicht mal versucht, sich zu befreien..."

Eve schloss die Augen und kämpfte gegen den beginnenden Schwindel.

"Das Nächste was ich sah, war der große Ast, der dort herunterhing und mit der Spitze über dem Weg lag.", Sahlia wies auf den Baum wenige Meter hinter ihnen, an dessen Seite ein riesiges Loch klaffte, aus dem das Holz in schlaffen, trockenen Fetzen herabhing.

"Ich hab so gehofft, das Pferd würde stoppen...doch das tat es nicht. Seine Beine verfingen sich und es stürzte, mitten im schnellsten Galopp. Durch die Wucht des Aufpralls, wurde der schwere Leib nach vorne geschleudert und raste ungebremst auf den Abgrund zu..."

Eves Augenmerk fiel auf die länglichen Kratzer, die deutlich im Gestein sichtbar waren. Das Pferd musste schnell und hart über den Boden gerutscht sein, um solche Spuren zu verursachen. Sie erkannte eine langgezogene braune, breite Spur. Eve wurde flau im Magen, als ihr bewusst wurde, dass es sich um getrocknetes Blut handelte.

"Das Letzte was ich sah, war wie der Körper meiner Schwester in die Tiefe gezogen wurde. Ich hörte Kara noch nach mir schreien. Dann legte sich eine Schlinge um meine Brust und zog mich zurück. Ich war zu nah an den Abgrund geraten, dank des Seils lebe ich noch. Doch auch mein Pferd konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten..."

Eve senkte den Kopf und hielt sich die Hände an die Stirn.

"Wir alle haben bis zu deiner Ankunft, dass gesamte Flussufer Tag und Nacht abgesucht, aber wir fanden nur die zerschundenen Kadaver der Tiere am Ufer. Varias Stiefel steckte noch Steigbügel des Sattels..."

Eves Blick wurde finster.

"Eve, was hast du?"

"..........."

"Eve?"

"Ich...", sie versuchte ruhig zu bleiben, "…Sahlia es gibt da ein paar Dinge die...nicht zusammenpassen."

"Was meinst du?"

"Du hast eben gesagt, dass sie auf einmal seitlich vom Pferd gefallen ist, obwohl sie fest im Sattel saß..."

Sahlia blickte sie verstört an.

"Ja...sie...ist zusammengesunken, hat die Zügel verloren und ist...", Sahlia versagte die Stimme, als sich die Bilder vor ihrem geistigen Auge abspielten.

"Und warum hat sie nicht auf dein Rufen reagiert? Du hast gesagt, sie hätte nicht ein Mal versucht sich zu befreien..."

"Das stimmt. Sie hat weder auf mein Schreien reagiert, noch versucht sich aus der Situation zu retten..."

"Bist du ganz sicher?"

"Natürlich bin ich ganz sicher, verdammt!! Ich sehe jede Nacht diesen Sturz vor mir, Eve!!!", schrie sie verzweifelt.

"Entschuldige Sahlia, so meinte ich das nicht..."

"Verzeih, ich wollte dich nicht anschreien...", schniefte sie.

Gabrielle, die etwas abseits der Beiden stand, musterte den Baum.
Prüfend glitten ihre Blicke über den Stamm.

"Eve, hat Recht...", rief sie, "…seht euch das an!"

"Was ist denn?", fragte Sahlia bleich.

"Der Ast wurde angeschlagen! Er ist bis über die Hälfte sauber durchtrennt worden...", Eves Worte überschlugen sich, "…jemand wollte das er abknickt und auf dem Weg landet..."

Sahlia starrte erschrocken auf die Stelle.

"Derjenige wusste, welchen Weg das Pferd einschlagen würde und auch, das der Ast unter seinem eigenen Druck wegbricht.  So sah das Ganze wie ein Unfall aus, niemand hat es bis jetzt bemerkt..."

"Eve, das bedeutet..."

"Ja...", sprach sie mit finsterer Stimme, "…sie wurde ermordet."

(xxx)

"Ares, du verfluchter Bastard. Zeig dich!!!!!"

Als nichts geschah, brach Thaires weinend zusammen. Ihre Fäuste schlugen immer wieder auf den harten Untergrund. Helles, rotes Blut zeichnete sich an ihren Fingerknöcheln ab und vermischte sich mit brennendem Staub.

"Tragisch das Ganze, nicht war?"

Thaires fuhr hoch und blickte in ein funkelndes Augenpaar.

"Verschwindet...", fauchte sie.

"Nicht ohne das Seelengefäß...", grinste Elaya böse.

"Woher...", krächzte Thaires erschreckt.

Elaya lachte irre.

"Wie hat euch eure eigene Medizin geschmeckt? Man sollte niemals mit göttlichen Tränken spielen, meine Königin..."

"Was..."

"Oder mit den Gefühlen einer Frau!!", zischte sie böse.

"Elaya...", hauchte Thaires.

"Ares hat euch nicht betrogen, dass habt ihr selbst getan. Das Mittel der Liebe war echt, das er euch gab..."

Thaires versteifte sich, sehr zu Elayas Belustigung.

"Ebenso wie das Gift in dem Krug..."

"Du...", Thaires griff sich ans Herz.

"Tut weh, oder?"

Thaires bekam keine Luft mehr.

"Elaya, was...was hast du getan?", röchelte sie.

"Ich? Die Frage sollte lauten, was habt ihr getan! Ich habe lediglich die Krüge vertauscht und etwas Gift hinein getan. Ihr jedoch Thaires, habt den Wein an Varia weitergegeben...ihr habt sie getötet. Irgendwie theatralisch...fast bemitleidenswert...findet ihr nicht?"

"Dafür werdet ihr bezahlen Elaya, ich werde..."

"Ihr werdet was? Mich an den hohen Rat ausliefern.", lachte sie, "…was glaubt ihr, was sie mit euch machen werden wenn sie erfahren, dass ihr einen Pakt mit dem Kriegsgott geschlossen habt? Das ihr Eve in den Tod geschickt und Gabrielles Seele an Ares ausgeliefert hättet..."

Thaires wurde heiß und kalt zugleich.

"Ich werde euch sagen, was sie tun werden...", ganz nah trat sie an die blonde Frau heran und zog ihr Schwert, "…sie werden euch hinrichten lassen, denn auf Mord...steht die Todesstrafe."

"Man wird euch niemals glauben, euer Wort steht gegen das einer Königin..."

Elaya kicherte.

"Oh doch das werden sie. Ich kann sehr glaubhaft sein wisst ihr. Das ihr Varia liebt, wissen alle hier. Das ich euch liebe niemand. Der bösartige Racheplan einer verschmähten Frau. Tzzz…wie ich bereits sagte, es ist tragisch, aber wohl doch einleuchtend genug um eine Verurteilung zu erzielen. Allerdings...", sie umrundete Thaires, "...würde ich euch die Möglichkeit geben dafür zu sorgen, dass niemand davon erfährt. Ihr könntet euren Stamm behalten und eure Würde. Oder aber Liebste, ihr verliert alles und sterbt geächtet, in ewiger Schande."

"Was verlangt ihr dafür?", kam es zögerlich von Thaires.

"Könnt ihr euch das nicht denken?", sie durchschnitt die Träger des Oberteils, welches Thaires trug. Die nackte Haut ihres Oberkörpers ließ die grünen Augen gefährlich leuchten, "...ich verrate euer kleines Geheimnis nicht, im Gegenzug händigt ihr mir das Seelengefäß aus. Ich werde mich um Eve und Gabrielle kümmern. Ich habe es ihm versprochen. Sie würden mir bloß Schwierigkeiten machen, rumschnüffeln und meinen Plan ruinieren. Und das Liebste, kann ich gar nicht gebrauchen. Des Weiteren werdet ihr mich unverzüglich zu eurer Stellvertreterin ernennen und mich, wenn alles sich beruhigt hat, nach dem Gesetz der Amazonen, ehelichen..."

"Du bist wahnsinnig!", keuchte Thaires und wich einen Schritt zurück, sie griff in ihren Beutel und warf der Rothaarigen die Flasche vor die Füße, "…nehmt sie und verschwindet!!"

"Das war nur ein Teil der Abmachung..."

"Ich werde euch niemals gehören!!"

"Wie ihr wollt...", Elaya nahm die Flasche an sich. Kurz bevor sie die Hütte verließ, drehte sie sich noch einmal um.

"Ist das euer letztes Wort?"

"Ihr habt keinerlei Beweise!"

"Hab ich nicht?", ein finsteres Lachen entwich ihrer Kehle. Sie nahm den Wasserschlauch, welchen sie bei sich trug in die Hand und goss einen Teil der roten Flüssigkeit auf den Boden. Der süßliche, anregende Duft verteilte sich im ganzen Raum.

"Ich hab das zufällig bei euch gefunden und ungünstigerweise...", Elaya schüttelte mitleidig den Kopf, "... bestätigt es euren Bund mit Ares. Ich musste natürlich meine Pflicht erfüllen und das unverzüglich dem Rat melden, schließlich habt ihr die Königin getötet...", lächelte sie und öffnete die Tür.

"Wartet..."

Elaya hielt inne.

Mit regungsloser Miene entledigte sich Thaires ihrer restlichen Sachen.

"Ich wusste, wir würden uns verstehen...", keuchte Elaya, schloss die Tür und zog sich ebenfalls aus. Unsanft drückte sie die blonde Frau an die Wand. Ihre Finger stießen schnell und hart in Thaires, die trotz der Brutalität nicht verhindern konnte, dass sie laut aufstöhnte. Der Duft im Raum trug seinen übrigen Teil dazu bei…