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Alerion

von doom dada
Kurzbeschreibung
DrabbleAllgemein / P16 / Gen
05.03.2014
05.03.2014
1
528
 
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Dieses Kapitel
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05.03.2014 528
 
Projekt: Liedzeilen Drabble
Lyrics: Asking Alexandria – Alerion





Fuck this!

Du hast es satt zu warten. Du willst einfach nicht mehr vollkommen auf das Schicksal
vertrauen. Ein klein wenig warten ist schön und gut, aber mittlerweile sind drei Jahre
vergangen und es ist noch immer alles beim Alten. Scheiß drauf! Du wirst dem Schicksal
jetzt ein klein wenig auf die Sprünge helfen und ihm endlich das geben, was er verdient
hat, dieses verdammte Arschloch.
Ein kaltes Lächeln legt sich auf deine Lippen. Es fühlt sich gut an, diese Entscheidung
jetzt endlich getroffen zu haben. Du bist dir sicher, dass es richtig ist. Er hat es nicht
anders verdient! Ganz einfach.

Cross my heart

Du gehst den dunklen Weg entlang, spielst jede der möglichen Szenarien in deinem
Kopf durch und weißt einfach, dass du es durchziehen wirst. Du warst dir einer Sache
noch nie so sicher! Hand auf’s Herz. Du hast deine Entscheidung getroffen und nichts
wird dich davon abhalten können. Langsam streifst du die schwarzen Handschuhe über
deine Finger und tastest deine Seite ab, bis du es spüren kannst. Das Messer. Von außen
nicht zu sehen, aber du weißt, dass es hier ist. Dein kleiner Helfer. Er wird alles bereuen
und er wird leiden. Das kannst du ihm versprechen. Er wird leiden.

I hope you die

Du willst einfach, dass er leidet und du willst, dass er stirbt. Der Tod ist die einzige
Lösung, die akzeptabel ist. Gefängnis? Nein. Viel zu luxuriös. Ihn schwer verletzen? Nein.
Auch das ist noch zu wenig. Selbst eine lebensgefährliche Verletzung oder irgendeine
Verstümmelung, wie das Entstellen seines engelsgleichen Gesichts, wäre noch zu wenig
für ihn. Er muss sterben. Eine andere Lösung lässt du nicht zu. Es geht auch recht
schnell. Du lauerst ihm auf und er ahnt nicht einmal, dass es bald vorbei sein wird.
Schlag auf den Hinterkopf, in den Van geladen und schon seit ihr Unterwegs: Richtung
Schicksal.

Left by the roadside

Du schleifst ihn aus dem Van, hörst, wie er bettelt und fängst erneut an zu lächeln. Kalt.
Wissend. Berechnend. Du ziehst ihm den Jutesack vom Kopf und kannst zuerst
Verwirrung, dann blankes Entsetzen in seinen Augen sehen. Er erkennt dich. Du hörst
sein Gehirn rattern. Er versucht sich frei zu reden, versucht zu drohen, winselt wie ein
kleiner Welpe und fängt schlussendlich an zu weinen. Armselig. Er hat es verdient hier
neben der Straße zu verrotten. Du wartest nicht lange. Du sagst ihm alles, was du immer
sagen wolltest und rammst das Messer in seinen Magen. Immer und immer wieder.

Karma's a bitch, right?

Zufrieden wischst du die Klinge deines Messers an seinem Pullover ab und stehst auf.
Langsam entfernst du dich von seiner Leiche. Nach einigen, hundert Metern wirfst du das
Messer achtlos zur Seite, wissend, dass es im kleinen Fluss landen wird, der direkt neben
der Straße entlang verläuft. Du gehst weiter und weiter. Deine Füße tragen dich gen
Horizont. Dann bleibst du stehen, drehst dich Richtung Sonnenaufgang und fängst an zu
lächeln. Nicht lange, dann wirst du von einem Auto erfasst und durch die Luft
geschleudert.
Ach ja, wir wissen doch alle: Das Schicksal ist nun einmal eine ziemlich große Schlampe.
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