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Im Schnee lässt sich mehr machen

von -Shini-
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
Castiel
04.03.2014
04.03.2014
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Hey Ho,
ich stelle einfach mal meinen One Shot hoch, der für die SA Olympiade geschrieben wurde :3
Ich hoffe ja er gefällt euch ^-^

Inspiriert wurde ich von diesem Lied hier:
reinhören

Viel Spaß damit ^-^

LG Shini
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Im Schnee lässt sich mehr machen

Tief durchatmend lag Suzuki auf einer Sportmatte, der Unterricht hatte gerade sein Ende gefunden, als sie an einem Punkt angekommen war, an dem sie sich einfach zurück ziehen musste.
Kurz huschten die Augen der Rosahaarigen hin und her, ehe sie klammheimlich in einen anderen Raum schlich.
Ihre Klasse bereitete sich gerade auf einen Triatlon vor, ihre nicht vorhandene Ausdauer ließen alle über sie herziehen.
Für die junge Frau war das bereits Alltag, deshalb nahm sie dies auch einfach so hin, gab schon gar nichts mehr darauf und schmunzelte sogar etwas darüber.
Obwohl es ihr ab und an schon ein wenig weh tat.
Konnte sie immerhin nichts dafür, dass bei ihrem Körper bestimmte Dinge nicht mehr gingen.
In dem Raum angelangt, schloss sie die Augen, atmete einmal tief ein und aus, blinzelte und begann zu gähnen.
Suzuki trainierte jeden Tag härter als alle anderen, versuchte sich zu steigern, aber auch bei ihr waren die Kräfte irgendwann einmal erschöpft.
Mit tapsenden Schritten beförderte sie sich zu einer Bank und ließ sich darauf fallen.
Langsam streckte sie sich durch, ließ den Kopf hängen und gähnte erneut leise auf.
Die Rosahaarige sah sich mit ihren goldbraunen Augen in dem Raum um und begann etwas zu lächeln, als ihr Blick an einem Klavier hingen blieb.
Die leicht vergilbten Wände, der staubige Boden und die vielen Stühle ließen sie darauf schließen, dass dieser Bereich einmal eine Aula oder eine Konzerthalle war.
Kurz schmunzelte Suzuki, erhob sich mit knackenden Gelenken, streckte sich einmal durch und ging gemächlich auf das Klavier zu.
In ihrer Kindheit hatte die, gerade mal 1,67m große, Schülerin dieses Instrument gespielt.
Sanft fuhren ihre Finger über eben dieses, ehe sie begann es zu entstauben, die Saiten zu säubern und den Hocker ebenfalls zu entstauben.
Vorsichtig wischte sie über die Tasten und setzte sich dann, bei geöffneten Fenster an das Instrument.
Tief atmete sie durch, schloss die Augen und begann, spielend, zu träumen.

>> „Mama, Mama! Es schneit!“, rief ein fröhliches Kind durch das gesamte Anwesen, der Hazukos.
Es war Samstag der 19.01. und die Kleine sah zum aller Ersten mal Schnee.
Die goldbraunen Augen klebten Förmlich an den herab rieselnden Flocken, welche die unterschiedlichsten Formen annahmen.
Für sie war es, als würde der Himmel auf sie runter fallen.
Lachend kam eine Frau in das Kinderzimmer, hob die Sechsjährige auf den Arm und ging in den Hausflur.
„Suzuki, wir gehen jetzt raus, einverstanden? Dann weißt du, wie sich Schnee anfühlt.“, schmunzelnd packten sich die beiden in dicke Kleidung.
Die Rosahharige setzte sich eine grüne Wollmütze auf und zog einen grünen Schal an, dabei lächelte sie fröhlich und sah zu ihrer Mutter auf.
„Sag mal Mama, wann kommt Papa eigentlich wieder, er hat versprochen heute mit mir Kekse zu machen.“, kurz tippte sie sich an ihr Kinn, presste im nächsten Moment aber die Lippen fest aufeinander, ihr gefiel es gar nicht, wenn man ein Versprechen nicht hielt, zumal man das junge Mädchen dazu erzogen hatte, selber auch nichts zu brechen, wenn man es versprach.
Lächelnd schüttelte ihre Mutter den Kopf, zog der Sechsjährigen die Handschuhe an und nahm ihre rechte Hand in die eigene: „Bestimmt kommt er bald.“ <<

Erschrocken sah Suzuki auf, neben ihr saß plötzlich jemand.
Hatte sie so lang geträumt?
Leicht schüttelte sie den Kopf, zum einen um den Schock zu verdauen und zum anderen um die aufkommenden Tränen zu verbergen, denn ihr Tagtraum würde kein gutes Ende nehmen.
„Das klingt gar nicht schlecht, was du da spielst.“, lächelte der rothaarige junge Mann, legte selbst einen Finger auf die Tastatur und drückte einmal sanft zu.
„Ähm... danke...“, sagte Suzuki, noch immer ein wenig neben der Spur.
Erneut atmete Suzuki durch und widmete sich, dabei ein wenig auf der Bank drehend, voll und ganz ihrem jetzigen Sitzpartner.
„Was machst du überhaupt hier Castiel? Sonst schleichst du doch auch immer woanders herum...“, ihr war es sichtlich unangenehm nun neben ihm zu sitzen, da er schon ein wenig einschüchternd auf sie wirkte.
Etwas grinsend spielte der junge rothaarige Mann neben ihr, die Melodie weiter.
„Hm... war gerade in der Nähe und konnte nicht verhindern, deinen Klängen zu lauschen.“, dabei sprach er von der Musik, die bis vor wenigen Minuten noch diesen Konzertraum erfüllt hatte.
Leicht legte die Schülerin ihren Kopf schief, wobei ihr Pony in ihr Gesicht rutschte, was sie schnell wegwischte und ihn komplett ihre Aufmerksamkeit schenkte.
„Sag mal Suzu, weißt du noch wie wir uns alle kennen gelernt haben?“, fragte Castiel vollkommen aus dem Zusammenhang und spielte ihr Lied weiter.
Stirnrunzelnd sah das Mädchen den Schulrebellen an.
„Ähm... vor ein paar Jahren, ich glaube beim Weihnachtsmarkt im Park... oder nicht?“, wieder einmal kam ihre kleine Macke zu Tage, ein schmaler Finger tippte ihr gegens Kinn, ehe ihre Augen einen kurzen Augenblick größer wurden und sie leise lachte.
„Ja, genau! Ich habe dich und Nathaniel ja mit heißer Schokolade begossen....“, kurz stockte die Rosahaarige und kicherte leise auf, ehe sie den Kopf schüttelte und weiter ausholte.

>> Lachend lief die Zwölfjährige über einen Weihnachtsmarkt und sah sich nach ihrer Mutter um.
Bereits sechs Jahre ist es schon her, dass sie in diese Stadt gezogen waren.
Ihre großen, noch immer kindlichen Augen, blickten sich um, die ganzen Lichterketten spiegelten sich in diesen wieder,m wie ein riesiger Sternenhimmel, künstlich geschaffen von Menschenhand.
Ihre Schritte wurden langsamer, als sie vor einem Stand mit heißer Schokolade erreichte.
Dort saß ihre Mutter, weinte unsichtbar, bis auch sie das Mädchen entdeckte.
Sofort fiel ihr ein, was für ein Tag heute war, doch gab sie sich damit zufrieden, den Schmerz hatte die Zwölfjährige nun überwunden, dachte nicht mehr zurück, sondern nur noch an das 'hier und jetzt'.
„Mama, lass uns eine heiße Schokolade trinken, ich hole sie.“, meinte Suzuki dann lächelnd zu der Frau ihr gegenüber, wandte sich um und sah sich die enormen Preise an.
'Wucher!', schoss es ihr in den Kopf, ehe sie tief durchatmend an den Stand trat und bestellte.
Der Winter hatte noch nicht wirklich eingetreten, lediglich der Dauerfrost und die Minusgrade.
Immer wenn sie an selbige dachte, fröstelte es sie ein wenig mehr in ihrer grünen Daunenjacke, die sich perfekt dem Körper anpasste.
Es dauerte auch nicht lang, da bekam sie beide Getränke von dem freundlichen Verkäufer mit der schiefen 'Cowboy' Cap.
Hastig drehte sie sich um, übersah einen Fuß von einem anderen Kunden und stolperte ungeschickt über ihre eigenen, dabei verschüttete sie die überaus heißen Getränke auf drei andere Kinder in ihrem Alter.
„Kannst du Trampel nicht aufpassen!“, hörte sie nur jemanden fluchen, wollte gerade antworten, da ging die Schimpftirade bereits weiter.
„Das war doch Absichtlich!“, schimpfte ein Mädchen und wischte sich mit dem nun hellbraunen Schal das Gesicht ab.
Suzuki wusste gar nicht wie ihr Geschah, da wurde sie bereits geschüttelt.
„T-tut mir L-leid!“, rief sie panisch aus, schubste ihren vermeintlichen Angreifer von sich und lief zu ihrer Mutter, verfolgt von den drei Kindern.
Doch weit kam Suzuki nicht, denn jemand hielt sie an einem Ärmel fest.
„Jetzt warte doch mal.“, vernahm sie dabei und drehte sich mit Tränen in den Augen um.
Den Kopf hatte sie dabei eingezogen, die Schultern angezogen und ein Auge zugekniffen.
Vor ihr stand ein blonder Junge, auch diesen hatte sie mit Kakao bekleckert.
„Das war keine Absicht, ich habe gesehen wie du gestolpert bist, also ist es okay. Du kannst nichts dafür.“, sagte er und ließ von ihr ab.
Auch ihre angespannte Haltung gab langsam nach, ehe sie halbherzig lächelte.
„Das war es auch nicht... wieso sollte ich sowas absichtlich machen?“, murmelte die Rosahaarige und rieb sich nervös die Hände.
„Ich bin Nathaniel, wie ist denn dein Name?“, er ging gar nicht auf ihre Aussage ein und reichte ihr seine Hand.
Erstaunt sah das junge Mädchen zu ihm auf, war sie schon damals recht klein für ihr Alter.
„Mein Name ist Suzuki, aber alle nennen mich Suzu.“, lächelte sie und sah die anderen beiden auch schon neben dem Blonden.
Der Junge rechts von ihm hatte schwarze Haare und sah ein wenig sauer aus, was an dem heißen Kakao auf seinen Kleidungsstücken auch kein Wunder war.
„Mich nennt man Castiel.“,brummte er mies gelaunt und wandte sich dann auch um, denn er hatte keine Lust mehr.
Links neben Nathaniel stand die Blondine, auch sie sah sauer aus.
Suzuki konnte es den dreien nicht verübeln, schämte sich auch sehr dafür.
„Amber!“, damit brauste die Blonde auch davon und ließ die anderen beiden allein.
„Naja, man sieht sich Suzuki.“, damit drehte er sich ebenfalls um, hob die Hand und verschwand, zusammen mit den anderen beiden, in der Menge.<<

Erneut schüttelte Suzuki den Kopf, lächelte schief und sah Castiel neben sich an.
„Ich habe euch da echt was angetan, hm.“, schmunzelnd nickte Castiel zu dieser Aussage und sah Suzuki an.
„Ist dir eingefallen, dass es kurz nach unserem zusammen treffen, der etwas anderen Art, geschneit hat.“, leicht sah die Rosahaarige zur Decke, ehe sie ihn anblickte.
„Mhm...“, wieder tippte sie sich ans Kinn.
Das waren schon noch Zeiten, lächelnd sah sie zu ihm und erhob sich dann langsam.
„Ich muss dann.“, damit verabschiedete sie sich, hob die Hand und wandte sich eiskalt von ihm ab.
Auch heute war der Tag, andem sich schon die letzten Jahre immer irgendetwas einschneidendes passiert war.
Der Tot ihres Vaters bei einem Winterchaos, andem sie nicht gern zurückdachte, das Kennenlernen von Castiel, Nathaniel und Amber.
Vieles was ihr gefiel und weniger gefiel.
Irgendwie hatte dieser Tag etwas magisches an sich.
Suzuki hatte gar nicht mitbekommen, wie sie auf dem Schulhof ankam.
Langsam sah sie nach oben, öffnete den Mund einen kleinen Spalt, ehe sie lächelte.
„Es schneit...“, flüsterte sie leise und sah eine ganze Weile nach oben.
Dabei bekam sie, fasziniert wie sie von den flauschigen Regentropfen in Eisform war, nicht mit wie sich jemand von hinten näherte.
Kurz darauf spürte sie zwei Arme um sich, einen Kopf neben sich und  hörte ein leises lachen in ihren Ohren.
„Wunderschön, hm?“, vernahm sie eine ihr zu bekannte Stimme.
Erstaunt nickte Suzuki und sah dann neben sich zu dem Kopf auf ihrer Schulter.
„Was gibt’s?“, fragte sie etwas rot auf den Wangen und biss sich nervös auf die Lippe, er wusste was er für eine Wirkung auf sie hatte.
„Ich dachte ich entführe dich jetzt einfach mal.“, schnell reagieren konnte die Rosahaarige sowieso nicht, denn da hatte er sie sich schon über die Schulter geworfen und war losgestiefelt.
Sein Weg führte zum Schuldach, dort wo er sie schon einige Male hingenommen hatte.
Er genoss ihre Anwesenheit, kurz lächelnd setzte er sie auf eine kleine Bank unter einem Vordach, er hatte sich schon ein wenig Häuslich eingerichtet vermutete Suzuki, ehe sie ihn ansah.
„Schau dich um, als wärst du im Himmel, richtig?“, noch nie zuvor hatte Castiel jemanden hier her mitgenommen, wenn es schneite.
Langsam erhob sich die junge Pianistin und stellte sich neben ihn.
Fasziniert sah sie sich um, überall fielen kleine Flocken vom Himmel, wollten nicht aufhören zu tanzen.
„Wow...“, hauchte Suzuki, ehe sie sich zu ihm umdrehte und aus großen Augen ansah: „Danke!“
Dabei schloss sie die Augen einen Augenblick und biss sich nervös auf die Unterlippe, schnell hörte sie damit auf und riss, als sie einen warmen Finger auf der Lippe spürte, die Augen weit auf.
Castiel mochte es nicht wenn sie genau das tat, sich auf der Unterlippe herum beißen, tadelnd sah er sie an, bevor sein Gesicht dem ihren Näher kann.
„Entspann dich, kleines.“, waren seine letzten, für sie vernehmbaren, Wörter.
Dann verlor Suzuki sich in seinen Armen, kurz blinzelte das junge Mädchen, ehe sie die Augen komplett schloss und sich voll und ganz dem hingab, was sie gerade taten.
Langsam legten sich seine Lippen auf die ihren, bewegten sich sanft und kaum spürbar, leichten Druck brauchte Castiel gar nicht ausüben, das taten die beiden von ganz allein.
Ihre Hände fanden sich schnell an seinem Shirt wieder, während seine sich auf ihrer Talie befanden.
Langsam, für sie nach endlosen schönen Minuten, löste er sich von ihr.
„W...was?“, fragte sie sprachlos, doch er antwortete ihr nicht, gab ihr erneut einen kurzen Kuss und grinste dann leicht.
„Nimm es einfach hin, klar?“, schmunzelnd hielt er sie an sich gedrückt, denn so langsam kam bei ihr die Kälte des Nachmittags an, was sich in einem leichten zittern wiederspiegelte.
Seufzend lehnte sie sich an ihn und nickte etwas.
„Okay.“, schüchtern war Suzuki eigentlich nur, wenn es um soetwas wie Gefühle ging.
Ansonsten hatte das junge Mädchen eine recht große Klappe.
Am meisten spürte es Amber und ihre Clique, was irgendwie jeden erheiterte, der das spektakel eines 'Krieges' miterleben konnte.
„Lass uns gleich wieder reingehen, okay?“, meinte Castiel kurz darauf, lächelte ein wenig, nahm ihre Hand und zog sie dann rein.
Niemals hätte sich Suzuki zu träumen gewagt, das gerade sie ihren ersten Kuss auf einem Dach, mitten im Schneegestöber verlieren würde.
Aber insgeheim freute es sie schon ein wenig.
„Okay...“, nuschelte die Rosahaarige und folgte ihm langsam ins Gebäude.
Gedanklich schoss ihr nur die Frage 'Was nun?' in den Kopf.
Und das 'Was nun?' würde sich schneller beantworten, als sie gedacht hatte...
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