Nach der Schlacht

von Carrow
OneshotDrama / P12
Guts Kjaskar
03.03.2014
03.03.2014
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Ach Caska,

Was soll ich nur tun? Deine Kraft, deine Autoritäre Art in der Not, deine Stärke, die ich so bewundert habe. Du hast geschafft, woran keiner geglaubt hat: die Falken zusammengehalten, in einer Zeit, in der es weder Hoffnung noch Sicherheit gab. Ich bewundere dich und trotzdem treibst du mich immer wieder in den Wahnsinn. Warum? Als Kommandant und Strategin bist du genial. Du hast ein Können im Schwerkampf erreicht, das man bei einer Frau nie für möglich gehalten hätte. Du hast gegen viele gekämpft und hast häufig gesiegt. Dir war egal, ob die Gegner kräftiger, erfahrener, größer waren. Du hast getan, was getan werden musste. Du hast unschuldige Leben geschont.

Trotz allem hast du diese schwachen Momente. Du schämtest dich dafür, Griffith zu lieben, dich aber an meiner Seite geborgen zu fühlen. Wie viele Narben trage ich dank dir. Ich bereue keine Einzige davon. Ich liebe dich in einer Art und Weise, die ich selbst nie für möglich gehalten hätte. Ich werde mein Versprechen halten, bis in alle Ewigkeit bei dir zu bleiben und dich zu beschützen. Ohne dich kann und will ich nicht sein.

Warum ich damals die Falken verlassen habe? Ich weiß es nicht. Ich lebte einen Traum, den ich selbst nicht wahrhaben wollte. In der Höhle habe ich eine Seite von dir kennengelernt, die ich nicht für möglich gehalten hätte. So viel hatten wir gemeinsam. Danach warst du die Herrscherin meiner Gedanken. Ich habe versucht, es zu verbergen, aber den Anderen fiel es trotzdem auf. Du brachst mir jedes Mal das Herz, wenn du dich an Griffith geschmiegt hast. Nicht selten wollte ich es unterbinden. Mein Unterbewusstsein wollte dich an meiner Seite wissen. Dich beschützen. Das will ich noch immer.

Deinem Glück war es zu verdanken, dass ich an jenem Abend 1 Jahr nach Griffiths Einkerkerung euer Lager fand. Ich hätte es mir nicht verzeihen können, wäre ich zu spät gekommen. Nicht du. Unserer gemeinsamer Abend am Wasserfall… Es war Himmel und Hölle zugleich. Wir wurden gezwungen, uns unseren schlimmsten Dämonen zu stellen. Ich kann mir nicht verzeihen, dir damals so weh getan zu haben. Auch wenn du den Schmerz gut verborgen hast, so gemerkte ich ihn doch. Aber wir hatten am Tag danach eine Mission, ein Ziel. Sie veränderte alles.

Ich kann bis heute nicht verstehen, warum Griffith uns das angetan hat. Du wahrscheinlich auch nicht. Ich sehne mich danach, dich wieder in den Armen zu halten. Ich liebe die Caska, die du vor Griffith´s Verrat warst. Ich werde alles tun, um deinen Geist wieder zu klären. Mein größter Wunsch ist, diesen Alptraum zu beenden und mit dir in ferner Zukunft ein normales Leben aufzubauen. Was auch immer „normal“ heißen mag. Ob ich das schaffe? Ich weis es nicht. Ich weis nur, dass es mit uns weitergehen wird.

Ich werde dich nicht aufgeben.

Niemals.
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