Weiße Rose (Arbeitstitel)

von Caelum
GeschichteKrimi, Romanze / P16
Captain Lewis Nixon Major Richard D. Winters OC (Own Character) Private First Class John Janovec Staff Sergeant William "Wild Bill" Guarnere Technician Fifth Grade Joseph Liebgott
02.03.2014
01.04.2016
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02.03.2014 650
 
Herzlich Willkommen zu meiner neuen FF!
Ich habe heute die erste Folge von Band of Brothers gesehen und habe parallel dazu direkt das erste Kapitel geschrieben. Es werden nicht genau die Namen der Soldaten auftreten, genauso wenig werde ich die Daten großartig einhalten.
Alles, was ich schreibe, entspringt meiner eigenen Fantasie, außer eben die Grundidee und vielleicht der ein oder andere Name.
In diesem Sinne.. viel Spaß beim Lesen!

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„Keine Fehler, keine Sünden, kein Sinn für Humor.“




So beschrieb der junge Offizier ihn mir. Die ersten ehrlichen Worte über den jungen Mann, an dessen Seite ich die nächsten Wochen verbringen musste.

Wie hatten sie diese Aufgabe genannt? Betreuung der Soldaten und Problemfälle. So oder so ähnlich hatte es auf dem Schreiben gestanden, das vor wenigen Wochen auf meinem Tisch lag.

Natürlich, eine junge Frau mit guten medizinischen Kenntnissen wurde oft an der Front gebraucht. Trotzdem wunderte ich mich, warum ich, gerade ich, zu den amerikanischen Soldaten an die deutsche Front musste.



Ich wurde der Fox-Einheit zugeteilt, der Einheit mit den besten Abschlüssen im Trainingslager.
Doch welche Männer steckten dahinter? Was würde mich erwarten? Innerlich ahnte ich bereits das Schlimmste, doch was sollte ich allen sagen, die mich beglückwünschten?

Eine Reise nach Europa, ins Land der Künstler und Träume.

Aber gerade meine Familie, Verwandte und Freunde sahen die schlechten Seiten nicht. Ich wurde im direkten Kriegsgebiet eingesetzt, dort wo täglich Verwundete ins Lager gebracht wurden. Wo die Bomben flogen, wo Maschinengewehre ratterten und Menschen starben.
All das sahen sie nicht, sie sahen nur eine lustige, schöne Reise nach Europa in meiner Aufgabe.


Der Kommandant, dem ich die nächsten Wochen oder womöglich Monate untergestellt war, hieß Sgt. Winters.
Es hieß, er hätte mich aus bestimmten Gründen ausgewählt, aber ich konnte mir keinen vorstellen. Kannte ich ihn? Ich glaubte nicht. Viel konnte man mir nicht über ihn sagen, nur das er Mitte dreißig und emotional eiskalt war. Der Satz des jungen Offiziers waren die ersten, ehrlichen Worte über Sgt. Winters.




Der Brief kam vor 3 Wochen zuhause an.


Da ich auf der Ranch meiner Familie lebte, verbreitete sich diese Botschaft wie ein Strohfeuer. Und die drei Wochen vergingen schnell. Ich machte noch einen Lehrgang zur Verbesserung meiner medizinischen Kenntnisse mit und dann war es auch soweit.


Der 3. Mai 1942 war der Tag meiner Abreise.

Das Flugzeug stand schon auf dem Rollfeld, eine kleine Frachtmaschine. Sie sollte weitere Munition, Medizin und ein wenig Verpflegung zu den Soldaten bringen, und auf gewisse Weise auch mich.

Einen Tag vorher hatte es ein großes Abschiedsfest gegeben, ich wusste nicht für wie lange. Vielleicht auch für immer.

Ich winkte noch einmal durch das schmale Fenster und sah meiner Familie hinterher. Das Flugzeug setzte sich in Bewegung und nach wenigen Metern Rollfeld hob es ab.

Ich hatte vorher eine Tablette gegen die Flugkrankheit genommen, fast wie die Soldaten, die mit ihren Fallschirmen aus einem Flugzeug springen mussten.

Von hier bis zum Stützpunkt Dover waren es fast 16 Stunden.


Es war noch früh am Morgen, sodass ich in den frühen Abendstunden im Lager ankommen müsste.

Ich saß hinten im Frachtraum, außer mir waren noch der Pilot, der Copilot und ein weiterer Passagier an Bord, jedoch saß er vorne bei den anderen beiden Männern. Mir war etwas unwohl in ihrer Anwesenheit, deswegen verzog ich mich in den hinteren Teil des Frachtraums.
Ich mit meinen 19 Jahren war für sie wohl nur vögelbares Material, mehr nicht.


Das Flugzeug lag leicht in der Luft, für den heutigen Tag waren keine Turbulenzen vorhergesagt.

Ich blickte aus dem Fenster hinaus in die noch von der Nacht dunklen Wolken und lehnte meinen Kopf an die hölzerne Kiste neben mir. Es würde ein langer Flug werden, da war ich mir sicher.


Und da es noch sehr früh am Morgen war, hing die Schlaflosigkeit der letzten Nacht mir eindeutig nach. Müde schloss ich die Augen und dachte über die nächsten Tage, Wochen und Monate nach.
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