Wolfblood ~ Freundschaft? Oder doch Liebe?

GeschichteHumor, Romanze / P12
Maddy Smith Rhydian Morris
26.02.2014
16.04.2015
26
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1.                         .
Gleich hatte ich ihn überholt! Rhydian und ich lieferten uns mal wieder ein Wettrennen, und ich sagte es zwar nicht gerne, aber er war knapp am gewinnen… Aber bestimmt nicht mehr lange! Ich würde ihn schon noch überholen! Da hinten! Ich sah schon die Ziel-Eiche, oder wie auch immer wir sie auch nannten. Ich gab nochnmal alles, und sprintete so schnell ich konnte an Rhydian vorbei. Dieser hatte meinen Sprint wohl nicht vorher gesehen, und guckte etwas dumm aus der Wäsche als ich plötzlich vor ihm war. Doch er wäre nicht Rhydian gewesen, wenn er nicht auch noch über die letzten Meter versucht hätte mich einzuholen, und als wir dann schließlich an der Eiche vorbei zischten und bremsten kam es mir so vor als wären wir gleichzeitig  am Ziel angekommen. „Ha! Siehst du? Ich hab doch noch gewonnen!“, protzte ich scherzhaft, während ich mich mit meinen Händen auf meine Knie stützte und hoch zu Rhydian sah, welcher ein überraschendes Gesicht zeigte. „Du und Gewonnen? Hast du nicht meinen Staub in deine Augen bekommen als ich vor dir ins Ziel gekommen bin?“, neckte er zurück. Ich lachte. Mit ihm konnte einem einfach nicht langweilig werden, egal was man auch versuchte. Keuchend ging ich auf ihn zu und boxte ihm in seine Schulter, dann wandte ich mich ab, um noch etwas Luft zu schnappen, als Rhydian unvorbereiteter Weise mich von hinten anfing zu kitzeln. Ich war verdammt kitzelig. Warum?! Die anderen waren es doch auch nicht! Warum dann ich? Ich versuchte mich zu wehren und kicherte, doch Rhydian ließ nicht locker. Er kitzelte mich solange weiter bis ich vor kichern am Boden lag, und er? Er hatte sich halb über mich gebeugt um mich zu kitzeln. „St-Op!“, kicherte ich, doch Rhydian dachte nicht mal daran auf zu hören. Dann schließlich bahnte sich meine Hand einen Weg zu seinem Gesicht und drückte seinen Kopf weg. „He lass das!“, lachte er, „Du hast deine Finger in meinem Mund!“ Ich fing wieder an zu kichern, obwohl er mich dieses Mal nicht nicht kitzelte, und nahm meine Hand aus seinem Gesicht und setzte mich auf. Er wischte sich ein paar Mal durch sein Gesicht, und setzte sich dann genau vor mir auf und grinste mich schelmisch an. Und ich grinste zurück. Die Zeit mit ihm war einfach die schönste. Keine Ausnahmen!

Ich stand auf und sah Rhydian erwartungsvoll an. „Kommst du?“, fragte ich und sein Gesicht zeigte Verwunderung. „Wohin?“, stellte er die Gegenfrage. „Na, nach Hause! Denkst du nicht die werden und vermissen wenn wir hier die ganze Nacht bleiben?“, lachte ich, und er stieg in mein Lachen mit ein. Dann stand er auf und stellte sich neben mich, doch er sah nicht so aus als würde er gleich losgehen wollen. „Ach.. Warum denn nicht? Ein wenig bleiben schadet doch niemandem!“, behauptete er mit einem Hundeblick. „Willst du etwa nicht nach Hause?“, fragte ich ihn, und behielt dabei mein Grinsen, während ich ihm mit meinem Zeigefinger auf die Nase tippte. „Du kleiner Hund!“, fügte ich dann hinzu, und sprang etwas vorraus, in der Hoffnung er würde mir folgen, was er auch tat. „Du... Maddy...", fing Rhydian an. „Was ist denn?", gab ich von weiter vorne lässig zurück, doch als ich merkte, dass das was er nun sagen wollte eigentlich kein Spaß mehr war blieb ich stehen und wartete auf ihn bis er mich eingeholt hatte. „Was ist denn?", fragte ich ihn nocheinmal, aber dieses mal ernster. „Du... In meiner Pflegefamilie haben wir grade stress...", fing er an und ich ermutigte ihn weiter zu reden, „Also... Naja... Ich würde noch nicht so gerne dort hin zurück geh-" - „Komm einfach mit mir. Du brauchst nicht zu erzählen was los ist... Das ist eine Sache zwischen euch!", lächelte ich ihn an, da ich an seinem Verhalten interpretiert hatte, dass es eine komplizierte Sache war. Rhydian lächelte mich dankbar an, und auch wenn ich mich fragte was wohl passiert sei, hielt ich den Mund, und bedeutete Rhydian mit einer Handbewegung num endlich los zu gehen, und er verstand es. Auf dem Weg waren unsere beziehungsweise Rhydians Sorgen wie Weg geblasen, denn wir machten echt nur Schwachsinn. Rhydian pickste mich mit einem Stock in meine kitzelige Seite und ich zerzauste ihm im laufen kichern und wehren die Haare, welche sich kuschlig weich anfühlten. Das sagte ich ihm aber nicht.
Schließlich waren wir an unserem kleinen Haus angekommen und zu meinem überraschen, da Rhydian soetwas noch nie getan hatte, hielt mir dieser unsere Gartenpforte auf. „Vielen Dank du Gentlewolf", sagte ich grinsend, um meine Verwunderung zu überspielen, denn es war irgendwie süß von ihm gewesen. „Tja, wenn man schonmal wo eingeladen wird", grinste Rhydian zurück, und ging nach mir durch die Pforte. Dann gingen wir gemeinsam ins Haus, und stellten fest, dass meine Eltern nicht im Haus waren, oder jedenfalls nicht zu sehen waren, denn riechen konnte ich sie. "Mom? Dad? Seid ihr da?", rief ich und auch Rhydian sah sich nach den beiden um. „Ja Spätzchen was ist denn?", kam leise eine Stimme aus dem Keller. „Nix ich wollte nur wissen ob ihr da seid.", rief ich zurück, und ging mit Rhydian in mein Zimmer. Es war nicht besonders aufgeräumt aber auch nicht sonderlich verdreckt. Gegenüber der Tür stand mein Fenster, zu welchem ich ging und mich auf der Fensterbank abstützte und hinaus sah. Rhydian stellte sich neben mich. Wir standen eine ganze weile einfach nur da und sahen raus, als plötzlich meine Mom rein platzte. „Rhydian? Was machst du denn hier? Es ist schon ziemlich spät, willst du nicht langsam nach Hause?", fragte sie überrascht. „Ich... Ich wollte Heute hier übernachten... Wenn das geht...", schon wieder hatte Rhydian diese unsichere Stimme im Unterton und ich fragte mich abermals was wohl passiert war. Meine Mutter seuftzte. „Jaja... Ist ok. Aber benachrichtige bitte vorher deine Pflegeeltern, ja?", stellte meine Mutter fest und Rhydian antwortete: „Das habe ich schon. Ich habe ihnen geschrieben, dass ich bei nem Kumpel übernachte." Nun boxte ich ihm gespielt sauer in die Rippen. „Ich bin also dein Kumpel! Danke das ich grade erfahre, dass ich mein Geschlecht geändert habe!", lachte ich. Er stieg in mein Lachen mit ein. „Natürlich hast du dein Geschlecht nicht geändert!", rief er unter lachen, „Meine Pflegeeltern denken sonst nur... Sonst was!"
Wieder lachten wir. Rhydian und ich, dann boxte er mir in die Schulter so wie ich es immer bei ihm tat. „Hey! Bist du zu unkreativ um mich nachmachen zu müssen?", neckte ich ihn, und er lächelte verschmizt. „Vielleicht finde ich das was du machst auch einfach nur toll?", sagte er leise mit seinem lächeln, und wir lachten wieder.
Plötzlich hörte ich meine Mutter mit jemandem leise tuscheln, und stellte fest das dieser jemand mein Vater war, welcher nun auch im Raum stand. „Ich glaube wir sollten das mit den Rhydian Sache doch noch mal überdenken", meine Mom sagte es zwar sehr leise, doch ich hatte es gehört. Und ich ging davon aus, dass ich es eigentlich nicht hätte hören sollen, weshalb ich mir nicht anmerken ließ irgendwas gehört zu haben. Was meinten die beiden mit der "Rhydian-Sache"? Hatte er mal wieder Mist gebaut? Nicht das ich gewusst hätte? Und wieso nochmal? Hatten sie schon über irgendwas über Rhydian geredet oder so? Während ich so nachdachte bemerkte ich gar nicht, dass sich meine Eltern aus dem Zimmer zurück gezogen hatten, und Rhydian und ich wieder allein im Zimmer waren.
„Du Rhydian, hast du eigentlich irgendwas angestellt?", fragte ich ihn immernoch etwas in Gedanken versunken.
„Nein, wies- Wegen dem stress in der Familie? Ich bin auch nicht an allem schuld! Ich hab nichts getan! Und das geht dich auch nichts an!", er wurde wütend. Dabei hatte ich das ja gar nicht so gemeint!
„Nein, Rhydian, Bitte! So war das nicht gemeint, nicht wegen diesem Familien-", versuchte ich zu erklären, doch er unterbrach mich: „Wie war es dann gemeint? So nach dem Motto Rhydian stellt doch immer was an?" - „Hör doch mal zu! Ich hab eben meine Eltern tuscheln hören", fing ich an und wurde kurz durch ein leises: „Aha" unterbrochen, doch das ignorierte ich. „Sie haben irgendwas davon getuschelt, dass sie das mit deR RHYDIAN-SACHE nochmal überdenken müssten, und da war ich verwewundert, da ich nicht mitbekommen hatte, dass du irgendwas angslestellt hast!", ich atmete tief ein, nachdem ich meine Erklärung beendet hatte und sah dann einen entschuldigenden Blick von Rhydian. „Oh man... Entscheidung... Ich scheine wohl etwas gestresst in letzter Zeit zu sein... Und was deine Eltern damit meinen weiß ich auch nicht, denn ich hab wirklich nichts unanständiges gemacht...", sagte Rhydian mit seinem Blick nach unten gerichtet. Dann sah er mich an und setzte sein schelmisches lachen auf: „Naja... Ok, ich habe nur ne Bank ausgeraubt und so, aber das ist doch nicht so schlimm oder?", ich lachte. Er war wirklich ein Scherzbold. „Das war ein Scherz!", flüsterte er dann leise, wie er es bei Shannon immer tat, damit sie etwas nicht falsch verstand, denn sie hatte einen etwas anderen Humor als Rhydian. Aber ich mochte Rhydians Humor. Ohne seinen Humor hatte er einfach nicht mehr dieses etwas, dass ich so an ihm mochte.
„Und du übernachtest jetzt hier?", fragte ich seufzend. „Sieht ganz so aus", seuftzte Rhydian zurück und setzte sich auf meine Fentserbank, während ich mein Sofa, welches gegenüber im Raum von meinem Bett lag ausklappte, sodass jemand darauf schlafen konnte. Das Sofa war echt praktisch. Und vorallem besser als die alte Mottenzerfressene Matratze und die stinkende ISO-Matte auf dem Dachboden.
„Hey, Hundi hilf mir doch mal! Na komm!", rief ich Rhydian grinsend zu mir. Er konnte mir ruhig beim beziehen helfen.
Rhydian sprang auf und ging auf alle viere während er auf mich zukrabbelte und hechelte.
„Feiner Rhydie! Gut gemacht! Und jetzt Sitz!", spielte ich sein Spielchen mit, und er gehorchte, ich sah ihm aber an, das er es schwer fand nicht in lachkrämpfen umzufallen und mir ging es genau so. „Brav! Und jetzt Männchen! Männchen Rhydie, Männchen!", machte ich weiter, doch als ich das letzte Männchen sagte konnte ich mich nicht mehr halten und prustete los. Rhydian hockte grade vor mir und spielte Hund. Und das auch noch mit dauer - Hundeaugen. Einfach zum anbeißen. Rhydian stimmte in mein lachen mit ein und rief: „Wuff! Wuff!", was es mir natürlich nicht einfacher machte meinen Lachkrampf loszuwerden. Mittlerweile saß ich vor kichern mir den Bauch haltend auf dem Sofa, da sprang Rhydian plötzlich, wie ein richtiger Hund, mit seinen Händen auf meine Knie und leckte mir durchs Gesicht. „Ihh Rhydie! Aus! AUS!",  schrie ich lachend, und er sprang wie ein echter Hund weiter hoch und seine Hande lagen auf meinen Schultern, während sie mich nach hinten auf das Sofa drückten, und Rhydian alias Rhydie hinterher auf meinen Schoß sprang und mir weiter durchs Gesicht leckte. „Rhydie! Rhydie Aus! Pfui! Bähh! Nein!", rief ich weiter, doch Rhydie dachte nicht daran aufzuhören. Hätte ich bloß nicht mit der Hunde-Sache angefangen! Plötzlich spürte ich ein komisches kribbeln im Bauch, während Rhydie einfach weiter machte. Was war das? Schnell beschloss ich dass ich zu viel gelacht hatte und versuchte weiter den Schlabbernden Hund von mir runter zu bekommen. Als ich es endlich geschafft hatte lagen wir beiden keuchend nebeneinander auf der noch immer unbezogenen Couch. „Weißt du eigentlich wie viel Glück du hattest, dass dich meine Elten nicht gesehen haben? Die hätten dich im hohen Bogen hier rausgeschmissen!", fragte ich ihn und er sah mich verwirrt an. „Hä wieso das?", lachte er. „Na die denken doch auch gleich... Sonst was! Wie alle Eltern!", wieder lachten wir beide. Dann sahen wir uns auf einmal genau in die Augen und einen Moment war es ganz ruhig zwischen uns beiden. Doch als ich wieder dieses kribbeln spürte sprang ich auf und sagte: „So! Das Bett ist noch immer nicht bezogen also jetzt Hop Hop!" Wofür ich allerdings einen genervten Blick von Rhydian erntete, doch das war mir egal. Er rappelte sich auf, und ich drückte ihm das Bettzeug in die Hand, sodass er sich daran machte dass Sofa-Bett zu beziehen. Oder es zu versuchen.
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