Wieso?

KurzgeschichteDrama / P12
23.02.2014
23.02.2014
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Drei Jahre vor der Schlacht auf Umbara:
Stolz sah Meister Krell den jungen Padawanen zu. Sie waren der Stolz des ganzen Jeditempel. Die Zukunft der Jedi. Und ganz vorne stand sie. Lirona Shift. Sein Padawan und das Ergebnis langen Trainings. Lächelnd dachte er an die vielen Trainingsstunden zurück, an ihre Fortschritte und Rückschläge. Und an den Tag, wo sie ihn das erste mal eigenhändig entwaffnet hatte. Krell war nicht der Typ, der Nachsichtig war. Manchmal hatte man ihm vorgeworfen, das er zu hart zu den Padawanen war. Aber man hatte heutzutage keine Zeit, sie mit Geduld und Nachsicht zu unterrichten. Im Krieg gab es auch keine Nachsicht. Trotzdem war Lirona, mit ihren brauen Augen und kurzen schwarzen Haare, ihm ans Herz gewachsen. Er hätte es nie öffentlich zugegeben, aber die Kleine bedeutete ihm was. Heute war der letzte Tag vor ihrem Ritterschlag.

Lirona war in einer Senatorenfamilie aufgewachsen, bis man sie vor 13 Jahren in den Jeditempel brachte. Damals noch keine 3 Jahre alt. Warum ausgerechnet Krell sie zum Padawan bekam, war unklar. Vielleicht, weil sie in den Prüfungen Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen zeigte. Vielleicht auch, weil die Jedi dachten, ein Padawan würde Krell etwas menschlicher machen. Sie hatten Recht. Das kleine Menschenkind hatte sich mit der Zeit in sein Herz gekuschelt. Sie waren ein gutes Team, was sich vor allem auf der Mission im Outer Rim bewies.

Rückblende:
"Meister, wann sind wir da?" Lirona's Stimme durschnitt die Stille die im Kreuzer herrschte. Die Seperatisten hatten eine Blockade errichtet und es lag an ihnen diese zu durchbrechen. Alle arbeiteten mit größter Konzentration. Außer Lirona, die damals 13 war. Sie stand neben ihrem Meister und war ganz hibbelig. Ihre erste Mission stand an. Und sie würde ihrem Meister beweisen, das sie nichts von alle dem, was er ihr beigebracht hatte, vergessen hatte. Krell schenkte ihr eins seiner seltenen Lächeln :"Keine Angst, die Seperatisten laufen uns nicht weg." In diesem Moment traten sie aus dem Hyperraum und hatten freie Sicht auf das Schlachtschiff der Seperatisten. "Wow ist das Groß." Lirona hatte noch nie so ein großes Schlachtschiff gesehen. Aber sie hatte keine Angst. Eher war sie neugierig was sich ihr Meister ausgedacht hatte. Krell war groß im Pläneschmieden und verwendete nur ungern zweimal die gleiche Taktik. "Als schön Padawan, du bleibst immer in meiner nähe und verschrottest so viele Droiden wie möglich klar?" Lirona nickte so heftig mit dem Kopf, das ihre schwarzen Haare wild durch die Luft flogen. Kopfschüttelnd sah Krell ihr hinterher, als sie im voraus in den Hangar stürzte um ihren Sternenjäger startfertig zu machen. War er auch mal so wild gewesen?

Neben ihm explodierten die Bomben auf dem Seperatistenschiff. Das würde die Klapperstelle erst mal eine Weile beschäftigen. Gerade als er aufatmen wollte, erschütterte eine Explosion seinen Jäger. Was zur Hölle hatte ihn getroffen? Ein Blick auf die Anzeigen, ließ ihn erkennen, das sein linkes Triebwerk nicht mehr lange mitmachen würde. "Lirona, ich habe hier ein Problem! Ich kann mit den restlichen Jägern nicht mithalten. Du musst den Angriff durchführen." Er wusste, dass es schwierig werden würde, aber er hatte Vertrauen in seinen Padawan. "Meister, glaubt ihr das ich das schaffe?" Lirona's Stimme klang gar nicht mehr so freudig. "Das finden wir jetzt heraus. Aber ich glaube an dich. Du schaffst das. Ende und Aus." Er steuerte auf den Kreuzer zu und zerschoss dabei noch ein paar Droidenjäger. Man konnte jetzt nur noch hoffen, das sein Padawan der Aufgabe gewachsen war. Wenn nämlich nicht dann ... Ärgerlich schob er die unschönen Gedanken beiseite. Er vertraute Lirona mehr als sonst jemanden. Sie würde das schon schaukeln. Als er gerade durch das orangene Kraftfeld flog, versagte auch seine rechtes Triebwerk. Er hatte es gerade noch rechtzeitig geschafft.

Vom Steuerraum sah er mit großer Zufriedenheit, wie das gegnerische Schiff in Flammen aufging. Vielleicht war es doch nicht so schlimm kein Einzelkämpfer mehr zu sein, sondern einen Menschen zu besitzen, mit dem man über alles reden konnte.

Wieder in der Gegenwart:
Endlich war der große Tag gekommen. Stolz sah Krell der Zeremonie zu. Er wusste, das sein Padawan großes leisten würde. Sie würde eine große Kriegerin werden. Daran glaubte er fest.

Ein halbes Jahr später:
Krell konnte es nicht fassen. Vor ihm lag sein Padawan. Bleich, mit einer großen Schusswunde im Rücken. Sie war auf ihre erste Mission als Jediritter gegangen und war jetzt tot. Man hatte ihm ein paar Minuten allein mit dem Leichnam gegeben, um sich zu verabschieden. Zärtlich streichelte er ihre Haare. Sie waren frisch gewaschen und glänzten immer noch so schön wie zu Lebzeiten. Er konnte es einfach nicht fassen, nie wieder ihr Gelächter zu hören oder gegen sie in einem Schaukampf zu verlieren. Es verstieß gegen den Kodex eine Bindung zu seinem Padawan aufzubauen, aber er hatte den Kodex gebrochen. Und er brach ihn wieder, als er die Wut spürte. Wut auf den Senat, der ihr keine Verstärkung geschickt hatte, Wut auf die Jedi, die nicht gegen die Entscheidung des Senats vorgegangen waren und Wut auf die Klone, die nicht gut genug gewesen waren um sie zu beschützen. Die Schlacht war zwar gewonnen, aber zu welchen Preis? Vor ihm lag der Preis, den er bezahlt hatte. Für einen Planet, der sowieso wieder irgendwann zurückerobert werden würde. Für einen Frieden, den es nicht gab. Krell zog seine Hand zurück. Alle vier Hände hatten sich zu Fäusten geballt. Die Republik würde dafür bezahlen.

Der Kanzler hatte ihn zu einem Gespräch unter vier Augen gebeten. Der Grund war ihm unklar. Er war immer noch wütend auf die Jedi. Da machte ihm der Kanzler ein überraschendes Angebot. "Ich kenne Euren Verlust, mein Freund. Ich kann euch helfen, euch an der Republik zu rechen. Ihr müsst mir nur gehorchen und die langersehnte Rache wird Euch gegeben." Zur Bekräftigung zog der Kanzler ein Lichtschwert heraus und ließ eine rote Klinge erscheinen. Krell viel es wie Schuppen von den Augen. Der Kanzler war ein Sith. Sogar ein sehr mächtiger. Er sah zwischen dem Kanzler und seiner Hand hin und her. Plötzlich hatte er wieder Lirona vor Augen, wie sie tot auf dem Schlachtfeld lag, nie wieder kommen würde. Ohne auch noch einen Augenblick zu zögern, schlug er in die Angebotene Hand ein. Er würde seine Rache bekommen!
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Ich fand es mal toll, eine Geschichte über Krell zu schreiben. Er muss ja irgendeinen triftigen Grund haben, um die Jedi zu verraten. Was haltet ihr von meiner Idee? Schreibt mir doch ein Review. Bitte!!!!
Bis zum nächsten Mal
Anemonenfisch
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