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Mit dir will ich gehen

von Leopawtra
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
OC (Own Character) Tim
23.02.2014
14.02.2019
4
5.916
2
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
23.02.2014 730
 
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Autorenkommentar:  
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๑⊱☆⊰๑


Lange schon bin ich dir und deiner Art verfallen, doch wie lange genau weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich jedoch noch sehr gut an den Tag, an dem du dich in mein Herz geschlichen hast. Damals war ich noch ein Kind und träumte doch schon von der großen Liebe.
Du warst für mich mit einem Schlag der Mittelpunkt meines Universums, weshalb ich über Jahre hinweg nur an dich denken konnte. Es gab für mich kein weiteres männliches Wesen, das mich der Art beeindruckte, wie du es getan hattest. Du hattest schon von Anfang an diesen Reiz für mich und dieser ließ mich nie wieder etwas anderes so reizvoll finden wie dich.
Zu meiner größten Schande muss ich dazu sagen, dass du nicht real bist und du es auch nie sein wirst. Du wirst nie mehr sein als Hergés Fiktion und Steven Spielbergs neuerster Kassenschlager.
Doch ob im Stil von deinem ‚Vater‘ oder in dem von Spielberg, du bist, bleibst und warst immer der Mann meiner Träume. Ich wünschte nur du wüsstest wie ich für dich fühle und dass du wirklich real wärst, wie du es über all die Jahre für mich warst.
Wahrlich, Spielberg gab dir ein Aussehen, das ich mir für dich in der Realität immer gewünscht hatte. Blaue Augen, ein Gesicht mit feinen Zügen und einen schlanken Körper, der dennoch darauf schließen lässt, dass du kein Schwächling bist.
Ich liebe dich, ob im neuen oder alten Stil und ich wünschte ich könnte dir so nah sein wie in meiner Fantasie oder in meinen Träumen. Aber das wird wohl leider für immer nur ein wunderschöner Traum bleiben. Wie ich diese Tatsache hasse.


๑⊱☆⊰๑


Immer wieder dieselben Gedanken, dieselben Gefühle und dieselbe Sehnsucht die sie heimsuchten. Niemand, der ihr Geheimnis kannte, hatte Verständnis dafür. Ihre Mutter predigte ihr ständig sie solle endlich erwachsen werden, denn in ihrem Alter sollte man doch mittlerweile begriffen haben, dass Comicfiguren nicht real waren und es auch nie sein würden.
Ihr Vater hingegen sah das alles viel gelassener und tat dies nach wie vor als eine Art Phase ab, in der sich seine Tochter befand. Ein wenig war die junge Frau dafür dankbar, dass ihr Vater so über ihre Liebe zu diesem Mann dachte. Dadurch musste sie sich von keiner zweiten Person sagen lassen, dass sie verrückt sei und endlich erwachsen werden sollte. Ihre Eltern wussten eigentlich, dass ihr Kind schon immer in dessen eigener Welt lebte.
Sie fand das jedoch vollkommen in Ordnung, denn die Leute kannten sie dort. Es war nicht ganz ihre eigene Welt, in der sie lebte, denn es war mehr die Welt die Hergé für seine Fiktionen erschaffen hatte. Aber genau das war die Welt, in der sie sich behütet, beschützt, geborgen und wohl fühlte. Die Leute dort mochten sie und es gab nichts und niemanden der sie von dem Mann trennen konnte, den sie über alles liebte.
In dieser wunderschönen, heilen Welt war für sie alles perfekt und gemeinsam mit ihrem Traummann erlebte sie dort rätselhafte, großartige und spannende Abenteuer, während sie mit ihm das glücklichste Paar bildete, das es je gab.
Wie schade, dass all dies nur in ihrer Fantasie möglich war. Ihre beste Freundin Lilly hingegen fand ihre Liebe zu dieser Comicfigur zwar sonderbar, aber zeigte dennoch Verständnis für ihren Liebeskummer. Sie verurteilte sie nicht für diese Gefühle, sondern war für sie da, wenn es sie niederriss. Nachvollziehen konnte Lilly es nicht, doch sie würde ihrer besten Freundin niemals einen Strick daraus drehen und sie für eine Verrückte deswegen halten.
Ihre anderen Freunde, zumindest die sie Freunde nannte, wussten gar nichts von ihrer großen Liebe zu Hergés großartiger Fiktion und wenn sie ganz ehrlich war, so musste es auch sonst keiner wissen. Sie wollte nicht noch mehr Hohn, Spott und Predigten hören als sie es so schon von ihrer Mutter gewohnt war. Um ehrlich zu sein war sie sogar sehr glücklich in dieser ‚Beziehung‘ und musste gestehen, dass sie sich das Leben, auch wenn dieses überwiegend in ihrer Fantasie stattfand, mit keinem anderen Mann als mit ihm vorstellen konnte.

๑⊱☆⊰๑
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