Hinter der Fassade

von Dodania
GeschichteAllgemein / P12
Frau Kellermann Jacqueline "Jacky" Fritsche Özgür "Özzi" Delikaya Sophie Kellermann Tanja Greve
22.02.2014
22.02.2014
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Kapitel 1/1

„Das wird schon wieder Sophie“, stammelte ich, wohl wissend das ich wenig hilfreich war. Leute zu trösten hatte noch nie zu meinen bevorzugten Talenten gehört. Ich konnte es einfach nicht.
„Nichts wird wieder. Ich weiß nicht ob du es bemerkt hast aber Özzi ist mit Jackie zusammen!“, schrie sie mir entgegen und vergrub ihren braunen Lockenkopf in ihrem Kissen. Verzweifelt beobachtete ich ihr Verhalten. Selten hatte ich meine kleine Schwester derart aufgewühlt erlebt.
Ich kannte diesen Özzi nicht, aber sie schien ihn wirklich zu lieben.
„Der Junge muss doch geistesgestört sein, wenn er diese Jackie dir vorzieht.“ Meine Worte schienen ihr nicht wirklich zu helfen. Eher machten sie sie wütend.
„Nenn ihn nicht geistesgestört, er hat mir mehrmals das Leben gerettet“, murrte sie ohne aufzusehen.
„Das war vor drei Jahren Sophie und die Rettung der Welt stand dabei auf dem Spiel“, konterte ich und strich ihr dabei unbeholfen über den Rücken.
„Hau einfach ab Missy“, murmelte sie in ihr Kissen und schluchzte erneut auf. Das laute Klingeln an der Tür bewahrte mich vor einer Antwort.
„Bin gleich wieder da“, gab ich der kleinen zu verstehen und lief zur Tür.
„Kann ich dir helfen“, fragte ich den Jungen der draußen stand. Er war jung. Ungefähr in Sophies Alter. Schlecht sah er nicht aus. Haselnussbraune Haare umrahmten sein markantes Gesicht.
„Ich bin der neue Nachbar und als sozialer Bürger dieser Stadt, wollte ich mich mit einem Kuchen als Geschenk vorstellen.“
„Dein ernst?“, fragte ich und zog eine Augenbraue in die Höhe. Jetzt grinste er.
„Natürlich nicht. Meine Mutter hat mich gezwungen vorbei zuschauen“, meinte er gelassen und lehnte sich an den Türrahmen.
„Und du tust immer was Mami dir sagt?“ Unweigerlich zuckte ich zusammen. Ich hatte Sophie gar nicht kommen hören. Der Fremde musterte sie belustigt.
„Wenn es zur Debatte steht das ich ein heißes Mädchen besuchen darf ist mir alles Recht. Ich bin übrigens Tim“  Er meinte nicht mich. Soviel war klar.
„Sophie und definitiv nicht interessiert“, fuhr sie ihn an schnappte sich den Kuchen und verschwand wieder ins innere des Hauses.
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