Cold Case What Promises Life Will Held For Us

GeschichteDrama, Familie / P16
John Stillman Kat Miller Lilly Rush Nick Vera Scotty Valens Will Jeffries
19.02.2014
09.06.2014
8
18321
 
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What Promises Life Will Held For Us
by Sarahsassy

post 7 22 „Shattered“

Hallo, Ihr Lieben!
Da bin ich wieder...

habt ihr mich vermisst?!

Ein neues Kapitel.
Für mich.
Für Lil.
Für Scotty.

Bin sehr gespannt, was ihr dazu zu sagen habt-
also- schwingt Euch an die Tasten und hinterlasst mir fleißig
eure Meinung!

Please Read and Review!

Song: Always by Jon Bon Jovi
http://youtu.be/HQuWaegFz-w




-1-

Christinas POV


Es war dunkel geworden, bis wir wieder in Philly waren.
Ich bekam gar nichts mehr richtig mit.
Nur, dass Lil mich hielt- mich und Alexis.
So, wie ich es mir gewünscht hatte- so, wie früher.

Im Krankenhaus roch es nach Desinfektionsmitteln und ich hatte furchtbare Schmerzen.

Scotty schob mich auf die Liege, dann kam der Arzt und scheuchte meine Schwester mit Alexis auf dem Arm und den jungen Mann vor die Tür.

„Alexis!“ hauchte ich mühsam und streckte die Arme nach meiner Tochter aus.

Sie zurück zu lassen würde mehr weh tun, als all die schrecklichen Dinge,
die Cliff mir körperlich zugefügt hatte.

Ich hatte Angst.

Lil drückte sich an dem Pfleger vorbei, der sie davon abzuhalten versuchte,
und legte mir die Kleine, die inzwischen eingeschlafen war, in den Arm.

Meine Kraft reichte kaum aus, sie zu halten, aber ich hätte schon tot sein müssen,
um sie wieder herzugeben.

Dankbar sah ich Lil an.
Sie lächelte müde.

Ich glaube, ich habe sie seit Langem das erste Mal wieder lächeln sehen.

Und da war noch etwas anderes in ihrem Blick, was mich in dieser Sekunde noch stärker an ein gutes Ende glauben ließ, in all diesem Irrsinn:

In ihren hellblauen Augen lag so etwas, wie Stolz.

Sie war niemals stolz auf mich gewesen- dazu hatte ich ihr immer viel zu viele Probleme bereitet.

Ich wollte immer, dass sie stolz auf mich war, aber bisher hatte ich es nie geschafft.

Auch jetzt hatte ich wieder den größten Mist gebaut, den man sich vorstellen konnte,
aber irgendwie hatte ich es auch geschafft, dass sie mich das erste Mal in meinem Leben so ansah,
wie ich es mir immer gewünscht hatte.

Der Stolz gab mir Kraft und ich umfasste Alexis noch etwas fester.

Ein so kleiner Mensch, der etwas vollbrachte, was ich in all meinen Lebensjahren nie erlangt hatte:
Sie brachte meine große Schwester dazu, mich als gleichwertig zu akzeptieren.
Sogar wohlwollend zu sein.

Was ich meiner Tochter nicht alles verdanke!

„Es ist gut, Chris, wir warten draußen und dann fahren wir nach Hause.“
flüsterte Lil jetzt und ich sah eine Hand, die sie am Ellenbogen wieder aus dem Zimmer zog.

Der Arzt lächelte mich freundlich an und fragte, wo ich Schmerzen hätte, dann folgte die Untersuchung und man gab mir ein leichtes, auf meine Bedürfnisse abgestimmtes Medikament,
um die Schmerzen zu lindern.

Ich war sogar ehrlich gewesen, was meine Drogensucht betraf.

Denn Lil war stolz auf mich.

Also wollte ich nichts tun, um sie oder Alexis zu enttäuschen.

Als man mir geholfen hatte, ein Krankenhaushemd über zu ziehen, tapste ich zum Fenster und schob die Lamellen beiseite.

Auf dem kleinen Flur, auf diesen unbequemen Wartestühlen, saßen meine Schwester und ihr Partner
und ich musste laecheln.

Lils Kopf lehnte an seiner Schulter, Scotty hatte ihr das Jackett,
welches vorhin noch um meine Schultern gelegen hatte,
umgelegt und sie schien eingeschlafen zu sein.

Scotty telefonierte und warf immer wieder prüfende Blicke auf Lil
und zur Tür des Behandlungszimmers,durch welche der Arzt gerade gegangen war.

Lil hatte ihre kleinen Hände um seinen rechten Arm geschlungen
und die Beine angezogen auf einem weiteren Stuhl neben sich abgelegt.

Ich denke, er fühlte sich unbeobachtet, denn er legte das Telefon beiseite und schien sich ein Grinsen nicht verkneifen zu können.

Sein Arm um die Rückenlehne der Stühle zog meine Schwester an der Hüfte etwas näher
und er senkte den Mund auf ihre wasserstoffblonden Haare herunter,
wie, um einen Kuss darauf zu hauchen.

Durch die angelehnte Tür hörte ich ihn leise zu ihr auf Spanisch sprechen.

Er klemmte ihren Haarkranz unters Kinn und sah abwesend durchs Fenster hinaus.

Ich wusste, dass er nur den Moment genoss.

Spätestens, wenn Lil wach würde, wäre es mit ihrer Anschmiegsamkeit wieder vorbei,
die sicherlich am Ehesten der Müdigkeit geschuldet war.

Zumindest würde sie es so hinstellen.

Dafür kannte ich sie zu gut.
Und er sie auch.

Aber es tat gut, zu wissen, dass zumindest einer der beiden, wenn auch nur sich selbst,
eingestanden hatte, dass da mehr zwischen ihnen war, als dieses bloße „Partnerschaftsding“
unter Kollegen bei der Polizei.

Ich hatte es schon immer gewusst.

Es war der Grund, weswegen ich ihn unbedingt hatte haben wollen, damals.

Abgesehen davon, dass er gutaussehend und ein verdammt netter Kerl war.

Ich hatte schon immer haben wollen, was Lil's gewesen war.

Mir immer beweisen müssen, dass ich genauso gut und wertvoll war, wie sie.

Aber heute nicht mehr.

Als er mich so kühl musterte, in der Bar, vor diesem ganzen Cliff Desaster, und er sagte:
„Nun sag schon, was willst du, Christina?!“

Spätestens da wusste ich, dass meine Schwester noch immer die Frau war,
für die sein Herz wirklich schlug. Er war immer noch an ihrer Seite.
Er war aber eben auch nicht der Typ dafür, einfach so aufzugeben.

Er wollte immer jemanden retten, selbst, wenn derjenige seine Hilfe gar nicht brauchte.

Einer seiner größten Fehler, sicher.
Aber auch einer seiner größten Vorzüge.

„So sieht es jetzt also aus.“
antwortete ich ihm und er meinte nur stoisch:
„Ja, so sieht's aus. Also red schon.“

Es war ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, als ich ihm zugestand:
„Der einzige, der meine Schwester kennt, bist du. Wie sie ist und wie sie denkt.“

Ich meinte es ernst.

Nur sein defensives: „Da wär ich mir nicht sicher.“
machte mir Sorgen.

Jetzt, bei diesem Anblick, wurde meine Sorge um Lil in dieser Hinsicht ein wenig schmaler.

Weil ich Scotty auch kannte, vielleicht nicht so gut, wie Lil,
aber hey, doch soweit, als dass ich das beurteilen konnte.

Er würde Lil nicht aufgeben.

Ich hoffte, eines Tages jemanden zu finden, der so für mich empfand.

Aber ich konnte es ihr gönnen.

Und ihm.

Ich konnte hier stehen, barfuß, heimlich durch die Lamellen gucken,
und mich einfach für die beiden freuen.

Vielleicht gab es ja doch noch Hoffnung- auch für mich.
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