Käpt`n Balu und seine tollkühne Crew/ Die betrunkene Rebecca

von Titziana
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P12
18.02.2014
18.02.2014
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Hey Leute!
Ich widme diese Kurzgeschichte Schlummerpieps94, die ein riesiger Rebecca-Fan ist. ;)
Aber auch allen Anderen wünsche ich viel Vergnügen beim lesen!

Die Idee kam mir, als ich die Folgen: Balu macht Blau und Balus Abendteuer in der Traumfabrik, gekuckt habe. Ist euch nicht auch schon aufgefallen, welche enge Bindung Rebecca und Balu haben?
Hier nun meine Version der Ereignisse, die nie in einer Folge gezeigt wurden.

Viel Spass!

Alles liebe Titziana



***




„ Balu!“ Schrie Rebecca und konnte es kaum erwarten Balu in die Finger zu bekommen. Dieser jedoch trottete gewohnt langsam auf sie zu und fragte gelassen: „ was ist den?“
„ Balu! Sieh dir diese Unordnung an!“ Sie zeigte auf den Boden. Ihr Büro sah aus als wäre ein Wildschwein hindurchgetrampelt.

Balu wehrte ab. „ Ach das.“ Er wollte schon wieder kehrt machen, als Rebecca ihn am Hemd festhielt. „ Moment! Du hast diese Schweinerei veranstaltet, also wirst du sie auch wieder beseitigen!“
Balu stöhnte. „ Schon gut, schon gut. Ich werde sie gleich nach meinem Mittagschläfchen beseitigen.“
„ Nein Balu! Jetzt sofort!“ Rebecca verschränkte die Arme vor der Brust und atmete schnell. Dieser Bär konnte ihr echt auf die Nerven gehen!

Zum Glück waren Molly und Kit nicht hier. Kit hatte versprochen die Kleine mitzunehmen. Die Dschungel-Asse hatten einen Ausflug in den Zirkus geplant, und sassen nun schon in der Vorstellung. Nur Balu hatte nichts Besseres zu tun, als ihr das Leben schwer zu machen. Dieser Dreckbär!
In all den Monaten in denen sie nun schon Höher und Höher besass, hatte sie es nicht fertig gebracht ihm etwas Manieren und Anstand beizubringen. Schrecklich… Es war hoffnungslos. Sie würde es nie hinbekommen…

Balu ging auf sie zu und ergriff ihren Arm. „ Ach Becky! Entspann dich mal!“ Er zog sie zu sich und drehte sie im Kreis. Als er hinter ihr stand, ergriff er ihre Schultern und tat so als würde er sie massieren. „ Du bist ja ganz verspannt. Kein Wunder, dass du schon wieder so schlecht gelaunt bist.“
Rebecca genoss kurz Balus Geste, doch dann wehrte sie ihn ab. „ Lass das Balu! Du willst dich doch nur wieder vor dem Aufräumen drücken!“

Der Bär grinste. „ Wenn es schon so offensichtlich ist. Warum hilfst du mir dann nicht?“
Sie stöhnte. War ja klar, dass die Arbeit wie immer an ihr hängen blieben würde.
Sie gab sich einen Ruck und nickte. „ Also gut. Ich helfe dir. Nur bitte lass uns endlich anfangen!“
Balu grinste. Er tanzte zum Plattenspieler und betätigte diesen. Kaum spielte es sein Lieblingslied ab, bewegte er sich schwungvoll durch den Raum und ergriff den Besen. Er wischte, das am Boden liegende Zeug, hin und her und amüsierte sich prächtig.
Rebecca hingegen schnaubte. „ Balu! Stell diesen Krach leiser! Und hör auf alles nur noch schlimmer zu machen!“
Doch der Bär hörte sie nicht. Er wischte weiter drauf los und warf dabei sogar eine halb geleerte Apfelsaftflasche um. Sie ergoss sich über den Boden und verschlimmerte die Situation um einiges.

Balu hielt hin. „ Ups.“ Doch nun war es schon zu spät. Seine Chefin kam auf ihn zu und packte ihn am Ohr. „ Sieh nur, was du wieder angerichtet hast!“ Sie deutete auf den Boden und liess ihn wieder los.
Balu hielt sich schmerzend das Ohr. „ Aua! Ist ja schon gut Becky. Ich bemühe mich ja schon.“

„ Dann bemühe dich mehr!“ Fauchte sie ihn an und seufzte ergebend. Der tollpatschige Bär eilte davon um einen Lappen zu holen und die Schweinerei aufzuwischen. Sie sah ihm dabei zu, wie er sich auf den Boden kniete, und den Apfelsaft aufwischte. Er stellte sich dabei gar nicht so ungeschickt an.
Rebecca beobachtete ihn dabei und grinste plötzlich, als ihr Blick auf sein Hinterteil fiel. Er hatte zwar einige Makel, aber im Grossen und Ganzen mochte sie ihn.
Sehr sogar….
Sie schüttelte schnell diesen Gedanken ab und fing an das restliche Zeug, das sich auf dem Boden befand, aufzulesen.
Kaum hatten sie die Schweinerei beseitig, tanzte Balu wieder gut gelaunt durch den Raum. Becky hingegen setzte sich erschöpft auf ihren Bürostuhl und lehnte sich zurück.

„ Tanz mit mir!“ Balu ging auf sie zu und zog sie vom Stuhl hoch. „ Ich hab jetzt keine Lust zum Tanzen Balu. Ich bin völlig fertig.“ Sie wehrte ab und lehnte sich an ihren Bürotisch. Doch der Bär gab nicht auf. „ Ach Becky. Lass dich doch ein wenig gehen. Geniesse das Leben.“ Er tanzte um sie herum und holte schliesslich aus dem Safe zwei Flaschen Bier. Rebecca verschränkte die Arme vor der Brust. „ Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du den Safe nicht als Kühlschrank benutzen sollst?“
Balu lächelte sie an und ging gar nicht auf ihre Frage ein. Stattdessen übergab er ihr eines der Bierflaschen und öffnete seine eigene. „ Entspann dich und trink was.“
Schliesslich gab sich Rebecca zufrieden und öffnete ihre Flasche ebenfalls. Als sie einen Schluck des Gesöffs probierte, wurden Erinnerungen wieder hervorgerufen. Früher hatte sie ab und zu ein Glas Bier zusammen mit ihrem Mann getrunken… Ihr Mann Mollys Vater…

Sie senkte die Flasche und stellte sie beiseite. Sie wollte jetzt nicht an diesen Taugenichts denken.
Balu bemerkte ihre Stimmungswechsel und stellte seine Flasche ebenfalls hin. Die Musik lief noch immer und so beschloss er sie jetzt zum Tanzen aufzufordern. Er ergriff ihre Hand und zog sie mit sich. „ Komm schon Becky, lass uns tanzen!“ Rebecca gab nach und tanzte mit Balu im Raum umher. Er wirbelte sie einige Male umher und lachte ausgelassen. Auch sie schien sich prächtig zu amüsieren. Belustigt hielt sie an und griff wieder zu ihrer Flasche. Auch Balu trank einen Schluck und das Tanzen ging weiter.



Schliesslich nach einer knappen Stunde hatte Rebecca 4 Flaschen Bier geleert und aufgeschwollene Füsse. Sie stöhnte und liess sich auf ihren Bürostuhl sinken. Balu lachte ausgelassen und stellte die Musik ab. Er hatte im Gegensatz zu ihr nur knapp eine Flasche getrunken und fühlte sich grossartig. Doch seiner Chefin erging es da anders.
Sie hielt sich die Stirn und jammerte: „ mein armer Schädel.“

Balu ging auf sie zu. „ Du hast etwas zuviel getrunken.“ Er setzte sich auf den Bürotisch und sah Becky dabei zu, wie sie langsam eindöste. Doch bevor er sie schon ganz abgeschrieben hatte, wurde sie wieder wach und lachte ausgelassen. Anscheinend war sie betrunken…

Balu grinste vor sich hin.

Becky betrunken! Das gab es noch nie!
Rebecca lachte noch lauter und wollte sich schon aus ihrem Stuhl erheben, als sie bedrohlich schwankte. Balu eilte vom Tisch und drückte sie zurück auf ihren Stuhl. „ Sachte Becky. Du bist betrunken.“
„Dummer Bär. Bin… i. ich nic...nicht.“ Stolperte sie über ihre eigenen Worte und hielt sich erneut den Kopf. Balu entschied sie zu Bett zu bringen, doch sie wehrte sich dagegen. „ Du,… du bist… imm … immer so… unachtsam…“ Sie sank noch tiefer in den Stuhl und deutete auf ihren Mund. „ Küss mich.“
Balu zögerte. „ Rebecca. Ich denke es wäre wirklich besser, wenn du dich hinlegen würdest.“ „ Sei nicht … nicht so schüchtern… da bin ich einmal  mutig… und gestehe dir das ich dich…. mag…. Und du kneifst.“

Balu wich etwas zurück. „ Du magst mich?“ Sie nickte hastig und fügte hinzu: „ aber ich bin zu feige, um es dir…. Dir zu zeigen….“

Sein Gesicht hellte sich auf. „ Und ich dachte immer du willst nichts von mir.“ „Dummerchien… das mache ich.. ich doch nur um mich zu schützen…“ Sie schloss kurz die Augen. Sie waren plötzlich so schwer. Dann öffnete sie sie wieder und lächelte ihn an.
„ Küsst du mich jetzt?“

Balu brauchte keine dritte Aufforderung mehr. Er ging die wenigen Schritte wieder auf sie zu und beugte sich über sie. Sachte drückte er ihr einen Kuss auf die Lippen und wich wieder zurück. Rebecca jedoch schien es zu geniessen und ergriff sein Hemd. „ Küss mich mehr.“
Balu schluckte.
Becky hatte sich schliesslich nicht unter Kontrolle. Sie war betrunken… Er sollte hier und jetzt aufhören. Sonst würden sie beide es früher oder später bereuen.
Er löste ihre Hand und schüttelte langsam den Kopf. „ Ich denke das ist keine so gute Idee.“
„ W.. Wieso nicht?“ Ihr fielen die Augen schon wieder zu und nur mit Mühe konnte sie wach bleiben.
Balu strich ihr sachte übers Haar und flüsterte ihr leise ins Ohr: „ wenn du nach dem Schlafen immer noch so versessen darauf bist, mich zu küssen, dann werde ich es auch tun.“ Dann hob er sie auf seine Arme und trug sie Richtung Treppe.
Rebecca murmelte noch etwas vor sich hin, schlief jedoch gleich darauf in seinen Armen ein. Balu war froh, dass Kit und Molly nicht hier waren. Er hätte nicht gewusst, wie er ihnen das hätte erklären sollen.
Er stieg die Stufen empor und legte Becky in sein Bett. Liebevoll deckte er sie zu und entschied in 2 Stunden wieder nach ihr zu sehen.


Kaum waren die 2 Stunden um, kamen auch schon Kit und Molly zurück. Balu hatte es sich in seiner Hängematte bequem gemacht und sah nun beim klang ihrer Kinderstimme auf. „ Oh ihr seit auch schon zurück.“ Stellte er fest.
Molly rannte auf ihn zu und erzählte begeistert was sie alles im Zirkus gesehen hatte. Kit lachte bei einigen Erzählungen von Molly auf und fügte einige Dinge hinzu. Als sie mit ihrem Bericht endete, sah sie sich plötzlich fragend um. „ Wo ist denn meine Mami?“

Balu zögerte. „ Äh,.. die ist… einkaufen.“ Log er und ergriff Kit an den Schultern.
„ Kleiner tu mir einen Gefallen und nimm Molly zu eurem Dschungel-Assen-Treffen mit.“ Kit schüttelte den Kopf. „ Ich hab sie doch jetzt schon mit in den Zirkus genommen.“
„ Tu es einfach.“
„aber..“ Weiter kam er nicht den Balus Blick sagte mehr als tausend Worte. Er entschied seinem Papabär diesen Gefallen zu tun und ergriff Mollys Hand. „ Komm Molly. Ich zeige dir unser Clubhaus. Bis dahin ist deine Mami bestimmt wieder zurück.“ Mit kurzem Blick zu Balu, zog er die Kleine mit sich. Molly bemerkte nichts von dem Blickwechsel mit Balu und lief fröhlich Kit hinterher.
Als die beiden das Haus verlassen hatten, atmete Balu erleichtert ein. Jetzt hatte er genug Zeit, um Becky zur Rede zu stellen.

Kaum hatte er dies gedacht, kam sie auch schon von oben die Treppe herunter. Sie stöhnte.
„ Mein armer Kopf.“ Bei Balu angekommen sah sie sich suchend um. „ Sind Molly und Kit noch nicht nachhause gekommen?“
„Doch, aber ich habe sie zum Clubhaus der Dschungel-Asse geschickt.“
Rebecca nickte langsam und begab sich zu ihrem Bürostuhl. Ihr Kopf brummte. Was um alles in der Welt hatte Balu mit ihr gemacht!?
Der Bär kam auf sie zu und blieb vor ihrem Stuhl stehen. „ Rebecca… du hast da vorhin einige Dinge gesagt,… die du mir noch nie gesagt hast.“  
Irritiert musterte Becky ihn. Was sollte das? Wieso redete er hier um den heissen Brei herum?

„ Und die wären?“

Balu zögerte. Anscheinend wusste sie von nichts mehr. Ob er es einfach belassen sollte? Er entschied sich dagegen und überquerte die wenigen Zentimeter zu ihr. Dann beugte er sich zu ihr herunter und küsste sie.
Rebeccas Erstaunen war ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Was sollte das den?
Doch innerlich spürte sie die Schmetterlinge im Bauch fliegen. Es war wundervoll!

Sie errötetet und fragte: „ wofür war das den?“

„ Du hast mich darum gebeten, bevor du eingeschlafen bist.“

„ WAS!“ Sie erhob sich schlagartig und sah zu Boden. Was um alles in der Welt hatte sie da geritten, ihn um so etwas zu bitten? Ihr graute davor zu erfahren, um was sie ihn noch alles gebeten haben könnte….
Balu erriet ihren Gedanken und ergriff ihre Hände. „ Keine Sorge Becky. Du hast nichts gesagt oder getan, was unanständig wäre.“ Er sah ihr liebvoll in die Augen und mit einmal mal wurde ihr klar, was sie ihm gesagt hatte. „ B.. Balu… hab ich dir etwa meine Liebe gestanden?“
Er nickte langsam. „ Ja hast du.“

Sie sog scharf die Luft ein und keuchte. „ Ab… aber….“ Sie entriss ihm ihre Hände und schüttelte heftig den Kopf. „ .. Ich.. das geht nicht… das ist nicht möglich.“
„ Was ist nicht möglich?“ Balu verstand ihre Reaktion nicht. Sie beruhigte sich wieder etwas und hob dann ihren Blick, um ihm in die Augen zu sehen. „ Balu. Ich empfinde sehr viel für dich… aber ich kann das Molly nicht antun.“
Balu verstand nicht. „ Ich mag Molly. Das weißt du.“
„Ja aber die Trennung von ihrem Vater hat ihr sehr schlimm zugesetzt. Sie würde es nicht verstehen wenn ich jetzt schon wieder einen neuen Freund hätte.“
„ Aber Becky. Mollys Vater verschwand vor 3 Jahren. Sie kannte ihn kaum.“ Balu verstand nicht. Doch Rebecca versuchte es ihm zu erklären. „ Versteh doch. Ich möchte unsere Freundschaft nicht aufs Spiel setzten. Und sollte es zwischen uns nicht funktionieren würde ich das…. und Molly wäre genau so unglücklich, wie ich, wenn ich dich verlieren würde.“

Balu verstand. Er nickte. „ Verstehe….“

„ Balu, lass uns Freunde bleiben.“

Er stimmte ihr zu. „ Vermutlich hast du recht.“ Er beugte sich noch ein letztes Mal zu ihr herunter und gab ihr einen Kuss. Dann lächelte er sie an und beide wurden aus ihrem romantischen Moment gerissen, als Kit und Molly herein gestürmt kamen. Sie blieben bei der Tür vorne stehen und sahen sich fragend an.
„ Stimmt was nicht?“ Fragte Kit.
Rebecca schüttelte den Kopf. „ Nein alles in bester Ordnung.“

Balu ging auf den kleinen Kit zu und Molly stürmte zu ihrer Mutter. Sie fing gleich darauf mit Erzählen an. Ihre Erlebnisse wollte sie ihrer Mutter ganz genau schildern.



Inzwischen schob Balu Kit zur Tür heraus und schloss diese hinter sich. Gespannt wartete dieser ab. „ Und? Jetzt sag schon? Wieso musste ich mit Molly nochmals fort?“
Balu grinste. „ Wenn du wüsstest Kit. Wenn du wüsstest…..“


Ende
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