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Acht Gründe Eines Mannes Zu Lügen

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Raven (Gilbert Nightray) Reim Lunettes Sharon Rainsworth Xerxes Break
17.02.2014
17.02.2014
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980
 
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17.02.2014 980
 
Hallo!

Zur Feier des Tages (hab meine Mathe-Klausur bestanden #yeah) gibt es eine kleine Story von mir. Obwohl es nur eine Übersetzung ist, das Original findet ihr hier.
Ich fasse mich kurz, weil ich gleich wieder Lernen muss, deshalb nur das Nötigste:
Eine kleine Aufzählung an Dingen, über die Break gelogen hat. Relativ Plot-los und eigentlich nur dazu gedacht, hier ein wenig aufzumischen. Hihi.
Have fun!

Alles Liebe,
                Jolly






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»Aber ich sterbe doch nicht, gnädiges Fräulein.

Ein leises Husten entkam seinen Lippen, aber er schaffte es, seinen Mund mit seinem Ärmel zu bedecken, bevor es jeder hören konnte. Nunja, jeder bis auf Sharon, die, sobald sie dieses unerfreulichen Laut hörte, einen Blick durch den Raum warf. Als ihre strengen und besorgten Augen auf Breaks trafen, winkte er mit der anderen Hand und lächelte sie an. „Es ist okay“, formten seine Lippen, ohne einen Ton von sich zu geben, denn eigentlich sollte niemand von seinem Zustand erfahren.
Das enttäuschte Leuchten in ihren Augen konnte er nicht sehen, weil sein sterbender und verrottender Körper rein gar nichts sehen konnte.




.




»Ich kümmere mich nur um mich selbst.

In dem Moment, in dem Break realisierte, dass die Baskervilles in Pandoras Hauptquartier eingedrungen waren, schossen mehrere Namen durch seine Gedanken. Der erste war, selbstverständlich, Lady Sheryls. Es bereitete ihm Bauchschmerzen, dass er sie hatte von irgendjemandem verletzt werden lassen. Der nächste war Sharons, aber sie stand genau neben ihm, also wusste er, dass sie sicher war. Nach ihrem Namen kam fast sofort Reims, aber als er das letzte Mal nach seinem Freund gesehen hatte, war dieser immer noch bewusstlos gewesen.
Break hatte erwartet, dass das der letzte Name gewesen sein würde, aber zu seiner eigenen Überraschung folgten weitere. Oz. Alice. Selbst Gilbert. Wie seltsam.




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»Es ist niemandem gewährt, sich zurückzuholen, was er einmal verloren hat.

Manchmal in seinen Träumen hörte Break das süße Lächeln seiner ehemaligen Herrin. Es war ein hohes Kichern, das in seinen Ohren klingelte, und obwohl es seinem Herzen Frieden brachte, schmolz sein Verstand langsam mit jedem Mal mehr, wenn er diese lachende Stimme hörte. Es war schmerzhaft und qualvoll weil er wusste, dass er es verloren hatte. Er hatte dieses Lächeln und diese kleine Hand, die sich nach ihm streckte, verloren. Und dieses fröhliche Gesicht.
Mehr als einen Monat nachdem er von der Familie Rainsworth aufgenommen worden war, hörte er Sharons Lächeln zum ersten Mal.



.




»Es stört mich nicht besonders, blind zu sein.

Irgendwie hatte er die Farben ihrer Augen vergessen. Oder, vielleicht nicht unbedingt die Farbe, er wusste immer noch, dass sie das sanfte Rosa von frisch gewachsenen Kirschblüten im Frühling hatten. Es schien nur so, als hätte er die genaue Schattierung vergessen. Etwa … wie genau sahen frisch gewachsene Kirschblüten im Frühling aus? Wie hell schienen sie im Sonnenlicht? Wie genau sahen sie aus, wenn sich die Sterne in diesen Augen spiegelten?
Wie hatte er das vergessen können?
Manchmal wünschte er sich, er hätte diesen strahlenden Augen mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als er sie noch hatte sehen können.




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»Achwas, Reim, ich würde dir doch nie meine Büroarbeit aufdrücken.

Break versuchte erst gar nicht, leise zu sein, als er Reims Büro bei Pandora betrat. Aber trotzdem, als er bemerkte, dass Reim an seinem Schreibtisch eingeschlafen war, wurden seine Schritte weicher und das neckische Grinsen auf seinen Lippen erstarb. Mit ernstem Gesicht legte Break die Formulare für die drei Berichte, die er hätte schreiben sollen, neben Reims Gesicht, und drehte sich um, um das Büro wieder zu verlassen. Aber aus einem Grund, von dem er tat, er würde ihn nicht kennen, drehte er sich, wieder, um und näherte sich noch einmal dem Schreibtisch. Er griff in seine Tasche und zog eine Handvoll gelber Bonbons heraus.
Er verteilte sie über die Dokumente.




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»Du bist so nutzlos, Raven.

Tatsächlich war Break hin und wieder überrascht von Gilbert. Wie an diesem Morgen, als er ihm von Herzog Nightrays Verbindung mit einem höchst verdächtigen Adeligen erzählte. Oder als er diese köstlichen Törtchen machte, nachdem Break auf einer langen und irgendwie anstrengenden Mission von Pandora gewesen war. Er hätte auch nie erwartet, dass Gilbert so grausam sein konnte, seinen Bruder so auszunutzen, um an neue Informationen zu kommen. Und, natürlich, sein Vertrag mit Raven. Break hätte niemals tatsächlich daran geglaubt, dass Gilbert wirklich dazu in der Lage war.
Aber die größte Überraschung war es, als Gilbert ihm in den Rücken trat und sein Leben rettete.




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»Ich habe keine Freunde.

Reims Worte echoten in seinen Ohren, zusammen mit seinem Herzschlag. Es fühlte sich merkwürdig an. Wirklich merkwürdig. Einen Freund zu haben war ein merkwürdiges Gefühl.
Break hatte immer gedacht, eine andere Person 'Freund' nennen zu dürfen, war ein Recht, das nur jene hatten, die noch eine Zukunft und ein Leben besaßen, das sie mit einem 'Freund' teilen konnten.
Kevin hatte Freunde gehabt. Viele Freunde. Aber Kevin war tot. Und das würde Break auch sein, sehr bald.
Da war kein 'Leben' und keine 'Zukunft', die er mit Freunden verbringen hätte können. Was war es dann?
Er, der sein Leben mit Sharon verbrachte? Und Reim? Und Gilbert und Oz und Alice?
Hatte Break wirklich … Freunde?




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»Meine Vergangenheit ist nichts, das euch etwas angehen sollte.

Was für eine Erleichterung.
Er war so erleichtert, jetzt, da sie es wussten. Kein Versteckspiel mehr, keine Angst mehr davor, sie würden es herausfinden. Jetzt wussten sie es und jetzt konnten sie ihn verurteilen. Er musste sich nicht mehr verkannt fühlen. Jetzt konnten sie endlich sehen, was für eine Art von Monster er in Wirklichkeit war. Wie schwach er war. Wie dumm. Seine Irrtümer, seine Fehler, sie waren aufgedeckt und jetzt konnte jeder sie sehen. Und jeder würde sie sehen. Endlich würden sie endlich die Meinung von ihm haben, die er tatsächlich verdiente. Und sie würden anfangen, ihn so zu behandeln, wie er es tatsächlich verdiente.
Nur dass … sich nichts wirklich veränderte. Was für eine Erleichterung.






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