Miss Compton & die Easy Company

GeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
Captain Lewis Nixon First Lieutenant Lynn "Buck" Compton Major Richard D. Winters Technical Sergeant Donald Malarkey Technician 4th Grade George Luz Technician 5th Grade Eugene "Doc" Roe
16.02.2014
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16.02.2014 1.529
 
Mit 16 Jahren habe ich meine Ausbildung zur Krankenschwester angefangen. Es war damals ein riese Wunsch von mir, Menschen helfen, ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern auch wenn es ihnen eigentlich nicht so gut geht. Es erfüllt mich einfach mit Glück. Mein Bruder Buck und ich standen uns schon immer sehr nahe und er fand es auch nicht so gut, dass ich als Krankenschwester arbeiten wollte. Ich bin zu labil, viel zu schüchtern und auch zu verschlossen um als Krankenschwester tätig zu sein. Im Endeffekt wollte er mich immer nur beschützen, was  mir allerdings erst Jahre später wirklich klar geworden ist.
Als Buck dann zur  Easy Company, 2. Bataillon, 506. US-Fallschirmjägerregiment der 101. US-Luftlandedivision gegangen ist, habe ich mich entschlossen als Krankenschwester zu folgen und in den Lazaretten zu helfen und die Männer aufzuheitern, denn ein freundliches Lächeln einer jungen netten Dame kann so manche Momente erleuchten und auch eine zerbrochene Seele wieder stark machen. Mein Bruder hat von der ganzen Sachen nicht viel gehalten, genau wie damals von der Ausbildung, er hat mir verboten das zu machen, hat mir sogar gedroht nie wieder mit mir zu reden, nur weil er so besorgt um mich war und mich schützen wollte, aber ich bin stur und habe es trotzdem gemacht, auch wenn er dachte, ich würde zuhause bei unseren Eltern bleiben. Immerhin ist ja nicht gesagt, dass wir uns zwangsläufig sehen.
Also bin ich mit anderen freiwilligen Helfern nach England und dann nach Frankreich gebracht worden, wo wir den Standorten zugeteilt worden sind. In Frankreich angekommen wird mir dann mitgeteilt, ich würde mit einigen Anderen der Easy Company folgen. Einerseits ist es schön, bei Buck in der Nähe zu sein um immer zu wissen wie es ihm geht, anderer Seits beunruhigt es mich, da er mit Sicherheit wütend wird, wenn er mich sieht, immerhin ist er mein großer Bruder und er kann ziemlich wütend werden wenn es um etwas geht, was ihm viel bedeutet.
Der D-Day ist vorbei und alle sollten gelandet sein. Die anderen Helfer und ich sind in einem Lazarett und warten auf die Nachricht wie es verlaufen ist. Es werden uns einige Verwundete gebracht, einige sind allerdings so schwer verletzt, dass wir ihnen beim besten Willen nicht mehr helfen können. Auch wenn ich schon viel gesehen habe während der Ausbildung und auch während des Jahres, in dem ich in Los Angeles in einem Krankenhaus gearbeitet habe, zieht mich das alles schon sehr  mit. Manche sind sogar so sehr verwundet, wir können sie nicht einmal identifizieren. Die Tage vergingen, und so wie Buck es mir schon zuhause erzählt hatte, ziehe ich mich immer mehr zurück, wurde stiller und ruhiger. Innerlich zerreist es mich förmlich aus Angst, Buck kann unter diesen Männern liegen und ich erkenne ihn nicht. Die Nächte sind kalt und meist sitze ich nur draußen mit einer Zigarette, starre in den Himmel und bete einfach nur um das Leben der Männer für die ich die Verantwortung habe.  
Ich sitze grade beim Frühstück als wir die Meldung bekommen, dass die Jungs die Stadt Carentan eingenommen haben und nun zu uns kommen, um die Verwundeten zu versorgen und sich aus zu ruhen. Sofort fange ich an zu zittern und sehe  mich nervös um. Mein Bruder kommt zu mir, und er weiß nicht, dass ich da bin. Eigentlich blicke ich der Rückkehr der Easy Company mit relativ gemischten Gefühlen entgegen, doch als die Jungs dann endlich da sind, bin ich auch schon so im Stress mich um die Verwundeten zu kümmern, dass ich alles andere nicht beachte. Grade bin ich dabei mit einem Sani einen Verwundeten in ein Zelt zu bringen, da höre ich eine Stimme hinter mir. "Jacky?" Ich drehe mich kurz im Gehen um, erkenne blondes, kurzes Haar und stechend blaue Augen. Aber ich muss weiter und eile dem Sani nach. Wir bringen den Soldat in das Zelt und überließen ihn einem Arzt der auch nicht lange zögert und den Schwestern Anweisungen gibt. Etwas berückt verlasse ich das Zelt, nachdem der Sani mich behutsam mit sich zieht und mir sagt, alles würde wieder gut werden mit dem Soldaten. Ich nicke nur leicht und stolpere den Weg entlang, bis mich jemand am Arm fest hielt. "Jacky?", höre ich eine leicht brummige Stimme neben mir und zucke schon zusammen. "'Jacky'? Hei, jo, Buck, ist das etwa deine Schwester. Die 'Jacky'?", ertönt eine andere Stimme etwas weiter hinter mir. Ich sehe hoch und blicke in Bucks Gesicht. Entschuldigend versuche ich irgendwas zu stammeln, wie damals, als ich seinen Hamster habe verhungern lassen während er auf einer Klassenfahrt war, aber er sieht mich wütend, aber auch besorgt und auch ein wenig glücklich an.
"Du hast verdammt noch mal gesagt, du bleibst zu Hause!", knurrt er mich erneut an und blickt mir sturr in die Augen.
"Buck, ich konnte nicht anders. Ich will helfen.", meine ich sanft und bin verdammt froh, dass er seinen Griff um meinen Arm lockert. Er würde mich zwar niemals schlagen, aber er sieht so wütend aus, in dem Moment hätte ich ihm alles zu getraut.
"Es ist gefährlich hier, verstehst du das denn immer noch nicht? Ich hab dir das tausend Mal gesagt. Und du bist erst 19 und das hier ist Krieg und kein einfaches Krankenhaus, Gott verdammt..."
Trotzig antworte ich: "Ja und? Du bist auch hier, und du bist nur 2 Jahre älter als ich, Buck, dass weißt du. Und du bist nicht Dad und solange er nichts dagegen sagt-"
Als ich seinen Gesichtsausdruck sehe, der nichts gutes heißen kann, stocke ich und mache mich automatisch etwas kleiner. Unser Vater ist ein schwieriges Thema, vor allem wenn es um mich und meinen Vater geht.
"Jacky...", sage er ernst, mit einem relativ ruhigem Unterton und will wohl noch etwas wichtiges hinzufügen, aber der Jemand von vorhin unterbricht ihn, in dem er sich zwischen uns drängt. "Hei, Buck, ist das nun deine kleine Schwester?" Ich sehe den Mann an. Ein rothaariger junger Mann steht da zwischen Buck und mir, sein Grinsen ist frech aber auch irgendwie mitreißend. "Ja, Malark, das ist sie.", sagt Buck etwas betrübt und sieht mir noch einmal tief in die Augen. "Versprich mir, dass du da bleibst, wo es sicher ist, verstanden? Rückgängig können wir das Ganze hier jetzt eh nicht mehr machen." Ich nicke und er zog mich unerwartet in eine feste Umarmung. Und dann sagt er etwas, was ich seit Jahren nicht mehr von ihm gehört habe.
"Ich liebe dich Jacky. Du bist die beste kleine Schwester, die man sich wünschen kann." Ein Lächeln fliegt über meine Lippen und ich kralle mich an ihm fest.
"Ich lieb dich auch, Brüderchen.", erwidere ich und lasse ihn dann los. Er lächelt knapp und Malark grinst uns an.
“Dass unser Buck auch so kann ist mir aber neu.“, lacht er und bekommt sofort einen drohenden Blick von Buck zu geworden. Sie drehen sich dann zu den Jungs, Buck stellt mich kurz vor und dann muss ich auch schon wieder weiter. Eugene ruft nach einer Schwester und ich eile ihm zur Hilfe.
Tage später, ab und zu sehe ich Buck noch und ich versuche mich auch an seine Anweisungen zu halten, müssen sie wieder gehen und ich folge mit den anderen Helfern einige Meilen hinter ihnen. Die verletzten Jungs scheinen sich wohl oft zu freuen mich zu sehen, was Buck ziemlich sauer macht. Sie schwärmen von mir und auch von dem, was Buck teilweise über mich erzählt. Immer öfter werde ich gefragt, ob ich zu Hause einen Jungen habe oder ob ich einen besonderen Jungen in Aussicht habe, doch immer kurz bevor ich antworten kann, zieht Eugene mich weg, wirft mir einen vielsagenden Blick zu und gibt mir neue Aufgaben. Doch irgendwann fällt auch der Name Compton bei einer der Schwestern als wir über die neuen Verwundeten reden. Ich bekomme nur den Namen Compton mit, und schon schaltet mein Gehirn ab. Ich weiß, dass er hier ist, also auch wohl verletzt, aber welche Verletzungen er hat, weiß ich nicht. Also eile ich so schnell es geht zu ihm und sehe ihn dann auf einer Trage liegen.
"Buck? Buck, ist alles ok? Was ist passiert?", frage ich aufgebracht und sehe Eugene an, der ihn hergebracht hat.
"Mein Hintern...", stöhnt Buck kurz auf.
"Dein... bitte was?", frage ich verwirrt und mustere ihn. Ist das et sein Ernst? Ist ihm etwa auch in den Hinter geschossen worden? Buck habe ich immer für jemanden gehalten, dem sowas oder auch nur annäherungsweise etwas ähnliches niemals passieren könnte.
"Mein verdammter Hintern! Diese Krauts haben mir in meinen fetten Hintern geschossen!", knurrt er unter Schmerzen. Und mit Sicherheit sind es ziemliche Schmerzen die er da hat und ein blödes Gefühl, aber ich kann nicht anders und fange an zu grinsen.  
“Scheint mir, als wäre es eine Tradition bei euch in der Easy Company in den Arsch geschossen zu werden“, kichere ich, reiche Eugene aber Verband und Schere, damit dieser Bucks ... angeschossenen Hintern behandeln kann.
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