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Mit dir bis ans Ende der Welt

von Capsuna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Caboose Dinah Electra Greaseball Pearl Rusty
15.02.2014
07.06.2014
23
37.183
 
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108 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
 
15.02.2014 743
 
Diese FF ist schon sehr alt und ich hab sie auch erst auf Nachfrage hochgeladen. Die Charaktere sind etwas ooc, aber das ist teilweise ja auch Interpretationssache ;)
Und jetzt viel Spaß mit der größten StEx-Liebesschnulze, die ihr je gelesen habt! ;D
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„Ich kann nicht mehr“, sagte Blanche tonlos und atmete schwer. Sie lag todkrank im Bett, hatte Schweiß auf der Stirn und lag im Sterben. „Nein! Du kannst jetzt nicht sterben!“, ihre Schwester saß neben ihr am Bett und weinte, „was ist mit deinem Sohn?“ „Ich würde gern, aber … die Zeit ist für mich gekommen. Ich fühle es.“ Der Schlafwagen hauchte ihren letzten Atem aus. „Nein!“, rief Jacob, ihre Ex-Lok, aber es war schon zu spät. Blanche war tot. Ihre Schwester brach zusammen. Er ging langsam aus dem Zimmer und sah zu dem Baby in seinen Armen hinunter, einer gerade sechs Monate alten Dampflok: „Was immer auch passiert, ich werde für dich da sein, Rusty. Deine Mutter hätte es so gewollt.“
Er fuhr nach Hause zu seiner Frau, Belle. „Ist das Rusty?“, fragte sie kalt mit einem abschätzigen Blick auf das Baby in seinen Armen. Jacob schluckte: „Ja.“ Das würde nicht einfach werden. Sie hatten sich schließlich selbst Kinder gewünscht, allerdings nie welche bekommen. Doch als dann auch noch Blanche – Belle's alte Erzfeindin, noch aus Schulzeiten und der Personenzug, mit dem Jacob zusammen gewesen war, bevor er Belle getroffen hatte – verkündet hatte, dass sie schwanger war, und zwar von Jacob, war es endgültig aus gewesen mit ihrem Glück. Getrennt hatte Belle sich nicht, jedoch schien sie zunehmend verbittert zu werden. Ihre Lok atmete noch einmal durch und sagte schließlich: „Er wird hierbleiben müssen - Blanche ist gestorben. Die Komplikationen bei der Geburt haben wohl größere Schäden hinterlassen als angenommen.“ „Aha“, antwortete sie gleichgültig. „Das heißt, Rusty wird bei mir bleiben müssen.“ „Rusty ist ein bescheuerter Name.“ „Ich weiß. Aber ich hab sie nicht daran gehindert, ihn so zu nennen, weil mir die beiden egal waren. Ich wollte mit ihnen nichts zu tun haben … weil ich hier hingehöre … zu dir … ich liebe dich“, versuchte er sie zu besänftigen. Sie schnaubte verächtlich. Er seufzte, fuhr kurz weg, um den schlafenden Rusty auf ein Kissen im Wohnzimmer zu legen und kehrte dann wieder zurück: „Ich muss euch kurz allein lassen – ich muss die alleinige Sorgerecht für Rusty noch öffentlich beantragen, sonst wird er in ein Stationshaus gesteckt.“ Er verschwand.
Als die Tür ins Schloss fiel, schlug sie wütend auf den Tisch neben sich: „Du Arschloch!! Du kannst mir doch nicht Blanche's Kind unterjubeln und so tun, als wär alles gut!!!“ Tränen rannten ihr über das Gesicht. Doch dann machte ihr verzweifelter Gesichtsausdruck Platz für einen entschlosseneren, mordlustigeren Blick. Sie knurrte und rannte dann ins Wohnzimmer. „Jetzt kannst du sehen, was du davon hast!!“, fauchte sie und umschloss mit ihren Händen fest Rusty's kleinen Hals. Er sah sie mit großen Augen interessiert an. Gerade, als sie zudrücken wollte, gluckste er und umschloss neugierig ihre kleinen Finger jeweils mit seinen Händen, während er seine Wange auf ihren Handrücken legte. Sie erstarrte. Er zupfte neugierig an ihren Fingern und lächelte sie erwartungsvoll an, froh darüber, dass sich endlich jemand mit ihm beschäftigte. Belle starrte ihn weiter fassungslos an, ihr Gesicht war sich nicht mehr sicher, welchen Ausdruck es annehmen sollte. Langsam zog sie ihre Hände weg. Rusty gluckste erschrocken auf, griff danach, erwischte ihren linken kleinen und Ringfinger und gluckste triumphierend. Ob sie jetzt wohl mit ihm spielen würde? Belle versuchte mit aller Kraft, es zu verhindern, aber schließlich stahl sich ein Lächeln auf ihre Lippen: „Na, Rusty? Willst du spielen?“ Er krallte sich stärker an ihre Finger und versuchte, sich daran hochzuziehen, schaffte es aber nicht und plumpste zurück in das Kissen. Sie lächelte, befreite sich aus seinem Griff und hob ihn sanft hoch in ihre Arme: „Dann komm, Mama spielt jetzt mit dir, ja?“ Sie begann, ihn hin- und herzuwippen und Rusty fing an zu lachen.
Jacob rannte, so schnell er konnte, nach Hause. Ihm war auf dem Weg zum Kontrollhaus der Gedanke gekommen, dass seine Frau Rusty etwas antun könnte und das wollte er unbedingt verhindern. Doch als er schweißgebadet die Tür zum Wohnzimmer aufbrach, fand er die beiden schlafend und kuschelnd auf dem Sofa. Er staunte nicht schlecht, musste schließlich aber doch lächeln und stieß einen erleichterten Seufzer aus.
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Hinweis: Das ist nur der Prolog. In der richtigen Geschichte danach werden andere Hauptcharaktere vorkommen, also beruhigt euch ;)
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