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Majestically

GeschichteMystery, Fantasy / P12 / Gen
15.02.2014
29.06.2014
13
13.202
1
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15.02.2014 969
 
Die Luft war kühl und strich sanft über die Haut des Jungen, der mit seinem schwarzen Nachtschatten durch den dunklen Himmel segelte.
Zeit und Raum spielten niemals eine Rolle, wenn Hicks mit Ohnezahn durch die Wolken schwebte, was sein Drache genauso empfand wie er, doch etwas war anders.
Leicht aufgeregt sah sich das fliegende Reptil um.
Die Luft war von einer unglaublichen Energie gefüllt und kündete das herannahen einer anderen Lebensform an.
"Was hast du, mein Kleiner?"
Fragte der Junge dem erst jetzt die Reaktion seines Drachen auffiel.
Immer größer wurden die schwarzen Pupillen in den Katzengrünen Augen und der Drache spürte, dass es gleich soweit war.
Ein luftzerschneidendes Geräusch ertönte und in ihrem Ausweichmanöver konnte der junge Wikinger einen Drachen erkennen, dessen Schuppen schimmerten in einem wunderschönen Farbspiel, das aus Blau, Lila und Türkis bestand.
Es schien als würden die Farben sich dem Körper vom Herzen aus, wie Wellen ausbreiten in ihrer schönen Neonpracht.
Auch sonst war es für den kurzen Moment ein ansehnliches Wesen gewesen, da sein muskulöser, starker Körper seine Gesundheit und Anmut preisgab.
"Komm mein, Freund!"
Rief Hicks der genauso neugierig auf das Wesen war, wie sein Drache.
Der Wikinger entsann sich niemals so einem Drachen begegnet zu sein, geschweige denn das Fischbein jemals von so einer Kreatur geredet hatte.
Die Augen des Jungen weiteten sich, als er sah, dass der Drache genau auf Berg zuflog.
"Er ist schnell."
Rief der Junge über den Wind hinweg und sein Freund stimmte ihm mit einem Knurren zu, als sie gerade ihm Sturzflug durch eine Wolke sausten.
Entsetzt bremste Ohnezahn seinen Fall ab und die Beiden sahen sich um.
Der mysteriöse Drache war verschwunden, nicht einmal das glitzern seiner schönen Schuppen war noch zu sehen.
"Das kann doch nicht sein! Siehst du ihn?"
Fragte der junge seinen Drachen, dieser jedoch war so ratlos wie sein Reiter.
"Merkwürdig. Lass uns die anderen zusammentrommeln, mein Freund."
Mit diesen Worten flogen die Beiden auf das Dorf zu und merkten nicht wie sich ein zierlicher Drachenkopf aus dem Wasser auftauchte.
Langsam schlängelte sich der Leib des unbekannten Wesens durch das Wassers auf den Hafen zu wo es unbemerkt an Land kletterte.
Geschickt krallte sich das große Reptil mit seinen Krallen in die Steinwand und kletterte hinauf, wo es in dem dichten Wald von Berg verschwand.

"Was ist denn los?"
Fragte Astrid verschlafen und rieb sich ihre Augen, als sie Hicks die Tür aufmachte.
"Frag nicht und komm bitte mit mir mit, wir müssen die andern noch zusammentrommeln. Vergiss Sturmpfeil nicht!"
"J-Ja, Ok."
Sagte Astrid verwirrt als sie Hicks hinterher blickte und sich fertig machte.
"Sag mir jetzt nicht, du hast uns ohne Grund geweckt!"
Keifte Rotzbakke und verschränkte an Hakenzahn gelehnt die Arme vor der Brust.
"Ich finde es cool nachts auf zu sein."
Sagte Raffnuss.
"Da kann man den anderen Tag verschlafen und muss nicht arbeiten!"
Stimmte ihn Taffnuss zu und sie schlugen lachend ihre Köpfe zusammen.
"Mir ist es draußen ehrlich gesagt nicht geheuer."
Flüsterte Fischbein und drückte sich eng an seinen Drachen, der ihn glücklich ansah.
"Hab ich euch je für nichts gerufen?!"
Alle verzogen ihre Gesichter zu einem denkenden Ausdruck und Hicks seufzte tief.
"LEUTE!"
"Ist ja gut."
Taffnuss und legte den Kopf schief.
"Also warum sind wir hier?"
"Ohnezahn und ich haben bei unserem nächtlichen Flug einen Drachen gesehen, doch dieser war weder von Berg noch mir bekannt."
Erklärte Hicks.
"Haben wir nicht schon genug WILDE, UNBEKANNTE Drachen fertig gemacht?"
Fragte Raffnuss genervt und seufzte.
"Ja denkt mal an den Schreienden Tod."
Sagte Fischbein ängstlich und alle fröstelte es bei diesen Gedanken.
"Ja, aber dieser Drache war nicht aggressiv."
"Vielleicht hat er dich und deinen schwarzen Fleck da nicht wahrgenommen."
Kicherte Rotzbakke und Hicks verdrehte die Augen.
"Sehr witzig. Fischbein, kennst du einen Drachen, dessen Schuppenpanzer nachts in bunten Farben leuchtet und der ungefähr so schnell ist wie Ohnezahn?"
"Außer dem Skrill war bisher kein Drache so schnell wie deiner und der warr auch furchteinflößend genug. Mit seinen Blitzen und den Zähnen und..."
"FISCHBEIN!"
Unterbrach Hicks den Zitternden und er kam wieder zum Punkt.
"A-Also ich kennen keinen Drachen der zu dieser Beschreibung passt."
Gestand der Kräftigste der Gruppe.
"Bestimmt hast du dir das nur wieder eingebildet. Ich gehe auf jeden Fall wieder schlafen!"
Fauchte Rotzbakke und ging mit Hakenzahn davon.
"Hicks hatte immer Recht wenn es um die Drachen ging! Also verhalte dich gefälligst ihm gegenüber nicht so!"
Schrie Astrid dem Grobian hinterher, doch Hicks legte seinen Arm beruhigend auf ihre Schulter.
"Lass ihn Astrid. Morgen werden wir weiter sehen. Geht und ruht euch aus."
"Bist du sicher?"
Fragte de Blondine besorgt und ihr Freund nickte worauf sie alle nach Hause gingen und schliefen, doch Ohnezahn konnte und wollte keinen Schlaf finden.
Zu sehr hatte ihn dieses andere Wesen von seiner Ausstrahlung fasziniert und noch niemals war er einem solchen Drachen begegnet.
Ohne das es sein Reiter merkte schlich ich die schwarze Echse schnüffelnd davon und rannte eine Zeit ziellos hin und her, als er ein Geräusch vernahm.
Sofort rannte er darauf zu und entdeckte den fremden Drachen, der an einem kleinen See, der durch einen Wasserfall entstand da lag und sich das Wasser über den Kopf fließen ließ.

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Langsam drehte sich das Wesen zu dem Nachtschatten um und öffnete seine türkisen Augen.
"Wer bist du?"
Flüsterte eine weibliche Stimme, die nur von dem unbekannten Drachen stammen konnte und alles wurde still.
 
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