Love Love Love

GeschichteAllgemein / P12
15.02.2014
15.02.2014
1
1.805
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
15.02.2014 1.805
 
Ich wachte auf. Mein Blick fiel auf den neben meinem Bett. Grade mal um 4 Uhr in der Früh. Ich murmelte leise vor mich hin und richtete mich auf. Mich plagte das schlechte Gewissen: Tom hatte sich soviel mühe mit dem Essen gegeben, doch nachdem Ruth mich auf die Fotos angesprochen hatte, konnte ich an nichts anderes denken. Tom merkte meine Unsicherheit und meinte, dass es okay sei, wenn ich gehen würde. Einerseits war ich ihm dankbar, aber mittlerweile wünschte ich mir, er hätte mich davon abgehalten. Ich stand auf und nahm meine Kamera. Liv schlief. Um sie nicht zu wecken, ging ich in den Personalraum und setzte mich dort aufs Sofa. Ich schaltete meine Kamera ein und schaute mir nochmal alle meine Fotos an. Irgendwie fand ich sie alle schlecht. Noah hat zwar gesagt, das sie super sind, aber irgendwie konnte ich nichts Gutes an ihnen finden. Ich seufze und schaltete weiter. Plötzlich fiel mir ein Bild von Tom und mir auf. Es war ca. drei Wochen alt. Damals hatte ich bei ihm geschlafen und wir hatten den ganzen Tag mal nur für uns. Seit dem die Maschine verschwunden ist, hatten wir kaum noch Zeit, um unser Beziehung zu pflegen. Immer diese ganzen Fragen, die einem durch den Kopf schossen. Vorhin hatte Tom sich allerdings Zeit für mich genommen und ich blöde Kuh  hatte alles versaut. Ich schmiss meine Kamera ans andere Ende des Sofas und blickte in die Dunkelheit. Am liebsten hätte ich geheult, aber das kann auch nichts mehr ändern. Ich hörte wie die Tür vom Jungen-zimmer aufging. Keine zwei Sekunden später fiel der Lichtkegel einer Taschenlampe auf mich.
„Anna? Was machst du denn hier?“, hörte ich meinen Freund sagen.
Tom kam auf mich zu uns setzte sich zu mir.
„Ich kann nicht schlafen. Ich fühle mich dir gegenüber schlecht.“
Tom schaute mich verdutzt an: „Wegen vorhin? Mensch Anna, ich hab dir doch gesagt, dass es kein Problem ist, wenn du erst  mal deine Fotos machen willst. Ich kann dich da schon gut nachvollziehen. Immerhin will her Lepton ja auch seine Fotos haben.“
„Aber du hast dir so viel Mühe Gegeben.“
„Anna wenn du jetzt diskutieren willst, bin ich leider dazu gezwungen dich solange durch zu kitzeln,bis es dir nicht mehr leid tut.“
Ich lachte und gab ihm einen Kuss: „Du bist echt der beste Tom. Ich liebe dich.“
Wow. Ich hatte grade zum ersten mal die drei schönsten Wörter der Welt zu meinem Freund gesagt.
Er lächelte vor Freude und  flüsterte dann: „Ich liebe dich auch, mein Engel.“, durch die ohrenbetäubende Stille.  Tom nahm mein Gesicht in seine großen starken Hände und küsste mich zärtlich.
„Willst du heute nach bei mir schlafen?“, fragte er mich schüchtern. Ich nickte und gab ihn einen Kuss. Tom stand auf, zog mich hoch und wir gingen Hand in Hand in sein Zimmer. Ich legte mich auf Toms Bett und beobachtete ihn.
„Ist was?“, fragte er erschrocken.
„Nein. Ich bin nur Froh das ich dich habe.“ Tom lachte und gab mir einen Kuss. Er legte seine Brille wieder auf seinen Nachttisch und wandte sich dann wieder mir zu. Tom zog mich zu sich ran und schloss die Augen. Schon nach kurzer Zeit war er eingeschlafen und atmete leise. Meine Hand streichelte sanft durch seine schönen, weichen, braunen Haare. Ich betrachtete ihn genauer. Ohne Brille sah er noch viel besser aus. Tom hatte mich mal gefragt, warum ein Mädchen ,wie ich, mit so einem Nerd ,wie ihm, zusammen bin. Ich liebte ihn und es ist mir egal wie er aussieht oder ein Nerd ist. Ich versteh zwar nicht immer was er mit seinem Technikkram meint, aber ich weiß ganz genau das ich ihn liebe und er der tollste Freund ist, den ich mir vorstellen kann. Ich gab Tom noch einen Kuss auf die Stirn und drehte mich das langsam um und schlief ein.
Am nächsten Morgen wurde ich von seinem Wecker geweckt. Aber nicht durch das Krähen sondern durch die eingebaute Wasserpistole, die mir ins Gesicht spritzte. Genervt setzte ich mich auf und wischte mir das Wasser aus dem Gesicht. Danach schaute ich mich erst mal um Noah kam rein und sah mich freundlich lächelnd an.
„Guten Morgen Anna. Tom ist schon los falls du ihn suchst.“,sagte er und räumte seine Kulturtasche wieder in seinen Spinnt.
„Wo ist er denn hin?, fragte ich ihn.
„Ich weiß nicht so genau. Er hat nichts gesagt. Ich hab nur gesehen, wie er durch die Eingangstür verschwunden ist, als ich die Lobby putzen sollte.“ Ich bedankte mich, stand auf und ging im mein Zimmer. Dort zog ich mich um und ging dann ihn Bad. Liv war grade dabei ihre Haare zu föhnen. Als sie mich im Spiegel entdeckte drehte sie sich um und zeigte mit dem Zeigefinger auf mich.
„Wo warst du heute Morgen?“
„Ich hab bei Tom geschlafen, nachdem wir uns heute Nacht im Personalraum getroffen haben.“
Sie schaute mich lächelt an: „Und wie war euer Date gestern?“
„Es ist leider nichts geworden. Tom hatte sich so viel mühe gegeben und hat ein romantisches Essen organisiert und sogar Muffins hat er gebacken....“
„Aber?“
„Aber dann kam Ruth und hat nach den Fotos gefragt und da sie noch nicht fertig waren aber Herr Lepton sie unbedingt haben wollte, hat er gesagt ich soll erst mal die Fotos machen.“
„Oh.“,brachte liv hervor und fuhr dann fort: „ Simon hat auch nichts weiter erzählt. Aber er hat mich die ganze Zeit ob ich seine Braut werden will. Ich meine, der Typ ist irre.“
„Bei Diederich hättest du sofort ja gesagt.“,sagte ich. Im nächsten Moment hätte ich mich dafür Ohrfeigen können. Liv war immer noch nicht wirklich über ihn hinweg. Sie versuchte aber es immer zu verdrängen.
„Bei Diederich war das auch was anderes. Er war erstens jünger und zweitens kein verrückter Pirat. Ach ja und er hatte keine angst vor einem Fernseher.“, antwortete sie mir und wir lachten beide.
Plötzlich ging die Tür auf und Ruth kam herein:
„Anna. Herr Lepton hat grade angerufen. Er findet deine Fotos wunderschön. Ich soll dir zur Belohnung einen Tag frei geben.“
Ich begann zu strahlen. „Wirklich? Danke Ruth.“
„Nichts zu danken.“, sagte sie und ging. Liv schaute mich an:
„Anna du hast es gut. Naja ich mach mich dann mal an die Arbeit bis nachher.“
„Bis dann.“
Ich ging in den Personalraum und frühstückte. Danach schnappte ich mir meine Kamera und ging zum Strand. Von weiten sah ich Noah wie er Gruppenspiele mit den Kindern machte. Ich fotografierte ihn dabei. Nach einer halben Stunde war sein Programm zu Ende und die Kinder gingen wieder zu ihren Eltern ins Hotel. Noah hatte mich gesehen und kam auf mich zu.
„Na Starfotografin.“
Ich wurde leicht rot und lächelte ihn an.
„Kann ich mir deine Fotos anschauen?“ Ich nickte und hielt ihm die Kamera hin. Er nahm sich und schaute sich die Fotos an.
„Das sieht gut aus.“
„JA aber da....“, weiter kam ich nicht.
„Anna hör doch mal auf an dir selbst zu zweifeln. Das Bild ist super. Der Bildausschnitt ist super und das Licht auch das einzige schlechte ist immer dein Selbstzweifel.“
„Meinst du echt?“
„Ja na klar.“ Ich schaute ihm in die Augen. Sein Gesicht war meinem ganz nahm. Ich weiß auch nicht warum, aber ich fühlte mich irgendwie grade unwohl in seine Nähe.
„Ich muss dann jetzt auch wieder los.“,sagte ich und machte mich auf den schnellsten Weg ins Hotel. Von Tom war keine Spur zusehen. Enttäuscht ging in zu Lenny in die Küche.
„Hey Anna hast du Lust, mir beim Backen zu helfen?“
Ich nickte und versuchte mich abzulenken. Am Nachmittag lag ich auf meinem Bett und hörte Musik. Ich schloss die Augen und dachte an Tom. Plötzlich spürte ich, wie jemand seine Lippen auf meine legte. Ich öffnete schlagartig die Augen.
„Sorry ich wollte dich nicht wecken.“, sagte Tom.
„Nicht schlimm ich hab auch nicht geschlafen. Ich hab nur nachgedacht.“
„Ich hab eine Überraschung für dich. Wir treffen uns in einer Stunde an der Eingangstür. Sei pünktlich und mach die noch hübscher als du schon bist.“,sagte er und schon war er auch verschwunden. Ich stand auf nahm mir frische Unterwäsche und ein schönes Kleid und ging ins Bad. Nach dem Duschen föhnte ich meine Haare und steckte sie leicht hoch. Ich schaute auf die Uhr. Erschrocken machte ich mich auf den schnellsten Weg in die Lobby. Tom wartete schon auf mich. Er betrachtete mich mit großen Augen.
„Du siehst wunderschön aus.“,sagte er schüchtern.
„Danke.“ antwortete ich ihm.
Danach fuhren wir mit dem Bus in die Stadt. Unser Ziel war das Café Albatros. Drinnen  war es ganz Romantisch mit Kerzen und Rosenblätter geschmückt. Außer uns war nur noch die Bedienung da. Es lief leise Musik. Der Ober führte uns zu dem Tisch im Kerzenschein und reichte uns die Karte.
„Tom. Womit hab ich das verdient? Ich hab dich gestern sitzen gelassen und.....“
„Anna. Bleib ruhig. Du hast das verdient, weil ich so dumm sein werde und mal eine Zeitmaschine erfinde, die nur Probleme macht und deswegen jetzt kaum Zeit für dich habe. Nach dem Essen tanzten wir noch langsam zur Musik. Ich fühlte mich in Toms Armen sicher und geborgen. Da er so riesig war legte ich meinen Kopf an seine Brust. Ich schaute kurz zu ihm hoch zog seinen Kopf zu mir runter und küsste ihn zärtlich.
„Danke für alles.“
„Nicht dafür.“, antwortete mir Tom. Die Zeit verging wie im Fluge. Gott sei dank war es Sommer und damit sehr mild. Ich hörte aus weiter Ferne die Kirchturmuhr schlagen. Es war nun Mitternacht. Der Klang der Glocke wurde mit jeden weiteren Schritt, den wir machten vom Rauschen des Meeres übertüncht. Tom und ich setzten uns in die Dünen und schauten stumm aufs Meer hinaus. Tom gab mir seine Strickjacke und legte sie mir über die Schulter.
„Weißt du noch? Letzten Sommer? Da haben wir hier gepicknickt und du hast versucht, mir zu sagen, das du in mich verliebt bist und hast dann angefangen von Zitteraalen und Teilchen die sich anziehen zu reden.“ Tom wurde rot.
„Ja das werde ich glaube ich nie vergessen.“
„Ich hab es überhaupt nicht gecheckt. Aber falls es dich interessiert: Zu der Zeit hatte ich mich auch schon in dich verguckt.“, beruhigte ich ihn und küsste ihn: „Danke für den tollen Tag. Ich liebe dich Tom.“ „Ich dich auch mein Engel.“ Am nächsten morgen gingen wir wieder zurück ins Hotel, denn wir waren am Strand eingeschlafen. Ruth war zwar erst verwundert aber nachdem wir ihr erzählten, wo wir waren und was wir gemacht haben, sagte sie nichts weiter, außer das wir uns nochmal schlafen legen sollten, damit wir für den Empfang von Herrn Lepton heute Abend ausgeruht sind. Ich ließ den ganzen Tag nochmal Revue passieren und schlief dann mit einem lächeln auf den Lippen ein.