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Shadow Falls. Die Geschichte von Rose

GeschichteFantasy / P12 / Gen
14.02.2014
09.08.2019
36
49.749
2
Alle Kapitel
88 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
28.07.2015 1.054
 
Hallo und herzlich willkommen zurück bei
der Geschichte von Rose :D

hier kommt das neue kapitel, ich wünsche euch ganz
viel spaß ^-^

vorerst möchte ich mich noch bei Zuckerwatteneinhorn,
--MoonCat--, Delia De Artigo und MichelleStory für die
super lieben und süßen reviews bedanken ♥

und ich würde mich sehr über weitere reviews freuen :)

eure
-sunshinex- :**


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Mittlerweile waren drei Wochen vergangen. Drei Wochen, in denen ich niemanden an mich rangelassen hatte und nicht einmal zum Essen die Hütte verlassen hatte. Würden meine Mitbewohnerinnen mir nicht von jeder Mahlzeit ein wenig mitbringen, wäre ich wahrscheinlich längst verhungert.
Dabei hatte ich sie nie gebeten, mich zu versorgen, das hatte ich nicht verdient.
Genauso wenig wie ihre anfänglichen Annäherungsversuche, die ich allesamt abgeblockt hatte, sodass sie irgendwann aufgegeben hatten und ihr Leben glücklich und zufrieden ohne mich lebten.
Nicht einmal Mum und Dad oder Leah hatten sich gemeldet. Einerseits brauchte ich sie gerade mehr denn je, aber andererseits bewies das lediglich, dass sie sich eigentlich überhaupt nicht für mich interessierten.
Übel nehmen konnte ich es ihnen nicht, ich bin schrecklich.
Einzig und allein Davis kam mich mehrmals am Tag besuchen und ließ nicht locker. Doch es tat weh, mich auf ihn einzulassen.
Vor allem, weil ich Angst hatte, dass meine Augen wieder anfangen würden zu bluten.
Niemand konnte mir damals helfen, nicht einmal der Arzt, der extra ins Camp gekommen war. Seine Diagnose war, dass ich keine körperlichen Beschwerden hatte, die dazu hätten führen können. Dann ist er wieder gefahren und hat mich wie jeder anderen auch allein gelassen.
"Rose, können wir reinkommen? Wir haben dir Pancakes mitgebracht", ertönte eine Stimme von außerhalb, die ich ohne große Mühe Grace zuordnete.
Ich erwiederte nichts und die Tür ging einfach auf.
"Pancakes sind zwar kein gutes Abendessen, aber es ist schon nach 1ß und wir haben uns gedacht, du musst wenigstens etwas im Magen haben", fügte Hazel hinzu und stellte einen Teller auf meinem Nachttischschränkchen ab.
Die beiden warteten noch einen kurzen Moment, ob ich vielleicht noch etwas antworten würde, was nicht der Fall war, und gingen schließlich mit den Worten: "Okay ... dann schlaf nachher schön."
Allerdings hatte ich keine Möglichkeit, das Essen auch nur anzurühren, weil mich urplötzlich eine Welle aus Müdigkeit überschwemmte, gegen die ich mich nicht wehren konnte, obwohl ich es versuchte. Ehe ich mich versah, zog mich das Traumland in seinen Bann.

Ich stand auf einer wunderschönen Blumenwiese, meine nackten Füße genossen das Gefühl des weichen Grases unter ihnen und kurzzeitig blendete ich alles aus und genoss die Sanftheit der Idylle.
Allerdings passte eine Sache nicht in das ganze Ambiente: In mitten der vielen Blumen prangte ein riesiger Thron, der von einer Schlange und einem monströsen Löwen bewacht wurde.
Auf dem Thron saß eine junge Frau, die in der einen Hand eine Fackel, und in der anderen Hand einen Dolch hielt. Sie blickte mich flehend an, bevor sie sagte: "Ich bitte dich um deine Hilfe, Rose. Meine Tochter hat sich gegen mich verschworen und ich komme nicht mehr gegen sie an. Meine liebe Mutter ist ebenfalls bereit, mich zu unterstützen."
Anfangs war ich schockiert von der Güte und Macht, die in ihrer Stimme mitschwangen, doch die Realität holte mich wieder ein und ich begriff.
"Wieso ich?", wollte ich von ihr wissen.
"Weil du die Kraft dazu besitzt. Die Kraft des Friedens. Das ist deine Aufgabe, Rose. Glaube an die Göttin Eirene, aber vertraue niemandem. Meine Tochter hat Macht, Rose, große Macht ...", erklärte die Frau, doch auf einmal verschwomm alles und mir wurde schwindelig. Da wurde mir klar, dass ich mich soeben mit einer Göttin unterhalten hatte.
Und schon brach alles zusammen.


"Rose! Steh auf!", flüsterte mir jemand ins Ohr und weckte mich dadurch aus meinem verwirrenden Traum.
"Was willst du hier, Davis?!", schnauzte ich ihn sofort an.
Er tat mir nicht gut, durch ihn schmerzte alles.
Davis grinste. "Dich endlich wieder normal bekommen, natürlich. Komm."
Blitzschnell hatte er mich aus meinem Bett gehoben und trug mich nun aus meiner Hütte heraus.
Es war stockfinster. Nur die abermillionen Sterne spendeten der Nacht Licht.
"Ich bin normal, lass mich runter, du Depp! Ich hasse dich! Ich hasse, hasse, hasse dich!", schrie ich, doch er irgnorierte es gekonnt und trug mich seelenruhig hinein in den Wald.
Weil mir nichts Anderes übrig blieb, schlug ich ihm mehrmals ins Gesicht, doch er verzog keine Miene.
Dämlicher, eingebildeter Herkules-Nachmacher.
Irgendwann gab ich auf.
Die Kraft hatte mich verlassen, ich hatte Hunger und wollte schlafen.
Innerlich bereitete ich mich schon darauf vor, zerstört zu werden.
Meine Augen würden ein weiteres Mal bluten.
Allein sein hätte so viele Vorteile. Niemand könnte mir weh tun und ich wäre nirgendwo überflüssig dabei.
Abrupt stoppte Davis und ließ mich die neue Umgebung realisieren. Vor uns erstreckte sich ein großer See, der seinen Lebensinhalt von einem majestätsichen Wasserfall bekam. Um uns herum waren noch Bäume, doch man hatte freien Blick auf den Himmel.
"Das ist der magischste Ort in ganz Shadow Falls. Die meisten haben Angst vor dem Wasserfall und aufgrund seiner Aura trauen sie sich nicht in seine Nähe. Nur, wer einen Verbindung zu dem Übernatürlichsten des Übernatürlichen, sprich Geister oder Götter, hat, fühlt sich hier geborgen", verkündete Davis. Derweil setzte er mich auf dem Boden ab, dachte allerdings nicht daran, mich loszulassen.
"Interessiert mich nicht."
Als Antwort seufzte er bloß.
"Du kannst jetzt übrigens rauskommen", sagte er dann in Richtung der Bäume und eine schlanke Person trat hervor.
"Emma!", rief ich überrascht.
Von Hazel's Schwester hatte ich ewig nichts mehr gehört. Was wollte sie hier?
"Hi." Sie lächelte uns kurz zu und holte anschließend tief Luft. "Was ich gleich erkläre, wirst du nicht verstehen, weil es zu viel und zu komplex ist, aber das ist voll okay. Wir haben später noch genug Zeit, zuerst müssen wir die alte Rose zurückholen. Also -"
"Könnt ihr mich nicht einfach in Ruhe lassen?! Ich bin ich!", unterbrach ich sie.
Was bildet die sich ein, sich einmischen zu dürfen?! In welcher Verbindung steht sie zu dem Chaos?!


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Ja, ich weiß, das ist jetzt grad alles ein bisschen
verwirrend, aber im nächsten Kapitel kommt ein großer
Teil der Auflösung, also seid gespannt ^^
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