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Shadow Falls. Die Geschichte von Rose

GeschichteFantasy / P12 / Gen
14.02.2014
09.08.2019
36
49.749
2
Alle Kapitel
88 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
15.05.2015 1.368
 
Guten Abend :D


nach einer erneuten zweieinhalb-monatigen
pause melde ich mich zurück mit einem neuen
kapitel :D
..früher hab ich das mit dem regelmäßig updaten
irgendwie besser hingekriegt ^^

jedenfalls möchte ich trotzdem Zuckerwatteneinhorn,
Nothingx, Erdbeerseite, --MoonCat-- und Delia De Artigo
für die lieben worte in den reviews danken ♥♥♥

und ich würde mich natürlich riesig über weitere reviews
freuen :D
aber jetzt viel spaß beim lesen :3

LG,
-sunshinex- :*


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Benommen schlug ich meine Augen auf. Wo war ich?
Ich wollte doch nur in den Wald, weg von Davis, um ... Davis! Dieser scheiß Scheißtyp! Küsst einfach Grace!
Und dann war da ja noch Hazel, die mir ihr wahres Gesicht gezeigt hat.
Nur, warum zur Hölle weiß ich nicht, was danach passiert ist?!
"Hey. Es ist schön, dass du endlich wach bist. Wie geht es dir?", ertönte da auf einmal eine Stimme neben mir und mein Kopf zuckte blitzschnell zur Seite, sodass mir auch klar wurde, was mein derzeitiger Aufenthaltsort war.
Ich lag in Holiday's Büro zugedeckt auf einem Sofa und ebengenannte Campleiterin hatte es sich auf einem Holzstuhl, der neben dem Sofa stand, gemütlich gemacht.
"Wieso bin ich hier?", fragte ich sie scharf, woraufhin sie leicht zusammenzuckte.
Sie soll sich mal nicht so anstellen.
"Wir haben dich bewusstlos im Wald gefunden. Du warst verschwunden. Das war vor drei Tagen."
Bitte was?!
"Ich war drei Tage lang bewusstlos?!" Meine Stimme wurde lauter.
Was ist passiert? Das kann doch nicht sein ...
"Kannst du dich erinnern, weswegen du bewusstlos geworden bist?", wollte Holiday sanft, aber auch eindringlich, von mir wissen, wodurch klar wurde, wie sehr ihr diese Antwort am Herzen lag.
Was, wenn sie böse ist und mich umbringen will?
"Ich wüsste nicht, was dich das angeht."
Sofort schossen Holiday's Augenbrauen in die Höhe. "Misstrauen? Rose, wirklich. Ich möchte dir nur helfen."
Natürlich, und sollte sie alles Nötige haben, bin ich nutzlos und sie kann mich mit ruhigem Gewissen töten.
Aber mal ernsthaft: Wo sind meine Erinnerungen hin?
Ich lag doch gerade noch im Wald, damit man mich alleine lässt, wie ich es verdient habe.
Es ist besser, wenn ich mich von allen fernhalte.
Ohne auch nur noch ein weiteres Wort zu sagen, stand ich auf und verließ Holiday's Büro.
Irgendwie bekam ich Hunger, was nach drei Tagen auch nicht verwunderlich ist.
Deswegen führte mich mein Weg automatisch zur Cafeteria, aber in dem Moment, als meine Finger das kalte Metall der Türklinke umschlossen, hielt ich inne.
Bin ich es überhaupt wert, etwas zu essen? Dürfen die Bedürfnisse einer so minderwertigen, schwachen Person befriedigt werden?
"Rose!"
Ich drehte mich langsam in die Richtung um, aus der der Schrei kam.
Hazel, Davis, Grace, Chris, Jasper, Nikki, Lilith, Cody und Paul.
Sie alle standen zusammen ungefähr 80 Meter von mir entfernt und starrten mich entgeistert an.
Meine Hände fingen an zu zittern und hätte die Tür mir keinen Halt geschenkt, wäre ich längst auf den Boden gesackt.
Wie mir schmerzlich bewusst wurde, verstanden sich die Neun großartig , wenn ich nicht bei ihnen bin. Mir war schon immer bewusst gewesen, dass ich nur im Weg bin und allen wie ein Klotz am Bein hänge. Vielleicht sollte ich einfach gehen. Ganz weit weg, wo ich niemanden störe.
Sie werden mich sowieso nicht vermissen, dazu ist meine Existenz ihnen nicht wichtig genug.
Während sich das Zittern meiner Hände sich noch verstärkte, senkte ich meinen Kopf, um zu verhindern, dass sie meine Tränen sehen.
Wobei, das war jetzt auch egal.
Grace und Davis hatten eine strahlende Zukunft vor sich, Mein Bruder hatte Caitriona, die irgendwo anders war, Hazel würde sich mit Chris anfreunden und Lilith und Nikki hätten Chancen bei Cody und Paul.
Ich bin über.
Mich braucht keiner.
Ruckartig hob ich meinen Kopf an, blickte ihnen ein letztes Mal in ihre erschrockenen Gesichter und rannte dann in die entgegengesetzte Richtung davon.
Weit kam ich allerdings nicht, weil ich abrupt einen Windhauch neben mir spürte, ehe Hazel neben mir auftauchte. "Was hast du denn? Du läufst verkehrt, essen gibt es in der Cafeteria."
"Wieso lässt du mich nicht einfach gehen?! Mach's mir bitte nicht noch schwerer", erwiderte ich tränenerstickt und lief rücksichtslos weiter.
"Spinnst du vollkommen?! Ich würde dich niemals gehen lassen! Wovon zur Hölle redest du?!", wurde ich von Hazel angeschrien, doch ich glaubte ihr kein Wort.
Lügen waren so leicht zu erzählen. Es ist erschreckend, wie leicht.
"Du bist verlogen, Hazel. Aber mich kannst du nicht täuschen, nicht mehr." Mit dieser Ansage stoppte ich und vollführte eine 90-Grad-Drehung, bevor ich mein Tempo erneut aufnahm, die Vampirin zurücklassend.

Keine 5 Minuten später war ich bei unserer Hütte angekommen, wo ich mich auf mein Bett schmiss. Die Tür schloss ich ab und verbarrikadierte sie, indem ich sämtliche Möbelstücke von innen vor sie schob.
Es schmerzte, zu wissen, dass Hazel mich wirklich allein gelassen hatte, obwohl ich sie darum gebeten hatte. Ein kleiner Fleck in meinem Herzen hatte gehofft, sie würde tatsächlich für immer bleiben.
Naivität war noch nie eine gute Eigenschaft gewesen. Seelisch sowie körperlich. Sei es der 5-Meter-Turm im Schwimmbad, den man glücklich hinunterspringt, hoffend, wenigstens für einen kurzen Moment das Gefühl des Fliegens erfahren zu dürfen.
Naiv.
Oder das Bedürfnis, sich mit allen anfreunden zu müssen, weil man an das Gute im Menschen glaubt.
Naiv.
Niemand kann jedem gefallen, das ist der Lauf der Dinge. Denn diejenigen, die versuchen, es allen recht zu machen, werden irgendwann daran zu Grunde gehen.
Ich krabbelte zurück in mein Bett und starrte ausdrucklos an die Zimmerdecke.
Da hämmerte es plötzlich gegen meine Tür. "Rose! Mach die Tür auf!"
"Verschwinde, Davis", knurrte ich, ehe ich schlucken musste.
"Du wirst jetzt diese scheißverdammte Tür öffnen!"
"Nein!"
"Doch!"
"NEIN!"
"Meine Güte, Rose! Wenn du nicht sofort die Tür aufmachst, komm ich zu dir rein!", schrie Davis wütend.
Er soll mich einfach in Ruhe lassen. War das denn so schwer?!
"Wieso sollte ich? Ich wüsste nicht, was ich mit dir zu besprechen hätte", waren meine letzten Worte an ihn. Derweil ging ich zum Fenster , um herauszuklettern.
Das war allerdings leichter gesagt als getan.
Während ich also verzweifelt versuchte, irgendwie meinen Körper nach draußen zu befördern, meinte ich, noch ein gemurmeltes 'Es war deine Wahl' zu hören und im nächsten Moment ertönten ein lautes Krachen, Schläge, Tritte und dumpfe Fallgeräusche, gefolgt von einem: "Oh nein, meine Liebe, du wirst jetzt bestimmt nicht abhauen."
Augenblicklich spürte ich, wie jemand meine Beine nahm und mich, trotz dass ich wild um mich trat, zurück ins Zimmer zog.
Erst dann wurde mir klar, wovon die Geräusche kamen.
Davis hatte anscheinend mit der Tür und meinen Möbeln gekämpft und diese dabei komplett zerstört. Überall lagen Holzstücke rum.
"Bist du vollkommen geistesgestört?! DAS WAREN MEINE MÖBEL! MEINE!", kreischte ich vollkommen außer mir und fing erneut an, um mich zu schlagen.
So lange, bis Davis meine Schultern packte und mich zwang, stillzubleiben.
"Was ist denn eigentlich los mit dir?! Du bist das nicht, vertrau mir! Bitte!", prasselten da auch schon seine Worte auf mich ein, doch ich konnte sie nicht begreifen.
Jedes Mal, wenn ich mich mehr darauf konzentrieren wollte, dröhnte mein Kopf laut und ein höllischer Nebel verschleierte meine Gedanken.
Ich kann nicht! Ich kann Davis nicht vertrauen, nicht nach der Sache mit Grace.
NIE WIEDER! "Du hast Grace geküsst, warum also sollte ich dir glauben?!"
Das geht gerade echt nicht mehr. Alles tut so verdammt weh!
"Ich habe Grace nicht geküsst, Rose! Sie hat mich geküsst und - Oh mein Gott, deine Augen bluten! Was ist denn los?!", wurde nun auch Davis panisch.
Ich sah das Blut auf meine Kleidung tropfen und ab da war alles vorbei.
Ich fing an zu schreien.
Laut, markerschütternd.
"Lasst mich in Ruhe! Alle! Ich will das nicht! ICH WILL DAS NIIIICHT!"
Ein Kuss auf meine Stirn, Davis Flüstern 'Ich holf sofort Hilfe, halt durch!' und ein grausamer Schrei, der in meinen Ohren wiederhallte.
Mein Schrei.
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