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Shadow Falls. Die Geschichte von Rose

GeschichteFantasy / P12 / Gen
14.02.2014
09.08.2019
36
49.749
2
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88 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
01.03.2015 1.069
 
Hallöchen ^-^


yo, kein plan, ob ihr mich noch kennt,
aber erstmal hi :D
tut mir leid, dass ich so lange nicht mehr gepostet habe,
aber persönliche umstände haben mich nicht zum schreiben
gelassen ._.
mit der begründung musst ihr euch wohl leider zufriedengeben. ich hoffe,
dass ist nicht zu schlimm :D

vielen lieben dank an Zuckerwatteneinhorn, Nothingx und lilaente00 für die
lieben reviews ♥

Dann mal viel spaß beim lesen, ich würde mich sehr über rückmeldungen freuen ^^

LG,
-sunshinex- :*


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Ruckartig machte ich auf dem Absatz kehrt, zog die Tür mit einem ohrenbetäubenden Knall hinter mir zu und ehe ich mich versah, rannte ich auch schon.
Ich wollte weg, einfach nur weg.
Wieso? Wieso läuft in meinem Leben zur Zeit alles schief?
Der Wind trieb mir weitere Tränen in die Augen, sodass meine Sicht immer mehr verschwomm.
Nur mit Mühe konnte ich den vielen Ästen, Zweigen und Pflanzen ausweichen, um nicht zu stolpern, und lief tiefer und tiefer in den Wald.
Meine Arme und Beine waren mittlerweile komplett zerschunden, teilweise rann sogar Blut an ihnen runter.
Doch nahm ich den Schmerz gar nicht wahr.
Sie hatten sich geküsst.
Mein Freund und meine Mitbewohnerin/Freundin/Ex meines Bruders hatten sich geküsst.
Was habe ich ihnen getan, dass Grace und Davis mir so etwas zufügen?
Es tut so weh. Als würde jemand mit einem Messer in meiner Brust rumstochern, rein raus, erbarmungslos.
Und irgendwann, wenn ich glaube, dass es vorbei ist, wird mein Herz gewaltsam rausgerissen, auf den Boden geschmissen und zerstört.
Denn es ist nichts wert.
Jeder trampelt darauf herum und behandelt es wie Dreck.
Plötzlich knackte etwas weit links hinter mir im Gebüsch und erschrocken stolperte ich.
Obwohl ich merkte, dass ich fiel, bemühte ich mich nicht, es zu ändern. Ich hieß den harten Erdboden Willkommen.
Als ich aufkam, zuckte ich nicht einmal mit der Wimper.
Hatte Davis mich nie geliebt?
Da ertönten Schritte neben mir, weswegen ich meinen Kopf heben wollte, damit ich schauen konnte, wer da kam.
Aber dazu kam es gar nicht erst, weil irgendjemand seinen Fuß auf meinen Kopf stellte und somit mein Gesicht wieder erbarmungslos in die Erde drückte.
Jegliche Wehrmöglichkeit war aussichtslos, die andere Person war viel stärker.
Ein hämisches Lachen ertönte. "So hintergangen zu werden tut schon weh, nicht wahr? Und jetzt ist die arme Rose am Ende? Du bist einfach erbärmlich und schwach, nichts weiter."
Hazel?
Erneut versuchte ich meinen Kopf zu drehen.
"Gib doch lieber gleich auf, das erspart dir viele Unannehmlichkeiten. Menschen wie du haben es nicht verdient, glücklich zu sein", fuhr meine Mitbewohnerin fort.
Sie schien ihren Kopf zu schütteln, sodass ihre Locken hüpften.
Schließlich seufzte sie. "Es ist eine Schande, dass du etwas Besonderes darstellen sollst. Guck dich an, ein Häufchen Elend ohne Ehre, vollkommen verdreckt. Eine totale Verschwendung."
"Warum?", murmelte ich in den Boden hinein, sodass der Geschmack von Waldboden sich in meinem Mund entfaltete.
Hazel lachte auf. "Warum? Das fragst du allen Ernstes noch? Du warst leicht auszunutzen und zu beeinflussen. Und natürlich zu täuschen. Deswegen. Sonst hätte ich mich doch niemals mit dir angefreundet. Jemand mit solch einer zerbrechlichen Persönlichkeit kam wie gerufen. Danke dafür."
Das verschlug mir nun endgültig die Sprache.
Existiert denn niemand mehr, der mich nicht von vorne bis hinten belügt und ausnutzt?
Der Schmerz erreichte langsam sein Maximum. Es war fast nicht mehr auszuhalten.
"Wag es ja nicht, aufzustehen. Dein Platz ist da unten, wo du gerade bist. Ich gehe jetzt Davis und Grace zu ihrem neuen Glück gratulieren. Man sieht sich!", waren ihre letzten Worte.
Der Fuß verschwand und die Schritte entfernten sich langsam.
Augenblicklich rollte ich mich in Embryo-Stellung zusammen, während ich kläglich daran scheiterte, mit den neugewonnenen Erkenntnissen und dem Schmerz umzugehen.
Sie alle hatten sich über mich lustig gemacht und mich für ihre eigenen Zwecke benutzt.
Bin ich nur ein Gegenstand, den man wegwirft, wenn er seinen Sinn erfüllt hat?
"Ich weiß genau, wie du dich fühlst." Jemand setzte sich vorsichtig neben mich und zog mich in seine Arme.
Und obwohl ich genau wusste, dass es die Alpha-Wölfin war, ließ ich sie machen.
"Caitriona", flüsterte ich.
"Ja, meine kleine Rose. Der Schmerz ist hart, das kenne ich. Und ich kann dir sagen, wie es aufhört."
"Es ... aufhört?", wiederholte ich zögernd.
Eigentlich wollte ich ihr gar nicht antworten, allerdings lullte mich ihre Stimme so sehr ein, dass ich gar nicht anders konnte, als dem unterbewussten Drang nachzugeben.
"Vertrau mir, das ist ganz einfach: Du darfst nichts fühlen." Behutsam streichelte sie über meinen Kopf.
Nein, soweit wird es nicht kommen! Mach was, Rose! Steh auf!
Doch nichts passierte, mein Körper bewegte sich keinen Millimeter.
Sie hatte mich unter ihrer Kontrolle.
"Nunja, du darfst schon fühlen, aber nichts Positives mehr. Dann kann dich niemand verletzen und du gewöhnst dich so an alles Negative, darum ... hey, ganz ruhig, hab keine Angst, es ist alles gut."
Ja klar. Sie zwingt mich, Dinge zu tun, die ich nicht will, und alles soll gut sein?
Natüüüürlich.
"Du wirst jetzt deine Hand auf dein Herz legen und mir nachsprechen: Freundschaft, Hoffnung, Liebe, Mut, das alles tut mir nicht gut. Drum hört zu, was ich euch sage, da ich mir jegliche Freude verboten habe."
Schon bemerkte ich, wie sich meine Hand auf meinem Herzen platzierte und mein Mund sich zu öffnen begann.
Du Vollidiot, bist du wirklich so blöd und machst das?! Hör auf! Nein!
Ohne, dass ich etwas dagegen tun konnte, wiederholte ich jedes Caitriona's Wörter eins zu eins detailgetreu, sodass die Stelle, die ich mit meiner Hand berührte, unerträglich heiß wurde und mein Herz sich schmerzhaft zusammenzog, als würde ihm etwas Wichtiges entrissen und gleichzeitig verbrannt, auch wenn es sich mit aller Kraft dagegen sträuben will.
Erschrocken keuchte ich auf, was Caitriona grinsen ließ. "Bald ist es vorbei. Du wirst dich an unsere Begegnung nicht mehr erinnern, aber sie wird dennoch ihre volle Wirkung entfalten. Deswegen lass dir eines gesagt sein: Leg dich nie mit mir an, weil ich immer gewinnen werde."
Wann habe ich mich denn mit ihr angelegt?
Mit ihrer eigenen Hand fuhr sie danach sanft über meine Augen. Ebenfalls fühlten diese sich an, als würden sie in Flammen stehen, bis sie sich federleicht erhob, während in meinem Blickfeld jeder Zentimerter damit begann, sich zu verdunkeln.
Schwärze.
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