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Die Spieluhr

von -Madara-
KurzgeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Bofur Bombur Dis Fili Kili Thorin Eichenschild
14.02.2014
14.02.2014
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Hallo!

Ich glaube, ich bin verliebt in dieses Projekt...
Gestern habe ich es mal aus Langeweile gemacht und es hat wirklich Spaß gemacht.

Ich habe dabei die Regeln allerdings ein wenig gemischt... Geschrieben habe ich nur in der Zeit, die das Lied lief, aber danach habe ich noch die ganz ekelhaften Formulierungen ausgebessert und Tippfehler beseitigt. So ganz ohne Nachbearbeitung geht nicht... das kann dann kein Mensch mehr lesen...

Lange Rede, kurzer Sinn... Ich hoffe, das Lesen macht euch nur einen Bruchteil so viel Freude, wie mir das Schreiben. ^.~
Und irgendwie zeichnet sich eine Linie ab, welche Charaktere derzeit meine Gedanken beherrschen, wenn ich zum Hobbit schreibe...
Und ich war so frei dem Mann von Dís einen Namen zu geben...

Hier noch der Link zum Projekt:
http://forum.fanfiktion.de/t/8376/1




Getting away with murder – Papa Roach

Düstere Gefühle hatten sich Thorins bemächtigt und hielten seine Gedanken gefangen in ihrem Sog.
Warum hatten sie nichts unternommen, um die Gier ihres Königs nach immer mehr Reichtümern einzuschränken? Wäre es nicht als treue Gefolgsleute ihre Pflicht gewesen?
Wäre es nicht als Familie ihre Pflicht gewesen?
Immer wieder stellte Thorin sich diese Fragen. Immer wieder fand er keine Antwort darauf.
Und die Schuld nagte an ihm… Die Schuld, nichts unternommen zu haben, bis es zu spät war und der Drache kam.
Der Drache, der so viele ihres Volkes an jenem verhängnisvollen Tag getötet hatte.
So viele, deren Tod nun auch auf Thorins Schultern lastete.



I wanna do bad things with you – Jace Everett

Fjalar blickte auf, als er Schritte an der Tür vernahm. Und er blickte geradewegs in die Augen seiner Frau Dís.
Ein Lächeln trat auf sein Gesicht, das von ihr erwidert wurde.
„Fíli ist endlich eingeschlafen“, berichtete sie.
Das Lächeln Fjalars wurde ein klein wenig schief, als er einladend auf die Armlehne seines Sessels klopfte. Dís kam der wortlosen Einladung nach und nahm dort platz, doch wurde sie von ihrem Mann sogleich auf dessen Schoß gezogen.
Dabei hauchte er ihr einen sanften Kuss auf den Unterkiefer. Ein leises Lachen stieg in Dís auf, dann legte sie eine Hand auf die Brust von Fjalar und fing dessen Lippen in einem Kuss.



Heavy in your arms – Florence and the machine

Alleine saß Frerin außerhalb des Feldlagers der Zwerge. Sie waren schon seit Wochen unterwegs und doch hatten sie noch keine neue Heimat gefunden, seitdem Smaug sie aus dem Erebor vertrieben hatte.
Dunkelheit senkte sich bereits über die Lande und im Lager kehrte nach und nach Stille ein. Doch Frerin bemerkte es nicht. Seine Aufmerksamkeit galt ganz dem Glucksen des kleinen Baches, der nur wenige Meter von ihm entfernt über die Wiese floss.
Seine Mutter hatte ihm als Kind oft ein Schlaflied gesungen, indem die Rede von einem Bach war, der nie zur Ruhe kommt. Oft fühlte Frerin sich so.
Er kam nicht zur Ruhe und wurde von Gedanken und Erinnerungen umgetrieben.
Er vermisste seine Mutter, vermisste seine Heimat und die Freunde, die bei der Verteidigung ihrer Heimat gefallen waren.
Er vermisste das Lachen seiner Schwester, das Grinsen seines Bruders.
All diese Verluste lasteten schwer auf seinen Schultern, doch Frerin war entschlossen seiner Familie eine Stütze zu sein. Auch wenn er sich fühlte, als würde er in all den Erinnerungen ertrinken.



Wär’ ich der Wind – Dracula Musical

Mit jedem Tag entfernten Thorin, Fíli und Kíli sich weiter von ihr.
Mit jedem Tag wurde die ohnehin unüberwindbare Distanz zwischen ihnen noch größer.
Dís vermisste sie. Sie vermisste Kíli, der wie ein Wirbelwind für Leben in den Kammern sorgte.
Sie vermisste Fíli, der ihr stets zur Seite stand und immer eine helfende Hand war.
Sie vermisste Thorin, dessen bloße Anwesenheit ausreichte, um ihre Gedanken zu besänftigen und ihr etwas Frieden zu geben.

Wenn sie nun über die Täler der Ered Luin blickte, dann wünschte sie sich, sie wäre wie Wind und könnte ihrer Familie folgen.



Brothers under the sun – Bryan Adams

Der Mond stand noch immer am fahlen Morgenhimmel. Nebel verschluckte die Strahlen der aufgehenden Sonne und Tau befeuchtete das Gras auf dem Thorin saß.
Es machte ihm nichts aus, dass seine Hose dabei nass wurde. Er bemerkte es kaum.
Den Blick hatte er nach Osten gewandt. Irgendwo dort, verborgen hinter den Nebeln und in weiter Ferne, lag der Erebor. Irgendwo dort, wo die Sonne gerade aufging.
Aber er dachte in diesem Moment nicht an Smaug, der dort in den Hallen seiner Väter auf dem Schatz seines Großvaters ruhte, sondern an seinen Bruder.
Ein Vogel zwitscherte irgendwo im nahen Bergwald. Das Lächeln Frerins trat vor Thorins inneres Auge. Frerin hatte das Zwitschern der Vögel gemocht. Thorin jedoch hatte ihm nie etwas abgewinnen können.
In so vielen Belangen waren sie unterschiedlich wie Feuer und Wasser gewesen. Thorin war ernst und grimmig gewesen, wo Frerin liebevoll und fröhlich gewesen war. Und dennoch waren sie in ihren Herzen immer eins gewesen.



Wahre Helden – Schandmaul

„Ich möchte nicht mitkommen“, erklärte Kíli und verschränkte entschlossen die Arme vor der Brust.
Sein Bruder zog daraufhin leicht eine Augenbraue in Richtung Haaransatz. Wieso wollte Kíli nicht mit in die Schänke kommen? Sonst ließ er sich dazu keine Gelegenheit entgehen.
„Welche Laus ist dir über die Leber gelaufen, Kíli?“
„Keine, ich will nur nicht mitkommen.“
Fíli stieß ein leises Seufzen aus. „Was ist los, kleiner Bruder?“
Unter dem mit liebevoller Sorge erfüllten Blick seines Bruders schwand Kílis Gegenwehr rasch und mit einem Seufzen ließ er die Arme sinken. „Roneth hänselt mich ständig, weil ich keinen Bart habe…“



Die zwei Brüder – Schandmaul

Mit einem Johlen sprang Bofur aus dem Gestrüpp und riss seinen Bruder Bombur mit sich zu Boden. „Hab dich!“
Erschrocken blinzelte Bombur zu seinem Bruder auf und begann erst nach einigen Momenten sich zu rühren. Bofur war in der Zwischenzeit bereits wieder auf den Beinen und hielt dem pummeligen Zwergling eine Hand hin, um ihm beim Aufstehen zu helfen.
Mit einem Lächeln auf den Lippen ließ Bombur sich von seinem Bruder auf die Beine ziehen.
„Vielleicht solltest du das nächste Mal den Ork spielen, Bombur“, überlegte Bofur.
„Aber das kann ich doch gar nicht…“, gab dieser zögerlich zurück. „Ich werde dich niemals erschrecken können.“
„Doch, doch… Ganz bestimmt kannst du das.“ Mit einem Grinsen auf den Lippen klopfte Bofur seinem Bruder auf die Schulter.



Born to die – Lana Del Rey

Dís konnte nicht aufhören zu schluchzen.
Den Tag über hatte sie es irgendwie geschafft zu funktionieren. Irgendwie hatte sie es geschafft die Tränen bis zu diesem Moment zurückzuhalten.
Ihre Söhne sollten sie nicht weinen sehen. Sie trauerten selbst genug um ihren Vater.
Doch jetzt schliefen Fíli und Kíli und Dís war alleine.
Thorin hatte sich früh zurückgezogen, nachdem er Dís die Nachricht vom Tod Fjalars überbracht hatte. Er konnte seiner Schwester nicht in die Augen sehen.

Erneut kam Dís ein Schluchzen über die Lippen. Sie vermisste bereits jetzt ihren Mann mehr, als sie jemals für möglich gehalten hatte.
Sie vermisste ihn und wusste, dass sie es jeden Tag ihres restlichen Lebens tun würde, bis sie sich in den Hallen ihrer Vorväter endlich wieder sehen würden.

Mussten alle sterben, die sie liebte?



Die Schlinge – Oomph!

Dwalin glaubte nicht länger, dass er diesen Tag überleben würde.
Er war fest davon überzeugt, dass sein Schicksal besiegelt war.
Knietief schien er im Schlamm zu stehen. Schlamm, der aus Erde und dem Blut gefallener Krieger bestand. Und obwohl schon so viele Orks an diesem Tag den Tod durch seine Hand gefunden hatten, riss ihr Strom nicht ab.
Die Zwerge wurden immer weiter zurückgedrängt. Schon lange hatte Dwalin seinen Bruder und seinen Vater aus den Augen verloren. Nur dann und wann konnte er Thorin in den Wirren der Schlacht ausmachen. Sie würden Moria niemals zurückfordern können.
Doch wenn sie nicht vollbringen konnten, weswegen ihr König gestorben war, dann würden sie ihn zumindest rächen. Selbst, wenn es Dwalins eigenen Tod bedeuten sollte. Ändern konnte er sein Schicksal ohnehin nicht mehr.



Believe – Skillet

Thorin ging ihr aus dem Weg. Und Dís konnte es ihm nicht verübeln.
Er war verwundet aus der Schlacht zurückgekehrt. Hatte Freunde sterben sehen. Hatte seinen Bruder sterben sehen. So viele waren gestorben.
Und doch hatte Dís ihm vorgeworfen nicht alles getan zu haben, um Frerin zu retten. Und doch hatte Dís ihn gefragt, warum Frerin gestorben war und er leben durfte.

Übelkeit stieg in ihr auf. Sie war außer sich vor Trauer gewesen. So oft hatte Frerin sie davor bewahrt in den Abgrund zu stürzen, der sich in ihr geöffnet hatte, als sie ihre Heimat verloren hatten. Frerin war ihre Stütze gewesen, ihr Ventil. Und nun war er fort.
Tränen stiegen Dís in die Augen. Thorin hatte ihren Worten geglaubt. Sie hatte es in seinen Augen gesehen.
Mit einem Schluchzen auf den Lippen floh sie aus ihrer Kammer. Sie musste zu ihrem Bruder.
Sie musste das richtig stellen. Sie durfte nicht auch Thorin verlieren, liebte sie ihn doch ebenso sehr, wie sie Frerin geliebt hatte.
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