PS: Happy Valentine-Day

von Bimbe
GeschichteAllgemein / P12 Slash
Yamato Suoh
14.02.2014
14.02.2014
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14.02.2014 4.023
 
Vorwort:


Mal wieder eine Spontan-Idee von mir, die ich unbedingt schreiben wollte… ;-)
… und die trotzdem über ein Jahr zur Fertigstellung gebraucht hat… Warum bloß? ^^°

Gewidmet ist dieser OS diesmal ‘Detektiv Tieger‘ (Userin von ff.de) – da ich dank ihrer Zusammenarbeit an der Co-Autoren-FF „Kaito KIDs letzter Coup“, auch hier endlich weitergekommen bin (ich musste erst wieder den mentalen Einstieg in die ‘prekären‘ Szenen schaffen)! Uuund ich freue mich jetzt schon auf unser nächstes gemeinsames Projekt (auch, wenn‘s bis dahin noch etwas dauert)! ^^
Aber auch all denjenigen, die zum Valentinstag nichts bekommen haben, möchte ich mit diesem OS eine kleine Freude machen (natürlich auch allen anderen XD)!
Pairing: Kazunari Makita & Yamato Suoh; angedeutet: Yamato Suoh & Sohgo Kitaoji

Mal gleich vorneweg:
Sämtliche auftretende Charaktere (bis auf die namenlosen Nebendarsteller) gehören Kazuma Kodaka!



233. Fanfiktion:
Border-One-Shot
- PS: Happy Valentine-Day -


„Verdammt!”, knurrte Kazunari Makita auf. „Seine Worte gehen mir einfach nicht aus dem Kopf!“
’Tut mir leid, dass ich unseren kleinen Flirt beenden muss… aber bei mir beißt du auf Granit. Scharfsinnige Dickschädel, wie du, sind nicht mein Typ.’
„Hmmm… Aber schwul scheint er zu sein… Wenn er nicht gerade vergeben ist… Aber ja! Warum bin ich da nicht eher drauf gekommen?!“ Fest entschlossen, nach dem ’Vergelter’ außerhalb seiner Arbeitszeit zu suchen, kam ihm nun die Idee, sämtliche Schwulenbars in der Umgebung abzuklappern, wo die Vergelter nicht am Werk waren! Denn dass der Mann, dem er begegnet war, einen Ort wählen würde, wo er erkannt werden könnte, daran glaubte der Inspektor nicht. *Wenn der Typ wirklich Detektiv ist, dann könnte in der Nähe der Bar auch eine Detektei sein… Nein, Moment! Das muss nicht stimmen! Er kann ja auch woanders wohnen oder sich in der Nähe ein Zimmer nehmen, wenn er einen Typen abschleppt… Egal! Ich such jetzt erst mal ein paar Bars auf, die nicht in der Nähe von den Tatorten sind, bei denen die Vergelter zugeschlagen haben…* Um jedoch nicht wie ein Ermittler zu wirken und nach jemand bestimmten zu suchen, entschloss sich Makita, jeweils eine Woche lang eine einzige Bar aufzusuchen. Zwar würde er so nur sehr langsam vorankommen… aber er würde vorankommen! Und das in seiner Freizeit und von seinen Vorgesetzten unbemerkt!

Seit das Jahr angefangen hatte war der Inspektor ein paar Wochen lang abends jede Woche in einer anderen Bar… Nach ein paar Drinks lallte er dem Barkeeper jedes Mal zu, wie sein Traumtyp aussieht und ob es so jemanden hier nicht gäbe… Natürlich war er nach den ersten Gläsern nicht wirklich betrunken, sondern tat nur so, um die Hinweise zu bekommen, die er suchte. Sein ’Typ’ war auch niemand anderes als der ’Vergelter’, den er damals getroffen hatte. Allzuviel konnte er zwar nicht erkennen, aber für eine vage Beschreibung reichte es durchaus, sodass man sich etwas vorstellen konnte: Schwarze Haare, die zwar kurz waren, aber dennoch lang genug, um sich darin festzukrallen – dunkle Augen – kein Bart – von der Statur her zart, aber dennoch mit leichten Muskeln – sportlich fit – und er durfte weder größer, noch kleiner als er selbst sein.
6 Bars hatte Makita nun schon hinter sich. Unter denjenigen, auf die seine Beschreibung zutraf, war jedoch noch nicht seine Zielperson gewesen.

„Oh, so jemanden gibt es hier auch…“, fing der Barkeeper in der nächsten Bar an. „Er ist zwar eine Art Stammkunde, kommt aber nicht allzu oft vorbei.“
Mit einem knurrigen „Na toll…“, leerte der Inspektor sein Glas in einem Zug und stellte es wieder hin, damit der Mann hinter der Theke ihm erneut einschenkte. *Wer weiß, was das für einer ist… Bestimmt auch nicht besser, als die anderen in den Bars…*
„Aaach, nimm doch lieber mich!“, meinte einer der anderen Gäste, während er sich an Makita anschmiegte.
„Sorry, aber du bist nicht mein Typ…“, murrte der Inspektor.
„Och, sei doch nicht so… Ich kann mir auch die Haare färben.“
„Kein Bedarf.“

„Hallöchen, Yamato. … Na, wie sieht’s aus? Hast dich ja lange nicht mehr bei mir blicken lassen. … Oh, das würde ich dir raten. Hier ist ein Schnuckelchen von einem Typ, der auf zarte Jungs steht. Ist bestimmt dein Typ, denn Muckis scheint er zu haben und er hat auch ein bärbeißiges Gesicht.“ Kaum gesagt, schon lachte Maruko auf. „Ja, er erinnert mich vom Typ her an Sohgo. Allerdings guckt er grimmiger und kippt sich einen Drink nach dem anderen hinter die Binde. … Natürlich machen sich auch ein paar der Jungs an ihn ran – aber er bleibt eisern. Komm doch her und versuch auch mal dein Glück, wenn du nichts Besseres zu tun hast. … Okay, dann bis nachher.“ Den Anruf hatte der Barkeeper getätigt, während ’der Neue’ von den anderen Gästen zugequatscht wurde.
Dieser hatte also nichts davon mitbekommen, da er sich die anderen vom Leib halten musste. „Mann! Was ist das hier nur für ’n aufdringlicher Laden?“, fragte Makita schließlich verärgert, während er das Glas auf die Theke krachte.
„Heyheyhey! Lass mein Inventar ganz, sonst kannst du dich auf eine gewaltige Rechnung gefasst machen“, meinte Maruko – jedoch mit einem Grinsen im Gesicht. „Sei nicht sauer, aber dein Typ ist nun mal gefragt, in der Szene.“
„Jaja, ich weiß…“ *Das hab ich mir schon in etlichen Bars anhören müssen…*, waren die Gedanken des Inspektors. „Wenn wenigstens einer dabei wäre, der mein Typ wäre, wäre ich nicht so…“
„… angepisst?“, vervollständigte der Barkeeper den Satz.
Ein bestätigendes „Hm“, kam knurrend von Makita.
„Na, vielleicht hast du heute ja Glück?“
„Muss ich das verstehen?“
„Der, von dem ich vorhin sprach, kommt in einem Stündchen mal herum. Vielleicht ist er ja genau dein Typ und das Warten lohnt sich?“
„Eine Stunde, hm?“, fragte der Gast nach.
„Jepp. Solange kannst du hier doch noch ein bisschen warten, oder? Scheinst es ja nicht eilig zu haben.“ Kaum gesagt, schon schenkte er ihm erneut einen ein.
„Tja… Warum auch nicht? Ich hoffe nur, es lohnt sich auch…“
„Ohja, darauf kannst du Gift nehmen!“, grinste Maruko. „Er sieht zwar schnuckelig aus, hat es aber faustdick hinter den Ohren.“
„Da isser nich’ der einz’ge…“ Mit einem Zug leerte er sein Glas. *Ich glaub zwar nich‘ wirklich, dass er‘s is‘, aber was soll’s… Schaden kann’s ja nich‘… So hab ich wieder einen weniger, den ich streichen kann…*, waren die Gedanken des Inspektors, während er sein Glas erneut dem Barchef hinschob. *Wenn ich die ander‘n schon so lang‘ ertragen muss, kann ich mich auch gleich volllaufen lassen…* Denn es klebten noch immer ein paar der Männer an ihm, die ihn nicht so schnell aufgeben wollten!

Eine gute Stunde später kam tatsächlich Yamato in die Bar.
Mit einem „Hallo, Kleiner!“, begrüßte Maruko ihn. „Lange nicht mehr gesehen!“
„Stimmt“, lächelte Suoh.
Die Gestalt eines breitschultrigen Mannes erhob sich von der Theke, auf der er bis eben noch halb gelegen hatte, als er die Stimme des neuen Gastes hörte.
Yamato begrüßte den Mann, den er bisher nur von hinten sehen konnte, mit einem „Hallo“, denn als er hereinkam, hatte er ihn mit ein paar Blicken inspiziert und festgestellt, dass er von der Statur her schon mal sein Typ war.
Wie in Zeitlupe drehte sich der Angesprochene um und sah ihn schließlich mit weit aufgerissenen Augen an, als Yamato nun nur noch eine Armlänge von ihm entfernt stand.
Der Detektiv zuckte sofort zusammen, als er erkannte, wer der ’schnuckelige Typ’ war.
Doch er hatte keine Zeit, um zu reagieren, denn schon hatte sich Makita, mit den Worten „Mein Vergelter!“, um dessen Hüften geklammert.
„’Vergelter’?“, kam es verdutzt von Maruko. „Ihr kennt euch?“
„Äh… N-Naja… Schon… irgendwie…“
„Isch lasch disch nimmer losch…“, kam es trotzig vom betrunkenen Inspektor.
Ohne auf die Worte des Polizisten einzugehen, redete Yamato weiter: „Das ist nur so ein Spruch von ihm. Eine Art Kosename, den er mir gab… als wir uns das erste Mal begegnet sind…“
„So-so…“, meinte der Barkeeper mit einem misstrauischem Blick. Doch schließlich grinste er breit und fragte: „Dann warst du es also, den er gesucht hat?“
„Was? Er hat mich gesucht?“, kam es entsetzt von Suoh.
„Naja… Er hatte zumindest so ziemlich genaue Vorstellungen, wie sein Typ auszusehen hat… Und jedes Wort passt so ziemlich gut auf dich… Um nicht zu sagen: Er hat haargenau DICH beschrieben!“
Yamato wurde sichtlich blass.
„Also?“
„Hm?“
„Du weißt, du kannst mir nichts vormachen, Süßer!“, meinte Maruko, der sich dabei über den Tresen gebeugt hatte und seinen Gast eindringlich ansah. „Wer ist der Typ, hm? Wie ein Stalker benimmt er sich jedenfalls nur ansatzweise…“
„Er ist schlimmer, als ein Stalker.“
Neugierig zog der Barbesitzer eine Augenbraue hoch.
„Er ist Polizist.“
„Ahahahahahaha“, lachte Maruko auf. „Das ist gut! Dieses zu groß geratene Klammeräffchen soll ein Polizist sein? Mach keine Witze!“ Dabei sah er auf Makita, der sich noch immer an Suohs Hüften festhielt.
„Das ist kein Witz!“, grummelte Yamato.
„Hmmm… Und warum bist du nicht gerade begeistert, dass das Schnuckelchen dich sucht?“
„Wir hatten ein paar… persönliche Differenzen… als wir uns das letzte Mal gesehen haben…“
„Hast du gegen das Gesetz verstoßen?“, fragte der Barbesitzer eindringlich.
„Ich habe ihn abblitzen lassen…“, kam es mit einem zerknirschten Gesichtsausdruck von Yamato. „Das hat er wohl nicht so gut verkraftet…“
„Hmja… Er scheint dich wirklich zu wollen…“, gab Maruko zu. „Aber warum hast du ihn abblitzen lassen? Er ist doch genau dein Typ…“
Mit einem „Ist ‘ne lange Geschichte… die ich dir ein anderes Mal erzähle, okay? Ich bringe ihn erstmal von hier weg, bevor er gar nicht mehr laufen kann“, redete sich Suoh heraus. *Außerdem muss ich mir erstmal eine glaubwürdige Geschichte ausdenken.*
„Na, darauf bin ich schon gespannt.“
„Auf die Geschichte?“, fragte der Detektiv irritiert nach.
„Ja, auf die auch – aber ich bin auch gespannt, wie du ihn rausbringen willst. Leicht ist er nicht gerade und geradeaus laufen kann er mit Sicherheit nicht mehr.“
„Keine Sorge, das wird schon!“, grinste Yamato.
„Hmja… Hast ja so deine Tricks, nicht wahr?“, grinste der Barbesitzer. „Aber ist schon besser, wenn du dich schnell mit diesem stattlichen Exemplar davonmachst – sonst gibt es hier nur Stress mit den anderen und das will ich nicht hier, in der Bar.“ Dabei schielte Maruko auf seine anderen Gäste, die die beiden Männer mit sehr giftigen und angriffslustigen Blicken traktierten.
„Wir sind schon so gut wie weg“, meinte Suoh zu seinem langjährigen Freund. Damit umfasste er die Handgelenke des Polizisten und zog ihn auf die Beine, indem er dessen Hände hochriss.
Doch als Makita nun so stand, dass er direkt in das Gesicht seiner ‘Beute‘ sehen konnte, riss er seine Hände los und umarmte Yamato nun am Hals. Mit seinem Kopf kuschelte er sich in dessen Halsbeuge. Er hatte definitiv nicht vor, von ihm abzulassen!
*Na ja… so lässt es sich zumindest besser laufen, als wenn er weiterhin um meine Hüften hängt…*, fuhr es dem Detektiv dabei durch den Kopf. An Maruko gewandt, hob er seine Hand zum Abschied und meinte: „Ich ruf dich an!“
Der Barmann grinste wissend. „Hm-Hm… Und dann will ich jedes Detail wissen!“
Suoh lächelte zurück, was nichts anderes hieß, als: Mal sehen, ob ich dir wirklich JEDES Detail erzähle… Dann schlang er einen Arm um die Hüfte des Inspektors und ging so schnellen Schrittes aus der Bar – immer dabei bedacht, dass Makita, wenn er nicht mitlief, ihn wenigstens unauffällig mitschleifte.

Doch wohin jetzt? *Ich kann ihn schlecht mit zu mir nach Hause nehmen – sonst kennt er ja gleich meine Identität. Zu sich nach Hause kann ich ihn auch nicht schleppen – sonst hinterlasse ich noch versehentlich Spuren von mir in seiner Wohnung.* Letzteres glaubte Yamato zwar nicht wirklich – Schließlich war er Profi! – aber in diesem Fall war sicher sicher! *Also bleibt mir nur ein Hotel übrig. Da wird es mit Sicherheit noch Spuren von anderen geben – Personal oder von den Vorherigen, die dort ein Zimmer benutzt haben. Sooo~ gründlich wird ja nicht jedes Mal das Zimmer geputzt.* Kaum gedacht, schon zerrte er ihn in die Richtung des nächstbesten Hotels – denn würde er ein Taxi rufen, wäre das zu auffällig… oder doch nicht? Kaum hatte er diesen Geistesblitz, schon blieb er stehen, zückte sein Handy und rief scheinbar einen Taxiservice an, der sie vor der Bar abholen sollte. Doch anstatt einen echten Taxiservice anzurufen, wählte er Sohgos Nummer… „Hallo! Ich bräuchte ein Taxi, was uns abholt…“, begann Suoh.
„Bist du betrunken?“, fragte sein Freund monoton nach.
„Nein-nein. Ich brauche nur ein Taxi, was mich und meinen Begleiter von hier wegbringt.“
Kurz überlegte Kitaoji – immerhin war Yamato erst seit ein paar Minuten weg, selbst wenn, hätte er niemals in der kurzen Zeit so viel trinken können und andererseits klang er auch nicht so, als ob er betrunken wäre. Warum sollte er ihn nun also mitsamt einem Begleiter abholen? „Soll ich noch etwas mitbringen?“
„Ja!“, kam es freudig von Suoh. „Eine Kamera, damit mein Süßer hier auch später noch was von mir hat!“ Natürlich wollte er sich nicht selbst fotografieren – sondern ein paar prekäre Bilder vom Inspektor machen, damit er ihn hinterher damit erpressen konnte, dass er ihn von nun an in Ruhe ließ! Gut, Erpressung war nicht die feine Art… aber die dezente Art hatte der Polizist bisher auch nie verstanden!
Mit einem „Wird erledigt“, bestätigte Sohgo, dass er verstanden hatte. „Und von wo soll ich euch abholen?“
„Marukos Bar“, antwortete der Detektiv. Ohja, das würde die Nacht noch ein schöner Spaß werden!

Kaum war Kitaoji mit einem ‘geliehenem‘ Taxi da, schon schob Yamato den betrunkenen Makita auf den Rücksitz – während er selbst sich mit hineinquetschte. Im Normalfall wäre das Einsteigen kein Problem gewesen… doch Kazunari klebte noch immer an Suoh und ließ dessen Hals partout nicht los – was das Einsteigen nun extrem verkomplizierte!
„Wohin soll es gehen?“, fragte Sohgo ungerührt – der das ganze Szenario jedoch im Rückspiegel beobachtet hatte.
„In ein Hotel, was möglichst weit weg von hier ist“, meinte der Detektiv jedoch nur.
Ein Nicken vom Taxifahrer erfolgte, bevor er losfuhr…

Bei den Worten „Soll ich etwas helfen?“, von Kitaoji sah er seinen Freund eindringlich an.
„Nein, danke!“, winkte Yamato ab. „Falls ich das Taxi noch mal benötigen sollte, rufe ich wieder an.“ Das Lächeln, was er dabei im Gesicht hatte, verhieß nichts Gutes! Leider wusste er selbst nicht, wann er mit dem Inspektor fertig sein würde – weshalb es ihm lieber war, dass Sohgo in einiger Entfernung auf Abruf wartete, anstatt vor dem Hotel zu stehen.
Zwar sah Kitaoji mürrisch drein, aber er nickte und fuhr wieder los.
Suoh kannte diesen Ausdruck nur zu gut: Immer, wenn Sohgo mitbekam, dass er mit einem anderen Mann ins Bett wollte, sah er ihn so eindringlich an…

Der Rezeptionist des Love-Hotels, vor dem Kitaoji sie abgesetzt hatte, grinste verstehend, während er Yamato einen Schlüssel aushändigte.
Dass Maktia noch immer an seinem Hals hing, störte den Detektiv kaum noch, so hatte er sich daran gewöhnt. Allerdings war er heilfroh, dass es hier Aufzüge gab und er den Polizist in dieser Stellage nicht die Treppen hochziehen musste!

Suoh schaltete sein Handy auf Videoaufnahme um und platzierte es so, dass es das Bett vollends im Blickwinkel hatte. Die Sofortbildkamera legte er auf dem Nachttisch, der für ihn in guter Reichweite war, ab.
Mit einem säuselnden „Loslassen, Süßer…“, versuchte Yamato, Kazunari aufs Bett zu legen. „Ich kann mich sonst nicht ausziehen…“, fügte er mit verführerischer Stimme hinzu.
Makita knurrte zwar herum, aber er öffnete seine Augen und blickte in die tiefgründigen vor sich… Mit einem zufriedenen Schmunzeln kam nur wieder „Mein Vergelter…“, von ihm, bevor er sich an dessen Hals kuschelte.
„Na schön, dann fang ich eben bei dir an…“, meinte Suoh, während er dessen Jacke aufknöpfte, die der Polizist noch nicht einmal in der Bar geöffnet hatte. „Keine Sorge, du wirst sie hier nicht brauchen… Hier ist es warm genug… und ich sorge schon dafür, dass du heiß wirst…“, kam es verführerisch von Yamato.
Mit einem Murren ließ sich Kazunari die Jacke ausziehen – doch schnell waren seine Arme wieder um ‘seinen Vergelter‘ geschlungen.
Zwar schaffte der Detektiv auch seine eigene Jacke auszuziehen, aber weiter ging es nicht. Dazu war der Klammergriff vom Inspektor zu stark. *Na schön… Ich wollte es zwar vermeiden, aber wenn es eben nicht anders geht…*, dachte sich Suoh und umfasste das Gesicht von Makita. Kaum hatte er den Kopf von Kazunari in die richtige Höhe gebracht, schon lagen seine Lippen auf denen des Polizisten.

Langsam schlug der Inspektor seine Augen auf. Wen er da vor sich hatte, war ihm schon bewusst – warum dieser ihn jedoch küsste, war ihm nicht so ganz klar! Hatte er diesmal den Richtigen gehabt? Und ‘sein Vergelter‘ wollte ihn auch noch? … Warum also zögern? Makita ließ sich ganz und gar auf den Kuss ein. Zudem fing er auch noch an, Yamatos Hemd aus dessen Hose zu ziehen und umfasste den gut gebauten Oberkörper an den Seiten. Seine Hände fuhren langsam rauf und runter… und wieder rauf… und runter… So schlecht fühlte sich der Körper seines Gesuchten gar nicht an… Muskulös, keine Frage… aber auch ein bisschen feminin… Fast schon gierig fingen seine Hände nun an, den Rücken zu streicheln…
Suoh keuchte in den Kuss. *Verdammt!*, schoss es ihm durch den Kopf. *Warum, zum Teufel, muss auch ausgerechnet jetzt schon wieder…?* Weiter kam er jedoch nicht. Der Inspektor drückte ihn näher an sich heran, wodurch Yamato die Erregung seines Gegenübers an seiner eigenen spürte – trotz dass sie Beide noch ihre Hosen anhatten. Wenn bei ihm mal wieder Notstand war, war ihm wohl wirklich fast jeder recht…
Kazunari drehte sich ein Stück mit Suoh um und ging einen Schritt vorwärts. Weiter kam er jedoch nicht, denn Yamato eckte nun am Bett an. Kurzerhand drückte der Polizist sein Gegenüber nach hinten, bis Suoh quer überm Bett lag – und Makita auf ihm drauf! Seine Hände wanderten schnurstracks zum Hosenbund ‘seines Vergelters‘. *Ich will ihn!*, waren Kazunaris Gedanken, als er den Hosenstall öffnete. *Er darf mir nicht wieder entkommen…* Seine Gedanken setzte er jedoch anders um, als er es im nüchternen Zustand für möglich gehalten hätte! Anstatt ihn zu verhaften oder festzuhalten und ihn auszuquetschen, zog er eine andere Form von ‘Druck machen‘ vor…
Aber auch der Detektiv war nicht untätig gewesen! Mit seinen flinken Fingern hatte er im Handumdrehen Makitas Hose geöffnet und war gerade dabei, sie mitsamt der Unterhose von dessen – durchaus kernigen, wie Yamato feststellte – Hintern zu streifen. „Mehr…“, keuchte er, als Kazunari es endlich geschafft hatte, die verdammt eng sitzende Hose, mitsamt den Shorts, von Suoh herunter zu ziehen. An einem Bein baumelte noch die Hose, samt Unterhose – an seinem anderen Bein hatte er sie abgestrampelt… sein Hemd war mittlerweile bis zum Brustkorb hochgeschoben… seine glasigen Augen verlangten mehr… und seine Hände umfassten Makitas Kopf, um ihn wieder zum Küssen zu sich hinunter zu ziehen…
Der Inspektor zog sich seine Hose und Unterhose so weit nach unten, dass sie zu den Kniekehlen reichten, bevor er nachgab und seine Lippen wieder auf Yamato seinen lagen. Mit seinem linken Arm stütze er sich ab – während seine rechte Hand zwischen Suohs Beine wanderte…

- - - - - - - - - - -

Am nächsten Morgen wachte Kazunari mit einem tierischen Brummschädel auf. Desorientiert sah er sich um. *Hat mich einer von denen diesmal wirklich abgeschleppt?*, fragte sich der Inspektor – denn das war definitiv NICHT seine Wohnung! *Oh, verdammt!* Langsam richtete er sich auf. *Sieht aus… wie ein Hotelzimmer…*, stellte er fest, als er sich das Zimmer genauer ansah.
Schließlich fiel sein Blick auf ein paar Polaroids, die verkehrt herum auf dem Nachttisch lagen. Neugierig drehte er den kleinen Stapel um, um zu sehen, was das für Bilder waren.
Mit großen Augen und offen stehendem Mund erkannte er sofort, dass diese nur für ihn waren!
Das 1. Bild zeigte Makitas schlafendes Gesicht – daneben wurde ein Handy gehalten, auf dem eine Aufnahme in einer SEHR eindeutigen Position von ihm und einem anderen Mann war. Leider war der Kopf des Mannes nicht zu erkennen, da der Daumen von demjenigen, der das Handy hielt, an dieser Stelle positioniert war. Quer über das Polaroid stand zudem noch geschrieben: »Vielen Dank, für die heiße Nacht!«
Das nächste Bild war ähnlich dem ersten: Diesmal war zwar Kazunaris Oberkörper abgebildet – aber auch wieder mit einem Handy davor, auf dessen Bildschirm wieder er mit einem anderen Mann beim Sex zugange waren – jedoch in einer anderen Position! Auch hier wurde wieder der Kopf des anderen Mannes vom Daumen des Handyhalters verdeckt. »Hör auf, nach mir zu suchen!«, stand diesmal auf dem Bild.
Beim 3. Bild war Makitas untere Hälfte zu sehen – zumindest fast! Das Handy war direkt vor seinem entblößten Geschlechtsteil, sodass man es doch nicht sah. Und das Bild des Handys zeigte erneut eine anderen Position beim Sex mit ihm und dem Anderen. »Sonst werden ähnliche Bilder und unser Filmchen veröffentlicht!«, lautete die Nachricht auf diesem Polaroid.
Das 4. Bild zeigte diesmal Kazunari in voller Gänze auf dem Bett liegen, wobei das Handy wieder so ausgerichtet war, dass sein Geschlechtsteil verdeckt wurde. Auf dem Handybild sah man dafür, wie Makita sich an den anderen Mann ankuschelte – wobei natürlich beide nackt auf dem Bett waren. Die letzte Botschaft darauf war: »Die Hälfte des Zimmers habe ich bereits bezahlt.« – was nichts anderes hieß, als dass der Inspektor die andere Hälfte noch zu zahlen hatte. Ganz klein war darunter noch zu lesen: »PS: Happy Valentine-Day«
Der Polizist stöhnte auf! Einerseits war er vor Scham puterrot im Gesicht – dank der prekären Bilder – andererseits fühlte er sich hundeelend! Da hatte er endlich den ‘Vergelter‘ gefunden… und dann das! *So eine Scheiße!* Jetzt musste er überlegen… GUT überlegen, was er als Nächstes tun würde… OB er überhaupt noch etwas tun würde… Doch zuerst… musste er hier weg! Weg, aus dem Hotelzimmer, weg von den Gedanken, weg aus dieser Situation! Ob er wirklich weiter nach IHM suchen würde – unter diesen Voraussetzungen – musste er sich noch überlegen. Aber nicht heute! Heute würde er zu Hause nur noch eine Tablette nehmen – oder auch zwei – und sich hinlegen…

Yamato dagegen konnte von dem kleinen Video nicht genug kriegen! Mit seiner Zunge fuhr er sich genussvoll über die Lippen, als er es sich noch einmal ansah… und sich dabei auch an das Abgespielte erinnerte… *Sooo~ übel war es gar nicht…*, stellte er dabei fest. *Okay, eigentlich wollte ich nicht so weit gehen, sondern nur ein paar zweideutige Fotos machen… Aber ER wollte immerhin mehr! Es war aaabsolut niiicht meine Schuld!*, versicherte er sich selbst.
„Alles in Ordnung?“, fragte Sohgo mit ernster Miene – aber dennoch besorgt – nach.
„Sicher doch“, grinste Suoh. „Jetzt werden wir sehen, ob er weiter nach mir forscht, oder nicht. Wir können jetzt nur abwarten, was er macht… oder eben nicht…“
Ein missmutiges „Hm“, kam vom Kitaoji.
„Na, sag schon, was dir nicht passt!“, grinste Yamato seinen Freund an.
„Es passt mir nicht, dass du mit ihm Sex hattest, nur um ihn hinterher zu erpressen“, meinte Sohgo vorwurfsvoll.
„Ach komm, hör auf!“, winkte der Detektiv ab. „Geplant war das nicht… es hat sich aus der Situation heraus ergeben… Und immerhin… hatten wir beide was davon…“ Bei den Gedanken daran fuhr er sich erneut genüsslich mit der Zunge über die Lippen. *Hmm… zu schade… eifersüchtig wird er nicht…*, dachte er sich dabei, als er Kitaojis Blick sah, der sich nicht verändert hatte. *Er ist einfach nur um mich besorgt, wie um einen kleinen Bruder… Naja… hätte mich auch gewundert… Bei allen anderen, mit denen ich es getrieben hatte, hat er auch nie was gesagt…*
Sohgos Blick war richtig anklagend – und bedeutete nichts anderes, wie: ‘Wie konntest du nur so weit gehen?!‘
„Jetzt guck nicht so! Wir hatten beide unseren Spaß dabei – außerdem ging das Meiste von ihm aus…“
„Du erpresst ihn damit!“
„Ja und? Mir war auf die Schnelle nun mal nichts anderes eingefallen! Du weißt genau: Wenn er einen von uns fasst, ist die Sache gelaufen! Unser Team wird aufgelöst und wir können keinen Kontakt mehr zueinander aufbauen“, kam es nun vorwurfsvoll von Suoh.
Zwar sah Kitaoji noch immer finster drein – aber er erwiderte nichts darauf. Schließlich wusste er, dass sein Freund Recht hatte. *Aber trotzdem… Es ist, als würde er seinen Körper deshalb verkaufen…*, dachte er sich dabei. *Und das will ich nicht! Es gefällt mir so schon nicht, dass er mit fast jedem in die Kiste springt… aber so was geht zu weit!*
Yamato seufzte. „Es wird nicht wieder vorkommen… Okay?“
Sohgo nickte. *Ich hoffe es…*


Written by:
Bimbe, 12.02.2014
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