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... and back again

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
Bilbo Beutlin Fili Kili Tauriel Thorin Eichenschild
12.02.2014
28.11.2015
30
91.455
9
Alle Kapitel
80 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
12.02.2014 1.128
 
Hallo!
Seit einigen Tagen spukt mir da etwas im Kopf rum, und nun wollte es raus. *tada!* Hier ist es. Mein Baby.

Die FF schließt an den zweiten Teil des Hobbits an. Ich hoffe, es passt alles, wobei ich auch noch einen kleinen Rückblick auf die Vorgänge in der Seestadt zum Ende eben diesen Teils werfe ...
Ansonsten das Übliche: Mir gehört von den Orten und den Figuren absolut nichts.
Ich wünsche nun viel Spaß! *Erdbeeren mit Sahne hinstell*
Ganz ganz liebe Grüße
Anni


Esgaroth

"Glaubt Ihr, sie kann einen wie mich lieben?" flüstert Kili. Die Augenlider sind ihm schwer und der Atem geht schwer. Die Krämpfe haben seinem durch das Gift ohnehin schon geschwächten Körper stark zugsetzt und ausgelaugt.
Ist es nur ein Traum, dass sie hier vor ihm steht? Er spürt ihre Hände, die den Verband an seinem Bein festziehen. Vorsichtig versucht er nach ihrer Hand zu greifen, berührt ihre Finger.
Sie ist hier, bei ihm. Es muss ein Traum sein. Nichts, das er kennt, kann sich so gut und real anfühlen.
"Ich glaube, dass sie Euch lieben kann." Sanft drückt sie seine Hand, um ihm dann die Finger zu entziehen.
Sie nickt Bofur und Fili zu, dass sie ihr helfen, Kili ins Bett zu heben.

"Tauriel?" Sofort ist sie wieder an seiner Seite.
"Ich bin hier." Sie beugt sich über Kili. Nur noch mühsam kann er die Augen offen halten.
"Seid Ihr noch hier, wenn ich wieder aufwache?"
"Ich weiß es nicht." Sanft streicht sie ihm eine Strähne aus der Stirn.
"Ich liebe Euch." Es ist kaum mehr als ein Flüstern.
"Ich weiß." Schade, dass er ihr Lächeln nicht sehen kann. "Schlaft jetzt."

Gleichmäßige Atemzüge verraten Tauriel, dass Kili bereits eingeschlafen ist, während sie ihn mit einer fadenscheinigen Decke, die ihr von Sigrid gereicht wurde, zudeckt.
Bofur steht am Fußende des Bettes und beobachtet aufmerksam jeden ihrer Handgriffe.
"Ihr liebt ihn?" Erschrocken sieht Tauriel den kleinen Mann neben ihr an.  
"Ich weiß es nicht. Er ist noch so jung und ganz anders als ich mir euch Zwerge vorgestellt habe." In einer hilflosen Geste hebt sie die Hände. Sie will nicht über ihre Gefühle sprechen. Was soll sie auch sagen, wenn sie es selbst noch nicht einmal weiß?
"Ja, das kann passieren. So mancher unterschätzt uns, sieht nur unser Äußeres. Dabei schaffen wir Sachen, um die uns sogar der große Thranduil beneidet."
Tauriel kennt die Geschichten, die von den Schätzen unter dem Berg erzählt werden: Unmengen an Gold und Silber sowie Edelsteinen in den verschiedensten Farben.
Und dann sind da noch die weißen Steine, die so rein sind, dass man meint, in ihnen sei das Mondlicht gefangen - klar und rein. Besonders nach ihnen verlangt es Thranduil.

Als Anführerin der Wache war Tauriel dabei als Thranduil mit Thorin sprach und ihm ein - aus seiner Sicht - verlockendes Angebot unterbreitete: Er würde ihn bei der Rückeroberung des Erebor unterstützen und verlangt dafür die Zusage ihm einen Anteil des Schatzes auszuhändigen. Dafür erhielt Thranduil die Abfuhr seines Lebens - die Abfuhr eines Königs durch einen Dahergelaufenen, eines Niemands, eines Königs ohne Königreich! Oh, war Thranduil erzürnt! So hat sie ihn noch nie gesehen! Aufbrausend, jähzornig und nachtragend.

Im Nachhinein bewundert Tauriel die Courage Thorins, dem Elbenkönig so rigoros die Stirn geboten zu haben - auch auf die Gefahr hin, für den Rest seines Lebens in den Kerkern des Waldlandreiches verbringen zu müssen. Aufbrausend, jähzornig und genauso nachtragend wie der Elbenkönig selbst.
Zwei Sturköpfe, die sich gegenseitig nichts gönnen. Männer!
Wenn es nicht so schlimm wäre, könnte man noch darüber lachen!

~~~

Im Schlaf ist Kilis Kopf zur Seite gesunken. Sein Atem geht jetzt leichter, auch hat seine Haut wieder eine etwas bessere Farbe angenommen, sie erscheint nicht mehr ganz so blass oder gar grau vor Schmerzen.
Prüfend legt Tauriel ihm die Hand an die Stirn um seine Temperatur zu kontrollieren. Seine Haut ist unter ihren Fingern noch sehr warm aber glatt, aber nicht so zart wie die eines Elben. Etwas mutiger geworden läßt sie die Finger leicht über Wange und Kinn streichen. Der Bart kitzelt dabei an den Fingerspitzen. Es fühlt sich gut an ...
Plötzlich ist sie sich auch der Anwesenheit der anderen Zwerge bewußt und richtet sich schnell wieder auf. Sie stellt fest, dass sie sie ganz genau beobachten, besonders der blonde Zwerg, der vorhin von irgendjemandem mit Fili angesprochen worden ist.

"Er wird es übertehen." Sagt Tauriel, ohne die Worte an jemandem bestimmten zu richten.
"Was überstehen?" Aufmerksam schaut Bofur Tauriel in die grünen Augen. Diese Elbin interessiert ihn. Sie scheint nicht so steif zu sein, wie die Elben im Letzten Heimeligen Haus in Bruchtal oder so extrem anstrengend wie ihre Wachen bei Thranduil, zu denen sie ja eigentlich gehört ... aber anders ist sie trotzdem. Freundlicher? Ha! Warmherzig, das ist es!

"Das Gift ist jetzt aus ihm raus. Doch das Fieber ist noch nicht komplett gesunken. Lasst ihn schlafen. Mindestens einen Tag sollte er nicht das Bett verlassen und danach muss er sich schonen."
Bofur schnaubt abfällig. "Sobald er munter ist, ist es leichter, einen Sack Flöhe zu hüten." Doch er sagt es liebevoll. "Wie jeder Zwerg ist er leidenschaftlich und stürmisch. Hat er sich einer Sache verschrieben, dann geht er sie bis zum Ende, auch wenn es sein Tod sein sollte. So hat er sich Thorin verschrieben und so wird er Euch lieben, wenn Ihr es so wollt."
"Ich habe Pflichten gegenüber meinem König, die ich erfüllen muss." Tauriel lächelt Bofur wehmütig an. "Wenn der König erfährt, dass ich den Prinzen allein gehen ließ, dann ... Wenn ich viel Glück hab, wird er mich nur degradieren."
"Wollt Ihr uns etwa zurückbringen? Das wird Euch nicht gelingen." Stur - wie wohl jeder Zwerg - verschränkt er die Arme vor der Brust.
Tauriel schüttelt den Kopf und muss schon fast darüber lachen, wie Bofur als 'Fels in der Brandung' vor ihr steht. "Auch wenn ich wollte, so könnte ich es nicht. Ich muss den Orks folgen. Es kann nicht sein, dass sie ungeschoren durch das Waldland kommen." Verschwörerisch neigt sie sich zu Bofur hin. "Und außerdem kann ich nicht zulassen, dass Legolas alle Orks allein niedermacht." Ein verschmitztes Lächeln umspielt ihre Lippen.
Bofur erwidert das Lächeln. "Wenn Ihr nicht wie ein Elb aussähet würde ich meinen, in Euch steckt ein Zwerg! Und die Orks verlangen geradezu nach unseren Schwertern."
"Ich würde auf Ersteres nicht wetten aber der zweite Punkt trifft den Kern."

******
So, das wars es dann erst einmal.
Ich hoffe, es hat euch gefallen und ich würde mich sehr über eure Meinung freuen!
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