Project Wolf

von Sehunnie
GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
11.02.2014
14.02.2018
101
226903
55
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Dieses Kapitel
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Bemerkung:
Ich weiß, dass es schon einige von Solchen FF's auf dieser Seite gibt, habe aber dennoch eine geschrieben, nur mit EXO und Werwölfen wie gesagt. ^-^

Genre: Romanze, Fantasy, Alternatives Universum
Pairings: TaoRis - ChenLay/SuLay - HunHan - Kaisoo - Baekyeol
Beinhaltet Gewalt, weswegen Sie auf 18 Slash gestellt wurde
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Missmutig stand er vor dem riesigen Gebäude, welches seinem Vater gehörte. Wieso hatte er sich bloß auf dieses Projekt eingelassen? Fest umklammerte er seine Umhängetasche, drückte sie leicht an seine Brust und atmete tief durch. Er musste es jetzt tun. Weglaufen, oder einen Rückzieher machen würde er nicht können. Ansonsten würde er nur Ärger von seinen Gruppenmitgliedern bekommen und das wollte er nicht. Es führte kein Weg drum herum. Die Erlaubnis seines Vaters hatte er ja bekommen. Aber auch nur unter dutzenden Bedingungen, die er eingehen musste. Nervös und sauer auf sich selbst, ging er los und schaute sich in der riesigen Eingangshalle um und öffnete den Reißverschluss seiner Jacke die er anhatte. Seine Blicke fielen auf die etlichen weißen Wände, die die Eingangshalle des Zentrums füllten und staunte nicht schlecht. Wahrscheinlich, wenn man die Lage von oben betrachten würde, würde er durch seine schwarzen Haare und seine Sachen wie ein kleiner Schwarzer Fleck im Bild scheinen. Völlig verloren schaute er sich um, bis er plötzlich von jemandem von der Seite angesprochen wurde. Zuerst musterte Tao ihn ein wenig, ehe er ihm antworten wollte. Er schien einen netten Eindruck zu machen. Er hatte Braune Haare, trug ein weißes Hemd und eine schwarze Hose und lächelte ihn an. Auf seinem anscheinenden Namensschild stand sein Nachname drauf, mit einem Buchstaben als Abkürzung die anscheinend für seinen Namen stand.

„Kann ich dir weiter helfen?“, fragte er freundlich, sah ihn dabei an und hielt die Akte, die er dabei hatte in seiner Hand.

„Ja.. schon. Ich suche das Büro von meinem Vater. Es sollte sich im 4. Stock befinden, aber ich weiß nicht wie ich dorthin komme.“

„Verstehe. Also sind sie Tao. Man hat uns schon über ihren Besuch informiert. Mein Name ist Lay. Ich werde sie zu ihrem Vater bringen.“

„Danke. Aber du kannst mich auch ruhig Tao nennen.“

„Wie du willst. Also, wenn du mir folgen würdest.“

Lay sah ihn lächelnd und ging dann voran vorbei an der Rezeption. Tao ging ihm still hinterher und sah sich weiterhin um, bis er mit ihm in einem Fahrstuhl stand und Lay auf die Nummer 4 drückte und sich still neben ihn stellte. Tao musterte ihn aus dem Augenwinkel, strich sich immer noch nervös durch die Haare und leckte sich über die trockenen Lippen.  Aus seiner Tasche holte er kurz eine Wasserflasche, nahm einen Schluck, schraubte sie zu und legte sie zurück in seine Tasche die er sofort wieder umlegte und nach oben auf die Ziffer guckte. Er folgte dem anderen weiterhin still. Dieses mal durch einen riesigen Flur, an dessen Wänden Bilder hingen oder sonstige Sehenswürdigkeiten des Gebäudes. Vor einer Tür blieb er stehen und drehte sich zu ihm um.

„Da wären wir. Dein Vater ist anscheinend von der Besprechung noch nicht zurück, aber du kannst dich sicher schon einmal hineinbegeben und dich setzen. Möchtest du irgendetwas zu trinken?“

„Nein danke. Ich hab selber etwas dabei. Ich werde dann solange warten.“

„Hier, diese Akte sollte dein Vater bekommen. Würdest du sie ihm gleich zukommen lassen? Dann könnte ich weiter arbeiten.“

„Sicher. Ich werde es ihm geben.“

„Danke.“

Lay verbeugte sich kurz, lächelte ihn nochmal an und ging dann den Flur zurück entlang. Tao blickte ihm nach, bis er sich umdrehte und langsam die Tür von dem Büro seines Vaters öffnete. Vorsichtig trat er ein, schloss die Tür hinter sich und stellte seine Tasche vor den Sessel und schritt an die Fenster. Er hatte keine Höhenangst und wollte sich nur einmal die Aussicht angucken. Hier arbeitete sein Vater also tagtäglich. Er ging zu seinem Schreibtisch und schaute ihn sich an, bis ein Lächeln sein Gesicht zierte. Den Bilderrahmen der dort auf dem Tisch stand mit einem Bild von ihm nahm er kurz in die Hand, schaute sich das Foto an, bis er Schritte von draußen hörte und es sofort an seinen vorherigen Platz stellte. Er nahm Platz auf dem Sessel, setzte die Tasche auf seinem Schoß ab und blickte zu dem Mann, der durch die Tür kam und ihn lächelnd ansah. Tao wartete bis er sich gesetzt hatte und schaute ihn an.

„Wartest du schon lange?“

„Nein Vater. Ich bin vielleicht gerade mal seit zwei Minuten hier.“

„Du musst mich entschuldigen, aber ich hatte eine wichtige Besprechung wegen deines Projektes. Es mussten erst noch die anderen zustimmen, aber das hat sich geregelt. Du darfst wie geplant zu ihm herunter und etwas über ihn herausfinden. Allerdings, kennst du meine Bedingungen. Die Kameras bleiben an, du wirst mit Abstand zu ihm sitzen und wir haben gleich im Nebenraum Leute, die euch beobachten und sofort eingreifen, sollte er dir irgendetwas tun. Er kann unberechenbar sein. Ach, im Übrigen, hier ist seine Akte. Die solltest du dir angucken. Damit hast du sicher einige grundlegenden Fakten für euer Referat was ihr in dem Projekt haltet.“

„Danke.“

Tao nahm die Akte dankbar an, als er sie überreicht bekam und schaute sie sich an. Nebenbei schob er ihm die Akte, die er von Lay bekommen hatte auf den Schreibtisch und achtete nicht darauf, wie sein Vater die Akte nahm und sie sich durchlas. Neugierig und aufgeregt öffnete er die Akte die er in der Hand hatte und las sich die Fakten über den Mann durch, über den das Projekt handeln würde. Nachdem er sie sich kurz angeguckt hatte, sah er zu seinem Vater der aufgestanden und zur Tür gegangen war. Tao packte die Akte in seine Tasche und folgte ihm dann auf ein Zeichen zum Fahrstuhl.

„In welcher Etage ist er denn untergebracht?“

„Zwei Etagen unter der Oberfläche. Also U, für Untergrund 2. Falls du wieder zu ihm willst, fahr auf die U2 mit dem Fahrstuhl und mit deinem Ausweis solltest du problemlos zu ihm durchkommen.“

„Alles klar.“

„Und wenn wir unten sind sag nichts und folg mir still. Einverstanden?“

Tao nickte wohlerzogen und sah ihn kurz an, ehe er zur Anzeigefläche schaute und sie dann auf der U2 Etage angekommen waren und aus dem Fahrstuhl gingen. Erneut ging er durch einen langen Gang, bis sie durch eine kurze Sicherheitskontrolle mussten und er seine Tasche ablegen musste.

„Aber ich brauch meine Sachen zum aufschreiben meiner Notizen. Kann ich meine Sachen wieder haben?“

„Xiumin, gib ihm die Sachen. Er hat nichts, das versichere ich dir. Er ist mein Sohn und wir haben das alles schon abgeklärt.“

Xiumin sah ihn leicht misstrauisch an, gab Tao dann aber die Tasche wieder und ließ ihn mit seinem Vater, dem Chef durch und sah ihnen nach. Tao verschwendete keinen Blick damit zurück zu blicken und folgte seinem Vater durch den Gang. Seine Tasche hielt er fest in seiner Hand, damit nicht noch jemand auf die Idee kam, ihm die Sachen weg zu nehmen. Sein Vater blickte ihn immer wieder aus dem Augenwinkel an, bis er mit ihm in einen Raum ging.

„Hier kannst du deine Sachen, wie zum Beispiel deine Jacke ablegen. Im Raum, in den du dort durch die Tür kommst, ist auch schon der den du ausfragen willst. Xiumin ist in diesem Raum mit jemandem namens Chen und passt auf dich auf. Nicht dass dir etwas passiert, das würde ich mir nie verzeihen. Und der Junge weiß was er für eine Strafe bekommt, wenn er sich an dir vergreift.“

„Ist gut.“

„Ich bleib noch etwas hier, bis ich mir sicher bin dass alles in Ordnung ist.“

„Okay. Ich geh dann mal rein.“

Tao sah ihn lächelnd an, ehe er seine Jacke ablegte, sich seinen Block nahm und zu der Tür ging. Unsicher umfasste er die Klinke, blickte einmal zu seinem Vater der ihm zunickte und öffnete sie dann. Er ging rein, ohne den Blick vom Boden aufzuheben und schloss die Tür erneut hinter sich. Das erste Mal als er aufsah, zuckte er vor Schreck beinahe zusammen, als er ihn sah.
Zwei braune Augen am Ende des Raumes starrten ihn durchdringend an. Das Gesicht des jungen Mannes machte einen furchteinflößenden Eindruck auf ihn, weswegen er erst einmal schlucken musste. Beim Versuch ruhig zu wirken, hatte er wohl den Eindruck es nur noch schlimmer zu machen. Tao setzte sich an den Tisch, der in der Mitte stand auf den weißen Stuhl und blickte zu dem jungen Mann, der an Wand auf dem Boden saß und ihn anscheinend neugierig musterte.

„Warum hast du denn solche Angst?“

Die raue dunkle tiefe Stimme von ihm jagte Tao eine Gänsehaut über den gesamten Körper. Seine Lippen, die trocken waren überging er kurz mit seiner Zunge, sah den anderen dann entschlossen an und versuchte sich nicht unterkriegen zu lassen.

„Wer sagt das ich welche hätte?“

„Ich rieche es bis hier. Und außerdem, ich bin kein einfacher Krimineller, der einen Mord begangen hat oder in der Innenstadt jemandem Geld gestohlen hat. Von daher, kann man es auch verstehen wenn du Angst hast. Die hatte bis jetzt jeder, der hier reinkam und wieder ging. Und auch jedes Mal aufs Neue wenn er kam. Also wird es bei dir auch nicht anders sein.“

„Ich will jetzt nicht groß mit dir über so etwas diskutieren. Ich bin lediglich hier, um dir ein paar Fragen zu stellen.“

„In der Hoffnung, dass ich sie dir beantworte? Zu welchem Zweck? Ich denke, der Kerl der fast denselben Geruch hat wie du müsste alles wissen was du wissen musst.“

„Vielleicht, aber zu meinem Projekt gehört es dazu dass ich mit der Person um die es geht auch persönlich geredet habe.“

„Und da bin ich gerade euch ins Auge gefallen? Keine gute Wahl um dir zu antworten. Wer sagt denn, dass ich dir überhaupt antworten will? Geschweige Lust auf deine dämlichen kleinlichen Fragen habe? Es interessiert mich einen Dreck was du für dein Projekt wissen musst und was nicht. Geh doch den Chef der Anstalt hier fragen. Er hat mit Sicherheit, wie ich schon erwähnte, alle Antworten die du brauchst.“

„Aber darum geht es nicht! Es gehört dazu ein Gespräch mit dir zu haben. Auch für die eigene Erfahrung wenn du verstehst.“

„Und wenn du nur schlechte Erfahrungen hier mit raus bringst?“

Der Junge an der Wand sah ihn grinsend an. Sein Blick verfinsterte sich sofort wieder und er starrte ihn eiskalt an, während er aufstand. Er ließ Tao keine Sekunde aus den Augen und näherte sich langsam dem Tisch in der Mitte des Raumes. Tao blickte ihn die ganze Zeit über aufmerksam an, schluckte schwer als er sich ihm gegenüber setzte und sich lässig gegen die Lehne fallen ließ und ihn musterte.

„Scheinst ja nicht so sehr wie ein Streber auszusehen. Obwohl, das Gesicht hättest du ja vielleicht. Aber trotzdem. Du willst also Antworten ja? Auf was bezogen?“

„Auf dich. Also erst mal so für die Grundfragen. Geburtsort, Name, Alter und so weiter.“

„Immer dieselbe Leier.“, seufzte er genervt auf und sah ihn dann an.

„Also? Bekomme ich meine Antworten?“

„Mein Name ist Kris, ich bin 21 Jahre alt, Geburtsort Guangzhou, Guangdong, China.“

Tao notierte sich schnell alles was Kris ihm sagte und las sich dann alles durch. Das wusste er zwar alles, aber er wollte das alles nochmal selber von ihm hören und sah ihn dann wieder an. Seine Augen durchlöcherten ihn wie ein Laserstrahl, bis er den Blick wieder senkte und zusammen schreckte, als er ihn ansprach.

„Und du? Erfahre ich auch was über dich? Wenn ich schon hier ausgefragt werde, will ich auch wissen, wer du bist.“

„Wieso sollte das von Wichtigkeit sein?“

„Entweder, ich erfahre etwas über dich, oder ich beantworte dir keinerlei Fragen mehr. Verstanden?“, forderte Kris schroff und sah ihn wieder ernst und leicht wütend an. Tao verstand schon. Würde er nicht mitmachen, so würde er keinerlei Informationen mehr von Kris bekommen. Aber genau die brauchte er.

„Mein Name ist Tao, ich bin 19 Jahre alt, bin momentan Student und wurde hier geboren. Sonst noch irgendetwas?“

„Nein, dass reicht mir Tao. Aber für heute bin ich fertig, ich bin zu müde um weitere Fragen zu beantworten.“

„Das entscheidest du? Ich will aber mehr wissen. Ich meine, du hast doch eine Fähigkeit, die niemand hier hat!“

Kris ging darauf nicht ein, stand nur auf und drehte ihm den Rücken zu. Er ging zu dem Bett, was dort in der Ecke stand und setzte sich darauf.

„Muss ich dasselbe nochmal sagen!? Ich will nichts mehr beantworten.“

„Aber, ich meine, du kannst etwas was niemand kann!“

„Und was sollte daran toll sein?“, fauchte Kris wütend, stand sauer auf und ballte die Hände zu Fäusten.

„Tao, du solltest ihn nicht weiterhin provozieren...“

Hörte er seinen Vater durch die Ansage sagen und schluckte schwer. Sollte er es lassen? Er wollte noch mehr heraus bekommen. Aber er wusste auch nicht, was es für Folgen haben würde, wenn er ihn weiter aufregen würde. Schnell schnappte er sich seine Sachen und stand schnell auf. Kris kam langsam wütend auf ihn zu, weswegen er sich schnell gegen die Wand neben der Tür drückte und merkte, wie sein Atem schneller ging und er Angst bekam. Mit einem hämischen Grinsen, kam der Ältere auf den jüngeren zu und blieb genau vor ihm stehen und blickte ihm in die Augen.

„Hat da jemand Angst~?“

„Bild dir nichts darauf ein!“

„Hör mir mal zu, Kleiner. Ich, hab mir nicht ausgesucht, was oder wer ich bin. Ich hasse meine andere Hälfte und die Gestalt in die ich mich verwandeln kann. Ich hasse es ein Tier zu sein, verstanden!? Provoziere mich nicht, und ich tu dir nichts, verstanden?!“

Tao hörte ihm ängstlich zu, krallte sich dabei mehr in seinen Block auf dem der eine Satz stand und sah ihn mit großen Augen an. Sein Körper hatte begonnen zu zittern und er nickte nur stumm, ehe Kris von ihm weg ging und sich zurück auf das Bett setzte. Tao umfasste, nachdem er ihn nochmal angesehen hatte sofort die Türklinke und eilte aus dem Raum, in dem zu seinem Vater und musste sich erst mal zur Beruhigung hinsetzten und strich sich über das Gesicht.

„Die erste Begegnung mit ihm ist immer schwer.“, hörte er seinen Vater sagen, der ihm durch die Haare strich und ihn anlächelte.

„Vielleicht sollten wir das mit dem Projekt doch auf wen anderen verschieben.“

„Nein, ich kann es nicht ändern. Ich muss mehr über ihn heraus bekommen. Und die Gestalt in die er sich verwandeln kann.“

„Die Antwort ist ganz einfach.“

„Und in was verwandelt er sich?“

„Wolf.“
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